DE1661C - Vorrichtung zur Reinigung der Kanäle bei Feuerungsanlagen - Google Patents

Vorrichtung zur Reinigung der Kanäle bei Feuerungsanlagen

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DE1661C
DE1661C DE000000001661DA DE1661DA DE1661C DE 1661 C DE1661 C DE 1661C DE 000000001661D A DE000000001661D A DE 000000001661DA DE 1661D A DE1661D A DE 1661DA DE 1661 C DE1661 C DE 1661C
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1878.
*·] ■'-/ f.-M · \ Klasse 24.
FRIEDRICH KRUPP in Güssstahlwerk ESSEN. Vorrichtung zum Reinigen der Kanäle bei Feuerungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Januar 1878 ab.
Infolge des in Feuerungsanlagen herrschenden Zuges werden leichtere Asch entheile, Kohlenstückchen, Gichtstaub u. s. w. als sogenannte Flugasche vom Feuerraume aus nach den Kanälen abgeführt und lagert sich hier den Zuggeschwindigkeiten entsprechend so lange ab, bis der Beharrungszustand eingetreten ist, d. h. bis die Verengung der Kanäle durch Ablagerungen so weit vorgeschritten ist, dafs die dadurch erhöhte Zuggeschwindigkeit jede fernere Ansammlung von Flugasche verhindert.
Um diese unter Umständen nachtheiligen Ablagerungen durch Ausnutzung der Kaminwirkung zu vermeiden, kann man neue Kanäle in solcher Weite anlegen, dafs die Zuggeschwindigkeit derart \vird, dafs überhaupt keine schädliche Ablagerung stattfindet, wie viele Anlagen des Erfinders zeigen.
Für bereits bestehende Kanäle kann der Querschnitt bleibend so verengt werden, dafs die dadurch erhöhte Zuggeschwindigksit die Fortführung der Flugasche ermöglicht (cfr. Dr. Sickels Aschenräumer, derPatentschriftNo. 937). Diese Einrichtung leidet jedoch an sehr erheblichen Nachtheilen.
In anderer Weise läfst sich die Reinigung dadurch bewerkstelligen, dafs neben dem Hauptkanal ein zweiter engerer Kanal oder mehrere solcher hergestellt werden, welche bei Abschlufs des Hauptkanals infolge der dadurch vermehrten Zuggeschwindigkeit in ihnen die abgelagerte Flugasche aufnehmen und fortführen.
Diese Einrichtung ist der Gegenstand dieses Patentes. Dieselbe kann sowohl bei Neuanlagen, als bei bereits vorhandenen Kanälen angebracht werden. Die Ausführung im einzelnen Falle ist in verschiedener Weise möglich und richtet sich insbesondere nach der Verschiedenheit der Kanalconstructionen. Der zweite Kanal, welcher lediglich zur Abführung der Flugasche dient, und welchen ich daher Transportkanal nenne, kann aufserhalb des Hauptkanales oder in denselben hineingelegt werden. Die Weite des Kanales mufs nur so bemessen werden, dafs die Zuggeschwindigkeit grofs genug ist, um die abgelagerte Flugasche aufzunehmen und fortzuführen. Der Transportkanal kann, während der Hauptkanal in Thätigkeit ist, geschlossen gehalten werden, damit die vollständige Füllung desselben mit Asche vermieden wird; er kann daher ebenso, wie der Hauptkanal, mit einer Absperrvorrichtung versehen sein. Die Absperrvorrichtungen können von der verschiedensten Art sein und kann die Bewegung derselben von Hand oder durch mechanische Vorrichtungen erfolgen.
Die Benutzung der Einrichtung erfolgt in der Weise, dafs in geeigneten Zwischenräumen der Hauptkanal geschlossen und der Transportkanal, falls zum Abschlufs eingerichtet, geöffnet wird.
In der beiliegenden Zeichnung, Fig. 1—6, sind einige Anwendungen bei Dampfkesselanlagen veranschaulicht.
A1 A.2 A3 sind die Transportkanäle;
B1 B1 B3 die Absperrvorrichtungen der Hauptkanäle;
C1 C2 C3 Absperrvorrichtungen der Iransportkanäle, welche diese geschlossen halten, während der Hauptkanal in Thätigkeit is;, und öffnen, wenn der Transportkanal zur Wirkung kommen soll.
Hat sich Flugasche in dem Feuerrohr, Fig. 1, 2 und 3, abgelagert und wird das hintere Ende des Rohres durch den Schieber B1 geschlossen, wodurch sich die Klappe C1 hebt, so wird die Asche infolge des kräftigen Ansaugens durch den Kamin durch seitliche Oeffnungen (Fig. 4 Grundrifs des Transportkanales im Feuerrohr) in den Transportkanal A1 geführt und von diesem in den Unterzug. Aehnlich wie vorher läfst sich durch die Klappe B1, mit welcher die Klappe C1 verbunden ist, der Unterzug absperren und der Transportkanal A2 öffnen, infolge dessen das Ansaugen der Asche nun durch oben angebrachte Oeffnungen stattfindet.
Soll der Kanal eines cylindrischen Kessels oder Vorwärmers, Fig. 5 und 6, von Flugasche befreit werden, so ist der Hauptkanal durch Zungen D D in zwei Kanäle zu theilen. Durch Abschlufs des unterenTheiles durch die Klappe^ wiri" :n dem oberen Theile eine hinreichende Geschwindigkeit zur Fortführung der dort lagernden Flugasche erzeugt, gleichzeitig aber kommt auch der Transportkanal durch Heben der Klappe C3 zur Wirkung.
Bei den angeführten Fällen hebe ich beson-
ders hervor, dafs meine Anordnung eine Befahrung, Revision oder Reparatur der Rauchkanäle, Feuerröhren und Kessel ohne Umstände gestattet, während dies bei dem SickeFsc^en Aschenräumer ohne Entfernen der zur " e;rengung der Feuerzüge dienenden Einrichtungen nicht möglich ist.
Würde der Hauptkanal aus mehreren oder vielen Kanälen — Rauchröhren etc. — bestehen, so braucht kein besonderer Transportkanal hergestellt zu werden. Hier genügt es, dafs abwechselnd eine entsprechende Anzahl Kanäle geschlossen wird, um in den offen bleibenden Kanälen einen so kräftigen Zug zu erzielen, dafs die Flugasche aus denselben fortgerissen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    . Die Anbringung eines oder mehrerer Nabenkanäle bei Feuerungsanlagen, welche die Reinigung des Hauptkanales von der sich in demselben ablagernden Flugasche bei Abschlufs des Hauptkanales durch die in- ! folge der geringeren Weite des bezw. der Nebenkanäle sich erhöhende Zuggeschwin-. digkeit bewirken.
    :. L 'i Feuerungsanlagen, deren Hauptkanal aus mehreren Kanälen sich bildet, den abwechselnden Abschlufs einer entsprechenden Anzahl jener Kanäle, durch welche die Zuggeschwindigkeit derart erhöht wird, dafs die in den offen bleibenden abgelagerte Flugasche abgeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE000000001661DA 1878-01-07 1878-01-07 Vorrichtung zur Reinigung der Kanäle bei Feuerungsanlagen Expired - Lifetime DE1661C (de)

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  • 1878

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