DE168041C - - Google Patents

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KAISEinriCHES
PATENTAMT
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein elektrischer Stromregler, durch den eine Speiseleitung vor Überlastung geschützt werden soll, indem beim Eintreten einer solchen in den Stromkreis selbsttätig Widerstand eingeschaltet wird. Gewöhnlich besteht dieser Widerstand aus einer 'elektromagnetischen Spule oder einer Glühlampe, auf die der Stromkreis, wie bereits bekannt, unter
ίο allmählicher Verringerung des Widerstandes übergeleitet wird, um eine Funkenbildung zu vermeiden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine neue Art der Durchführung dieser
Überleitung.
Die Erfindung ist durch die beiliegende Zeichnung zur Veranschaulichung gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 den Schalter in der Vorderansicht, Fig. 2 ein Schaltungsschema desselben.
Der Schalter besitzt einen Hauptstrommagneten E und einen Nebenschlußmagneten E'. Beide sind durch Metallplatten α α' in der dargestellten Weise mit der Grundplatte des Schalters verbunden. Auf der oberen.Platte schwingt ein Hebel Q, der sich infolge eines Gegengewichtes d mit seinem freien Ende mit dem Kontakt c1 gegen einen Kontakt c legt. Der Hebel trägt außerdem den Anker d', durch welchen er durch den Magneten E' nach unten bewegt und in seiner Tiefstellung festgehalten wird. Auf der unteren Platte α schwingt ein ebenfalls durch ein Gegengewicht f beeinflußter Hebel P. Dieser steht in Tiefstellung mit einer Kontaktschraube f in Verbindung. Der Hebel ist aus Eisen, so daß er von dem Magneten E angezogen bezw. von E' festgehalten werden kann. Das Kontaktstück c steht durch ein Verbindungsstück m mit einer Glühlampe / in Verbindung.
Neben dem Magneten E' ist ein Magnet E" angeordnet, der einen als Hebel ausgebildeten Anker P' beeinflußt. In Ruhestellung ist dieser mit einem Winkel T in Kontakt. Das freie Ende des Ankers P' trägt einen nach oben ragenden Arm v', gegen den der Hebel Q bei seinem Niedergange stößt, wodurch dann das andere Ende des Ankers P' gegen seinen Magneten E" bewegt und von diesem festgehalten wird. Der Magnet selbst hält dann den Anker in dieser Lage fest, wobei der Kontakt zwischen dem Winkel T und dem Anker aufgehoben ist. Durch die rechtsseitig überstehenden Enden der Platten a a' ist eine Stange ν geführt. Diese ruht mit einem Bund auf der Platte α und hat den Zweck, beim Hochgehen des Hebels P einen Stoß auf den Hebel Q auszuüben und dadurch den Kontakt bei c zu unterbrechen und den Hebel Q in seine Tiefstellung zu bringen. Der Schalter wird mittels der Klemmen b und b' in den zu schützenden Stromkreis geschaltet. Die Klemme b' steht mit der Kontaktschraube t durch einen Widerstand A in Verbindung. Fig. 2 zeigt die Verbindung der einzelnen Teile des Schalters. Die in den Figuren gezeichnete Stellung der einzelnen Teile entspricht der Ruhelage des Schalters, d. h. der durch denselben fließende Strom ist von normaler Stärke. In diesem Falle ist je ein Ende der Spulen E und E"
mit der Klemme b verbunden, die beiden anderen Enden dieser Spulen sind miteinander widerstandslos über a1 a1 as ο t P verbunden, so daß also die beiden Spulen als parallel geschaltet zu betrachten sind. Hinter die beiden parallel geschalteten Spulen führen nun drei Wege nach der Klemme b', nämlich der erste über den Kontakt c c', der zweite über die Spule E' und den Widerstand / und der dritte über den Widerstand A Der Hauptteil des Stromes wird von der Klemme b über Spule E und Kontakt c c' nach Klemme b' fließen.
Übersteigt der Strom den normalen Betrag, so zieht die Spule E den Anker P an und unterbricht zunächst den Stromweg über den Widerstands und dann, wenn der Stift ν unter den Hebel g stößt, auch den Stromweg über den Kontakt c c'. Der Strom hat somit, nachdem er die beiden parallel geschalteten Spulen E und E" durchflossen hat, nur noch den Weg über die Spule E' und den Widerstand / zur Verfügung. Bei der Niederbewegung des Hebels Q. stößt dieser gegen den Ansatz %>' des Hebels P', wodurch der Kontakt bei T und damit der Stromweg über die Spule E unterbrochen wird, so daß nun die Spule E", die Spule E' und der Widerstand / in Reihe zwischen den Klemmen b und b' liegen.
Fällt nun die Stromstärke, so wird zunächst der Hebel P' von der Spule E" losgelassen, wodurch zu dieser wieder die Spule E von niedrigem Widerstände parallel geschaltet wird. Aber auch die Spule E' kann die Hebel P und Q. nicht mehr halten, zunächst löst sich P und schaltet den Widerstand A zu dem mit der Spule E' hintereinander geschalteten Widerstände parallel, und dann löst sich Q und stellt den Stromweg über den Kontakt c c' wieder her. Damit ist alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgekehrt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Schaltvorrichtung zum Schütze elektrischer Leitungen gegen Überlastung durch selbsttätige Einschaltung von Widerstand, gekennzeichnet durch ein Solenoid (E) von niedrigem Widerstand und durch . zwei Solenoide (E' und E") von höherem Widerstände, von denen bei unzulässig hoher Stromstärke zunächst das Solenoid (E) in bekannter Weise das Solenoid (E') in Reihe mit sich schaltet, worauf das in Parallelschaltung zum Solenoid (E) liegende Solenoid (E") die gänzliche Abschaltung des Solenoides (E) von der Leitung bewirkt, so daß schließlich die Solenoide (E' und E") in Reihe liegen, zum Zwecke der stufenweisen Vergrößerung des Widerstandes des Stromkreises.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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