DE1752934U - Vorrichtung zum abziehen von gussstraengen beim stranggiessverfahren. - Google Patents

Vorrichtung zum abziehen von gussstraengen beim stranggiessverfahren.

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DE1752934U
DE1752934U DE19561752934 DE1752934U DE1752934U DE 1752934 U DE1752934 U DE 1752934U DE 19561752934 DE19561752934 DE 19561752934 DE 1752934 U DE1752934 U DE 1752934U DE 1752934 U DE1752934 U DE 1752934U
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DE19561752934
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Description

  • Vorrichtung zum Abziehen von Gußsträngen beim Stranggießverfahren.
  • Die Erfindung behandelt eine Vorrichtung zum Abziehen der bei dem sogenannten Stranggießverfahren durch Gießen in eine offene Kokille entstehenden Stränge nach unten.
  • Man hat bisher zur Förderung der gegossenen Stränge meist gezahnte Rollenpaare benutzt, die an dem Strang angreifen und ihn nach unten ziehen. Es sind auch schon Fördereinrichtungen hydraulischer Art oder solche mit Zahnstangenantrieb in Gebrauch gekommen. Schließlich hat man auch Schraubenspindeln verwendet, die am oberen Ende des Stranges mit diesem verbunden worden waren.
  • Viele von diesen Fördereinrichtungen, die naturgemäß unterhalb des Stranges angeordnet werden müssen, bedingen bei Unterbringung im Innern"des Gießofens eine besonders große Bauhöhe des Ofens, bzw. bei Anordnung außerhalb eine besonders große Höhenlage des Gießofens, um-für die Abzugseinrichtung den notwendigen Platz zu schaffen."Im übrigen kommt es bei allen diesen bekannten Mitteln"zur Wahrung der Betriebssicherheit auf einen äußerst präzisen Einbau an, der nicht in allen Fällen sich den robusten Anforderungen eines Gießereibetriebes gewachsen zeigt.
  • Eine große Anzahl der bekannten Vorrichtungen arbeiten so, daß der Strang lediglich eine Abwärtsbewegung ausführt, sonst aber in Ruhe bleibt. Es ist auch eine Stranggußkokille bekannt, bei der durch eine Drehbewegung dieser Kokille eine Rotationsbewegung des Stranges herbeigeführt wird. Die Wände dieser Kokille bestehen aus einem schraubenlinienartig zu einer zylindrischen Hohlform aufgewundenen endlosen Band, von dem beim Drehen der Kokille unter ebensoviel abgewickelt wie oben hinzugewickelt wird. Das Band bestehe in der Praxis aus segmentförmigen, zu einer Kette aneinandergereihten Paßstücken, die die Gestalt von Abschnitten eines Schraubenganges besitzen und durch Gelenke @ verbunden sind. Diese Vorrichtung ist verhältnismäßig komplizielt und es kann unter Umständen vorkommen, daß die einzelnen W.'indungen nicht völlig dicht aufeinanderliegen, obwohl die Gießf@orm durch Rollen von oben und von unten zusammengedrückt wird.
  • , Während der Durchführung derhier in Frage kommenden Stranggießv re rf ahrens dreht sich der Strang gemeinsam mit der ihn umschließenden Kokille ; eine Relativbewegung des Stranges gegen die Kokille erfolgt dabei nicht.
  • Sowohl bei den Vorrichtungen, bei denen der Strang lediglich eine Abwärtsbewegung ausführt, als auch bei der zuletzt beschri ebenen Stranggußkokille besteht die Möglichkeit, das der Strar@gguß sich innerhalb oder in der Nähe der Erstarrungszone an de) r Kokilleninnenwand festsetzt. Dadurch entstehen nicht nur
    Störungen in der Abwärtsbewegung, sondern es können dabei u. a.
    aueh miaterialschägigende Nachteile auftreten, wie z. B. Beschädi-
    gung der Kokille Rissbildung im Strang. Um das Anbrennen des Stranges an der kokillenwand zu vermeiden, hat man Verfahre-
    vorgeschlagen, bei denen die Kokille während des Abziehens da'
    Stranges'in Vibrationgbalten wirdo Die Vorrichtungen, dje se
    Vibration herbeiführen und aufrechterhalten, sind verhält-s-'
    mäßig kompliziert. Außerdem ergeben sich meist C ; chwierig en
    in der Unterbringung einer derartigen Vorrichtung, wenr sie
    nerhalb des Ofengehäuse angeordnet werden soll.
    Die ue Vorrich-hng zeichnet i< ; h-bei völ3iger sschaltung
    derge. Nachteile-durcji einen überrascher/einfachen
    Aufbau a. .. -bei dem keinerlei Präzisionsteile erJorderlich sindo
    Sie gewährlbt eia völlig störungsfreiew Abfdhen des Guß stranges.
    infolge der :. Slifacbheit ist eine besonders hcre Betriebssicher-
    heit vorhanden umd Außerdem erwirkt man ein hr gleichmäßiges
    Gefüge des Mestüces.
  • Die neue Vorrichtung zum Abziehen von Gußsträngen beim Stranggießverfahren, die besonders bei Vakuumöfen verwendet wird, ist gekennzeichnet durch Mittel, mit deren Hilfe man neben der Abzugsbewegung in der Richtung der Längsachse gleichzeitig eine zusätzliche Relativbewegung gegen die Kokille durch Rotation herbeiführt.
  • Die neue Vorrichtung kann z. B. im wesentlichen aus einer Strangführung bestehen, die als Wendel ausgebildet und im Gießgerüst oder im Ofengehäuse an einer passenden Stelle befestigt ist.
  • Die gewindeförmige Führung braucht nur wenige Gänge aufzuweisen.
  • In diesen läuft eine endlose Kette, die sich gemäß der Anzahl der Windungen mehrmals um den Strang legt und bei ihrer Bewegung den Strang dreht und gleichzeitig abwärts führte Die Kette wird zweckmäßig durch ein im Ofengehäuse befestigtes Kettenrad angetrieben, während das andere Widerlager mit Vorteil federnd aufge-
    hängt ist", um die nötige Spannung der Kette und damit die Reibung
    9
    auf dem Gießstrang zu gewährleisten. Die Förderung des Stranges beruht also ausschließlich auf Seilreibungskräften, woraus hervor-
    geht, daß die Kette auch durch äquivalente Übertragungsmittel,
    ZoBo durch ein Drahtseile ersetzt werden kenno
    Aberauch andere zweckmäßige Vorrichtungen zur Herbeiführung der
    zusätzlichen Relativbewegung des Stranges gegen die Kokille durch
    Rotation können verwendet werden. So kann man z.B. an den Strang drehbare-Walzen anlegen, deren fest mit ihnen verbundenen Wellen gegen die Längsrichtung des Stranges hin geneigt sind. Der Winkel, der sich aus der Längsachse der Stranges und der Projektion der Wellenlängsachse auf die Stranglängsachse ergibt, kann zwischen
    5 und'850 liegen. Vorzugsweise werden in gleichem Abstand von.
    der Kokille drei an dem Guß strang symmetrisch angeordnete Walzen
    und'Wellen mit einer Winkelstellung von 5 bis So verwendete
    Die beigefügtenZeichnungen zeigen bevorzugteAufführungsformen
    der neuen. Vörrichtungeno
    Die zuerst beschriebene Vorrichtung ist in Fig. 1 in Seiten-
    ansicht und in Fig. 2 in Aufsicht schematisch dargestellt. In'
    Fig. 1 und in Figo 2 sind die gleichen Einzelteile mit den gleichen Zahlen bezeichnet. Es bedeuten 10 die Kokille mit dem Zufuhrstutzen 11 und dem Ablaufstutzen 12 für das Kühlwasser, 13 den Gießstrahl und 14 den abzusenkenden strang, der durch die gewendeformige Führung 15 gezogen wird. Die Führung 15 ist mit Hilfe von Halteschienen 16 oder ähnlichen Elementen im (nicht gezeichneten) Gießgerüst oder im Ofengehäuse befestigt. Durch die Gänge der Wendel 15 läuft die endlose Kette 17, die über das Kettenrad 18 und die Welle 19 mittels des Motors 20 angetrieben wird. Das Widerlager der Kette 17 wird durch ein zweites, nicht angetriebenes Kettenrad 21 gebildet, dessen Welle 22 mit Hilfe der Spiralfeder 23 am Gießgerüst oder am Ofengehäuse aufgehängt ist, um der Kette 17 die notwendige Spannung zu vermitteln. Die Bewegung des Stranges erfolgt in Richtung der eingezeichneten Pfeile, und zwar gleichzeitig rotierend um die Längsachse bei feststehender Kokille 10 und senkrecht nach unten. Die Richtung, in der sich die Kette 17 weiterbewegt , ist durch die in Fig. 2 enthaltenen Pfeile angedeutet. - Diese Vorrichtung kann noch in der Weise vervollkommnet werden, daß das gewindeförmige Führungelement 15 für den Strang 14 Einrichtungen zur Kühlung trägt
    oder z. B. doppolwandig ausgebildet ist und so mit einem Kühlmittel
    beschickt werden kann (nicht gezeichnet).
  • Die zweite, hier beschriebene Ausführungsform, bei der drehbarer Walzen verwendet werden, istin Fig. 3 wiedergegeben Wie in Fijj, 1 sind die Kokille mit 10, die Kühlwasserstutzen mit 11 und 12, der Gießstrahl mit 13 Und der abzuziehende Strang mit 11 bezeichnet.
  • Auch die Bedeutung der am Strang angebrachten beiden Pfeile ist
    eiche wie bei Pigi, 1
    diegleichewiebei Figd. 1 o An Stelle, der Kette und der gewinde-
    formigenFührung werden hier aber die dreiWalzen35. (eine nicht
    sichtbar Verwendetediein gleichemAbstan von der feststehen
    denKokille10an demStrang symmetrisch angeordnet undum die
    Welle-'6. drehbar sind.. Die mit den Walzen 35 fest verbundenen',
    Wellen sind zum Strang 14 hin geneigt. Durch Projektion
    Längsachse der Welle 36 die gleichzeitig die Längsachse der Walze 35 ist, auf die Längsachse des Stranges 14 entsteht der Winkel α, der zwischen 5 und 85° liegen kann und bei der hier wiedergegebenen Ausführungsform 7° beträgt. Auch die Rotationsrichtung der Walzen 36, die mit Hilfe eines Motors (nicht gezeichnet) hervorgerufen werden kann, ist durch Pfeile angedeutet.
    Di. neue Vorrichtung kann selbstverständlich außerhalb des Ofen-
    gehäeeee, wigebracht werdeno Wenn ein geschlossenes Ofengehäuse
    verwendet wird und unter Schutzgas oder unter Vakuum gearbeitet
    werden sil9 empfiehlt es sich allerdings die Vorrichtung inner'"
    halbde&.-tSchutzgasgefülltenoderunterVakuum stehenden
    Raumesunrzubringen

Claims (1)

  1. Schutzansprüche : 1o) Vorrichtung zum Abziehen von Gußsträngen beim Stranggieß- verfahren insbesondere beiVakuumöfen, gekennzeichnet durch
    Mittel, mitderen Hilfe man neben der Abzugsbewegung des Gutstranges in der Richtung seiner Längsachse gleichzeitig eine zusätzliche Relativbewegung gegen die Kokille durch Rotation herbeiführt.
    20') Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein feststehendes Führungselement für den Strang (14) in Form einerdiesen herumgelegten Wendel (15) mit vorzugsweise wenigen Windungen, in denen eine endlose Kette (17) um den abzusenken den Strang (14) läuft. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnete daß mindestens ein Widerlager (23) der Kette (17) federnd ange- ordnetist.
    4.) Vorrichtungnach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das gewindeförmige Führungselement (15) für den Guß strang (14) mitKUhleinrichtungen versehene z. B. doppelwandig ausgebildete ist.
    5.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch an den Straajjt angelegte drehbare Walzen (35), deren fest mit ihnen verbundenen Wellen (36) gegen die Längsachse des Stranges (14) hin geneigt sind, wobei der Winkel (aL), der sich aus der Stranglängsachse und der Projektion der Wellenlängsachse auf die Stranglängsachse ergibt, zwischen 5 und 85 liegt.
    60) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in gleichem Abstand von der Kokille drei Walzen (35) und Wellen (36) mit einer Winkelstellung (dL) von 5 bis 8 angeordnet - sind. r .t 7....) Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4 oder 5 und 6gekenn- t Sohutz$m ; 3-, p9.- - zeichnet- :"dUrch ihre Anordnung innerhalb des mm füllten Oide ; r unter Vakuum stehenden Raumeso
DE19561752934 1956-06-28 1956-06-28 Vorrichtung zum abziehen von gussstraengen beim stranggiessverfahren. Expired DE1752934U (de)

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DE (1) DE1752934U (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017108394A1 (de) * 2017-04-20 2018-10-25 Inteco Melting And Casting Technologies Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gussblöcken aus Metall

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017108394A1 (de) * 2017-04-20 2018-10-25 Inteco Melting And Casting Technologies Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gussblöcken aus Metall

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