DE166303C - - Google Patents

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DE166303C
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heating
shaft
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B13/00Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
    • F27B13/04Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge of single-chamber type with temporary partitions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

PATENTAMT.
— JVi 166303 KLASSE 80 c.
in CÖLN a. Rh.
Obschon man durch verschiedenartige Vorrichtungen versucht hat, den zum Brennen von Ziegeln, Kalk, Zement usw. nötigen Brennstoff möglichst gleichmäßig über den Querschnitt des Ringofens zu verteilen, damit eine gleichmäßige Verteilung des Feuers erzielt wird, ist solches bisher nie voll und ganz geglückt. Beim Brennen von Kalk oder Zement haben sich solche Vorrichtungen,
ίο wie z. B. Brenn- oder Heizwände, gar nicht eingeführt, und zwar wohl hauptsächlich deshalb, weil mit den bisher angewendeten Heizwänden oder Brennwänden der Nachteil verbunden war, daß solche größtenteils aus anderen Stoffen als dem Brenngut (ζ. Β. aus feuerfesten Steinen usw.) hergestellt wurden. Dieses bedingt einen größeren Aufwand an Brennstoff, weil der nicht aus Brenngut bestehende Heizwandstoff mit erhitzt werden muß. Außerdem wird der Brennraum entsprechend verringert. Gleicherweise verhält es sich mit den mehrfach angewendeten sogenannten permanenten Heizschächten usw. Auch ist von Belang, daß hierdurch das Einsetzen des Brenngutes umständlicher und dadurch teurer wird.
Die nachstehend beschriebenen Heizschächte oder Heizschlitze sollen diese Übelstände beseitigen. Es soll besonders noch ein besseres, gleichmäßigeres Verteilen des Brennstoffes über den ganzen Ofenquerschnitt bewirkt werden, namentlich auch in dem oberen Teile des Ofens, damit sich ein gleichmäßiges Flammenmeer über den Gesamtofenquerschnitt ergießt und rascheste Verbrennung des Brennstoffes ermöglicht wird. Durch diese Maßnahme geht das Brennen leichter und rascher yonstatten und hat eine Mehrleistung der Öfen zur Folge. Dabei haben umfangreiche, planmäßig durchgeführte Versuche gezeigt, daß es möglich ist, den Kalk auch mit feinkörniger Kohle und sogar mit Kohlenstaub zu brennen.
Das Eigenartige der Erfindung ist das Abweichen der Brennschächte von der üblichen Form (welche sich durch einen annähernd quadratischen Querschnitt kennzeichnet), wodurch es ermöglicht wird, den Querschnitt des Brennherdes zu vergrößern. Die neuen Schächte erhalten im Grundriß eine langgestreckte, quer zum Brennkanal stehende Rechteckform. Versuche haben dargetan, daß ein Ringofen, in dem bisher stets Schächte von etwa 30 · 30 cm gestellt wurden, mit Staubkohle befeuert werden kann, wenn die Schächte einen Querschnitt von etwa 90 · 10 cm erhalten. Um den Heizschächten eine langgestreckte Schlitzform geben zu können und dadurch einen breiten Verbrennungsherd zu erhalten, ordnet man dieselben zweckmäßig
nicht in einer Ebene, sondern stufenförmig schräg nebeneinander an, so daß dadurch der Brennherd schräg zur Richtung des Ofenkanals zu stehen kommt.
In den Zeichnungen ist in Fig. ι und 2 die alte Einsatzweise wiedergegeben, während die Fig. 3, 4 und 5 Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes veranschaulichen.
Fig. ι stellt einen Querschnitt des Ofens dar durch die Heizschächte. Es sind, da nur die Brennweise angedeutet werden soll, nur drei Schächte gewählt, während es ja wohl allgemein üblich ist, vier bis fünf, unter Umständen sechs solcher quadratischen Heizschächte aufzubauen.
Fig. 2 stellt einen wagerechten Längsschnitt nach der Linie A-A dar, in welchem die quadratischen Heizschächte h und eine der Schürgassen 5 sichtbar sind.
Fig. 3 stellt eine Ausführungsform der neuen Brennweise dar; es ist hier nur ein Schacht b sichtbar, weil die übrigen drei durch den zu brennenden Kalkstein verdeckt sind.
Fig. 4 gibt den wagerechten Längsschnitt nach Linie B-B wieder. Die rechteckigen Schächte sind mit b b1 b.2 usw. bezeichnet.
Die Anordnung von drei Schächten kann auch so getroffen werden (s. Fig. 5), daß Schacht 3 der ersten Reihe und der erste Schacht der nächsten Reihe oder bei Anwendung von noch mehr Schächten ein Schacht einer früheren Reihe in eine Ebene mit dem ersten Schacht der nächsten Reihe zu liegen kommt, oder auch so, daß die Querschnitte der Schlitze übereinander greifen.
Beim Kalk- und Zementbrennen wird mit gefüllten Heizschächten gearbeitet. Der Vorzug dieser Heizschächte gegenüber den bisher gebräuchlichen besteht in der größeren Angriffsfläche der Flamme; auch wird die Flamme rascher durch die eingefüllte Kohlenmasse gebracht und die Kohlen werden schneller zum Verbrennen gezwungen, weil man nach umfassenden Versuchen die Heizschlitze sogar nur 6 bis 8 cm stark zu nehmen braucht. Gegenüber den quadratischen Heizschächten, die mindestens 20 bis 30 cm Kantenlänge besitzen müssen, um die erforderliche Temperatur im Ofen zu erreichen, besitzen die vorliegenden Heizschlitze den Vorzug, daß die im wagerechten Schnitt nur sehr dünne Kohlenschicht außerordentlich schnell und heftig verbrennt. Erwiesenermaßen arbeitet man bei Rostfeuerungen immer besser und vorteilhafter mit niedrig beschicktem Feuer als mit hoch aufgegebenem, weil die Verbrennungsluft leichter die dünnen Kohlenschichten durchstreicht und so eine intensivere Verbrennung und bessere Ausnutzung des Brennstoffes bewirkt wird, was sich durch die geringe Rauchentwickelung anzeigt. Beim Brennen von Ziegelsteinen läßt man, da die Schlitze nicht, wie bei Kalk und Zement, ganz mit Brennstoff gefüllt werden, zweckmäßig einzelne Steine in den Schlitz in treppenartiger Anordnung vorspringen, so daß eine Art Treppenrost entsteht, auf welchem Kohlen oder Kohlenstaubteilchen ruhen können. Es soll dadurch eine gleichmäßigere Verteilung der Flamme im Ofenquerschnitt als bei der seitherigen Beschickungsmethode erreicht und das Brennen infolgedessen durch die neue Einrichtung außerordentlich beschleunigt werden. Besonders für Kalk und Zement ist dies für die Güte des gebrannten Erzeugnisses und für einen möglichst geringen Brennstoffverbrauch sowie Verminderung von Rauchbelästigungen von großem Vorteil.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Brennen von Ziegeln, Kalk, Zement und dergl. in Ringöfen, dadurch gekennzeichnet, daß quer zum Brennkanal stehende Brennschächte (b1 b2 bj von langgestrecktem, rechteckigem, schlitzartigem Querschnitt einen stufenförmig schrägen Brennherd bilden.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Schacht (bij eines späteren Brennherdes (bt b5 b6) mit einem Schacht (bB) eines früheren Brennherdes (b] b.2 bs) in einer Ebene liegt.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Längen der Heizschächte eines Brennherdes im wagerechten Schnitt größer ist als die Breite des Ofenkanals.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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