DE16931C - Neuerungen an Dämpfapparaten, System HENZE - Google Patents
Neuerungen an Dämpfapparaten, System HENZEInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1881 ab.
Der in der Zeichnung durch Fig. 1 im Verticalschnitt
dargestellte Dämpfer hat zunächst den Zweck, Kartoffeln und Mais oder Getreide gleichzeitig
(auf Spiritus) zu verarbeiten, was bisher nur durch zwei von einander getrennte und
unabhängige Dämpfer zu erreichen möglich, dafür aber auch mit gröfseren Anlagekosten,
mehr Dampf- und Raumerfordernifs verbunden war. Nebst den gemischten Materialien kann
man aber auch mit besagtem Dämpfer reine Kartoffeln oder reinen Mais bezw. Getreide verarbeiten.
Mittelst des konischen Einsatzes b wird durch Höher- oder Niedrigereinschrauben desselben
der Dämpfraum α α' in zwei Räume von beliebigem Inhalt getheilt und die Verbindung zwischen
denselben mittelst der drei bis vier Luken b' und des Verschlusses b" hergestellt.
Der untere Theil a' ist für Verarbeitung von
Mais oder Getreide und der obere α für Kartoffeln bestimmt. Mit dem sich aus dem zuerst
anzukochenden Mais etc. entbindenden, durch die Luken b austretenden Dampfe werden die
Kartoffeln vollständig gar gedämpft, wodurch die behufs vollständiger Aufquellung und Aufschliefsung
des unteren Dämpfgutes bedingte Bewegung desselben längere Zeit unterhalten
bleibt. Das Condensationswasser aus den Kartoffeln wird bei b'" abgeleitet. Zuerst wird das
untere und nachher durch Oeffnung des Schiebers oder Kugelventils b" das obere Dämpfgut,
wie üblich, mit Dampfüberdruck durch c ausgeblasen. Bei Verarbeitung von reinen Kartoffeln
wird nach Füllung der beiden Dämpfertheile durch das Mannloch, Luken b' und Verschlufs b",
letzterer gesperrt, von oben durch c angedämpft und das Condensationswasser durch b'" als auch
durch den an der untersten Konusspitze üblichen Abfiufshahn abgeleitet, während der überschüssige
Dampf aus α durch die Luken b' in a' dringt. Die Vertheilung. des Dampfes, sowie
die Trennung des Condensationswassers wird dabei gegen die Dämpfer alter Construction
eine vortheilhaftere sein.
Bei reinem Mais bezw. Getreide wird wie folgt verfahren:
Nachdem Wasser und Dämpfgut im Dämpfer befindlich, wird bei Dampfeinlafs von unten, d,
der Schieber b" geschlossen und in dem konischen Theil etwas Wasser zurückbleiben. Dies
wird, wenn die Masse in Wallung, in zwei oder mehreren Intervallen herabgelassen, dadurch
eine theilweise Condensirung des sich gebildeten Dampfes und die Dauer der wellenden Bewegung
der Masse verlängert, weil der zuströmende Dampf noch keinem Widerstände von
Ueberdruck begegnet. Die Bewegung der Masse wird ferner erhöht durch die Communication,
die derselben während des Kochprocesses durch b' und b" geboten wird.
Das Princip einer ähnlichen Communication, d. h. der Wiederbenutzung des sich in dem ersten
Dämpfertheil entbindenden Dampfes, wende ich bei Aufstellung von zwei, drei und mehreren
Dämpfern in der Weise an, dafs ich dieselben mittelst Rohrleitung, wie Fig. 2 in der Zeichnung
zeigt, batterieartig verbinde, und zwar wird zum Beispiel Dämpfer I mit directem
Dampf durch d beschickt, so dafs der Ueberschufsdampf nach Erreichung des Siedepunktes
die Aufgabe hat, die Dampfmasse in II durch Ueberkochrohr e anzukochen; bei Kartoffeln kann
selbstverständlich qu. Dampf oben und in der Mitte des Dämpfers Π bezw. III eingeleitet
werden. Derselbe Procefs wiederholt sich bei III u. s. w., indem der directe Dampf vom indirecten
bei dem jeweiligen, an die Reihe kommenden Dämpfer abgelöst werden soll. Es wird also stets nur der I., II. oder III. etc.
Dämpfer directen Dampf bekommen und die Circulation durch die sich hierdurch bewegenden
Massen auch bei Erreichung der erforderlichen Dampfspannung nicht beendigt, da der
jeweilig letzte Dämpfer Ueberschufsdampf zum Ausblasen des garen Dämpfgutes oder zum Betrieb
des Exhaustors abgeben kann. Es liegt diesem Verfahren der Vortheil zu Grunde, bei
niedriger Dampfspannung und bedeutender Dampfersparnifs auf sichere und bequeme Art
eine vollständige Aufschliefsung der Stärkematerialien zu erzielen und deren Vergärungsfahigkeit
nicht zu beeinträchtigen.
Um die Höhe der Dämpfapparate etwas zu ermäfsigen, bringe ich dieselben, wo es die
localen Verhältnisse erfordern, in schräger Stellung (wie Dämpfer III der Zeichnung) an.
Ferner kann ich die Zweitheilung der Dämpfer nebst dem konischen Einsatz b in Fig. ι auch
durch Anbringung eines schrägen gewölbten oder glatten Bodens,. wie Punktirung // in II
und III andeutet, bewirken.
Sowohl der konische Einsatz b als auch der Schrägboden/* läfst sich bei bereits vorhandenen
Dämpfern bekannter Construction anbringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein konischer Einsatz b und ein Schrägboden ff behufs beliebiger Theilung des Dämpfraumes bekannter verticaler Dämpfer, um in denselben Getreide mit Kartoffeln gleichzeitig bezw. jedes derselben allein zweckmäfsig verarbeiten zu können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16931C true DE16931C (de) |
Family
ID=293903
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT16931D Active DE16931C (de) | Neuerungen an Dämpfapparaten, System HENZE |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16931C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE932829C (de) * | 1952-02-23 | 1955-09-08 | Richard Kuehne | Stationaere Anlage zum Daempfen von Kartoffeln od. dgl. |
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|---|---|---|---|---|
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