DE171872C - - Google Patents
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
htft VTW Λ** ** S*
, i
KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 171872 KLASSE 22/. /*
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung des durch das Hauptpatent geschützten
Verfahrens, dahingehend, daß anstatt von Baryumzinkat und Schwefelbaryum von Zinkoxydalkali und- Schwefelalkali ausgegangen
wird. Der Vorteil, welcher hier-, durch erreicht wird, besteht darin, daß das
gewonnene Schwefelzink von den schwer löslichen Erdalkalihydraten, ' z. B. Barythydrat,
frei bleibt und daher in einer größeren Reinheit gewonnen wird.
Es ist bereits bekannt geworden, metallisches Zink mit Lösungen von Ätzalkalien,
welche Schwefelalkali enthalten, zu behandeln, wobei ebenfalls die Fällung von Schwefelzink
bei Gegenwart von Wasserstoff erfolgt.
Von diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich der Gegenstand der vorliegenden
Erfindung dadurch, daß, wie bei dem Ver-
fahren nach dem Hauptpatent, ein Überschuß von Schwefelalkali vermieden wird, da
ein solcher eine Mißfärbung des gebildeten Schwefelzinks zur Folge haben und der Bildung
eines reinen, weißen Produktes hinderlieh sein würde.
Die Abänderung des bekannten Verfahrens, nach welchem metallisches Zink mit Lösungen
von Ätzalkalien, welche bereits Schwefelalkali enthalten, nach den im Hauptpatent für Erdalkalien
und Schwefelerdalkalien angegebenen Bedingungen behandelt wird, schafft gegenüber
dem ersteren den Vorteil, daß die Wasserstoffentwicklung für die Kontinuierlichkeit
des Betriebes und die Regelung des Zuflusses von Schwefelalkali nutzbar gemacht werden kann.
Damit die Wasserstoffentwicklung zur Kontrolle der ,zuzusetzenden Menge von
Schwefelalkali benutzt werden kann, wird die Behandlung der Ausgangsmaterialien in einem
luftdicht geschlossenen Behälter vorgenommen, welcher mit Einrichtungen versehen ist,
um den entwickelten Wasserstoff aufzufangen und zu messen. Die Beobachtung der entwickelten Wasserstoffmenge gibt
einen Maßstab für den richtigen sachgemäßen Verlauf der Reaktion und für die Bestimmung
des Zeitpunktes, in welchem die Zusatzmengen geregelt werden. Die Wahl des Zeitpunktes des Zusatzes von Schwefelalkali
ist auch deshalb wesentlich, weil die Nichtbeobachtung dieses Zeitpunktes eine Unterbrechung
der Kontinuierlichkeit zur Folge haben kann, wenn der Zusatz nicht erfolgt, solange noch unzersetztes Alkalihydrat sich
in dem Behälter befindet.
Zur dauernden Aufrechterhaltung der Entwicklung des Wasserstoffes und somit der
Kontinuierlichkeit des Betriebes ist es notwendig, zu verhindern, daß das in feiner
Suspension befindliche Schwefelzink sich auf dem metallischen Zink niederschlägt und
dieses mit einer für das Schwefelalkali schwer durchdringlichen Isolierschicht bedeckt, welche
ein
die Losung des metallischen Zinks erschwert,
wenn nicht ganz verhindert. Zu dem Zwecke wird der luftdicht geschlossene Behälter mit
einer beständig umlaufenden Rührvorrichtung versehen, welche gleichzeitig das metallische
Zink auf einer großen Fläche verteilen kann.
Die Ausführung des Verfahrens geschieht
etwa wie folgt:
Will man z. B. gleichzeitig Ätznatron und
ίο Schwefelzink gewinnen, so wird in einem
geschlossenen metallischen Gefäß gekörntes Zink im Überschuß mit Ätznatronlauge gekocht,
wobei Eisenspäne zur Erleichterung der Entwickelung des Wasserstoffes beigegeben
werden können. Zur Beheizung des Gefäßes kann jede Einrichtung, z. B. eine Dampfschlange benutzt werden.
Ist bei der Einleitung des Prozesses die gewünschte Zinkmenge gelöst und ist außerdem
noch unzersetztes Alkalihydrat vorhanden, so läßt man Schwefelalkalilauge allmählich
hinzutreten, wobei das, Rührwerk beständig umläuft, um zu verhindern, daß
das fein verteilte, suspendierte Schwefelzink sich zu Boden setzt. Es ist also während
des Verlaufs des Prozesses gleichzeitig Zink, Ätznatron und Schwefelnatrium im Behälter
vorhanden.
Der Zusatz von Schwefelalkali wird hierbei so geregelt, daß seine Menge gerade zur
Bildung des Schwefelzinks ausreicht, damit ein Überschuß vermieden wird, der, wie
früher bemerkt, schädlich ist. Nach beendeter Reaktion läßt man nicht den ganzen
Inhalt des Gefäßes ab, sondern nur etwa */5.
Der verbleibende Rest sichert die Kontinuierlichkeit des Betriebes, indem nur Schwefelalkali
und Zink zur Fortsetzung der Reaktion hinzugesetzt zu werden braucht.
Das vorliegende Verfahren erzeugt ein sehr feines weißes Schwefelzink, welches sich
außerordentlich weich anfühlt und eine größere Deckkraft besitzt, als das nach den
bisher bekannten Verfahren erhaltene Produkt; außerdem sind die Lösungen von
Alkalihydrat, die hierbei entstehen, sehr hochprozentig, z. B. wird eine Ätznatronlösung
von 350Be. bei diesem Verfahren direkt erhalten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Abänderung des durch Patent 167172 geschützten Verfahrens zur Herstellung von Schwefelzink, dahingehend, daß anstatt von Baryumzinkat und Schwefelbaryum von Zinkoxydalkali und Schwefelalkali ausgegangen wird, zum Zweck, ein von schwer löslichem Erdalkalihydrat freies deckkräftiges Schwefelzink zu erhalten. '
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT29276D AT29276B (de) | 1904-03-22 | 1905-02-16 | Verfahren zur Darstellung von Schwefelzink. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE171872C true DE171872C (de) |
Family
ID=436809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1904171872D Expired - Lifetime DE171872C (de) | 1904-03-22 | 1904-03-22 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE171872C (de) |
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1904
- 1904-03-22 DE DE1904171872D patent/DE171872C/de not_active Expired - Lifetime
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