DE175029C - - Google Patents

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DE175029C
DE175029C DENDAT175029D DE175029DA DE175029C DE 175029 C DE175029 C DE 175029C DE NDAT175029 D DENDAT175029 D DE NDAT175029D DE 175029D A DE175029D A DE 175029DA DE 175029 C DE175029 C DE 175029C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/72Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration responsive to a difference between a speed condition, e.g. deceleration, and a fixed reference
    • B60T8/74Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration responsive to a difference between a speed condition, e.g. deceleration, and a fixed reference sensing a rate of change of velocity

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20/. GRUPPE
Zusatz zum Patente 167221 vom 16. September 1903.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1904 ab. Längste Dauer: 15. September 1918.
Gegenstand der Erfindung ist ein Bremsdruckregler zum selbsttätigen Abschwächen des Bremsdruckes mit abnehmender Fahrgeschwindigkeit bei Luftbremsen, mit einer in der Längsrichtung des Fahrzeuges beweglichen Masse, die infolge ihres Beharrungsvermögens zwischen Bremszylinder und Außenluft liegende Ventile derart überwacht, daß bei einer Vollbremsung die Verzögerung während der ganzen Bremsdauer nahezu gleich groß bleibt. Damit diese Verzögerung eine vorher bestimmte Größe erhält, -wirkt bekanntlich dem Beharrungsvermögen entgegen noch eine weitere Kraft (Federkraft, Schwerkraft oder dergl.) auf die Masse ein, welche die Ventile zu schließen sucht.
Die bekannten Bremsdruckregler können, um ein Feststellen der gebremsten Räder unter allen Umständen zu vermeiden, nur auf eine Höchstverzögerung eingestellt werden, die dem kleinsten im Betriebe vorkommenden Reibungskoeffizienten zwischen Rad und Schiene entspricht. Es hatte deshalb bisher auch keinen Zweck, letzteren bei Notbremsungen durch Streuen von Sand zu vergrößern. Steigt infolge des Sandstreuens die Verzögerung des Fahrzeuges über den eingestellten Wert hinaus, so läßt der Bremsdruckregler Druckluft aus dem Bremszylinder aus und die Bremskraft wird selbsttätig wieder geschwächt.
Diesem Übelstande wird nun dadurch abgeholfen, daß der Höchstwert der Verzögerung, auf welchen der Bremsdruckregler die Bremskraft regelt, selbsttätig beim Anstellen des Sandstreuers vergrößert wird. Zu dem Zweck wird die Kraft, die den Sandstreuer anstellt, gleichzeitig dazu benutzt, diejenige Kraft zu erhöhen, die dem Verzögerungsdruck entgegenwirkt.
Bei der Ausführungsform des Bremsdruckreglers für Druckluftbremsen nach Fig. 1 wirkt dem Verzögerungsdruck der Masse a die Feder c entgegen. Um die Verzögerung beim Anstellen des Sandstreuers zu vergrößern, ist der im Zylinder 29 verschiebbare Kolben 28 vorgesehen, gegen dessen rechte Seite sich das freie Ende der Feder c stützt. Die linke Kolbenkammer ist mit dem Druckluft führenden Rohr 30 des Luftsandstreuers verbunden.
Solange nicht Sand gestreut wird, befindet sich der Kolben 28 in der gezeichneten Stellung und die Feder c ist schwach gespannt. Wird Sand gestreut, so drückt die hierbei in das Rohr 30 eintretende Druckluft den Kolben 28 in die äußerste Stellung rechts hinüber und die Feder c wird stark gespannt. Fährt das Fahrzeug, auf dem der Bremsdruckregler sitzt, in der Richtung des Pfeiles und wird seine Bewegung durch Anstellen der Bremse ver-
(2. Auflage, ausgegeben am u. September igcrj.J
zögert, so hat die Masse α das Bestreben, sich entgegen dem Druck der Feder c nach links zu bewegen und den Bremszylinderauslaß y zu öffnen.
Je nachdem der Sandstreuer angestellt ist oder nicht und demgemäß die Spannung der Feder groß oder klein ist, öffnet die Masse a den Bremszylinderauslaß erst bei einer großen oder bereits bei einer kleinen Verzögerung des
ίο Fahrzeuges. Der Bremsdruckregler wird also die Bremskraft selbsttätig derart regeln, daß die Verzögerung bei Betriebsbremsungen (Sandstreuer außer Tätigkeit) einen geringen Wert und bei Notbremsungen (Sandstreuer in Tätigkeit) einen hohen Wert erhält.
Kommen Bremsdruckregler zur Verwendung, deren Masse frei beweglich aufgehängt ist, bei denen also dem Beharrungsvermögen die Horizontalkomponente der Schwerkraft entgegenwirkt, so ist das Maß der Verzögerung des gebremsten Fahrzeuges gegeben durch die Größe des Ausschlages, welchen die Masse bei der Bewegung aus der senkrechten Lage bis in die Lage macht, in der
sie gegen die Vorrichtungen zum öffnen des Bremszylinderauslasses stößt. Um gemäß vorliegender Erfindung die Verzögerung selbsttätig zu vergrößern, ist es somit nur notwendig, diesen Ausschlag und damit die Horizontalkomponente der Schwerkraft durch das Anstellen des Sandstreuers zu vergrößern.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel für einen derartigen Bremsdruckregler dargestellt, der die Bremszylinderauslässe y elektrisch steuert.
Auf der Massen sitzt isoliert die Strombrücke 32. Letzterer gegenüber ruhen isoliert auf dem Kolben 28 die Stromschlußstücke 20 und 21, von denen ersteres zu dem einen Pol der Stromquelle 18, letzteres über das elektrische Löseventil 17 zum anderen Pol der Stromquelle führt. Kolben 28 ist im Zylinder 29 verschiebbar und steht dauernd unter dem Druck der Feder 33. Der Raum rechts vom Kolben 28 ist durch Rohr 30 mit dem Sandstreuer verbunden.
Der Kolben 28 wird durch die Feder 33 in der gezeichneten Stellung erhalten. Wird Sand gestreut, so drückt die hierbei in den Zylinder 29 eintretende Druckluft den KoI-ben 28 entgegen dem Druck der Feder 33 nach links.
Fährt das Fahrzeug, auf welchem der Bremsdruckregler sitzt, in der Richtung des Pfeiles, so drückt das Beharrungsvermögen die Masse α beim Anstellen der Bremse nach links. Sobald die Strombrücke 32 die Stromschlußstücke 20 und 21 verbindet, fließt ein elektrischer Strom durch das elektrische Löseventil 17 und der Bremszylinderauslaßy wird geöffnet. Es strömt Druckluft aus dem Bremszylinder i aus, die Bremskraft und die Verzögerung des Fahrzeuges nehmen ab und der Ausschlag der Masse verringert sich, wodurch der elektrische Strom unterbrochen und eine weitere Minderung der Verzögerung verhindert wird.
Bei angestelltem Sandstreuer tritt der Stromschluß und damit auch das Lüften der Bremse erst bei einer größeren Verzögerung des Fahrzeuges ein.

Claims (1)

  1. Paten T-An Spruch:
    Vorrichtung zum selbsttätigen Abschwächen des Bremsdruckes mit abnehmender Fahrgeschwindigkeit bei Luftbremsen nach Patent 167221, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Beharrungsvermögen entgegenwirkende, das Maß der höchsten Verzögerung der in der Längsrichtung des Fahrzeuges beweglichen Masse bestimmende Kraft beim Anstellen eines Sandstreuers um einen bestimmten Betrag selbsttätig vermehrt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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