DE169129C - - Google Patents

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  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den Feuerungen, die mit Unterwind arbeiten, hat sich der Übelstand gezeigt, daß bei durchgebrannter Rostbeschickung zu viel Luft den Rost passiert, und damit wird der Effekt der Feuerung sehr beeinträchtigt. Andererseits kommt es vor, daß bei stark und frisch beschicktem Rost meistens zu wenig Luft durch den Rost treten kann, um eine hinreichende Verbrennung des aufgeworfenen Materials herbeizuführen, und damit wird ebenfalls dasjenige wiederum nicht erreicht, was eigentlich erstrebt werden soll. Damit also eine Feuerung bei jedweder Menge des auf dem Rost liegenden Brennmaterials auch die notwendige Luft zugeführt erhält, muß der notwendige Unterwind in variabler Menge dem Rost zugeführt werden, d. h. der durch Gebläse oder dergl. erzeugte Unterwind muß in größerem Maße zugeführt werden, sobald der Rost stark beschickt ist, und in geringerer Menge, sobald der Rost infolge Abbrennens gelichtet ist.
Dieses wird nach vorliegender Erfindung dadurch erreicht, daß man in die Windleitung eine Klappe oder sonstiges Absperrorgan einschaltet und diese mit einer Schwimmereinrichtung in Verbindung bringt, welche von der jeweilig unter dem Rost herrschenden Windpressung so beeinflußt wird, daß bei stärkerem Druck unter dem Rost die Klappe so gestellt wird, daß mehr Preßluft von letzterer durchgelassen wird, während bei weniger starkem Druck unter dem Rost die Klappe oder dergl. so gestellt wird, daß sie weniger Preßluft zum Rost gelangen läßt.
In beiliegender Zeichnung stellen Fig. 1 und 2 beispielsweise eine Kesselfeuerung im Längenschnitt mit Schnitt durch die Reguliervorrichtung dar; erstere veranschaulicht die Stellung der Klappe bei frisch beschicktem Rost, letztere die Stellung derselben bei abgebranntem Feuer. Fig. 3 zeigt die Oberansicht der Reguliervorrichtung. Fig.. 4 und 5 stellen eine weitere Ausführungsform einer Unterwindfeuerung dar, bei wel- eher die Einstellung der Klappe für Luftzutritt durch unter dem Rost entstehendes Vakuum bewirkt wird.
Mit ι ist beispielsweise ein Dampfkessel bezeichnet, der mit der Rostfeuerung 2 ausgerüstet ist. Die für die Verbrennung notwendige Verbrennungsluft des auf dem Rost liegenden Brennmaterials wird mittels eines Ventilators oder dergl. durch eine Rohrleitung 4 in den Raum 3 unter dem Rost gepreßt, um auf demselben eine energische und vollkommenere Verbrennung zu erzielen. Da nun das aufzugebende Brennmaterial bei allen Rostfeuerungen meistens zuerst mehr vorn auf den Rost aufgeworfen und allmählich nach hinten geschoben wird, so wird naturgemäß in der ersten Periode der Beschickung mehr Preßluft für eine vollkommenere Verbrennung nötig sein, als bei späteren Perioden, wo das Brennmaterial auf dem Rost mehr durchgebrannt bezw. abgebrannt ist. In letzterem Falle wird weniger Luft für die Verbrennung benötigt, und es ist auch angebrachter, weniger zuzuführen, damit nicht durch eine erhöhte Zufuhr von Preßluft eine
unnütze Abkühlung der Verbrennungsgase und der gesamten Feuerungsanlage herbeigeführt wird.
Für diese Regulierung der Preßluftabgabe an den Rost ist mit der Preßluftleitung 4 ein geschlossener Behälter 5 durch einen Rohrstutzen in Verbindung gebracht, der zum Teil mit Flüssigkeit gefüllt ist. Im Innern oder auch daneben ist ein zweiter offener Raum 6 geschaffen, der mit ersterem kommuniziert und der einen Schwimmer 7 aufnimmt, welcher durch ein Hebelgestänge mit einer Klappe 8 oder sonstigem Absperrorgan der Preßluftleitung 4 verbunden ist. Die Klappe 8 ist so beschaffen, daß sie in geschlossener Stellung, also bei normaler Lage des Schwimmers 7, etwas Preßluft immer durchzulassen vermag.
Wird nun der Rost der Feuerung mit frischem Brennmaterial beschickt, so liegt dies in dichter Masse auf und läßt weniger Preßluft durch dasselbe hindurchtreten. Die Folge davon ist, daß eine stärkere Luftpressung unter dem Rost entsteht, die sich durch den Rohrstutzen dem Flüssigkeitsspiegel in dem Behälter 5 mitteilt und diesen niederdrückt. Dadurch steigt der Flüssigkeitsspiegel aber in dem Behälter 6, hebt den Schwimmer 7, und die mit letzterem verbundene Klappe 8 öffnet sich mehr, wodurch mehr Preßluft durch die Leitung 4 zum Rost gelangt, und eine bessere und lebhaftere Verbrennung im Feuerungsraum ist die Folge davon. Brennt alsdann das Brennmaterial auf dem Rost nach und nach mehr ab, so läßt die Luftpressung unter dem Rost nach — das Brennmaterial braucht dann auch weniger Verbrennungsluft —, der Flüssigkeitsspiegel im Behälter 5 steigt und derjenige im Behälter 6 fällt und damit auch der Schwimmer 7, welch letzterer die Klappe 8 dann mitzieht und mehr schließt, so daß weniger Preßluft zum Rost gelangt (Fig. 2).
Dieselbe Einrichtung kann auch benutzt werden, wenn unter dem Rost der Feuerung ein Vakuum dadurch erzeugt wird, daß die Feuergase mittels eines Ventilators oder dergl. oder durch den Essenzug abgesaugt werden. Ist bei solcher Anlage der Rost stark beschickt, wie Fig. 5 zeigt, ist ein schwaches Vakuum unter dem Rost vorhanden und die Klappe 8 wird von dem Schwimmer 6 so beeinflußt, daß mehr Luft durch die Leitung 4 durchzutreten vermag. Ist dagegen der Rost abgebrannt (Fig. 4), so entsteht ein starkes Vakuum unter dem Rost, und der Schwimmer 6 beeinflußt die Klappe 8 so, daß weniger Luft durch die Leitung 4 hindurchtreten kann.

Claims (2)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    ι. Unterwindfeuerung mit sich regelnder Windzufuhr, dadurch gekennzeichnet, daß ein geschlossener, teilweise mit Flüssigkeit gefüllter Behälter (5) durch einen Rohrstutzen mit der Preßluftleitung (4) in Verbindung steht und ein mit ersterem Behälter kommunizierender Behälter (6) einen Schwimmer (7) aufnimmt, der durch ein Hebelgestänge mit einer Klappe (8) oder dergl. der Preßluftleitung (4) verbunden ist, zufolge dessen die Klappe (8) durch den Schwimmer (7) der jeweiligen Windspannung gemäß eine Einstellung erfährt, zum Zwecke, bei frisch beschicktem Rost und eintretender höherer Windspannung unter dem Rost die Windzufuhr zu Vermehren, hingegen bei mehr durchgebranntem Rost einzuschränken.
  2. 2. Eine Abänderung der Unterwindfeuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter dem Rost erzeugtes Vakuum auf die Flüssigkeit in dem Behälter (6) so einwirkt, daß bei schwachem Vakuum die Klappe (8) oder dergl. sich mehr öffnet, hingegen bei starkem Vakuum mehr geschlossen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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