DE1668047C - Amidothionophosphorsäurephenylester, deren Herstellung sowie insektizide und akarizide Mittel - Google Patents

Amidothionophosphorsäurephenylester, deren Herstellung sowie insektizide und akarizide Mittel

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DE1668047C
DE1668047C DE19671668047 DE1668047A DE1668047C DE 1668047 C DE1668047 C DE 1668047C DE 19671668047 DE19671668047 DE 19671668047 DE 1668047 A DE1668047 A DE 1668047A DE 1668047 C DE1668047 C DE 1668047C
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2. Verfahren zur Herstellung von Amidothionophosphorsäurephenylestern gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in jeweils an sich bekannter Weise O-Alkylthionophosphorsäureester-dihalogenide mit Salicylsäurealkylestern zur Reaktion bringt und die als Zwischenprodukte erhaltenen O-Alkyl-O-(2-carbalkoxyphenyl)-thionophosphorsäurediester-monohalogenide der allgemeinen Formel
in der R für einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, R' den Äthyl-, n-Propyl-, iso-Propyl-, sec.-Butyl· oder tert-Butylrest bedeutet, während R1 und R2 Wasserstoffatome oder Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen darstellen.
Die Erfindung betrifft ferner em Verfahren zur Herstellung von Amidothionophosphorsäurephenylester der oben angegebenen Konstitution (I), das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in jeweils an sich bekannter Weise O-Alkylthionophosphorsäureesterdihalogenide mit Salicylsäureestern zur Reaktion bringt und die als Zwischenprodukte erhaltenen O -Alkyl - O - (2 - carbalkoxyphenyl) - thionophosphorsäurediester-monohalogenide der allgemeinen Fonnel
RO S
Ji
P-O
Hai
COOR'
anschließend mit Ammoniak bzw. primären
sekundären Aminen der allgemeinen Formel
RO S
Hai
30 R,
NH
(ΙΠ)
COOR'
35
anschließend mit Ammoniak bzw. primären oder sekundären Aminen der allgemeinen Formel
R,
R,
NH
umsetzt, wobei in vorgenannten Formeln R, R', R1 und R2 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzen und Hai für ein Halogenatom steht.
3. Insektizide und akarizide Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie Amidothionophosphorsäurephenylester gemäß Anspruch 1 als Wirkstoffe neben üblichen inerten Verdünnungsmitteln enthalten.
Die Erfindung betrifft neue Amidothionophosphorsäurephenylester der allgemeinen Formel
RO S
COOR'
umsetzt.
In letztgenannten Formeln haben die Symbole R, R', R1 und R2 die weiter oben angegebene Bedeutung, während Hai für ein Halogenatom steht.
Die Erfindung betrifft weiter insektizide und akarizide Mittel, welche -als Wirkstoff Amidothionophosphorsäurephenylester der Konstitution (I) neben üblichen inerten Verdünnungsmitteln enthalten. Sie zeichnen sich durch eine teilweise äußerst geringe Warmblütertoxizität aus. Sie besitzen eine sehr gute Wirkung sowohl gegen fressende als auch saugende Insekten und sind in dieser Hinsicht vergleichbaren bekannten Produkten eindeutig überlegen. Somit stellen die erfindungsgemäßen Verbindungen eine echte Bereicherung der Technik dar.
In der deutschen Patentschrift 814 152 werden unteranderem bereits Ν,Ν-Dimethylamido-O-äthyl- bzw. Bis - (N,N - dimethy l-)amido - phosphory 1 - salicylsäure-äthylester beschrieben, die durch Umsetzung von Alkalisalzen des Salicylsäureesters mit den entsprechenden disubstituierten Phosphorsäuremono-Chloriden zugänglich sind. Nach den Angaben dei deutschen Patentschrift 811 514 eignen sich die vor genannten Verbindungen zur aktiven und passiver Bekämpfung saugender und fressender Insekten. Si< finden daher als Schädlungsbekämpfungsmittel Ver wendung.
Weiterhin sind aus »R. L. M e t c a 1 f, Organii (I) Insecticides«, Interscience Publishers, New York 1955
auch schon ©,O-Dialkylthionophosphoryl-salicyl säureester sowie deren insektizide und toxische Wir kung bekannt.
Der Verlauf des Herstellungsverfahrens sei ai
I 668
land des nachfolgenden Reaktionsschemas nab*' rläutert:
S Hal
II/ _
a) RO-P + HO-/ A
Hal
RO S
Hal
COOR'
IO
COOR'
(IV)
RO S
YII
P-O-K" ^> + NH
Hal
20
COOR'
RO S
COOR'
wobei die SymboleR, R'. R1, R2 und Hal die oben angegebene Bedeutung haben.
Die als Ausgangsmaterialien für die Durchführung des Herstellungsverfahrens benötigten O-Alkylthionophosphorsäureesterdihalogenide und Salicylsäurealkylester sind aus der Literatur bekannt und in technischem Maßstab leicht zugänglich.
Sowohl die erste als auch die zweite Stufe der Umsetzung wird vorzugsweise in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln durchgeführt. Als solche kommen insbesondere Wasser, niedrigsiedende aliphatische Alkohole, wie Methanol, Äthanol, Propanol, Butanol, Ketone, ζ. Β. Aceton, Methyläthyl-, Methylisopropyl- oder Methylisobutylketon, Nitrile, beispielsweise Aceto- und Propionitril, aber auch gegebenenfalls chlorierte aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Methylen- und Äthylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Mono-, Di- und Trichloräthylen, Benzol, Toluol, Xylol, Chlorbenzol und Äther, z. B. Diäthyl- und Di-n-butyläther oder Dioxan in Betracht.
Weiterhin läßt man die erste Reaktionsstufe bevorzugt unter Verwendung von Säurebindemitteln ablaufen, während in der zweiten Stufe ein Überschuß an Ammoniak bzw. primärem oder sekundärem Amin mit Vorteil als Säureakzeptor dient. Ansonsten werden fur den genannten Zweck Alkalihydroxyde, -carbonate und -alkoholate, wie Kalium- oder Natriumhydroxyd, -carbonat, -methylat oder -äthylat, aber auch tertiäre Basen, wie Triäthylamin, Diäthylanilin oder Pyridin, verwendet. Schließlich ist es auch möglich, statt in Gegenwart säurebindender Mittel zu arbeiten, von den entsprechenden Salzen, vorzugsweise Alkali- oder Ammoniumsalzen der betreffenden f,s Salicylsäureester, auszugehen.
Die Durchführung des Verfahrens ist innerhalb eines größeren Temperaturbereichs möglich. Im allgemeinen arbeitet man bei Raum- oder schwach bis mäßig erhöhter Temperatur und vorzugsweise bei 20 bis 600C. Schließlich hat es sich sowohl in der ersten als auch in der zweiten Verfahrensstufe als zweckmäßig erwiesen, das Reaktionsgemisch jeweils nach Vereinigung der Ausgangskomponenten längere Zeit (zwischen 3 und 24 Stunden) zur Vervollständigung der Umsetzung gegebenenfalls unter schwachem Erwärmen zu rühren.
Gemäß den oben angegebenen Gleichungen (FV) sind theoretisch äquimolare Mengen der Ausgangsmaterialien notwendig. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, zunächst die Mischung aus Salicylsäurealkylester, Säureakzeptor und Lösungsmittel (bzw. das entsprechende Salz des Salicylsäurealkylesters) zu dem vorgelegten O-Alkyl-thionophosphorsäureesterdichlorid zu fügen und in der zweiten Reaktionsstufe O-Alkylthionophosphorsäureesterdihalogenid — gegebenenfalls gelöst in einem der vorgenannten Solventien — mit Ammoniak bzw. dem betreffenden primären oder sekundären Amin zu versetzen, jedoch kann auch die umgekehrte Reihenfolge gewählt werden.
Die Aufarbeitung der Mischung erfolgt jeweils in üblicher Weise, indem man erstere in einein mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, vorzugsweise einem Kohlenwasserstoff oder Äther, aufnimmt, die erhaltene Lösung wäscht, nach Trennung der Schichten sowie Trocknen der organischen Phase das Lösungsmittel verdampft und den Rückstand, falls möglich, der fraktionierten Destillation unterwirft.
Die Amidothionophosphorsäurephenylester gemäß vorliegender Erfindung fallen entweder in Form fester kristalliner Substanzen an. die sich durch Umkristallisieren aus den gebräuchlichen Lösungsmitteln leicht weiter reinigen lassen, oder sie stellen farblose bis schwach gefärbte, wasserunlösliche öle dar, die zum Teil unter schwaeh vermindertem Druck ohne Zersetzung destilliert werden können. Sofern letzteres nicht möglich ist, können die Produkte jedoch durch sogenannte »Andestillieren«, d. h. kurzfristiges Erhitzen auf schwach bis mäßig erhöhte Temperatur von den letzten flüchtigen Bestandteilen befreit und auf diese Weise gereinigt werden. Wie oben bereits erwähnt, besitzen die erfindungrgemäßen Amidothionophosphorsäurephenylester bei zum Teil äußerst geringer Warmblütertoxizität eine hervorragende, schnell einsetzende und lang anhallende insektizide und akarizide Wirkung. Die Produkte werden daher mit Erfolg im Pflanzen- und Vorratsschutz sowie auf dem Hygiene- und Vet.-med.-Sektor zur Bekämpfung schädlicher saugender und beißender Insekten, Dipteren und Milben eingesetzt.
Zu den saugenden Insekten gehören im wesentlichen Blattläuse (Aphidae) wie die grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), die schwarze Bohnen-(Doralis fabae), Hafer- (Rhopalosiphum padi.), Erbsen- (Macrosiphum pisi) und Kartoffellaus (Macrosiphumsolanifolii), ferner die Johannisbeergallen-(Cryptomyzus korschelti), mehlige Apfel- (Sappaphis mali) mehlige Pflaumen- (Hyalopterus arundinis) und schwarze Kirschenblattlaus (Myzus cerasi), außerderr Schild- und Schmierläuse (Coccina), z. B. die Efeuschild- (Aspidiotus hederae) und Napfschildlaus (Lecanium hesperidum) sowie die Schmierlaus (Pseudocoecus maritimus); Blasenfüße (Thysanoptera) wie Hercinothrips femoralis und Wanzen beispielsweise die Rüben- (Piesma quadrata), Baumwoll- (Dysdercus
iotermedius), Bett- (Cimex lectularius), Raub- (Rhodnius prolixus) und Chagaswanze (Triatoma infestans), ferner Zikaden, wie Euscelis bilobatus und Nephotettix bipunctatus.
Bei den beißenden Insekten wären vor allem zu nennen Schmetterlingsraupen (Lepidoptera), wie die Kohlschabe (Plutella maculipennis). der Schwammspinner (Lymantria dispar), Goldafter (Euproctis chrysorrhoea) und Ringelspinner (Malacosoma neustria), weiterhin die Kohl- {Mamestra brassicae) und die Saateule (Agrotis segetum), der große Kohlweißling (Pieris brassicae), kleine Frostspanner (Cheimatobis brumata), Eichenwickler (Tortrix viridana), der Heer- (Laphygma frugiperda) und ägyptische Baumwollwunn (Prodenia litura), ferner die Gespinst-(Hyponomeuta padella), Mehl- (Ephestia Kühniella) und große Wachsmotte (Galleria mellonella).
Weiterhin zählen zu den beißenden Insekten Käfer (Coleoptera), z. B. Korn- (Sitophilus granarius = Calandra granaria). Kartoffel- (Leptinotarsa decemlineata). Ampfer- (Gastrophysa viridula), Meerrettichblatt- (Phaedon cochleariae). Rapsglanz- (Meligethes aeneus), Himbeer- (Byturus tomentosus), Speisebohnen- (Bruchidius = Acanthoscelides obtectus), Speck (Dennestes frischi), Khapra- (Trogoderma granarium), rotbrauner Reismehl- (Tribolium castaneum). Mais-(Calandra oder Sitophilus zeamais). Brot- (Stegobium paniceum), gemeiner Mehl- (Tenebrio molitor) und Getrcideplattkäfer (Oxyzaephilus surinamer.sis), aber auch im Boden lebende Arten, z, B. Drahtwürmer (Agricotes spec.) und Engerlinge (Melolontha melolontha); Schaben, wie üie Deutsche (Blatella germanica). Amerikanische (Periplaneta americana), Madeira-(Laucophaea oder Rhyparobia madeirae). Orientalische (Blatta orientalis). Riesen- (Blaberus giganteus) und schwarze Riesenschabe (Blaberus fuscusj sowie Henschoutedenia flexivitta; ferner Orthopteren, ζ Β. das Heimchen (Acheta domesticus); Termiten, wie die Erdtermite (Reticulitermes flavipes) und Hymenopteren wie Ameisen, beispielsweise die Wiesenameise (Lasius niger).
Die Dipteren umfassen im wesentlichen Fliegen, wie die Tau- (Drosophila melanogaster), Mittelmeerfrucht- (Ceratitis capitata), Stuben- (Musca domestica), kleine Stuben- (Fannia canicularis); Glanz- (Phormia aegina) und Schmeißfliege (Calliphora erythrocephala) sowie den Wadenstecher (Stomoxys calcitrans); ferner Mücken, z. B. Stechmücken, wie die Gelbfieber-(Aedes aegypti), Haus- (Culex pipiens) und Malariamücke (Anopheles stephensi).
Zu den Milben (Acari) zählen besonders die Spinnmilben (Tetranychidae), wie die Bohnen- (Tetranychus telarius = Tetranychus althaeae oder Tetranychus urticae) und die Obstbaumspinnmilbe (Paratetranychus pilosus = Panonychus ulmi), Gallmilben, z. B. die Johannisbeergallmilbe (Eriophyes ribis) und Tarsenomiden, beispielsweise die Triebspitzenmilhe (Hemitarsonemus latus) und Cyclamenmilbe (Tarsonemus pallidus); schließlich Zecken, wie die Lederzecke (Ornithodorus moubata).
Bei der Anwendung gegen Hygiene- und Vorratsschädlinge, besonders Fliegen und Mücken, zeichnen sich die erfindungsgemäßen Produkte außerdem durch eine hervorragende Residualwirkung auf Holz und Ton sowie eine gute Alkalistabilität auf gekalkten Unterlagen aus.
Auf dem veterinärmedizinischen Sektor werden die neuen Produkte gemäß vorliegender Erfindung mit Erfolg gegen zahlreiche schädliche tierische Parasiten (Ekto- bzw. Endoparasiten), wie Arachniden, Insekten und Würmer, eingesetzt.
ΛΚ l-.ktopanishen am 1 ier säen aus der Klasse der Arachnidea genannt: Ixodidae. wie beispielsweise die Rinderzecke (Boophilus microplus) (gegen Phosphorsäureester normal empfindliche und resistente Stämme) und die Sehafzecke (Rhipxephalus bursa): Gamasidse. wie beispielsweise die Rate Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae); Sareoptidae, wie beispielsweise die Rindergrabmilbe (SaTcroptes bovis). die Hundeurabmilbe (Sarcoptes canis). die Schafsaugmilbe (Psoroptes ovis), die Kaninchensaugmilbc (Psoroptes cuniculi) und die MausrUudemilbe (Myobia musculi).
Als Ektoparasiten aus der Klasse der Insekten seien genannt: Mallophaga, wie beispielsweise der Hundehaarling (Trichodectes canis), der Rinderhaarling (Damalinea bovis) und der Hühnerfederling (Eomenacanthus stramineus): Anoplura, wie beispielsweise die Rinderlaus (Haematopinus curysternus); Diptera, wie beispielsweise die Schaflausfliege (MeIophagus ovinus) und in W?rmblütern parasitierende Dipterenlarven, wie beispielsweise Lucilia sericata, Lucilia cuprina, Chrysomyia chloropyga und Larven von Dasselfliegen, wie beispielsweise die Rinderdasselfliege (Hypoderma bovis): Aphaniptera, wie beispielsweise der Hundefloh (Ctenocephalides canis). Als Endoparasiten in Tieren seien aus der Klasse der Nematoden genannt: Strongylidae, wie beispielsweise der Knötchenwurm des Schafes (Oesophagostomum columbianum): Ancylostomatidae, wie beispielsweise der Hundehaken wurm (Uncinaria stenocephala) und der Hundehakenwurm Ancylostoma caninum; Ascarididae, wie beispielsweise die Hundespulwürmer (Toxocara canis und Toxascaris leonina); Trichostrongylidae. wie beispielsweise der Schaflabmagenwurm (Haemonchus contortus) und der Schafdünn darm wurm (Trichostrongylus colubriformis); Trichuridae, wie beispielsweise der Hühnerhaarwurm (Capillaria obsignata).
Je nach ihrem Anwendungszweck können die neuen Wirkstoff in die üblichen Formulierungen übergeführt werden, wie Lösungen, Emulsionen. Suspensionen, Pulver. Pasten und Granulate. Diese werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. durch Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, d. h. flüssigen Lösungsmitteln und oder Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln also Emulgier- und, oder Dispergiermitteln, wobei
z. B. im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel gegebenenfalls organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden können. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten (z.B. Xylol, Benzol). Chlorierte Aromaten (z. B. Chlorbenzole), Paraffine (7. B. Erdölfraktionen). Alkohole (z. B. Methanol, Butanol), stark polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxyd sowie Wasser; als feste Trägerstoffe natürliche Gesteinsmehle (z. B. Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide) und synthetische Gesteinsmehle (z. B. hochdisperse Kieselsäure, Silikate); als Emulgiermittel nichtionogene und anionische Emulgatoren, Emulgatoren, wie Polyoxyäthylen-Fettsäure-Ester, Polyoxyäthylen-Fettalkohol-Äther, z. B. Alkylarylpolyglykoläther, Alkylsulfonate und Arylsulfonate; als Dispergiermittel, z. B. Lignin, Sulfitablaugen und Methylcellulose.
Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwi-
sehen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90%.
Die Wirkstoffkonzentrationen können in einem größeren Bereich variiert werden. Im allgemeinen verwendet man Konzentrationen von 0,00001 bis 20%, vorzugsweise von 0,01 bis 5%.
Die Wirkstoffe können als solche, in Form ihrer Formulierungen oder der daraus bereiteten Anwendungsformen, wie gebrauchsfertige Lösungen, emulgierbare Konzentrate, Emulsionen, Suspensionen, Spritzpulver, Pasten, lösliche Pulver, Stäubemittel und Granulate angewendet werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z. B. durch Gießen, Verspritzen, Vernebeln, Vergasen, Verräuchern, Verstreuen, Verstäuben usw.
Versuch A
Phaedon-Larven-Test
Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Aceton
Emulgator: 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykoläther
Zwecks Herstellung einer geeigneten Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil der betreffenden aktiven Substanz mit der angegebenen Menge des jeweiligen Lösungsmittels, das die obengenannte Menge Emulgator enthält, und verdünnt das erhaltene Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit dieser Wirkstoffzubereitung werden Kohlblätter (Brassica oleracea) bis zur Tropfnässe gespritzt und anschließend mit Meerrettichblattkäfer-Larven (Phaedon cochleariae) besetzt
Nach den in der folgenden Tabelle angegebenen Zeiten wird der Abtötungsgrad der Schädlinge bestimmt und in % ausgedrückt Dabei bedeutet 100%, daß alle und 0% bedeutet daß keine Käferlarven getötet wurden.
Geprüfte Wirkstoffe, angewandte Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und erhaltene Versuchsergebnisse gehen aus der nachfolgenden Tabelle 1 hervor:
Tabelle 1
45
Wirkstoffe (Konstitution)
(CH3)2N O
\ Il
(CH3)2N CO-OC2H5
(bekanntes Vergleichsprodukt)
GH5O O
* Mi
P-O
(CH3J2N CO-OC2H5
(bekanntes Vergleichsprodukt)
Wirk-
stoff-
konzen-
tration
0,1
0,1
0,01
Abtötungs grad in% nach 3 Tagen
0
Fortsetzung
Wirkstoffe (Konstitution)
(C2H5 O)2P- O-^Q>
CO-OC2H5
(bekanntes Vergleichsprodukt)
CH5O S
* " Ml
P-O
NH,
CH3O S
Ml
P-O
NH2
CH,O S
CO-OC2H5
I
CO-OC3H7-ISO
Ml
P-O
NH2
CH3O S
Ml
P-O
CH3-NH
C2H5O S
P-O
CH3-NH
P-O
(CH3)2N
w\i
P-O
I
CO-OC3H7-ISO
CO-OC3H7-ISO
I
CO-OC3H7-ISo
I
CO-OC3H7-ISo
ISO-C3H7-NH '
\(y\ CHiO S
10S Ml
p
NH2
CO-OC3H7-ISO
Wirk-
stoff-
konzen-
tration
in %
Abtölungs-
3 Tagen
0,1
0,1
0,01
0,1
0,01
0,001
0,1
0,01
0,001
0,1
0,01
0,001
0,1
0,01
0,001
0,1
0,01
0,1
0,01
0,001
0,1
0,01
ία ία ία
10 10
Fortsetzung
(ο
10
Wirkstoffe (Konstitution)
Wirkstoff-[konzent ration in %
QH5O S
NH,
CH3
CO-OCH
C2H.
Il Il
(CH3O)2P-S-CH2-CH2-SC2H5
bekanntes Vergleichsprodukt)
CH3O S
Xl1
0,1
0,01
0,001
0,1
0,01
0.001
0,1
0,01
0.001
0.1
0.01
0,001
0.1
0,01
0,001
0,1
0,01
0,001
a7-isu ι
Versuch B
Myzus-Test (Kontaktwirkung)
Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Aceton
NH2 NH2 CO-OC3H7-ISO
C2H5O S
Ml
CH3O S
Ml
/.—^.
P-O- /
CH3-NH
9
C2H5O S
\ Il
CO-OC3H7-ISO
\ Il
P-O-
/
CH3-NH V
CO-OC3H7-ISO
C2H5O S
\ti
P-O-
/
/
ISO-C3H7-NH
CO-OC3H7-ISO
Ab-
tötungsgrad
i%
0,1
0,01
blattlaus (Myzus persicae) befallen sind, tropfnaß besprüht.
Nach den angegebenen Zeiten wird der Abtötungsgrad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100%, daß alle
nach 5 Blattläuse abgetötet wurden, 0% bedeutet, daß keine
3 Tagen
100 100 Blattläuse abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle 2 hervor:
Tabelle Wirkstoffe (Konstitution)
!00 iÖO (CH3)2N O
Xl1
100
100
(CH3)2N CO-OC2H5
(bekanntes Vergleichspräparat)
C2H5O O
100 30 (CH3J2N
100 100
100 100 100
35 CO-OC2H5
(bekanntes Vergleichspräparat)
(C2H5O)2P-O
CO-OC2H5 (bekanntes Vergleichspräparat)
100 100 100
100 100 100 C2H5O S
Wirk-
stoff-
konzen-l
t ration
in %
0,1
0.1
0.1
55 NH2. CH3O S
Ml
P-O
NH2
C2H5O S
CO-OC2H5
CO-OC3H7-ISO
Emulgator: 1 Gewichtstefl Alkylarylpoly-
glykoläther t
te
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vennischt man 1 Gewichtstefl Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthalt, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung werden KohlpfJan- 1SO-C3H7-NH zen fBrassica oleracea). welche stark von der Pfirsich-
CO-OC3H7-ISO
C2H5O S
Ml
P-O
CO-OC3H7-ISO
0.1
0.1 0.01
0.1 0.01
0,1
tötungsgrad in % nach
Fortsetzung
O C2H5 Wirk-
siofT-
Ab
tölungs
Γ/ CH3 konzen-
tration
■ ο/
grad
in %
nach
Wirkstoffe (Konstitution) CO-OCH in % 24 Sid.
\
C2H5O S 0,1 100
Ml
P-O-
0,0! 30
/
NH2
15
Versuch C
Tetranychus-Test
Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Aceton 2u
Emulgator: 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit der Wirkstofizubereitung werden Bohnenpflanzen (Phaseolus vulgaris), die ungefähr eine Höhe von 10 bis 30 cm haben, tropfnaß besprüht. Diese Bohnenpflanzen sind stark mit allen Entwicklungsstadien der Bohnenspinnmilbe (Tetranychus telarius) befallen.
Nach den angegebenen Zeiten wird die Wirksamkeit der Wirkstofizubereitung bestimmt, indem man die toten Tiere auszählt. Der so erhaltene Abtötungsgrad wird in % angegeben. 100% bedeutet, daß alle Spinnmilben abgetötet wurden. 0% bedeutet, daß keine Spinnmilben abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle 3 hervor:
rabelle 3
45
Wirkstoffe
(Konsumtion)
(CH3)2N O
\ Il
(CH3)2N
CO-OC2H5
(bekanntes Vergleichspräparat)
C2H5O O
Ml
(CH3)2N
CO-OC2H5
(bekanntes Vergleichspräparat)
Wirk-
stofT-
konzen-
tration
0,1
Abtötungs-
grad
in %
nach 8 Tagen
55
60
Wirkstoffe
(Konstitution)
Wirk-
stoff-
ionzen-
tration
in %
Ab-
tötungs
grad
in %
nach
8 Tagei
S
jl
(C2H5O)2P-O-/^) 0,1 0
I
CO-OC2H5
(bekanntes Vergleichspräparat)
CH3O S
ρ-ο^ζ y
NH2 CO-OC3H7-ISO
0,1
0,01
100
90
C2H5O S
\ 11
Ml y-v
ρ-ο-^ζ y
NH2 CO-OC2H5
0,1 98
C2H5O S
P-O-/~S 0,1
0,01
100
70
NH;i CO-OC3H7-ISO
CH3O S
Ρ-Ο-^Λ
0,1 98
CH3~NH CO-OC3H7-ISO
C2H5O S
Ml ^r^
0.1 IOC
IsO-C3H7-NH CO-OC3H7-JSO
C2H5O S 0,1 IOC
1^2 CO-OC3H7-n
C2H5O S
ρ-ο-ς' Λ
1^2 CO-OCH
0,1
0,01
ία
7(
13
Fortsetzung
Wirkstoffe
(Konstitution)
CH3O S
P-O
CH3O
(bekanntes Vergleichspräparat)
S
Il
Il
P-O-
CH3O^
/
NH2 S
Η
C2H5O
\
N
P-O-
/
NH2 p
Γ
CO-OC3H7-ISO
O
I
CO-OC2H5
C2H5O S
\ll
P-O
NH2
CO-OC3H7-ISO
CH3O S
\ll
P-O
CH3-NH . CO-OC,H,-iso
C2H5O S
ISO-C3H7-NH
CO-OC3H7-ISO
Wirkstoffonzenration
in %
Abötungs- grad in % nach Tagen
100 90
100 70
98
iOO
Wirkstoffe
(Konstitution)
C2H5O S
P-O
/
NH2
CO-OC3H7-n
C2H5O S
Il
P-O
NH2
CO-OCH
Wirk-
stoff-
konzen-
tration
in %
0,1
0,1
0,01
ötungs
8 Tager
Versuch D
Zeckentest
Lösungsmittel: 35 Cicwichisicilc Atlnlenglykol-
monomelln lather
Γ-.mulgator: 35 Gewichtsteile Nonylpheni·!-
polyglykoliither
Zwecks Herstellung einer geeigneten Formulierung vermischt man 3 Gewichtsteile Wirkstoff mit 7 Teiler des oben angegebenen Lösungsmittel-Emulgator-Ge misches und verdünnt das so erhaltene Emulsions konzentrat mit Wasser auf die jeweils gewünscht* Konzentration.
In diese Wirkstoffzubereitungen werden aduite vollgesogene Zeckenweibchen der Arten Boophihii microplus (sensibel bzw. resistent) 1 Minute lang ge
40-taucht. Nach dem Tauchen von je 10weiblicher Exemplaren der verschiedenen Zeckenarten über führt man diese in Petrischalen, deren Boden mit einei entsprechend großen Filterscheibe belegt ist.
Nach 10 Tagen wird die Wirksamkeit der Wirk
«- Stoffzubereitung bestimmt durch Ermittlung der Hem mung der Eiablage gegenüber unbehandelten Kon trollzecken. Die Wirkung drückt man in % aus wobei 100% bedeutet, daß keine Eier mehr abgeleg wurden und 0% besagt, daß die Zecke Eier in" nor maler Menge ablegte.
Untersuchte Wirkstoffe, gepriilte Kon/enirationor. getestete Parasiten und erhaltene Befunde gehen au der folgenden Tabelle 4 hervor.
Tabelle 4
Wirkstoff (Konstitution) Parasit Wiricstoff-
konzentration
der Lösung in %
Hemmung der
Eiablage in %
C2H5O S
\ll _^-χ
H2N COOC3H7-ISO
Boophilus microplus sensibel 1,0
03
0,1
0,03
0,01
100
100
100
>50
>50
15
Fortsetzung
16
Wirkstoff (Konstitution)
Wirksioff-
könzenlration
der Lösung in %
Hemmung der Eiablage in %
Boophilus microplus sensibel
COOC3H7-iso
Boophilus microplus sensibel
CH3O S
Xl1
Boophilus microplus sensibel
COOC3H7-ISO
(CH3)2N ρ
p— o
/
(CH3J2N COOC2H5
(bekanntes Vergleichspräparat)
C2H5O^ O
Boophilus microplus
Boophilus microplus
COOC2H5
(bekanntes Vergleichspräparat)
(QH5O)2P-O-/^
COOC2H5 (bekanntes Vergleichspräparat)
Boophilus microplus
1,0
0,3
0,1
0,03
0,01
0,003
0,001
1,0
0,3
0,1
0.03
100 100 100 100 100 100 <50
i00
100
100
<50
1,0 100
0,3 >50
0,1 >50
0,03 <50
1,0 >50
0,3 <50
0,1 <50
0,03 <50
0,01 0
0,003 0
1,0 >50
0,3 <50
0,1 <50
0,03 <50
0,01 0
0,003 0
1,0 >50
0,3 <50
0,1 <50
0,03 <50
0,01 0
0,003 0
Versuch E Test mit parasitierenden Fliegenlarven
Lösungsmittel: 35 Gcwichtstcilc Athylcnglykol-
monomethyläther Emulgator: 35 Gewichisteile Nonylphcnolpolyglykoläthcr
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 30 Gewichtsteile der betreffenden aktiven Substanz mii der angegebenen Menge Lösungsmittel, das den obengenannten Anteil Emulgator enthält, und verdünnt das so erhaltene Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Etwa 20 Fliegenlarven (Chrysomyia chloropyga) werden in ein Teströhrchen gebracht, welches "etwa cm3 Pferdemuskulatur enthält. Auf dieses Pferdefleisch bringt man 0,5 ml der obigen Wirkstoffzubereitung. Nach 24 Stunden wird der Abtötungsgrad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100%, daß alle und 0%, daß keine Larven abgetötet worden sind.
17
18
Untersuchte Wirkstoffe, geprüfte Konzentrationen und erhaltene Befunde sind aus der folgenden Tabelle 5 ersichtlich.
Tabelle 5 Wirkstoff (Konstitution)
C2H5O S
P-O
H2N
I COOC3H7-ISo
C2H5O S
P-O
H2N
COOC2H5
CH3O \ H2N \ S
I!
COOC3H7-ISO
C2H5O ISO-C3H7NH . Il
P-O-
S
Il
Γ
COOC3H7-ISO
. Il
P-O-
(CH3J2N O
P-O-
(CH3)2N COOC2H5
(bekanntes Vergleichspräparat)
C2H5O O
P-O
(CH3)2N COOQH5
(bekanntes Vergleichspräparat)
(C2H5O)2P-O
!OOC2H5 (bekanntes Vergleichspräparat)
Chrj'somyia chloropyga
Chrysomyia chloropyga
Chrysomyia chloropyga
Chrysomyia chloropyga
Chrysomyia chloropyga
Chrysomyia chloropyga
Chrysomyia chloropyga
Wirkstoff-
konzentiation
der Lösung in %
0,03
0,003
0,0003
0,00003
0,03
0,003
0,0003
0,03
0,003
0,0003
0,03 100
0,003 100
0,0003 >50
0,00003 0
0,03 0
0,01 0
0,003 0
0,001 0
0,03 0
0,01 0
0,003 0
0,001 0
0,03 0
0,01 0
0,003 • 0
0,001 0
Abtötungsgrad in %
100
100
>5G
100
>50
100
100
>50
Versuch F
Grenzkonzentrations-Test/Bodeninsekteü
Testinsekt: Kohlfliegenmaden (Phorbia brassicae)
Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Azeton Emulgator: 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, gibt die angegebene Menge Emulgator zu und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration. Die Wirkstoffzubereitung wird innig mit dem Boden vermischt. Dabei spielt die Konzentration des Wirkstoffs in der Zubereitung praktisch keine Rolle, entscheidend ist allein die Wirkstoflgewichtsmenge pro Volumeneinheit Boden, welche in ppm angegeben wird (z. B. mg/1). Man füllt den Boden in Töpfe und läßt die Töpfe bei Raumtemperatur stehen. Nach 24 Stunden werden die Testtiere in den behandelten Boden gegeben, und nach weiteren 48 Stunden wird der Wirkungsgrad des Wirkstoffs durch Auszählen Jer toten und lebenden Testinsekten in % bestimmt. Der Wirkungsgrad ist 100%, wenn alle Testinsekten abgetötet worden sind, er ist 0%. wenn noch genau so viele Testinsekten leben wie bei der Kontrolle.
Wirkstoffe, Aufwandmengen und Resultate gehen Lius der nachfolgenden Tabelle 6 hervor:
I Wirkstoff (Konsumtion) CO-OC3H7-ISO WirkstofT- Abtölungs
grad in %
konzen-
t ration
5 S OCH3 in ppm
II/
ο—ρ
/\y \ 100
IO I Il NH, 10 100
V\ 5 100
2,5 90
1,25
Tabelle 6 S Wirkstoff- \btotungs-
grad in %
(Phorbia-Test) C3H7-NH I! konzcn- ι
tration
\ Il // ^ in ppm
Wirkstoff (Konstitution) / Ns=/ 100
/ /
C2H5O CO-OC3H7-ISb
20 !00
S OC2H5
II/
ο—ρ
10 95
ι \ 5
I NH-CH3
/V-CO—OC3H7-iso
S OC2H5 100
II/ 10 95
ο—ρ 5 75
ι \ 2,5
I NH2
( \-CO—OC3H7-iso
V-
100
10 100
5 75
I
2,5
Versuch G
Doraiis-Test (systemische Wirkung)
Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Aceton
Emulgator: 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung werden Bohnenpflanzen (Vicia faba), die stark von der schwarzen Bohnenlaus (Doralis fabae) befallen sind, angegossen, so daß die Wirkstoffzubereitung in den Boden eindringt, ohne die Blätter der Bohnenpflanzen zu benetzen. Der Wirkstoff wird von den Bohnenpflanzen aus dem Boden aufgenommen und gelangt so zu den befallenen Blättern.
Nach den angegebenen Zeiten wird der Abtötungsgrad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100%, daß alle Blattläuse abgetötet wurden, 0% bedeutet, daß keine Blattläuse abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle 7 hervor:
Tabelle 7
(Doralis-Test, systemische Wirkung)
Wirkstoffe (Konstitution)
CH3O S
P-O-
NO2
CH3O
(bekanntes Vergleichspräparat)
CH3O S
CO-OC3H7-ISo
WirkstolT-onzen-| tration in %
0.1 0,01
0,1 0,0!
Otungsgrad in% nach
4 Tagen
Beispiel 1
CH3O S
" xl1
COOC3H7-ISO
a) I molarer Ansatz
Beispiel 2
CH3O S
NH,
COOC3H7-ISO
a) Das als Zwischenprodukt benötigte O-Mcthyl-O - (2 - carbisopropoxypheny 1-) - thionophosphorsä urediestermonochlorid wird in analoger Weise wie die entsprechende O-Äthylverbindung [vgl. Beispiel 1 a)] hergestellt. Man erhält die Substanz in Form eines nicht destillierbaren Öls. Die Ausbeute beträgt 60% der Theorie.
Analyse für C11H14ClO4PS (Molgewicht 308,5):
Berechnet ... P 10,0, S 10,4%;
gefunden .... P 9,4, S 9,7%.
b) Die Herstellung erfolgt analog Beispiel Ib). Der Amidothionophosphorsäure- O-methyl- O-(2-carbisopropoxyphenyl)-ester schmilzt nach dem Umkristallisieren aus einem Ligroin-Essigsäureäthylester-Gemisch bei 44" C.
Analyse Tür C11H16NO4PS (Molgewicht 289):
Berechnet... P 10,7, S 11,1, N 4,8%;
gefunden .... P 10,7, S 11,1, N 4,8%.
IO
Zu 180 g O-ÄthylthionophosphorsäureRSterdichlorid fügt mar. unter Rühren bei 40 bis 50° C eine Mischung aus 136 g Salizylsäureisopropylester, 220 g Wasser und 24 g Natriumhydroxyd, rührt das Reaktionsgemisch anschließend 4 Stunden und nimmt es dann in 400 ecm Benzol auf. Die Benzollösung wird zweimal mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und schließlich das Produkt fraktioniert destilliert. Man erhält 155 g O-Äthyl-O-(2-carbisopropoxyphenyM - thionophosphorsäurediestermonochlorid vom Kp. 001 120° C.
25
35
Beispiel 3
C2H5O S
P-O
COOC4H9-sec
b) 0.2molarer Ansatz
66 g (0.2MoI) des gemäß a) hergestellten O-Äthyl-O-(2-carbisopropoxyphenyl)-thionophosphorsäurediestermonochlorids werden unter Rühren zu 90 ecm 15%igem Ammoniakwasser gefügt. Die Temperatur der Lösung steigt dabei allmählich von 20 bis 6O0C an. Nach dem Abklingen der exothermen Reaktion rührt man die Mischung noch 24 Stunden bei Raumtemperatur. Anschließend wird das Reaktionsgemisch in 200 ecm Benzol aufgenommen, die benzoiisehe Lösung mit Wasser gewaschen, bis sie neutral reagiert, über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt. Man erhält 46 g (76% der Theorie) des Amidothionophosphorsäure-O-äthyl-O-(2-carbisopropoxyphenyl)-esters in Form eines farblosen, wasserunlöslichen Öls.
Analyse für C12H18NO4PS (Molgewicht 303):
Berechnet ... P 10,2, N 4.6%;
gefunden .... P 9,9, N 4,3%.
Die mittlere Toxizität der Verbindung beträgt an der Ratte per os 1000 mg/kg.
a) In analoeer Weise, wie im Beispiel 1 a) beschrieben, erhält man das O-Äthyl-O-(2-carb-sec-butoxyphenyD-thionophosphorsäurediesiermonochlorid als nicht destillierbares öl mit einer Ausbeute von 82% der Theorie.
Anal)se Tür C13H18ClO4PS (Molgewicht 336,5):
Berechnet ... P9.2, S9,5%;
gefunden.... P9.0, S9,3%.
b) Durch Umsetzung von O-Äthyl-O-(2-carb-secbutoxyphenylHhionophosphorsäurediestermonochlorid mit Ammoniak gemäß Beispiel 1 b) wird in einer Ausbeute von 99% der Theorie der Amidothionophosphorsäure - O - äthyl - O - (2 - carb - see - butoxyphcnyl)-ester erhalten.
Analyse für C13H20NO4PS (Molgewicht 317,5):
Berechnet ... P9,8%;
gefunden .... P9.3%.
40
Beispiel 4
C2H5O S
P-O
iso-C,H7—NH
COOC3H7-ISO
Zu einer Lösung von 162 g (0.5 Mol) O-Äthyl-0-(2-carb-isopropoxyphenyl)-thionophosphorsäurediestermonochlorid (hergestellt gemäß Beispiel 1 a) in 600 ecm Benzol fügt man bei 20 bis 40" C 75 g Isopropylamin — gelöst in 75 ecm Benzol. Nach anschließendem 1 stündigem Rühren des Reaktionsgemisches wird dieses mit Wasser ausgeschüttelt, die Ben/'ilphase abgetrennt, getrocknet, eingedampft und
ύτ der Rückstand fraktioniert destilliert. Der N-Isopropylamidothionophosphorsäure-O-äthyl-O-(2-carbisopropoxypheny!(-ester siedet unter einem Druck von 0,01 Torr bei 1200C. Die Ausbeute beträgt 140 g (82% der Theorie).
Analyse für C15H24NO4PS (Molgewicht 345):
Berechnet ... P 9,0, S 9,3, N 4,1 %;
gefunden .... P 9,2, S 9,7, N 4,2%.
23 2
In analoger Weise können die folgenden Verbindungen erhalten werden:
Konstitution S
H
COOC3H7-ISO Ausbeute
(% der
Theorie)
Summenformel Mol
gewicht
P ) ( S
%)
N
(%
)
C2H5O Il
P-O-
\
CH3-NH
S
Il
r
COOC3H7-ISO
74 C13H20NO4PS 317 ber. -
gef. -
ber.
gef.
ber.
gef.
4,4
3,6
C2H5O Il
P-O-
\
(CH3)2N
S
Il
COOC3H7-ISO 76 Ci4H22NO4PS 331 ber.
gef.
9,4
9,9
ber.
gef.
9,7
10,4
ber.
gef
4,2
4,4
CH3O Il
P-O-
\
CHj—NH
46 C12H18NO4PS 303 ber.
gef.
ber.
gef.
ber.
gef.
4,6
3,9
Beispiel 5
C2H5O S
NH,
COOCH,
Der Amidothionophosphorsäure-0-äthyl-0-(2-carbäthoxyphenyl)-ester schmilzt bei 42° C.
Analyse für C11H16NO4PS (Molgewicht 289):
Berechnet ... P 10,7, S 11,1, N 4,8%;
gefunden .... P 10.8, S 11,1, N 4,5%.
Beispiel 6
a) Man versetzt 166 g (1 Mol Salizylsäureäthylester in 300 ecm Methanol mit 1 Mol Natriummethylat und dampft die Lösung ein. Der Rückstand wird bei 20 bis 35° C zu 18Og O-Äthylthionophosphorsäureesterdichlorid in 1000 ecm Methyläthylketon gefügt, anschließend die Mischung über Nacht gerührt, mit Benzol versetzt, mit Wasser ausgeschüttelt, die organische Phase abgetrennt, getrocknet und eingedampft. Man erhält auf diese Weise 220 g (71% der Theorie) O -Äthyl - O - (2- carba thoxyphenyl) - thionophosphorsäurediestermonochlorid vom Kp. o.oi 110° C.
Analyse für C11H14ClO4PS (Molgewicht 308,5):
Berechnet ... P 10,0, S 10,4, Cl 11,5%;
gefunden P 10,7, S 10,8, Cl 11,7%.
b) Man löst 93 g (0,3MoI) des gemäß 5 a) hergestellten O-Äthyl-O-{2-carbäthoxyphenyl)-thionophosphorsäurediestennonochlorid in 300 ecm ÄthylencMorid und leitet in diese Lösung bei 20 bis 50° C Ammoniak bis zur Beendigung der exothermen Reaktion ein. Danach wird der Ansatz mit 100 ecm Wasser gewaschen, die organische Phase getrocknet, eingedampft und der Rückstand aus Petroläther umkristallisiert. Die Ausbeute beträgt 55 g (63% der Theorie). C2H5O S
a) Die Herstellung des Q-Athy!-Q-(2-earb-n-prop oxyphenyl) - thionophosphorsäurediestermonochlo rids erfolgt analog der im Beispiel 1 a) beschriebene! Gewinnung der entsprechenden I sopropylverbindung Das Produkt fällt in Form eines nicht destillierbarei Öls an. Die Ausbeute beträgt 55% der Theorie.
Analyse für C12H16ClO4PS (Molgewicht 322,5):
Berechnet ... P9,6, S9,9%;
gefunden .... P 9,3, S 9,2%.
b) Der Amido - thionophosphorsäure - O - äthyl O-(2-carb-n-propoxyphenyl)-ester wird in der in
Beispiel 1 b) beschriebenen Weise mit einer Ausbeut von 62% der Theorie erhalten.
Analyse für C12Hi8NO4PS (Molgewicht 303):
Berechnet ... P 10,2, S 10,5%;
gefunden .... P 9,7, S 10,0%.

Claims (1)

Patentansnrüche:
1. Amidothionophosphorsäurephenylester
allgemeinen Fonnel
der
IO
in der R für einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlen-Stoffatomen steht, R' den Äthyl-, n-Propyl-, iso-Propyl-, sec-Butyl- oder tert.-Butylrest bedeutet, während R1 und R2 Wasserstoffatome oder Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen darstellen.
DE19671668047 1967-11-30 1967-11-30 Amidothionophosphorsäurephenylester, deren Herstellung sowie insektizide und akarizide Mittel Expired DE1668047C (de)

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