DE170640C - - Google Patents

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DE170640C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B27/00Arrangement of ship-based loading or unloading equipment for cargo or passengers
    • B63B27/24Arrangement of ship-based loading or unloading equipment for cargo or passengers of pipe-lines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Storage Of Harvested Produce (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
Durch die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Einrichtung wird bezweckt, die Transport- und Lagerungsfähigkeit des auf langen Wasserwegen" herangeschafften Getreides zu heben, um es für den Weitertransport und späteren Aufenthalt in den Speichern und Kornhäusern widerstandsfähiger zu machen.
Das auf langen Wasserfahrten beförderte
ίο Getreide ist bekanntlich sehr leicht der Gefahr der Erkrankung ausgesetzt, zu der hauptsächlich zwei Umstände führen. Erstens nimmt das Getreide während der Wasserfahrt einen höheren Feuchtigkeitsgrad an und zweitens bildet sich unter dem Druck der Massenschicht, sowie infolge Ausdünstungen der Getreidekörner bei ungenügendem Zutritt frischer Luft, begünstigt noch durch unreine Beimengungen, wie z. B. Raden, Wicken , 20 und andere zum Teil giftige Sämereien, auf der Oberfläche des Kornes der bekannte Schimmelpilz, der, wenn er nicht rechtzeitig entfernt wird, das Getreide sehr bald gänzlichem Verderben entgegen führt. Eine akute Gefahr des Verderbens liegt überdies stets dann vor, wenn ein Transportschiff unterwegs Havarie erlitt, und das Getreide nach seiner Umladung noch einen längeren Weg bis zu seiner Einlagerung in den Speicher zurückzulegen hat.
Durch die neue Einrichtung soll das Getreide unmittelbar im Stadium der Überladung einer bisher nur auf dem Festland im Einzelnen vorgenommenen energischen Behandlung, bestehend in der Bearbeitung der Oberflächen der Körner mittels rauher Flächen, im Auslesen. der dem Getreide etwa beigemengten giftigen Sämereien, sowie Hindurchführung der Körner durch Kühl- oder Trockenvorrichtungen, unterzogen werden. Sie besteht im wesentlichen aus einem mit pneumatischen Fördervorrichtungen ο. dgl. ausgerüsteten Heberschiff, welches die vorgenannte Getreidebearbeitung als Zwischenwirkung vollzieht. Dem besonderen Zwecke angepaßt, besitzt dieses Heberschiff mehrere Saug- und Druckrohre, zwischen welchen die einzelnen Vorrichtungen derart angeordnet sind, daß sie je nach dem vorliegenden Bedarf beliebig ein- und ausgeschaltet werden können, um das durch die Saugrohre entnommene kranke Getreide durch die Druckoder Fallrohre in gereinigtem, gesundetem Zustande auswerfen zu lassen. Zweckmäßig ist die ganze Einrichtung im Gegensatze zu den bisherigen turmartig aufgebauten Heberschiffen in einem langgestreckten Schiff mit angemessener Bordhöhe und mit. einem langen, nicht zu hohen Deckaufbau untergebracht. Das Getreide braucht zugleich infolge Anwendung von besonders konstruierten Luftabschlußrädern (die nicht zur Erfindung gehören) nicht höher gehoben zu werden als bis über Deck des Heberschiffes bezw. des zu beladenden oder löschenden Schiffes.
Weder die Reinigungs- und Lüftungsanlagen, welche Speicher und Kornhäuser auf dem festen Lande schon jetzt besitzen, noch die bekannten Schiffselevatoren, sei es mit Becherwerken oder pneumatischen Hebern, können in ihrem Zusammenwirken das auf einem derartigen Schiffe sich vollziehende
Verfahren ersetzen. Denn nur das Getreide, welches bereits im Speicher eingebracht ist, kann nach dem gegenwärtigen Stand der Hafen- und Speichertechnik gelüftet und gereinigt werden, ohne Rücksicht auf die Länge der Fahrt und die elementaren Ereignisse, welchen das Getreide vorher ausgesetzt war. Gemäß vorliegender Erfindung soll aber diese mechanische Behandlung des Getreides zwecks
ίο sofortiger Gesundung an jedem beliebigen Punkte des Seeweges ermöglicht werden können. Hierdurch werden in erster Linie die großen Speicher und Lagerhäuser wesentlich entlastet, weil durch die vorherige mechanische Behandlung die Getreidesendungen ein beträchtliches Maß an Gewicht verlieren. Andererseits werden die hygienischen Verhältnisse der Speicher und Lagerräume bedeutend bessere, da immer qualitativ besseres Getreide eingelagert wird und dies auch die Lagerungsfähigkeit der vorhandenen Vorräte günstig beeinflußt. Endlich werden durch die Gewichtserparnis die Zollspesen entsprechend verringert.
Die Einrichtung sei an Hand einiger in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es stellen dar:
Fig. ι den senkrechten Längenschnitt durch ein Heberschiff,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-A der Fig. 1,
Fig. 3 den Grundriß zu der Fig. 1.
Fig. 4 zeigt einen der Fig. 2 ähnlichen Querschnitt bei veränderter Umladestellung. Fig. 5 zeigt einen Querschnitt nach der Linie B-B der Fig. 1,
Fig. 6 veranschaulicht eine Einzelheit in größerem Maßstabe.
Die Einschaltung der einzelnen Maschinen und Vorrichtungen ist so gedacht, daß das Getreide in kurzer Zeit und in einem Laufe ohne Unterbrechung vom Ausgangspunkt zum Bestimmungsort gelangen kann.
Das zu überladende bezw. umzuladende Getreide oder Körnergut wird in bekannter Weise durch Saugleitungen d in einen Sammelbehälter b gehoben. In dieser Saugleitung ist aber eine Reinigungsvorrichtung c eing'eschaltet, wie sie in Fig. 6 näher veranschaulicht ist. Das Getreide wird auf diese Weise durch den Luftdruck über verstellbare Reib- und Bürstenflächen c1 geleitet, wo es von den Krankheitsstoffen, namentlich den an der Körneroberfläche haftenden, den bekannten schimmligen Geruch verbreitenden Pilzen, sowie dem übrigen Schmutz mechanisch befreit wird, ehe es in den Sammelbehälter b gelangt. Im oberen Teile des Sammelbehälters (Fig. 6) sind Filter \ angeordnet, durch die alle abgeriebenen leichteren Teile, auch Staub, Spreu usw. von der zu den Saugvorrichtungen ziehenden Luft abgesondert werden.
Die Filterausscheidungen werden durch das Luftabschlußrad χ, das gereinigte Körnergut hingegen durch das Luftabschlußrad s abgeführt. Das gereinigte Körnergut geht zunächst über Kontrollwagen f (Fig. 1 und 2) und von dort auf selbsttätige Wagen g. Sodann wird es je nach Bedarf entweder durch den Elevator h auf den obersten Schiffsboden gebracht und dort nach vorheriger Wägung gesackt oder durch das pneumatische Rohr i hoch gefördert, um gesackt zu werden oder um lose dem nächsten Bestimmungsorte zu- 75 geführt zu werden. Die Umladung in das nächste Schiff oder den Wagen kann auch durch den Elevator h unmittelbar, d. h. ohne vorherige Wägung und Sackung stattfinden, wie aus Fig. 2 und 4 ersichtlich.
Wenn feuchtes oder erhitztes Getreide der Behandlung unterliegt, so wird es vor seiner Überladung auf dem Schiffe getrocknet oder abgekühlt. In beiden Fällen geht der Getreidestrom von den selbsttätigen Wagen g g zu den Elevatoren 0 und k. Diese führen es den Lüftungs-, Trocknungs- oder Abkühlungsapparaten /, Z1 zu, die durch Gebläse m mit kalter oder heißer Luft gespeist werden. Die Lüftungs-, Abkühlungs- und Trockenvorrichtungen /, V, die besonders geeignet sein müssen, eine große Menge Getreide beim Durchlaufen schnell zu durchlüften, abzukühlen bezw. zu trocknen, bestehen im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus doppelwandigen, aufrechtstehenden und durchlochten Röhren von zweckmäßig rechteckigem Querschnitt. Das Getreide rieselt durch den Zwischenraum der Röhren, während in das Innere dieser Röhren zum Durchlüften und Abkühlen kalte Luft, zum Trocknen heiße Luft geleitet wird.
Die Luft dringt durch die gelochten Wandungen des inneren Rohres zu dem Getreide und tritt durch die gleichartigen Wandungen des äußeren Rohres wieder heraus.
Für gewöhnlich geht das Körnergut von den Wagen g in den Elevator k, der dessen Zuführung in die Vorrichtung / vermittelt. Nachdem alsdann das Getreide in den Röhren der kalten oder heißen Luft ausgesetzt war, wird es in abgekühltem oder trockenem Zustande vermittels einer Förderschnecke ν in den Elevator h geleitet, der nunmehr die Weiterführung zwecks Umladung, sei es lose oder in Säcken, bewirkt.
Bei nassem, havariertem Getreide dürfte die Trockenvorrichtung" I allein für den beabsichtigten Zweck nicht ausreichen. Deshalb ist noch eine zweite Gruppe von Trockenröhren V vorgesehen. In diesem Falle wird das Getreide, nachdem es in den Röhren / der heißen Luft ausgesetzt gewesen, mittels der
Förderschnecke ν in einen Elevator ο gebracht, der es hochführt und in die Trockenrohre Z1 leitet. Man läßt in diese letzteren kalte trockene Luft einblasen. Sobald das Getreide beide Vorrichtungen / und Z1 durchlaufen hat, wird es auf selbsttätige Wagen ρ geleitet, die den durch die Trocknung verursachten Gewichtsabgang selbsttätig anzeigen. Die Wagen ρ führen das Getreide in den
ίο Elevator h. Von den Wagen ρ kann das Getreide aber auch pneumatisch weitergefördert werden.
Der Elevator h ist selbstverständlich mit den erforderlichen Schiebern und Leitrohren versehen, um die jeweilige Zuführung aus den verschiedenen, mit ihm verbundenen Vorrichtungen regeln zu können.
Falls eine Besatzausscheidung, d. h. Ausscheidung zum Teil giftiger Sämereien, wie
z. B. Raden, Wicken usw., notwendig erscheint, läßt man den Getreidestrom durch den Elevator h, der zu diesem Zwecke ein besonderes Leitrohr hat, auf eine Trieuranlage t heben, wobei vorher dem Getreide noch der Staub, leichtere Beimengungen u. dgl. durch sogenannte Aspirateure In1J- entzogen werden kann. Die Trieure t entfernen alsdann die den Körnern beigemengten, meist kugligen Sämereien, worauf das gereinigte Getreide durch einen der vorhandenen Elevatoren oder das pneumatische Rohr i zur Überladung gebracht wird.
Der durch die Trieure entfernte Besatz kann für sich gesammelt und durch einen kleineren Elevator u in Säcke gebracht werden. Ist für eine Getreidesendung augenblicklich kein Überladeraum zur Stelle, oder ist Überschichtsbetrieb erwünscht, so können die Fassungsräume des Heberschiffes zur vorläufigen Lagerung dienen. Eine Unterbrechung oder ein Zeitverlust bei der Überladung, wie es bei dem jetzigen Umschlagsbetriebe der Fall ist, ist auch in diesem Falle ausgeschlossen.
Nach den vorstehenden beispielsweisen Ausführungen werden durch zweckmäßige Angliederung der maschinellen Einrichtungen die verschiedenen Arbeitsleistungen erreicht. Die einzelnen Maschinengruppen können für bestimmte Arbeitsvorrichtungen nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Mit pneumatischen Fördervorrichtungen ο. dgl. ausgerüstetes Schiff, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Hebe- und Ausladevorrichtungen des Heberschiffes neben zum Reinigen und Sortieren des Getreides erforderlichen Vorrichtungen noch besondere zum Abkühlen und Trocknen erkrankten Getreides dienende Einrichtungen angeordnet sind, welche unter sich einzeln oder gruppenweise ein- oder ausschaltbar sind, so daß das von dem Heberschiff aus dem Transportschiff gehobene, auf der Wasserfahrt unrein oder krank gewordene Getreide bei der Überladung auf dem Heberschiffe sofort der zur Erhaltung seiner Lagerungsfähigkeit jeweils notwendigen Behandlung unterworfen und hierauf sogleich in gesundem, gereinigtem, gegebenenfalls auch sortiertem Zustande in Speicher oder Fahrzeuge (Schiffe, Eisenbahnwagen u. dgl.) verladen werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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