DE170540C - - Google Patents
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- H01M4/00—Electrodes
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-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description
Siq&nfawn, bet
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tfi (ci-ac
KAISERLICHES
PATENTAMT
Nach von dem Erfinder angestellten Untersuchungen empfiehlt es sich, bei der Herstellung
von Eisenelektroden für Sammler mit alkalischem Elektrolyten als durch den Strom zu formierendes Material nicht die
beständigen hohen Oxydationsstufen des Eisens, sondern im Gegenteil die unter normalen
Umständen luftunbeständigen niederen Oxydationsstufen und event, selbst fein verteiltes
metallisches Eisen zu benutzen.
Um die Einbringung derartigen luftunbeständigen Elektrodenmaterials in geeignete
Behälter überhaupt zu ermöglichen, ist vom ■ Erfinder bereits das Verfahren angegeben,
die bis zu dem gewünschten Grade reduzierte Eisenmasse längere Zeit dem Einfluß eines
Wasserstoffstromes auszusetzen. Dieses Verfahren ist langwierig und ergibt überdies
nicht unbedingt zuverlässige Resultate, da die Wasserstoffschutzschicht mitunter an einzelnen
Stellen fehlt, so daß an diesen Stellen eine Selbstentzündung einzutreten vermag,
welche sich schnell durch die ganze Masse fortpflanzt und dieselbe verdirbt.
Das umständliche und zudem unzuverlässige bisherige Verfahren einer vielstündigen
Behandlung des Materials mit Wasserstoff nach bereits beendigter Reduktion bis zu dem gewünschten Grade wird gemäß vorliegender
Erfindung dadurch entbehrlich gemacht, daß das Eisenmaterial, nachdem es, wie bisher in einem geschlossenen Behälter
im Wasserstoffstrom bei erhöhter Temperatur bis zu dem gewünschten Grade reduziert
worden, nach erfolgter Abkühlung mit Wasser überschwemmt wird, welches in die
geschlossene Retorte eingelassen wird. Durch diese Behandlung wird ein nicht pyrophores
Material gewonnen, ohne daß die durch die Wasserstoffbehandlung erreichte Reduktion
aufgehoben wird, da eine erneute Oxydation des Materials durch Entnahme yon Sauerstoff
aus dem Wasser infolge der gegenüber Wasser geringeren Bildungswärme von Eisenoxydul
nicht eintritt.
Die Durchführung des Verfahrens gestaltet sich wie folgt:
Eine Retorte wird mit einer fein verteilten Eisensauerstoffverbindung, z. B. Eisenoxyd
(Fe2 O3) beschickt und dem reduzierenden Einnuß
von Wasserstoffgas bei einer Temperatur von ungefähr 480° C. unterworfen. Die Erhitzung
des Materials wird durch Erhitzung der Retorte und auch durch Erhitzung des Wasserstoffgases vor seiner Einführung in
die Retorte bewirkt. Die Reduktion wird fortgesetzt, bis das fein verteilte Eisenmaterial
die gewünschte elektrolytische Aktivität erreicht hat. Die erforderliche Behandlungsdauer hängt dabei von der besonderen Be-
schaffenheit der Beschickung und des Apparates ab. Bei Anwendung des gewöhnlichen
Eisenoxyds des Handels genügt jedoch eine Reduktion mit Wasserstoffgas bei einer
Temperatur von 480° C, wenn diese während eines Zeitraumes von 20 Stunden oder
auch weniger je nach der Menge des angewendeten Wasserstoffs aufrecht erhalten
wird. Sobald die Reduktion bis zu dem gewünschten Grade durchgeführt ist, läßt man
die Masse auf gewöhnliche Temperatur abkühlen , wobei man sie fortgesetzt in einer
Wasserstoffatmosphäre hält, um die atmosphärische Luft auszuschließen und Selbstoxydation zu verhüten. Sobald dies geschehen,
läßt man Wasser in die Retorte eintreten, und zwar in einer solchen Menge,
ίο daß die Masse wenigstens bedeckt ist, zweckmäßig
jedoch bis zur völligen Anfüllung der Retorte, um auf diese Weise das Wasserstoffgas
zu verdrängen. Die Einführung von Wasser in die Retorte verhindert die erneute Oxydation des Eisens und ermöglicht die
Öffnung der Retorte behufs Entfernung der Beschickung. Das gewonnene Material kann
jetzt in nassem oder feuchtem Zustande mit schuppenförmigem Graphit oder einem anderen,
indifferenten, leitenden Material gemischt und in Kuchen von gewünschter Form zur
Verwendung in einem Sammler gepreßt werden, ohne daß eine erheblichere Oxydation
stattfindet, selbst wenn es der Luft ausgesetzt wird. Gewünschtenfalls kann das auf
die beschriebene Weise hergestellte Eisenelektrodenmaterial
mit einem kleineren Bruchteil eines leicht reduzierbaren Materials, wie z. B. Kupferoxyd, gemischt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von elektrolytisch wirksamem, fein verteiltem Eisenmaterial für negative Polelektroden von Sammlern mit alkalischem Elektrolyten durch Reduktion von Eisenoxyd mittels Wasserstoffs in einem geschlossenen Behälter und Abkühlung des Materials in einer Wasserstoffatmosphäre, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgter Abkühlung Wasser behufs Erzielung eines nicht pyrophoren Elektrodenmaterials eingeführt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE170540C true DE170540C (de) |
Family
ID=435576
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT170540D Active DE170540C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE170540C (de) |
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