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Beschickungsvorrichtung.
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Vorliegende. Neuerung bezieht sich auf eine Beschikkungsvorrichtung
mit einem zu einer Entnahmevorrichtung führenden Zufuhrkanal, in welcher in unrichtige
Lage vor einem Durchlass zum Zufuhrkanal ankommende Werkstücke durch Schleuderwirkung
zurückgeworfen werden.
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Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art gelangen die Werkstücke, z.
B. Schrauben aus einer Rührtrommel in senkrechter Lage mit ihren noch ungeschlitzten
Köpfen nach oben in einen geneigten Kanal. Die Wände des Kanals sind so ausgebildet,
dass schlecht gerichtete Werkstücke abfallen oder ausgerichtet werden. Gut ausgerichtete
Schrau-
| ben können dann zwischen dem Kanal und einem Schleuderrad |
hindurchtreten, während Werkstücke, deren Köpfe noch nicht ausgerichtet sind, vom
Schleuderrad in die Rührtrommel zurückgeschleudert, werden.
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Bei einer andern bekannten Vorrichtung gelangen flache, ebene Werkstücke
von einem Trichter auf eine in geneigter
Ebene rotierende, mit
einer Ringnut versehene Scheibe.
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Werkstücke, die vom Trichter in die Ringnut eintreten, können unter
einem um eine zur Drehachse der Scheibe senkrechte Achse rotierenden Schleuderrad
hindurchtreten und zur Entnahmevorrichtung gelangen. Werkstücke, die vom Trichter
ausserhalb der Ringnut auf die Scheibe fallen, werden vom Schleuderrad in den Trichter
zurückgeworfen.
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Die gezahnten oder sonstwie mit Vorsprüngen versehenen Schleuderräder
dieser bekannten Vorrichtungen haben jedoch keine richtende Wirkung auf die Werkstücke,
sondern schleudern schlecht ausgerichtete Werkstücke lediglich zurück. Eine richtende
Wirkung ist ausgeschlossen, weil das Schleuderrad sich entweder gegenüber einem
ruhenden Kanal oder gegenüber einer Scheibe dreht, deren Drehebene eine andere ist,
als diejenige des Schleuderrades. Die bekannten Vorrichtungen vermögen daher Werkstücke
mit in Längsrichtung unregelmässig angeordneten, umlaufenden Absätzen nicht so gleichzurichten,
dass die Längsachsen der Werkstücke senkrecht zur Längsrichtung des Zufuhrkanal
zu liegen kommen.
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Das Schleuderrad würde einfach am Werkstück vorbeilaufen und dieses
beschädigen, während das Werkstück am stillstehenden Kanal oder an der drehenden
Scheibe festhaften würde, insbesondere leichte Werkstücke, wie solche z. B. in der
Uhrentechnik vorkommen, wo es z. B. Durchmesser von weniger als 1/10 mm gibt. Eine
ausrichtende Wirkung würde also gar nicht eintreten.
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Nun gibt es aber viele Fälle, z. B. in der Uhrentechnik oder Feinmechanik,
wo die Achse von Werkstücken mit in deren Längsrichtung unregelmässig angeordneten
umlaufenden Absätzen zwecks Ausrichtung gegenüber dem Durchlass z.B. um 90 oder
1800 gekippt werden muss.
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Neuerungsgemäss werden solche Ausrichtungen ermöglicht durch zwei
auf der vom Zufuhrkanal abgekehrten
| Seite voneinander weg rotierende ; eine richtende Wirkung |
auf die Merkstücke ausübende Schleuderräder oder dergl., die zwischen sich einen
dem Längsschnitt der Werkstücke angepassten Durchlass frei lassen.
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Da nun die Werkstücke zwischen zwei durch die Schleuderräder gebildeten,
vom Zufuhrkanal sich weg bewegenden Wänden liegen, wird ihnen von diesen Wänden
eine drehende und kippende Bewegung, also eine richtende Wirkung mitgeteilt, die
wenn gewünscht, noch durch einen Auswerfer unterstützt werden kann, der von Zeit
zu Zeit durch den Durchlass hindurchtritt.
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Weiter ist die Vorrichtung neuerungsgemäss so gebaut, dass bei der
Beschickung selbst Präzisionsteile grösste Schonung erfahren. Man kann die Werkstücke
quer zur Rotationsebene der Schleuderräder dem Raum über dem Durchlass
| zuführen, sodass di.e Werkstücke sich nicht wie in senkrecht |
angeordneten Trichtern übereinander stapeln und sich dadurch gegenseitig beschädigen.
Ist der oben erwähnte Auswerfer vorhanden, so kann er als schwache Feder ausgebildet
werden.
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Ist neuerungsgemäss weiter ein Rückführweg vorgesehen, der über dem
Durchlass parallel zum Zufuhrkanal abzweigt und neben
den $chleuderrädern
vorbei führt, so kann mit der Vorrichtung in ununterbrochenem Betrieb gearbeitet
werden. So bald nämlich der Zufuhrkanal gefüllt ist oder aus anderen Gründen über
dem Durchlass zu viele Werkstücke anfallen, so können diese durch die Schleuderräder
und/oder den Auswerfer in den Rückführweg befördert werden. Damit eine solche Beforderung
in den Rückführweg dann nicht eintreten kann, wenn der Zufuhrkanal weiter gespiesen
werden soll, so kann man neuerungsgemäß ein schwenkbares Auffangplättchen oder dergleichen
zwischen Durchlass und Rückführweg vorsehen, welches beim Auftreffen eines einzelnen,
von den Schleuderrädern und/oder vom Auswerfer zurückgeworfenen Werkstückes nicht
so weit ausgeschwenkt wird, dass es den Durchgang zum Rückführweg freigibt, sondern
das Werkstück zwingt, erneut auf den Durchlass zurückzufallen.
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Die neuerungsgemässe Beschickungsvorrichtung kann der Beschickung
der verschiedenartigsten Bearbeitungsmaschinen und Messgeräte und anderer Arbeitsstellen
dienen.
| h |
| Es gibt auch scon Beschlekungsvonichtungen, wo |
zwei sich gegenläufig zueinander drehende Rollen vorgesehen sind. Diese bestehen
je aus zwei Teilen, nämlich aus einem mit schräg verlaufenden Förderrippen versehenen
Konus und einem sich an das verjüngte Ende des letzteren anschliessenden zylindrischen
Teil. Die zylindrischen Teile der Rollen bilden zwischen sich einen Durchlass für
die Muttern, nachdem letztere in eine senkrechte Lage gebracht wurden. Diese
zylindrischen
Teile haben durch Einfräsungen gebildete Nocken, die die bereits senkrecht stehenden
Muttern um ihre eigene Achse soweit drehen sollen, bis zwei im Abstand der Schlüsselweite
voneinander liegende Flanken der Mutter zu den Zufuhrkanalwänden parallel sind.
Die Rollen haben also keine Schleuderwirkung und keine richtende Wirkung im Sinne
vorliegender Neuerung, d. h. es ist nicht möglich, Werkstücke zu fördern, deren
Achse zwecks richtiger Lage zum Durchlass z.B. um 90 oder 180° gekippt werden muss.
Diese bekannte Vor. richtung kann nur dort gebraucht werden, wo es sich zur Ermöglichung
des Durchtretens der Werkstücke durch den Durchlass nur noch um eine Drehung der
Werkstücke um ihre eigene Achse handelt.
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Beiliegende Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der
neuerungsgemässen Beschickungsvorrichtung, soweit dies für das Verständnis der Neuerung
notwendig ist. Darin ist Fig. 1 ein senkrechter Schnitt durch die Achse der Antriebsschnecke
zwischen den beiden drehenden Rädern hindurch, wobei der Kanal in Ansicht. gezeigt
ist, Fig. 2 ist eine Ansicht von links in Fig. 1 nach Wegnahme des mit den Rutschen
versehenen Deckels.
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Fig. 3 ist ein Schnitt durch die Achsen bei beiden rotierenden Rädern,
wobei die Räder und die Antriebsschnecke in Ansicht gezeichnet sind.
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Fig. 4 und 5 sind in größerem Massstabe Schnitte in der mittleren
Querschnittsebene der beiden rotierenden Räder mit der Auswerffeder der Räder, der
Sperrfeder und der Entnahmevorrichtung in verschiedenen Stellungen.
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Fig. 6 ist eine Ansicht der Entnahmevorrichtung und des untern Teils
des den Zufuhrkanal aufweisenden Magazins von links in Fig, 4.
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Fig. 7 bis 9 sind in grösserem Massstabe Draufsichten auf die rotierenden
Räder zur Veranschaulichung der Wirkung derselben.
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Fig. 10 ist in grösserem Massstabe ein Ausschnitt aus Fig. 2 und
zeigt ein Auffangplättchen als Detailvariante.
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Fig. 11 ist ein Vertikalschnitt durch Fig. 10 parallel zu den Drehaxen
der Räder, das Auffangplättchen in Ansicht zeigend.
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Im Gehäuse 1 mit den Einsteckstiften 2 der als Stecker ausgebildeten
Beschickungsvorrichtung ist mittels zweier Nylonlager 3 die Antriebswelle 4 mit
der Antriebsschnecke 5 gelagert, welche ihre Drehbewegung von einer nicht dargestellten
Vorrichtung erhält. Die Antriebsschnecke 5 steht in Eingriff mit zwei Schneckenrädern
6 (Fig. 3), von denen jedes zusammen mit inom profilierten Schleuderrad 7 oder dergl
auf einer von zwei Wellen 8 sitzt. Diese Wellen 8 sind einerseits in Nylonlagern
9 des Gehäuses 1 und anderseits in einem Deckel 10 drehbar gelagert. Der Deckel
10, der auf dem Gehäuse 1 wegnehmbar befestigt, z. B. festgeschraubt ist, trägt
eine
untere Rutsche 11 und eine obere Rutsche 12. Gehäuse
| 1 und Deckel 10 begrenzen einen Raum 13, in welchem sich |
die profilierten Schleuderräder 7 befinden und welcher durch die zwischen den Schneckenrädern
6 und den Rädern 7 auf den Wellen 8 sitzenden Bunde 14 nach der Seite der Lager
9 hin abgeschlossen ist. Der Raum 13 ist durch eine Oeffnung 15 im Deckel 10 mit
der. Rutsche 11 verbunden. Die Räder 7 sind so profiliert, dass sie zwischen sich
einen Durchlass 16 frei lassen, dessen Profil (Fig. 3 und 7 bis 9) dem Profil der
durchzulassenden Werkstücke so entspricht, dass letztere nur in einer vorgeschriebenen
Lage durch den Durchlass 16 hindurchtreten können.
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Im Bereiche des kleinsten Durchmessers, d. h. im Bereiche des mittleren
Querschnittes eines der beiden Schleu-
| derräder 7 ist eine Auswerferfeder 17 mit ihrem einen Enden |
| einen Schlitz 18 des Rades 7 eingesteckt. Diese einen |
| Rührer bezw. Auswerfer bildende Feder legt sich über den |
grösseren Teil des Umfanges des R des 7 und ist mit ihrem freien Ende so weit nach
aussen abgebogen, dass sie von unten in den Durchlass 16 eintreten kann (Fig. 5).
Im Interesse einer schonenden Behandlung der Wegstücke wird die Stärke der Feder
17 möglichst klein gewählt.
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An die Unterseite der Räder 7 schliesst sich unmittelbar ein von
einem Magazin 19 gebildeter Zufuhrkanal 20 an. Dieser Zufuhrkanal 20 hat zu einem
weiter unten
beschriebenen Zwecke einen symmetrischen Querschnitt.
Das am Gehäuse 1 befestigte Magazin 19 besteht aus zwei Längsteilen, die auf nicht
dargestellte Weise aneinander befestigt, z. B. miteinander verschraubt sind. Am
austrittsseitigen, von den Rädern 7 abgewendeten Ende hat das Magazin 19 eine Schulter
21 zur Vermeidung eines Kippens der Werkstücke während der Uebergabe an die Entnahmevorrichtung
22. In der Wandung des Magazins 19 ist eine Sperrfeder 23 befestigt, diein einer
Nut 24 der Magazinwandung liegt und in der Lage der Fig. 4 am austrittsseitigen
Ende in den Kanal 20 eintritt und dadurch das unterste der im Kanal 20 aufeinandergeschichteten
Werkstücke 25 und damit alle übrigen am Herausfallen verhindert.
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Die Zufuhr der Werkstücke 25 zur Beschickungsvorrichtung erfolgt
in Pfeilrichtung A längs der Rutsche 12j die so ausgebildet ist, dass die Werkstücke
25 im Bereich des Durchlasses 16 in den über dem Kanal 20 liegenden Raum 26 zwischen
den Rädern 7 fallen (Fig. 2). Die Werkstücke gleiten auf der Rutsche 12 nicht senkrecht
von oben, sondern quer zur Rotationsebene der sich drehenden Räder 7, sodass also
keine Stauung infolge des Gewichtes übereinander liegender Werkstücke entstehen
kann. Es gelangen immer nur wenig Werkstücke auf einmal auf die Räder 7.
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Im weitern ist die Drehrichtung der Antriebswelle 4 so gewählt, dass
die Räder 7 auf der vom Magazin 19 bezw. Zufuhrkanal
20 abgekehrten
Seite, also oben gemäss den Pfeilen D (Fig, 4 und 5), voneinander wegrotieren. Im
Interesse einer schonenden Behandlung der Werkstücke wird die Drehzahl der Räder
7 möglichst klein, z. B. 200 Umdr./Min. gewählt.
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Wie Fig. 2 veranschaulicht, führt durch den einen Steckerstift 2
zum Kanal 20 eine Leitung 27, durch welche von Zeit zu Zeit Pressluft in den Kanal
20 eingeblasen wird, um eine Verölung oder andere Verschmutzung desselben zu beseitigen.
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Im vorliegenden Beispiel ist die Entnahmevorrichtung als Zange 22
ausgebildet, welche um die Achse 28 in den Pfeilrichtungen E durch nicht dargestellte
Mittel hin und her geschwenkt wird. Während die eine Greifbacke 29 der Zange mit
winkelförmigem Einschnitt 30 an dem um die Achse 28 verschwenkbaren Arm 31 befestigt
ist, sitzt die andere Backe 32 auf einem Arm 33, der um die Achse 34 am Arm 31 verschwenkbar
gelagert ist. Eine am Arm 31 befestigte Blattfeder 35 trachtet danach, den Arm 33
im Uhrzeigersinn der Fig. 4 und 5 zu verschwenken. Ein verstellt barer Anschlag
36 des Armes 33 dient auf weiter unten beschriebene Weise dazu, in Zusammenarbeit
mit der Wandung des Magazins 19 die Oeffnung-und Schliessbewegung zwei" sehen den
Backen 29 und 32 der Entnahmevorrichtung 22 zu steuern.
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Im Gehäuse 1 ist eine Verstellschraube 37 eingeschraubt,
deren
Kopf durch Zusammenarbeit mit einem nicht dargestellten Teil, auf welchen die Beschickungsvorrichtung
mittels der Stifte 2 aufgesteckt ist, dazu dient, die Lage der Vorrichtung an die
Entnahmevorrichtung 22 anzupassen.
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Die neuerungsgemässe Beschickungsvorrichtung arbeitet folgendermassen
? Die Entnahmevonichtung 22 soll beispielsweise mit den Werkstücken 25 der in den
Fig. 6 bis 9 dargestellten Form beschickt werden. Diese Werkstücke sind Federwellen
für Uhrwerks und haben auf der einen Seite eines mittleren Bundes 38 einen Teil
39 kleineren und auf der anderen Seite einen Teil 40 grösseren Durchmessers. Die
Entnahmevorrichtung 22 soll nun diese Federwellen einer Bearbeitungsmaschine) g.
B. einer Schleifmaschine so zuführen, dass dabei die Teile 39 von der Zange 22 gehalten
werden und die Teile 40 frei liegen. Die Wellen 25 müssen also so durch den Kanal
20 nach unten gelangen dass sie von der Zange 22 am Wellenteil 39 ergriffen werden
können, Infolgedessen müssen die beiden Räder 7 so profiliert sein, dass der von
ihnen gebildete Durchlaß 16 die Federwellen nur in der für obgenannten Vorgang notwendigen
Lage der Wellenteile 39 und 40 in Bezug auf die mittlere Querschnittsebene der Räder
7 hindurchlässt, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist. Bei einer solchen Profilierung
des Durchlasses 16 können die Werkstücke 25 bei einer gegenüber
Fig.
7 um 1800 gedrehten Werkstüokachse nicht hindurchtreten, da der Wellenteil 40 über
einem Teil des Durchlasses 16 liegt, dessen Breite kleiner ist, als der Durch-
| messer des Teils 40, wie dies in Fig. 8 veranschaulicht |
| ist. Auch dann, wenn wie in Fig. 9 die Achse des auf den |
Rädern 7 aufliegenden Werkstückes 25 in der Längsrichtung des Kanals 20 liegt, kann
das Werkstück nicht hindurchtreten) weil der Bund 38 auf den Rädern 7 aufliegt.
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Die Federwellen 25 werden durch eine nicht dargestellte Transportvorrichtulig
z, B. ein Transportband, eine Borste oder einen Vibrator in der Richtung des Pfeiles
B (Fig. 1) nach oben auf die Rutsche 12 gefördert, wo sie in Richtung des Pfeiles
A den aber dem Durchlass 16 liegenden Raum 26 (Fig. 2) zwischen den Rädern 7 gelangen.
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Hat dann ein Werkstück nicht gerade die Lage gemäss Fig. 7, sodass
es unmittelbar durch den Durchlass 16 hindurch in den Kanal 20 fallen kann, so wird
es von den drehenden Schleuderrädern 7, auf welchen es aufliegt, bewegt. Kommt es
dabei in die Lage gemäss Fig. 7, so fällt es durch den Durchlass 16 in den Kanal
20. Verbleibt es aber trotz der Drehung der Räder 7 längere Zeit z. B. in der Lage
der Fig. 8 odei Fig. 9, so wird es beim Durchgang der Feder 17 durch den Durchlass
16 von dieser gehoben und fällt entweder in günstigerer Ausgangslage auf die Räder
7 zurück oder neben denselben in den Raum 13, von wo es in Pfeilrichtung
C
längs der Rutsche 11 wieder zur nicht dargestellten Transportvorrichtung gelangt,
um in der Pfeilrichtung B erneut zur Rutsche 12 gehoben zu werden. Die Feder 17
unterstützt die Wirkung der Räder 7, indem sie eine sanfte Bewegung in die Werkstücke
bringt. Ist der K anal 20 ganz mit Werkstücken gefüllt, so wirft die Feder 17 beim
Durchgang durch den Durchlass 16 die über den Rädern 7 liegenden Werkstücke zurück,
die dann in den Raum 13 fallen, sodass sich über den Rädern 7 keine Werkstücke in
unerwünschter Weise anhäufen können. Die Vorrichtung könnte auch ohne einen Auswerfer
17 arbeiten, wenn auch in gewissen Fällen nicht so gut und störungsfrei wie mit
Auswerfer.
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Solange die Entnahmevorrichtung 22 sich in der Lage der Fig. 4 befindet,
so hält die Sperrfeder 23 das unterste Werkstück 25 und damit alle darüberliegenden
Werkstücke Im Kanal 20 zurück. Verschwenkt sich nun die Zange 22 nach einem bestimmten,
nicht beschriebenen Rhythmus im Uhrzeigersinn der Fig. 4, bis nach einiger Zeit
die Fläche 41 des Armes 31 am Ende 42 der Sperrfeder 23 und der Anschlag 36 des
Armes 33 an der Wandung 43 des Magazins 19 anstösst, so verschwenkt der Arm 31 die
Sperrfeder im Gegenuhrzeigersinn und die Wandung 43 den Arm 33 entgegen der Wirkung
der Feder 35 gleichfalls im Gegenuhrzeigersinn um die Achse 34 (Fig. 4). Gelangt
die Sperreder 23 aus dem Bereich des Kanals 20 heraus, so kann das
unterste
Werkstück 25 vorerst noch nicht zwischen die Bakken 29 und 32 eintreten, da diese
noch nicht voll offen sind. Erst wenn bei weiterer Verschwenkung des Armes 31 die
Wandung 43 den Arm 33 ganz verschwenkt hat (Fig. 5), kann der Wellenteil 39 der
Werkstücke 25 zwischen die Backen 29,32 fallen, während der Wellenteil 40 sich auf
der Schulter 21 des Magazins 19 abstützt, sodass ein Kippen des in die offene Zange
gelangten Werkstückes verhindert wird. In dieser Lage hält das in der Zange liegende
Werkstück die übrigen Werkstücke im Kanal 20 zurück. Bewegt sich nun die Zange 22
im Gegenuhrzeigersinn der Fig.
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5 zurück in die Lage der Fig. 4, so beginnt sie sich zu schließen,
da die Feder 35 den Arm 33 im Uhrzeigersinn verschwenken kann. Die Oberkante der
Backe 29 verhindert bei dieser Rückwärtsbewegung der Zange ein Heraustreten des
nächstfolgenden Werkstückes aus dem Kanal 20 bis die Sperrfeder 23 sich wieder im
Bereiche des Kanals 20 befindet und damit die Sperrung der im Kanal 20 zurückgebliebenen
Werkstücke übernimmt. Erst dann verlässt die Zange 22, die nunmehr das Werkstück
unter Wirkung der Feder 35 festhält, den Bereich des Kanals 20 ganz, um schliesslieh
in die Endstellung der Fig. 4 zurückzugelangen, worauf der beschriebene Zyklus nach
der nicht geschilderten Bearbeitung des eben entnommenen Werkstückes von neuem beginnen
kann.
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Die Beschickung längs der Rutsche 12 kann, wenn gewünscht, ununterbrochen
erfolgen, da, falls die Entnahme nicht rasch genug erfolgt, die Feder 17 bei vollem
Kanal 20 die auf den Rädern 7 anfallenden Werkstücke in den Raum 13 befördert. Anstelle
einer einzigen Feder 17 können an einem Rad mehrere Federn vorgesehen werden. Auch
könnte man auf beiden Rädern eine oder mehrere Federn vor-
| te oder andere |
| sehen, Diese Federn könnten auch durch Stifte oder andere |
Auswerfer ersetzt werden. Anstelle von nur einem Paar zusammenarbeitender den Durchgang
der Werkstücke steuernden Räder, oder anderer geeigneter Körper könnten zwei oder
mehr Paare vorgesehen werden. Die Beschickungsvorrichtung braucht auch nicht immer
als Stecker ausgebildet zu sein.
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Will man statt des dünneren Wellenteils 39 den dickeren Wellenteil
40 durch die Zange 22 festhalten, so dreht man die Achsen der Räder 7 nach Entfernung
des Dekkels 10 um 1800, steckt sie wiederum in die Lager 9 und setzt den Deckel
10 wieder auf. Hernach werden die Werkstücke 25 vom Durchlass 16, der nunmehr in
seiner Längsrichtung auch um 1800 gedreht ist, in einer um 180° gedrehten Achsrichtung
durchgelassen, sodass dann von der Zange 22 der Wellenteil 40 der Werkstücke erfasst
wird.
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Da der Querschnitt des Kanals 20 symmetrisch und entspreohend dem
dickeren Wellenteil 40 dimensioniert ist, können die Werkstücke auch in dieser um
1800 gedrehten Lage durch den Kanal 20 hindurchtreten
Damit die
Werkstücke nur dann von der Feder 17 in den Raum 13 geworfen werden, wenn sich über
den Rädern 7 zu viele Werkstücke angesammelt haben, so kann die in Fig. 10 und 11
dargestellte Vorrichtung vorgesehen werden.
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Dort ist ein z. B. aus Leichtmetall, Blech oder Kunststoff bestehendes
Plättchen 44 gezeigt, das durch einen Schlitz 45 des Gehäuses 1 hindurchtritt und
sich in den Raum 26 bis nahe an die Bunde 14 erstreckt. Das Plättchen 44 hat Schultern
46, die sich am Rand des Schlitzes 45 abstützen, Der Schlitz 45 ist gegenüber der
Wandstärke des Plättchens 44 so breit, dass letzteres um die Schultern 46 als Achse
in der Ebene der Fig. 11 ausschwingen kann, wie dies in dieser Figur in strichpunktierten
Linien angedeutet ist.
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Normalerweise steht das Plättchen 44 infolge seines Eigengewichtes
senkrecht undliegt seitlich an den R-dern 7 an (ausgezogene Linien in Fig. 11).
Wird nun ein einzelnes Werkstück von der Feder 17 bewegt und gegen das Plättchen
44 geworfen, so ist die Trägheit des Plättchens gross genug, das das einzelne Werkstück
beim Aufprallen auf das Plättchen in den Raum 26 zurückgeworfen und das Plättchen
also vom Werkstück nicht so weit ausgeschwungen werden kann, dass letztres zwischen
dem Plättchen und den Rädern 7 hindurch in den Raum 13 fallen könnte. Das Werkstück
kann also, falls es nicht in der richtigen Lage auf die Räder 7 zurückfällt, von
der Feder 17 erneut bewegt
werden, bis es durch den Durchlass 16
treten kann. E : st wenn z. B. bei vollem Kanal 20 mehrere Werkstücke auf das Plättchen
44 aufstossen, wird dieses unter der Wucht der Werkstücke so weit ausgesch-vmngen,
dass die Werkstücke zwischen ihm und den Rädern 7 in den Raum 13 fallen können.
Dank des Plättchens 44 wird also die Leistung der Beschickungsvorrichtung erhöht.
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Mit der neuerungsgemässen Vorrichtung, die in ihrem Aufbau sehr einfach
ist, kann man durch den Werkstücken entsprechende Profilierung der Räder 7 oder
anders gearteter rotierender Körper Arbeitsstellen mit Werkstücken beliebiger Form
voll automatisch und auf schonende Weise in den verschiedensten vorgeschriebenen
Lagen beschicken.
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Die neuerungsgemässe Vorrichtung wird vorzugsweise, aber nicht ausschließlich
in der Klein-und Feinmechanik, z. B. in der Uhrenindustrie verwendet. Sie kann der
Beschickung der verschiedenartigsten Bearbeitungsmaschinen und Messgeräte und anderer
Arbeitsstellen dienen.