DE17397C - Verfahren zur Unschädlichmachung der in Hüttengasen enthaltenen schwefligen Säure in mit porösen Metalloxyden beschickten Schachtöfen - Google Patents

Verfahren zur Unschädlichmachung der in Hüttengasen enthaltenen schwefligen Säure in mit porösen Metalloxyden beschickten Schachtöfen

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DE17397C
DE17397C DENDAT17397D DE17397DA DE17397C DE 17397 C DE17397 C DE 17397C DE NDAT17397 D DENDAT17397 D DE NDAT17397D DE 17397D A DE17397D A DE 17397DA DE 17397 C DE17397 C DE 17397C
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Germany
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metal oxides
porous metal
steel mill
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sulphurous acid
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Expired
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DENDAT17397D
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Dr. TH. FLEITMANN in Iserlohn
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B7/00Working up raw materials other than ores, e.g. scrap, to produce non-ferrous metals and compounds thereof; Methods of a general interest or applied to the winning of more than two metals
    • C22B7/02Working-up flue dust
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
THEODOR FLEITMANN in ISERLOHN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. August 1881 ab.
Um die schweflige Säure aus solchen Hüttengasen zu entfernen, die zu verdünnt sind, um eine directe Verarbeitung zu Schwefelsäure mit Vortheil zu gestatten, oder deren Unschädlichmachung nach bisherigen Methoden zu kostspielig, wendet Erfinder folgendes Verfahren an:
Er beschickt einen kleinen Schachtofen mit der porösen Beschickung eines Metalloxyds, dessen Metall zum Schwefel. hinlängliche Verwandtschaft hat und für den Zweck genügende Schmelzbarkeit besitzt. - Es wird alsdann eine genügende Menge Brennmaterial und so viel Flussmittel, als erforderlich, zugesetzt, um eine Schmelzung herbeizuführen, und der Ofen mittelst eines Ventilators oder eines anderen Gebläses betrieben, welches die die schweflige Säure enthaltenden Gase durch den Ofen statt atmosphärischer Luft hindurch treibt, und zwar, soweit es sich nothwendig zeigt, unter Zulassung eines geringen Quantums atmosphärischer Luft, wenn der in den Gasen vorhandene Sauerstoff zur Schmelzung nicht hinreichen sollte.
Das Metall absorbirt alsdann den durch das Brennmaterial reducirten Schwefel und schmilzt als Schwefelmetall zusammen, aus welchem die schweflige Säure durch Oxydation in hinlänglich concentrirtem Zustand wieder gewonnen werden kann, um eine Zunutzemachung zu Schwefelsäure zu gestatten.
Der Schmelzprocefs ist ein continuirlicher. Als geeignete Metalloxyde empfiehlt Erfinder in erster Linie Eisenoxyd, welches in unreinem Zustande billig zu haben ist und woraus durch Abröstung des gewonnenen Schwefeleisens das Eisenoxyd zur Darstellung von Roheisen wieder gewonnen^Verden kann. Es kommen hier ganz besonders in Betracht die grofsen Mengen von abgerösteten Schwefelkiesen, deren Abbrände zu unrein sind, um eine directe Benutzung zur Roheisenproduction mit Vortheil zu gestatten.
Aufser Eisenoxyd sind Kupferoxyd, sowie die gemischten Oxyde von beiden in Betracht zu ziehen. Ferner Bleioxyd, Cobaltoxyd und Nickeloxyd oder Erze, die diese Oxyde enthalten bezw. deren Röstproducte.
Selbstredend können je nach Lage und Umständen die durch Schmelzung erhaltenen Schwefelmetalle nach der Abröstung für die Gewinnung der Schwefelsäure stets wieder von neuem verwendet werden, um neue Quantitäten von schwefliger Säure aus den Hüttengasen zu gewinnen.
Die Abröstung kann hierbei entweder in der bisher üblichen Weise in Röstöfen geschehen oder durch Einleiten von atmosphärischer Luft in das geschmolzene Schwefelmetall mit Hülfe eines B ess em er-Apparates, der eine directe Zugutemachung des Metalles gestattet, unter gleichzeitiger Gewinnung von schwefliger Säure bezw. von Schwefelsäure.
Um die Absorption in dem Schmelzofen ζ u befördern, ist es zweckmäfsig, das angewendet Metalloxyd in möglichst zerkleinertem Zustande mit der zur Reduction erforderlichen Menge Kohle zu mischen und das Ganze mit etwas Kalkmilch zu versetzen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die Benutzung von porösen Metalloxyden zur Beschickung eines Schacht- bezw. Schmelzofens, welche den Schwefel der in Hüttengasen enthaltenen schwefligen Säure nach stattgefundener Reduction durch das Brennmaterial binden und damit geschmolzenes Schwefelmetall bilden.
    Die Verwendung eines Schacht- bezw. Schmelzofens mit continuirlichem Betrieb, bei welchem die Hüttengase durch einen Ventilator oder ein anderes Gebläse zur Speisung des Ofens benutzt werden, zur Ausführung des unter i. benutzten Verfahrens.
DENDAT17397D Verfahren zur Unschädlichmachung der in Hüttengasen enthaltenen schwefligen Säure in mit porösen Metalloxyden beschickten Schachtöfen Expired DE17397C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4193208A (en) * 1977-11-18 1980-03-18 Ronning Engineering Company, Inc. Single pass alfalfa dehydrator dryer and flighting therefor

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