DE1761802C3 - Vorrichtung zum Vereinzeln von Blättern eines Blattstapels - Google Patents

Vorrichtung zum Vereinzeln von Blättern eines Blattstapels

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DE1761802C3 DE19681761802 DE1761802A DE1761802C3 DE 1761802 C3 DE1761802 C3 DE 1761802C3 DE 19681761802 DE19681761802 DE 19681761802 DE 1761802 A DE1761802 A DE 1761802A DE 1761802 C3 DE1761802 C3 DE 1761802C3
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Description

ίο Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zun Vereinzeln von Blättern eines Blattstapels mit Hilfi einer hin und her bewegbaren, durchlöcherten Pendel platte, welche mit Vakuum beaufschlagbar ist, da entsprechend der Hin- und Herbewegung der Pendel
platte mittels eines Ventils gesteuert wird, durcl welches die Löcher der Pendelplatte periodiscl verschlossen und freigegeben werden.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (US-Pi 33 00 207) bewegt sich die Schlitze aufweisend!
Pendelplatte zusammen mit einer ebenfalls Schlitz« aufweisenden Ventilplatte, die über einen mittels eine; erregten Solenoids verschobenen Nocken und eir entsprechendes Gestänge so ausgerichtet und beweg wird, daß sich ihre Schlitze zum Abheben eines Blatt:
vom Stapel und zur Bewegung des Blatts zu einei Abgabestelle in fluchtender Lage mit den Schlitzen dei Pendelplatte befinden, so daß das Blatt durch da: angelegte Vakuum an der Pendelplatte gehalten wird. Ir der Abgabestellung der Pendelplatte kommt der die Ventilplatte steuernde Nocken von der entsprechender Nockenfläche frei, und die Ventilplatte wird durch Federdruck so in Richtung ihrer Ausgangslage verschoben, daß ihre Schlitze nicht mehr mit den Schlitzen dei Pendelplatte fluchten, sondern der nicht durchlöcherte Teil der Ventilplatte: die Schlitze der Pendelplatte abdeckt, wodurch auf das transportierte Blatt keir Unterdruck mehr wirkt und daher dieses Blatt von dei Pendelplatte freigegeben wird.
Diese bekannte Vorrichtung arbeitet an sich zufriedenstellend, doch e:rgeben sich Schwierigkeiten, wenr das Vereinzeln und der Transport der Blätter vom Blattstapel zu einem bestimmten Zeitpunkt unterbrochen werden soll. Hierzu kann bei der vorbekannter Vorrichtung beispielsweise einerseits das Solenoid stromlos gemacht und andererseits die gemeinsame Antriebswelle für die Pendelplatte und die Ventilplatte abgebremst werden, wobei letzteres wegen der Trägheit des gesamten Systems eine verhältnismäßig langsame Reaktion, d. h. ein nach Beginn des Abbrems-Vorgangs zunächst noch fortgesetztes Vereinzeln von Blättern vom Blattstapel zur Folge hat. Da jedoch auch beim Stromloswerden des Solenoids zunächst ein Gestänge durch Federkraft verschoben werden muß um den die Bewegung der Ventilplatte synchron mit der Pendelplatte bewegenden Nocken aus einer Arbeitsstellung zu bewegen, ergibt sich auch dabei eine verzögerte Reaktion und nicht eine sofortige Unterbrechung des Vereinzelungsvorgangs, wobei sich ein zusätzliches Problem dadurch ergibt, daß die Schlitze der Ventilplatte sich bei unwirksam gemachtem Nocken in einer Lage befinden, in der sie mit den Schlitzen in der Pendelplatte fluchten, wenn die Pendelplatte in ihre Ausgangsstellung zurückgekehrt ist. Dadurch wird die Pendelplatte mit Vakuum beaufschlagt und saugt ein Blatt vom Blattstapel an, selbst wenn also das Solenoid stromlos geworden ist, so daß eine vollständige Unterbrechung der Vereinzelung erst dann erreicht ist, wenn die gemeinsame Antriebswelle für die Pendelplatte und die
Ventilplatte zum Stillstand gekommen ist.
Es ist demgegenüber Aufgabe der Erfindung, eine mit mittels eines Ventils gesteuertem Unterdruck arbeitende Vereinzelungsvorrichtung zu schaffen, bei der der Unterdruck schlagartig unterbrochen werden kann, während die Vorrichtung ansonsten unverändert weiterläuft, wodurch das Erfassen und Vereinzeln des nächsten Blatts verhindert wird.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine starr befestigte, mindestens eine öffnung aufweisende Justierplatte zwischen der Pendelplatte imd einem sich synchron mit deren Hin- und Herbewegung drehenden Ventilteller angeordnet ist, daß im Ventilteller eine etwa entsprechend der öffnung in der Justierplatte geformte öffnung vorgesehen ist und daß zwischen der Justierplatte und der Pendelplatte eine drehbare Unterbrecherscheibe mit einer etwa entsprechend der öffnung in der Justierplatte geformten öffnung angeordnet ist, die unabhängig von der Bewegung des Ventiltellers wahlweise in eine erste Stellung, in der ihre öffnung die öffnung der Justierplatte überdeckt, oder in eine zweite Stellung bewegbar ist, in der ihre Öffnung die öffnung der Justierplatte nicht überdeckt.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist also eine unabhängig von der Bewegung des Ventiltellers bewegbare Unterbrecherscheibe vorgesehen, mit der sich die Verbindung der Pendelplatte mit dem Vakuum sehr schnell und einfach unterbrechen läßt, ohne daß die Bewegung der Pendelplatte oder des Ventiltellers unterbrochen werden müßte. Es kann dahtr während des Betriebes der Vorrichtung und ohne Veränderung der Bewegung von Pendelplatte und Ventilteller praktisch schlagartig das Vereinzeln von Blättern vom Blattstapel unterbrochen werden.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren näher erläutert.
F i g. 1 zeigt eine teilweise weggebrochene Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Vereinzeln;
Fig. 2 zeigt die Vorderansicht der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung;
F i g. 3 zeigt einen Teilschnitt entlang der Linie 3-3 aus Fig. 1;
F i g. 4 bis 8 zeigen Ansichten verschiedener Teile der Vorrichtung;
Fig.9 zeigt einen Schnitt entlang der Linie 9-9 aus F i g. 1;
Fig. 10 zeigt vergrößert einen Teil des Antriebs der Vorrichtung gemäß F i g. 9;
F i g. 11 zeigt einen Schnitt entlang der Linie 11 -11 aus F ig. 2._
Die in F i g. 1 dargestellte Vereinzelungsvorrichtung fördert nacheinander Blätter vom Blattstapel 10 zu einer Blattfördervorrichtung, die die Rollen 12 und 14 enthält. Diese werden von einem Motor (nicht dargestellt) angetrieben und sind drehbar an einer Tragkonsole 15 befestigt. Die Blätter werden der Fördervorrichtung eines nach dem anderen zugeführt und entlang einer durch den Pfeil 16 dargestellten Bahd bewegt. Eine Tragplatte 17, die auf dem Bearbeitungssystem befestigt sein kann, trägt die Vereinzelungsvorrichtung.
Der Blattstapel 10 wird in der richtigen Lage bezüglich der Zuführungsvorrichtung mit Hilfe einer Anlieferungseinrichtung (nicht dargestellt) gehalten.
Eine derartige Anlieferungseinrichlung ist beispielsweise in der bereits genannten USA.· Patentschrift 33 00 207 beschrieben. Sie trägt einen konstanten Vorrat von Blättern dicht an eine durchlöcherte Pendelplatte 18 heran, die sich im Bereich des oberen Endes des Blattstapels 10 seitlich hin und her bewegt. Die Außenseite der Pendelplatte 18 wird über ihre öffnungen 61 periodisch mit einem Vakuum verbunden. Dies erfolgt durch eine rotierende Ventilvorrichtung 19, die später beschrieben werden wird. Durch die Verbindung der Pendelplatte 18 mit dem Vakuum wird periodisch das obere Blatt vom Stapel 10 abgehoben (s. Fig. 1), und die Bewegung der Pendelplatte 18 bringt das Blatt in Berührung mit den Rollen 12 und 14 der Fördervorrichtung, so daß es in Richtung des Pfeils 16 weiter bewegt wird.
Wie die Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, ist ein Paar Rollen 20a und 206 drehbar an einem Paar gegabelter Arme 21a und 216 befestigt. Diese Arme sind bei 22 schwenkbar mit dem Hauptteil 24 der Vereinzelungsvorrichtung verbunden. Das obere Ende des Arms 21a ist bei 25 schwenkbar mit einem Ende des Hebelarms 26 verbunden. Das andere Ende des Hebelarms 26 ist drehbar an einem exzentrisch befestigten Kurbelzapfen 28 angebracht. Der Kurbelzapfen dreht sich infolge Verbindung mit der Triebwelle 30, was später im einzelnen beschrieben wird. Am Hauptteil 24 ist starr eine Scheibe 32 befestigt. Das Ende der Triebwelle 30 ist drehbar in Lagern 33 gelagert. Ein Zahnrad 34 kämmt mit später zu beschreibenden Antriebszahnrädern und dreht die Triebwelle 30. Man erkennt, daß sich der Hebelarm 26 infolge der exzentrischen Bewegung des Kurbelzapfens 28 seitlich hin und her bewegt und dadurch die Rollen 20a und 20Z> periodisch hebt und senkt, so daß diese ein Blatt nach dem anderen in Berührung mit den angetriebenen Rollen 12 bringen.
An einem Ende eines Tragarms 40 ist ein weiterer Satz von Rollen 38 drehbar befestigt. Der Tragarm 40 ist bei 41 schwenkbar mit einem Stellarm 42 verbunden, der normalerweise durch eine Einstellschraube 43 in einem vorbestimmten Abstand vom Hauptteil 24 gehalten wird. Eine Kontaktschraube 44 berührt normalerweise den Kontakt eines Relais 46. Bei Zuführung eines Blatts zwischen die Rollen 14 und 38 wird der Tragarm 40 nach oben geschwenkt, so daß sich die Kontaktschraube 44 vom Kontakt 45 des Relais 46 löst. Dadurch zeigt das Relais die Anzahl der der Fördervorrichtung zugeführten Blätter an. Seine Anzeige kann auch für andere Steuerfunktionen ausgenutzt werden. Nahe dem Einlaß der Fördervorrichtung ist eine Fühlkammer 47 vorgesehen, die verhindert, daß mehr als ein Blatt zur Zeit in die Fördervorrichtung gelangt. Eine ähnliche Anordnung findet sich in der USA.-Patentschrift 33 00 207.
Die Pendelplatte 18 wird durch die Hin- und Herbewegung eines Hebels 48 bewegt, der bei 49 schwenkbar an einem starr auf der Oberfläche der Pendelplatte befestigten Ansatz 50 angebracht ist. Wie am deutlichsten F i g. 2 zu entnehmen ist, ist das End« des Hebels 48 mit einem Kurbelzapfen 51 verbunden der von einem angetriebenen Rad 52 gedreht wird. Rac 52 wird von einer Triebwelle 53 gedreht, die in einerr Lagerkörper 54 und einem Lager 55 gelagert ist. Sie wird zur Erzeugung der seitlichen Hin- und Herbewe gung des Hebels 48, der seinerseits die Pendelplatte If hin und her bewegt, von einem Motor angetrieben Ähnlich wie in der USA.-Patentschrift 33 00 20; beschrieben, ist die Pendelplatte 18 mit drei Lagern 56 57 und 58 verbunden, die verschiebbar an Führstangei
59a und 596 befestigt sind, um die Pendelplatte 18 entlang einer vorbestimmten Bahn für die Hin- und Herbewegung zu führen.
F i g. 11 zeigt im einzelnen die Verbindung der Führstangen 59a und 596 mit dem Hauptteil 24, sowie die Gleitfassung der Lager 56 und 58 auf den Führstangen 59a und 596. Im Hauptteil 24 befindet sich eine kreisförmige öffnung 60 zur Aufnahme der rotierenden Ventileinrichtung (diese wird später beschrieben), die die Verbindung des Vakuums mit der Pendelplatte 18 über die öffnung 60 steuert.
F i g. 2 zeigt Einzelheiten des Vorderteils der Pendelplatte 18, in dem eine Anzahl von öffnungen 61 in einem bestimmten Muster angeordnet sind. Obwohl die dargestellten öffnungen kreisförmig sind, ist es klar, daß sie auch eine andere Form haben können, beispielsweise können sie aus einer Vielzahl von Schützen oder ähnlichem bestehen. Damit die Pendelplatte 18 das obere Blatt vom Blattstapel 10 abhebt, werden die öffnungen 61 mit einem Vakuum verbunden.
F i g. 3 zeigt einen Vakuumbereich 62, der über ein Ansaugrohr 63 mit einer Vakuumpumpe 64 verbunden ist. Die Pumpe 64 hält im Vakuumbereich 62 ein Vakuum aufrecht, dessen geeignete Größe etwa bei 150 mm Wassersäule liegt. Die Platte 32 verschließt den Vakuumbereich 62. Es ist also nur eine Verbindung des Vakuums mit der durchlöcherten Pendelplatte 18 über die rotierende Ventileinrichtung 19 möglich. Diese enthält eine starr befestigte Justierplatte 65, die über der kreisförmigen öffnung 60 liegt und am Hauptteil 24 befestigt ist. Die öffnung 60 bildet eine Verbindung zwischen dem Vakuumbereich 62 und der Pendelplatte 18.
Die Justicrplatte 65 kann aus irgendeinem Material, beispielsweise einer verhältnismäßig dünnen Kunststoßplatte bestehen. Sie ist im einzelnen in Fig.4 dargestellt. Es sind zwei öffnungen 67a und 676 sowie eine Vielzahl von Löchern 67c zur Aufnahme der Schrauben für die Verbindung mit dem Hauptteil 24 vorgesehen. Obwohl die öffnungen 67« und 676 in diesem Fall im wesentlichen dreieckförmig sind, können sie selbstverständlich auch irgendeine andere Form haben. Ferner ist in der Justicrplatte eine Mittelöffnung 68 vorgesehen.
Ein drehbares Ventilstück 69 wird synchron mit der Hin- und Herbewegung der Pendelplatte 18 über ein Getriebe mit dem Zahnrad 70 (wird später erklärt) gedreht. F i g. 5 zeigt das Ventilstück 69, das eine längliche Achse 71 mit einer Mittelbohrung 72 aufweist. Das Vcntilstück besteht vorzugsweise aus kaltgcwalztem Stahl und trägt einen geeigneten Oxydüberzug, Zur Ermöglichung einer Drehbewegung wird das obere Ende 73 durch das Ventilstück 69 von einem Lager 74a (F i g. 3) aufgenommen. Das Ende 75 mit vergrößertem Durchmesser liegt in der Lageranordnung 746 (F i g. 3) 5s und ist bezüglich dem Hauptteil 24 drehbar. Das Ende 75 enthält eine zylindrische Mittelbohrung 77 mit einer ringförmigen Nut zur Aufnahme eines Sprengrings, was später beschrieben werden wird.
Wie Fig.6 zu entnehmen ist, hat das Ende 75 zwei halbkreisförmige Ausschnitte 78a und 786 durch die die Verbindung des Vakuums mit der Pendelplatte 18 verläuft. Im Ende 75 befindet sich ein Paur versenkter Bohrungen 79« und 79b, sowie ein Paar versenkter Bohrungen 8Oe und 806 mit kleinerem Durchmesser. In jeder der Bohrungen 79« und 796 befindet sich eine Feder 81 (F i g. 3 und 5), während in den Bohrungen 80« und 806 jeweils ein länglicher starrer Stift 82 angeordnet ist. Die beiden Federn 81 und die beiden Stifte 82 verbinden das Ventilstück 69 mit einem Ventilteller 83 (F ig. 3).
F i g. 7 zeigt Einzelheiten des Ventiltellers 83, der aus Kunststoff oder ähnlichem bestehen kann. Er enthält ein Paar öffnungen 84a und 846, die entsprechend den öffnungen in der Justierplatte 65 dreieckförmig sein können. Ferner ist ein Paar versenkter Bohrungen 85a und 856 sowie ein Paar versenkter Bohrungen 86a und 866 mit geringerem Durchmesser vorgesehen. Der Ventilteller weist ferner eine Mittelöffnung 87 auf.
Die Stifte 82 im Ende des Ventilstücks 69 erstrecken sich in die Bohrungen 86a und 866 des Ventiltellers 83 (F i g. 3), während die Federn 81 sich in die Bohrungen 85a und 856 des Ventiltellers 83 erstrecken. Bei Drehung des Ventilstücks 69 bewirken die starren Stifte 82 eine Drehung des Ventilteller 83. Die Federn 81 drücken den Ventilteller 83 gegen die Justierplatte 65, um Vakuumverluste zu verhindern.
Man erkennt, daß durch die periodische Drehung der öffnungen 84a und 846 des Ventiltellers 83 über die feststehenden öffnungen 67a und 676 der Justierplatte 65 der Vakuumbereich 62 periodisch mit der Pendelplatte 18 verbunden wird, wenn sich diese öffnungen überdecken. Überdecken sich die öffnungen in dem sich drehenden Ventilteller 83 gar nicht mit den öffnungen in der feststehenden Justierplatte 65, so erfolgt keine Verbindung des Vakuums mit den öffnungen in der Pendelplatte 18.
Die Drehung des Ventilstücks 69 und des Ventiltellers 83 erfolgt synchron zur Hin- und Herbewegung der Pendelplatte 18, so daß die Verbindung der Pendelplatte zum Vakuum nur dann hergestellt wird, wenn das obere Blatt vom Blattstapel 10 abgehoben werden soll. Die Verbindung bleibt so lange aufrechterhalten, bis die Vorderkante des Blatts in die Fördervorrichtung eingebracht ist. Die Verbindung zum Vakuum wird dann unterbrochen, bis sich die Pendelplatte 18 über den Blattstapel 10 zurückbewegt hat und zum Abheben des nächsten Blatts bereit ist.
Wie vorstehend bereits erwähnt, ist es sehr häufig erwünscht, den Blattzuführvorgang zu einem bestimmten Zeitpunkt sehr schnell zu unterbrechen. Dies erfolgt am besten durch eine schnelle Abtrennung des Vakuums von der Pendelplatte 18 mit Hilfe einer Unterbrecherscheibe 90. Die Unlerbrcchcrschcibc 90 ist zwischen der Justierplatte 65 und der Pendelplatte 18 angeordnet. Sie ist starr mit einem Ende einer länglichen Achse 92 verbunden, die sich durch die Mittclöffiuingen in der luslicrplutte 65, dem Ventilteller 83 und dem Vcntilstück 69 erstreckt. Die Achse 92 ist in einem Lager 94 gelagert, das in einer zylindrischen Bohrung 77 des VentilstUcks 69 angeordnet und dort mit Hilfe eines in die ringförmige Nut 77« eingesetzten Sprengrings gehalten wird. Das gegenüberliegende Ende der Achse 92 ist in einem mit einer Halterung 96 verbundenen Lager 95 gelagert. Es ist mit der Achse eines Antriebsrads 97 verbunden, das über einen Riemen 98 von einem großen Triebwerk 100 gedreht wird. Dus Triebwerk 100 ist mit Hilfe eines Schrittschaltmotor 102, beispielsweise ein üblicher elektrischer Schritt' schaltmotor, schrittweise drehbar.
Die Unterbrecherscheibe 90 ist im einzelnen in F i g. f dargestellt. Sie enthält ein Paar gegenüberliegendei öffnungen 104« und 1046, sowie ein Paar zwischer diesen liegende Sperrbereiche 106 und 1066, derer Materialstärke etwas verringert Ist, um Vakuumverlusu zu vermeiden. Die Unterbrecherscheibe 90 besteh
vorteilhaflerwcisc aus einer verhältnismäßig dünnen Kunststoffscheibe.
In normalem Betrieb, bei dem die Behälter nacheinander einem Dokumcntcnvcrarbcitungssystcm zugeführt werden, befindet sich der Motor 102 in der Ruhestellung und die öffnungen 104;i und 1046 der Unterbrecherscheibe 90 fluchten im wesentlichen mit den öffnungen 67«/ und 67b der JuMierplallc 65, so daß die periodische Verbindung der Pendelplatte 18 mit dem Vakuum nicht beeinträchtigt wird.
Soll die Uliitlziifülming gestoppt werden, so wird der Schrittschaltmotor 102 angelassen, der die IJnterbrccherschcibe 90 um etwa 90" dreht, so daß die Öffnungen 104;i und 104/) die öffnungen in der Justierplatte 65 nicht mehr überdecken. Die Bereiche 106;/ und 106/; unterbrechen daher die Verbindung des Vakuumbereichs 62 mit der Pendelplatte 18, sodaLi trotz Fortsetzung der 11in- und I lerbcwcgung der Pendelplatte 18 kein Vakuum mehr angelegt wird und daher der Fördervorrichtung keine Blätter mehr zugeführt werden. Mit der kleinen Drehbewegung die die Vakuumverbindung zur Pendelplatte 18 unterbricht, ist es also möglieh, die Blattzufuhr sehr schnell /u unterbrechen.
I' i g. 9 zeigt den Antrieb für den I lebelarm 26 und das Ventilstück 69. Die Triebwelle 30 wird durch Kämmen des mit der Tricbwclle 53 verbundenen Zahnrads 110 (Γ i g. 2) mit dem Zahnrad 34 gedreht. Das hintere linde tier Tr'u-hwelle 30 isl im Lager 31 gelagert, während das vordere linde in einem Kugellager 112 lagert, 1:1 in mit dem linde der Triebwelle 30 verbundenes Schneckenrad 114 kämmt mit einem zugehörigen Zahnrad 116 (I'ig. K)) und dreht die Welle 118. Hin im Abstand vom Zahnrad 116 auf der Welle 118 angeordnetes Schnekkenrad 120 kämmt mit dem Zahnrad 70 auf dem Venlilstück 69 und dreht dieses.
Hin linde der frei drehbaren Welle 118 ruht im Lager 122, das andere im Lager 124. Hin Kurbelzapfen 28 ist am von der Welle 118 gedrehten Ansatz 126 exzentrisch zu dessen Achse befestigt. Man erkennt, dall bei Drehung der Triebwelle 30 das Ventilstück 69 periodisch zur Verbindung der Pendelplatte 18 mit dem Vakuumbereich gedreht wird und daß ferner die Drehbewegung des Kurbclzapfens 28 die Rollen 20 ;i und 20/1 periodisch betätigt. Die Triebwelle 30 wird von der Triebwelle 53 angetrieben, die außerdem die Pendelplatte 18 hin und her bewegt. Der gemeinsame Antrieb liir die gesamte Vorrichtung stellt ilen richtiger Ablauf der einzelnen Vorgänge sicher.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Vereinzeln von Blättern eines Blattstapels mit Hilfe einer hin und her bewegbaren, durchlöcherten Pendelplatte, welche mit Vakuum beaufschlagbar ist, das entsprechend der Hin- und Herbewegung der Pendelplatte mittels eines Ventils gesteuert wird, durch welches die Löcher der Pendelplatte periodisch verschlossen und freigegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine starr befestigte, mindestens eine Öffnung (67a, 676; aufweisende Justierplatte (65) zwischen der Pendelplatte (18) und einem sich synchron mit deren Hin- und Herbewegung drehenden Ventilteller (83) angeordnet ist, daß im Ventilteller (83) eine etwa entsprechend der Öffnung (67a, 676; in der Justierplatte (65) geformte Öffnung (84a, 846; vorgesehen ist und daß zwischen der Justierplarte (65) und der Platte (18) eine drehbare Unterbrecherscheibe (90) mit einer etwa entsprechend der Öffnung (67a, 67b)\n der Justierplatie (65) geformten Öffnung (104a, 1046; angeordnet ist, die unabhängig von der Bewegung des Ventiltellers (83) wahlweise in eine erste Stellung, in der ihre Öffnung (104a, 1046; die Öffnung (67a, 676; der Justierplatte (65) überdeckt, oder in eine zweite Stellung bewegbar ist, in der ihre Öffnung (104a, 1046; die Öffnung (67a, 676;der Justierplatte (65) nicht überdeckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrecherscheibe (90) durch einen Schrittschaltmotor (102) zwischen der ersten und der zweiten Stellung bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Ventilstück (69) mit einer Achse (71), die an einem Ende in eine Endscheibe (75) mit Bohrungen (79a, 796; 80a, 806;ausläuft, die Stifte (82) und Federn (81) zur Verbindung des Ventilstücks (69) mit dem Ventilteller (83) und zur Ausübung eines in Richtung der Justierplatie (65) auf den Ventilteller (83) wirkenden Federdrucks aufnehmen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Endscheibe (75) mindestens ein die Öffnung (67a, 676; im Ventilteller (83) überdekkender, halbkreisförmiger Ausschnitt (78a, 786; vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Ventilteller (83) die Stifte (82) aufnehmende Bohrungen (86a, 866^ vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrecherscheibe (90) mit einer länglichen Antriebswelle (92) verbunden ist, die durch eine Mittelöffnung (68) in der Justierplatte (65), eine Mittelöffnung (87) im Ventilteller (83) und eine axial durch das Ventilstück (69) verlaufende Bohrung(72) geführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrecherscheibe (90) zwei einander gegenüberliegende, etwa dreiecksförmige Öffnungen (104a, 1046; aufweist, und daß die seitlich zwischen den Öffnungen (104a, 1046; liegenden Bereiche (106a, 1066,1 verringerte Wandstärke haben.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelplatte (18) über ein von einer Triebwelle (53) getriebenes Kurbelgestänge (48, 49, 50, 51, 52) hin und
hei· bewegbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn zeichnet, daß der Ventilteller (83) über ein Getriebe (110, 34, 114, 116, 120, 70) mit der Triebwelle (53 verbunden ist.
DE19681761802 1967-07-11 1968-07-09 Vorrichtung zum Vereinzeln von Blättern eines Blattstapels Expired DE1761802C3 (de)

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DE1761802A1 DE1761802A1 (de) 1971-08-19
DE1761802B2 DE1761802B2 (de) 1976-12-30
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