DE166398C - - Google Patents

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DE166398C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H21/00Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides
    • F16H21/10Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides all movement being in, or parallel to, a single plane
    • F16H21/44Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides all movement being in, or parallel to, a single plane for conveying or interconverting oscillating or reciprocating motions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JV* 166398
KLASSE AIh.
in CHEMNITZ. :;:>
In denjenigen Fällen des Maschinenbaues, wo es darauf ankommt, nach einem vorgelegten ornamentalen Muster irgendwelche Arbeitsbewegungen selbsttätig ausführen zu müssen, durch welche die Entstehung eines gleichen Musters bedingt wird, ist der Erfindungsgegenstand bestimmt, eine stets gleichbleibende Kreisschwingung eines antreibenden Teiles umzuwandeln in eine geradlinig hin- und hergehende Bewegung, deren lineare Weglänge innerhalb bestimmter Grenzen veränderlich ist. Es dient hierzu, gemäß der neuen Erfindung, eine Reihe verschieden weit von einer gemeinschaftlichen Drehachse entfernter, in einem schwingbar gelagerten Antriebshebel achsial verschiebbarer Kuppelstifte, welche im Falle ihrer Verschiebung aus der in der Ruhelage gleichgerichteten Reihe in einen Schlitz des geradlinig zu verschiebenden Maschinenteiles hineinpassen. Wird daher der Antriebshebel in eine hin- und herschwingende Bewegung versetzt, so muß der geradlinig verschiebbare Teil eine Bewegung empfangen, deren lineare Größe durch die Entfernung des gewählten Kuppelstiftes von seinem Drehpunkt und von der Größe des Winkelausschlages des den Kuppelstift tragenden Antriebshebels bedingt ist.
■ 30 ■ Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Das eine derselben zeigt Fig. ι in der Vorderansicht. Fig. 2 ist eine Seitenansicht und Fig. 3 ein Grundriß dazu.
Fig. 4 bedeutet eine Wiederholung des Grundrisses nach Fig. 3, jedoch in einem anderen Augenblicke des Arbeitsvorganges. Von dem zweiten Ausführungsbeispiel ist nur der Grundriß (Fig. 5) zur Erklärung notwendig, da die in dieser Figur nicht ersichtlichen Teile genau dieselben sein können wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel.
In Fig. ι bis 4 ist α eine Spindel, welche so gelagert ist, daß sie im Kreisbogen um die mit ihr parallele und im Raum feststehend zu denkende Achse x-x schwingen kann. Um diese Schwingbewegung zu ermöglichen, sind mittelpunktsgleich zur Achse x-x die Zapfen b in feststehenden Lagern eines Maschinengerüstes drehbar eingesetzt und an den freien Enden der Hebel c befestigt, die mit der Spindel α ein starres Ganzes bilden. Zur Einleitung dieser Schwingbewegung dient der auf der feststehend gelagerten Achse d befestigte Zylinder e, in dessen Umfang eine Nut f eingearbeitet ist. In diese hinein greift eine genau passende Rolle g, welche auf dem freien Ende der Spindel α drehbar sitzt.
Ferner sind auf der Spindel α eine Anzahl — im vorliegenden Ausführungsbeispiel deren zwei — Hebel h starr befestigt, welche die in einem stumpfen Winkel gekrümmte und besonders deutlich aus Fig. 4 ersichtliche Gestalt haben, sowie mit parallel zu den Achsenrichtungen α und χ eingebohrten Löchern I, 2, 3 ... 7 versehen sindj in welche hinein zylindrische Stifte % leicht verschiebbar
eingepaßt sind. Jeder dieser Stifte endet in einen schwächeren Zapfen k und ist mit zwei Eindrehungen / ausgerüstet, die dazu dienen, um mittels der federnden Stiftchen m die Stifte i das eine Mal in der tiefsten Stellung (Fig. 2), das andere Mal in einer hohen Stellung, z. B. wie bei i1 in Fig. 1 angedeutet, festzuhalten. Es möge besonders darauf aufmerksam gemacht werden, daß das Loch I, in welchem der erste der genannten Stifte i steckt, mittelpunktsgleich liegt mit der Achse x, so daß das ganze System abch sich gewissermaßen um die Stifte I dreht.
Derjenige Teil, welcher eine geradlinige Bewegung von einstellbar veränderlicher Weglänge empfangen soll, ist ein Schieber n, von welchem die Grundrisse (Fig. 3 und 4) ein Bruchstück andeuten und dessen Bewegungsrichtung der eingezeichnete Doppelpfeil angibt. Dieser Schieber η ist mit einem Schlitz 0 versehen, in welchen abwechselnd nach Bedarf einer der Stifte i hineingeschoben wird. Beispielsweise ist in Fig. 4 der Stift 4 in den Schlitz ο hineingeschoben worden. Falls sich nun das System abch um 900 dreht und der Stift 4 aus seiner ursprünglichen Stellung in die Stellung 41 geschwungen wird, muß der Schieber η eine geradlinige Bewegung ausführen, deren lineare Größe der Entfernung der Mittelpunkte ber beiden Stifte 1 und 4 voneinander gleich ist. Eine entsprechend größere lineare Fortschiebung wäre eingetreten, wenn nicht der Stift 4, sondern einer der Stifte 5,6, 7 in den Schlitz 0 hineingeschoben worden wäre. Eine kleinere Verschiebung hätte eintreten müssen bei Benutzung der Stifte 3 oder 2, und gar keine Bewegung wäre eingetreten, sondern es wäre der Schieber η in seiner Grundstellung (Fig. 3) festgehalten worden, wenn man den Stift 1 in Anwendung gebracht hätte. Die wahlfreie Einführung der Stifte i in den Schlitz 0 geschieht durch Vermittlung folgender Einrichtung.
Zwei senkrechte Stäbe ρ sind in feststehenden Lagern q des Maschinengerüstes auf und nieder verschiebbar, nicht drehbar, angeordnet. Einer davon trägt die mit ihm starr verbundenen Arme r. Letztere sind an ihrer Unterseite mit einer Leiste s ausgerüstet, welche, wenn der Schieber η in seiner Grundstellung (Fig. 3) sich befindet, genau in den Schlitz 0 hineintrifft. Diese Leiste s hat den Zweck, irgend einen der Stifte i, z. B. den Stift i1 (Fig. 1) wieder in seine Grundstellung, also aus dem Schlitz 0 zurückzudrängen, damit er in gleicher Höhe mit den anderen Stiften steht, wo er aufs neue von seinem Federstift m festgehalten wird.
Auf der anderen der beiden Schubstangen ρ sind die Arme t starr befestigt, die in ihrer oberen Fläche eine geradlinige Führungsnut zur genauen Führung eines Schiebers u besitzen. Dieser Schieber u möge »Wähler« genannt werden, denn er trägt an seinem äußeren Ende einen Stift n>, welcher dazu dient, um nach Wahl gegen irgend einen der Stifte k geführt zu werden, um diesen nach oben zu drücken. Der Wähler u hat an seinem anderen Ende eine Schleife v, in die der um den feststehend gelagerten Zap fen y schwingende Zapfen ^ eingreift. Die Bewegung des Hebels y % findet durch Vermittlung irgend eines Musterapparates statt, welcher in der Zeichnung nicht näher angegeben ist und auch nicht einen Teil der Erfindung darstellt. Mit Hilfe dieses Musterapparates, oder unter Umständen auch von Hand, kann daher der Wähler u so in seiner Führung t hin- und hergeschoben werden, daß er, wenn das System abch in seiner Grundstellung sich befindet, irgend einem der Zapfen k gegenübersteht.
Der gesamte Arbeitsvorgang der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist kurz zusammengefaßt der folgende:
Während die Welle d zur Herbeiführung der schwingenden Drehbewegung des Systems abch gleichmäßig gedreht wird, werden die beiden Schubstangen ρ mit den Armen r t und den Wählern u auf- und niedergeführt. Wenn die Arme t sich in ihrer tiefsten Lage befinden, wird der Wähler u durch den Mechanismusy ■{ verschoben. Geht dann der Wähler u nach oben, was bei feststehenden Zapfen \ die Anordnung der Schleife ν erlaubt, so drängt der Wählerstift w den Stift i in seine hohe Lage P, und da dieses in einem Augenblick geschieht, wo der Schieber η sich in Grundstellung (Fig. 3) befindet, so fährt der betreffende Stift i in den Schlitz 0 hinein. Während nun die Arme t in ihre untere Ruhelage hinabgeführt werden, damit für das nächste Arbeitsspiel der Wähler.»» in eine andere Stellung verschoben werden kann, schwingt das System abch um 900 aus, nimmt also die in Fig. 4 gezeichnete Lage an. Dadurch wird der Schieber η eine Lagenänderung erfahren, die der -Entfernung des gewählten Stiftes i von seiner Drehachse χ no entspricht. Dann schwingt das System α b c h wieder zurück und nun werden auch die Arme r mit den Leisten s niedergesenkt. Die Leisten s dringen in den Schlitz ο hinein und drängen den vorhin hochgeschobenen Stift i wieder in seine normale Lage zurück. Inzwischen war der Wähler durch den Musterapparat unter einen anderen der Zapfen k verschoben worden, und nun wiederholt sich das Arbeitsspiel von vorn.
Wesentlich ist bei dem Erfindungsgegenstand der Umstand, daß der Schieber rcjjn

Claims (6)

  1. jedem Augenblicke des Arbeitsvorganges zwangläufig geführt bezw. in seiner Lage festgehalten und gesichert ist; es befindet sich nämlich im Schlitz ο entweder einer der Stifte i oder aber die Leiste s.
    Es verdient erwähnt zu werden, daß bei derjenigen Ausführungsform, welche die beiliegende Zeichnung zeigt, ein besonderer Vorteil in der Wahl des Drehungswinkels von
    ίο 900 für das System ab c h liegt, und zwar wird dieser Vorteil dort gelten, wo es auf eine sehr genaue Einstellung des Schiebers η ankommt. In derjenigen Lage der Teile der Vorrichtung, welche Fig. 4 zeigt, kommt es auf eine sehr genaue Einstellung des Hebels h nicht an. Gleichviel, ob der Hebel h genau so steht, wie in Fig. 4 angegeben, oder ob er einen kleinen Winkelunterschied besitzt, so wird doch der Schieber η nur einen unmerklichen Lagenunterschied besitzen.
    Es ist ersichtlich, daß die Größe der Stufen, um welche die in Fig. 4 gegebene Endstellung des Schiebers η sich von Fall zu Fall unterscheidet, von der Entfernung der Mittelpunkte der Stifte 1, 2, 3, 4, 5 usw. abhängt. Will man sehr kleine Stufen haben, so muß man die Stifte möglichst nahe aneinander ordnen. Das hat natürlich seine Grenzen, weil die Stifte, um nicht zu zerbrechen, einen bestimmten kleinsten Durchmesser besitzen müssen. Um die Stufen aber je nach Lage des Falles so klein wie nötig zu erhalten, kann eine verbesserte Anordnung dienen, welche in Fig. 5 angedeutet ist. Dieselbe ist gekennzeichnet durch eine mehrfache Anordnung der Systeme ab c h, welche alle auf den gemeinsamen Schieber η einwirken. Fig. 5 zeigt als Ausführungsbeispiel zwei solche vereinigten Systeme. Es können aber deren auch mehrere angeordnet werden. Der erklärte Zweck wird dadurch erreicht, daß die Teilung der Stifte i des einen Systems zwar gleich ist mit der Teilung der Stifte des anderen Systems, daß aber die Entfernungen der einzelnen Stifte von der gemeinsamen Drehachse χ in den beiden Systemen verschieden sind, und zwar beträgt im Falle der Fig. 5 die Entfernung des ersten Stiftes von der Drehachse χ im ersten System die Hälfte der Entfernung des zweiten Stiftes von der Drehachse im zweiten System usw. Würde man statt der zwei Systeme (Fig. 5) deren drei anwenden, so könnte die Einteilung noch feiner werden.
    Patent-Ans ρ rüche:
    i. Vorrichtung zur Umwandlung einer schwingenden Drehbewegung in eine wahlfrei veränderliche geradlinige Bewegung, dadurch gekennzeichnet, daß verschieden weit von einer gemeinschaftlichen Drehachse entfernte und in einem schwingbar gelagerten Antriebhebel (h) längsverschiebbare Kuppelstifte (i), die in einer Reihe angeordnet sind, bei einer Verschiebung aus ihrer Ruhelage jeweilig mit einem Schlitze (0) des geradlinig zu verschiebenden Maschinenteiles (n) in Eingriff kommen, so daß, wenn der Antriebhebel in eine hin- und herschwingende Bewegung versetzt wird, der geradlinig zu verschiebende Teil eine Bewegung empfängt, deren Betrag durch die Entfernung des gewählten Kuppelstiftes (i) von seinem Drehpunkte (x) und durch die Größe des Winkelausschlages des den Kuppelstift (i) tragenden Antriebhebels (h) bedingt ist.
  2. 2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer gemeinsamen Antriebwelle (a) eine Mehrzahl Antriebhebel (h) sitzen, die mit ihr starr verbunden und je mit einer besonderen Reihe längs verschiebbarer Kuppelstifte (i) ausgerüstet sind, so daß von derselben Antriebwelle (a) aus, sobald sie hin- und herschwingt, mehreren geradlinig verschiebbaren Maschinenteilen (n) Bewegungen erteilt werden, deren Beträge , unter sich nicht gleich zu sein brauchen, sondern je durch die Entfernung des gewählten Kuppelstiftes (i) von der gemeinsamen Antriebwelle (a) bedingt sind.
  3. 3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endpunkte der Schwingungsbogen der Kuppelstifte (i) in der ausgeschwungenen Lage in einer geraden Linie liegen, die rechtwinklig zur Schlitzrichtung (0) des geradlinig zu verschiebenden Teiles (n) liegt, so daß bei einer etwaigen Ungenauigkeit der Endstellung des Antriebhebels (h) dennoch eine verhältnismäßig genaue Endstellung des geradlinig bewegten Teiles (n) gesichert ist.
  4. 4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppelstifte (i) durch einen Wahlstift (w) ver-
    - schoben werden, dessen eine Verschiebungsrichtung mit der Reihe der Kuppelstifte (i) gleichliegt, und dessen andere Verschiebungsrichtung parallel zur Achsenrichtung der Kuppelstifte (i) liegt, so daß der Wahlstift (w) so eingestellt werden kann, daß seine Achsenrichtung mit der Achsenrichtung irgend eines der Kuppelstifte (i) zusammenfällt, und daß dieser Kuppelstift in den Schlitz des geradlinig zu bewegenden Teiles (n) hineingeschoben wird, wenn man den Wahlstift (n>) in der Achsenrichtung verschiebt.
  5. 5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem wahl-
    frei verschiebbaren Stifte (w) eine in den Schlitz (o) des geradlinig zu verschiebenden Teiles hineinpassende Leiste (s) gegen-· übersteht, welche beiden Teile (n> s) so auf- und niederschwingbar angeordnet sind, daß der geradlinig zu verschiebende Teil (n) und die Reihe der Kuppelstifte (i) zwischen ihnen liegen, so daß der zu verschiebende Teil (n) in jedem Augenblicke des Arbeitsvorganges von der genannten Leiste (s) oder durch einen der Kuppelstifte (i) zwangsweise gehalten wird, niemals aber sich in freier Lage befindet.
  6. 6. Vorrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl in schwingende Drehbewegung versetzbarer Glieder (a b c h) auf einen gemeinsamen, geradlinig verschiebbaren Teil (n) einwirkt, wobei die Kuppelstifte (i) der einzelnen Glieder sich in Entfernungen von ihren Drehachsen (x) befinden, die nicht einander gleich sind, so daß man den Teil (n) auch um solche Strecken verschieben kann, deren Unterschiede kleiner als die Abstände der nebeneinander liegenden Kuppelstifte sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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