DE171872C - - Google Patents

Info

Publication number
DE171872C
DE171872C DE1904171872D DE171872DA DE171872C DE 171872 C DE171872 C DE 171872C DE 1904171872 D DE1904171872 D DE 1904171872D DE 171872D A DE171872D A DE 171872DA DE 171872 C DE171872 C DE 171872C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkali
zinc
sulfur
barium
hydrogen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1904171872D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE171872C publication Critical patent/DE171872C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT29276D priority Critical patent/AT29276B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G9/00Compounds of zinc
    • C01G9/08Sulfides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

htft VTW Λ** ** S*
, i
KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 171872 KLASSE 22/. /*
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung des durch das Hauptpatent geschützten Verfahrens, dahingehend, daß anstatt von Baryumzinkat und Schwefelbaryum von Zinkoxydalkali und- Schwefelalkali ausgegangen wird. Der Vorteil, welcher hier-, durch erreicht wird, besteht darin, daß das gewonnene Schwefelzink von den schwer löslichen Erdalkalihydraten, ' z. B. Barythydrat, frei bleibt und daher in einer größeren Reinheit gewonnen wird.
Es ist bereits bekannt geworden, metallisches Zink mit Lösungen von Ätzalkalien, welche Schwefelalkali enthalten, zu behandeln, wobei ebenfalls die Fällung von Schwefelzink bei Gegenwart von Wasserstoff erfolgt.
Von diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich der Gegenstand der vorliegenden Erfindung dadurch, daß, wie bei dem Ver-
fahren nach dem Hauptpatent, ein Überschuß von Schwefelalkali vermieden wird, da ein solcher eine Mißfärbung des gebildeten Schwefelzinks zur Folge haben und der Bildung eines reinen, weißen Produktes hinderlieh sein würde.
Die Abänderung des bekannten Verfahrens, nach welchem metallisches Zink mit Lösungen von Ätzalkalien, welche bereits Schwefelalkali enthalten, nach den im Hauptpatent für Erdalkalien und Schwefelerdalkalien angegebenen Bedingungen behandelt wird, schafft gegenüber dem ersteren den Vorteil, daß die Wasserstoffentwicklung für die Kontinuierlichkeit des Betriebes und die Regelung des Zuflusses von Schwefelalkali nutzbar gemacht werden kann.
Damit die Wasserstoffentwicklung zur Kontrolle der ,zuzusetzenden Menge von Schwefelalkali benutzt werden kann, wird die Behandlung der Ausgangsmaterialien in einem luftdicht geschlossenen Behälter vorgenommen, welcher mit Einrichtungen versehen ist, um den entwickelten Wasserstoff aufzufangen und zu messen. Die Beobachtung der entwickelten Wasserstoffmenge gibt einen Maßstab für den richtigen sachgemäßen Verlauf der Reaktion und für die Bestimmung des Zeitpunktes, in welchem die Zusatzmengen geregelt werden. Die Wahl des Zeitpunktes des Zusatzes von Schwefelalkali ist auch deshalb wesentlich, weil die Nichtbeobachtung dieses Zeitpunktes eine Unterbrechung der Kontinuierlichkeit zur Folge haben kann, wenn der Zusatz nicht erfolgt, solange noch unzersetztes Alkalihydrat sich in dem Behälter befindet.
Zur dauernden Aufrechterhaltung der Entwicklung des Wasserstoffes und somit der Kontinuierlichkeit des Betriebes ist es notwendig, zu verhindern, daß das in feiner Suspension befindliche Schwefelzink sich auf dem metallischen Zink niederschlägt und dieses mit einer für das Schwefelalkali schwer durchdringlichen Isolierschicht bedeckt, welche
ein
die Losung des metallischen Zinks erschwert, wenn nicht ganz verhindert. Zu dem Zwecke wird der luftdicht geschlossene Behälter mit einer beständig umlaufenden Rührvorrichtung versehen, welche gleichzeitig das metallische Zink auf einer großen Fläche verteilen kann.
Die Ausführung des Verfahrens geschieht
etwa wie folgt:
Will man z. B. gleichzeitig Ätznatron und
ίο Schwefelzink gewinnen, so wird in einem geschlossenen metallischen Gefäß gekörntes Zink im Überschuß mit Ätznatronlauge gekocht, wobei Eisenspäne zur Erleichterung der Entwickelung des Wasserstoffes beigegeben werden können. Zur Beheizung des Gefäßes kann jede Einrichtung, z. B. eine Dampfschlange benutzt werden.
Ist bei der Einleitung des Prozesses die gewünschte Zinkmenge gelöst und ist außerdem noch unzersetztes Alkalihydrat vorhanden, so läßt man Schwefelalkalilauge allmählich hinzutreten, wobei das, Rührwerk beständig umläuft, um zu verhindern, daß das fein verteilte, suspendierte Schwefelzink sich zu Boden setzt. Es ist also während des Verlaufs des Prozesses gleichzeitig Zink, Ätznatron und Schwefelnatrium im Behälter vorhanden.
Der Zusatz von Schwefelalkali wird hierbei so geregelt, daß seine Menge gerade zur Bildung des Schwefelzinks ausreicht, damit ein Überschuß vermieden wird, der, wie früher bemerkt, schädlich ist. Nach beendeter Reaktion läßt man nicht den ganzen Inhalt des Gefäßes ab, sondern nur etwa */5. Der verbleibende Rest sichert die Kontinuierlichkeit des Betriebes, indem nur Schwefelalkali und Zink zur Fortsetzung der Reaktion hinzugesetzt zu werden braucht.
Das vorliegende Verfahren erzeugt ein sehr feines weißes Schwefelzink, welches sich außerordentlich weich anfühlt und eine größere Deckkraft besitzt, als das nach den bisher bekannten Verfahren erhaltene Produkt; außerdem sind die Lösungen von Alkalihydrat, die hierbei entstehen, sehr hochprozentig, z. B. wird eine Ätznatronlösung von 350Be. bei diesem Verfahren direkt erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des durch Patent 167172 geschützten Verfahrens zur Herstellung von Schwefelzink, dahingehend, daß anstatt von Baryumzinkat und Schwefelbaryum von Zinkoxydalkali und Schwefelalkali ausgegangen wird, zum Zweck, ein von schwer löslichem Erdalkalihydrat freies deckkräftiges Schwefelzink zu erhalten. '
DE1904171872D 1904-03-22 1904-03-22 Expired - Lifetime DE171872C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT29276D AT29276B (de) 1904-03-22 1905-02-16 Verfahren zur Darstellung von Schwefelzink.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE171872C true DE171872C (de)

Family

ID=436809

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1904171872D Expired - Lifetime DE171872C (de) 1904-03-22 1904-03-22

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE171872C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2620654A1 (de) Verfahren zur behandlung von auslaugrueckstaenden von zinkerzen
DE2601068A1 (de) Verfahren fuer die flotation von blei-, kupfer-, uran- und seltenen erdmineralien
DE171872C (de)
DE2427132A1 (de) Verfahren zur gewinnung und ausscheidung von metallionen, z.b. zink, kupfer und eisen, unter verwendung fluessiger kationenaustauscher
DE2529961B2 (de) Verfahren zur Herstellung von fasrigem Kaliumtitanat
DE2214911A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Nickel hoher Reinheit aus oxydierten Erzen
DE2264541A1 (de) Nassmetallurgisches verfahren zur trennung von eisen und nickel
DE2747436A1 (de) Verfahren zur selektiven gewinnung des natriumgehaltes von rotschlaemmen
DE3007582A1 (de) Verfahren zur herstellung von wasserfreiem magnesiumchlorid
DE150551C (de)
DE275204C (de)
DE427285C (de) Verfahren zur Raffination von Kohlenwasserstoffen
DE646605C (de) Verfahren zur Herstellung von Berylliumlegierungen
DE726640C (de) Verfahren zum Regenerieren von Altkautschuk nach dem Alkaliverfahren
DE551865C (de) Zerlegung von Kaliumkobaltnitrit in Ioesliches Nitrit und Kobalthydrat
DE269541C (de)
DE105106C (de)
DE219778C (de)
AT345565B (de) Verfahren zur extraktion von metallen aus metallhaltigem, festem rohmaterial
DE680519C (de) Verfahren zur Trennung von Nickel und Kupfer
DE242243C (de)
AT136373B (de) Verfahren zur Herstellung kieselsäurearmer Tonerde aus Erdalkalialuminaten.
DE684369C (de) Gewinnung eines reinen Zinksulfidpigments aus Zinkblende
DE557660C (de) Herstellung von Alkalihydroxyden
DE540328C (de) Verfahren zur Darstellung leicht loeslicher komplexer Doppelsalze der Cyanmercuriphenole