DE1645189C3 - Verfahren zum Herstellen von Epoxid-Polyaddukten - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Epoxid-PolyadduktenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G59/00—Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
- C08G59/18—Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
- C08G59/20—Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the epoxy compounds used
- C08G59/32—Epoxy compounds containing three or more epoxy groups
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Description
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst. Grund seiner hohen Kriechstrom- und Lichtbogen-
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum 45 festigkeit empfiehlt sich vor allem der Einsatz in der
Herstellen von Polyaddukten unter Formgebung Freiluftisolation,
durch Umsetzen von Glycidylderivaten der Isocyanursäure mit bekannten Polyadduktbildnern für Beispiel 1
Epoxidverbindungen, das dadurch gekennzeichnet
durch Umsetzen von Glycidylderivaten der Isocyanursäure mit bekannten Polyadduktbildnern für Beispiel 1
Epoxidverbindungen, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man als Isocy&nursäurederivate Tris-glyci- 50 129 g Cyanursäure werden in Aceton suspendiert
dyloxyalkylenisocyanurate oder Tris-glycidylpolyoxy- und diesem Gemisch bei Siedetemperatur des Löalkylen-isocyanurate
verwendet. sungsmittels langsam 232 g Propylenoxid zugeführt.
Die Herstellung der im erfindungsgemäßen Ver- Nach 4 Stunden ist die Hydroxyalkylierung der Cyafahren
verwendeten Isocyanursäurederivate erfolgt nursäure abgeschlossen und das Lösungsmittel wird
derart, daß Cyanursäure zunächst mit Alkylenoxiden 55 durch Destillation entfernt. In den hinterbleibenden
in die entsprechenden Triglykolester der Isocyanur- zähflüssigen, harzigen Rückstand werden sodann
säure übergeführt wird, die dann mit Epichlorhydrin 2 g 6O°/oiges Bortrifluoridätherat gemischt und bei
und Friedel-Crafts-Katalysatoren in die entsprechen- 80 bis 100° C langsam 280 g Epichlorhydrin eingeden
Tris-chlorhydrin-derivate und durch anschlie- tropft, wobei eine stark exotherme Reaktion auftritt,
ßende Behandlung mit basischen, chlorwasserstoffab- 60 Nach Beendigung der Umsetzung wird in 300 cms
spaltenden Mitteln in die Triglycidyläther übergeführt Perchloräthylen gelöst und nach Zusatz von 1220 g
werden. Als Alkylenoxide werden z.B. Äthylen-. 10 %>iger Natronlauge bei 35° C 5 Stunden heftig ge-Propylen-,
Butylen-, Amylenoxid, Epichlorhydrin, rührt. Anschließend wird die überschüssige Natron-Styroloxid,
Butylglycidyläther, Phenylglycidyläther lauge mit Schwefelsäure neutralisiert und nach
und viele andere verwendet. 65 Schichtentrennung die untere organische Schicht ab-
Selbstverständlich kann die Anlagerung von Al- gezogen. Nach Abdestillieren des Perchloräthylens
kylenoxiden auch wiederholt an die bereits gebildeten hinterbleiben 480 g einer mittelviskosen, schwach
Glykolester erfolgen, wobei Polyglykolester der Iso- gelblichen Epoxidverbindung — in der Hauptsache
Tris-glycidylpropylen-isocyanurat — mit einem
Epoxidäquivalent von 249.
Zu 100 Gewichtsteilen dieser Epoxidverbindung werden 55 GewichtsteUe Hexahydrophthalsäureanhydrid
und 1 Gewichtsteil Benzyldimethylamin gegeben und die Mischung in Normstabfonnen (10 -15-120
mm) eingegossen. Die Härtung wird nach folgendem Plan durchgeführt
2 Stunden bei 100° C,
4 Stunden bei 120° C,
1 Stunde bei 150° C.
4 Stunden bei 120° C,
1 Stunde bei 150° C.
Es werden Gießlinge mit ausgezeichneten mechanischen Werten, vor allem mit einem hohen Schlagzähigkeitswert
erhalten. Die Wänneformbeständigkeit liegt bei 110° C.
100 Gewichtsteile der Epoxidvefbindung gemäß Beispiel 1 (Epoxidäquivalent 249) werden mit 16 Gewichtsteilen
eines eutektischen Gemisches aus 60 Gewichtsteilen m-Phenylendiainin und 40 Gewichtsteilen
4.4'-Diaminodiphenylmethan bei 35° C vermischt und 3 Stunden bei 150° C gehärtet. Es entsteht ein
dunkelgefärbtes Epoxypolyaddukt mit hervorragenden physikalischen Eigenschaften.
Zu 100 Gewichtsteilen der Epoxidverbindung gemäß Beispiel 1 (Epoxidäquivalent 249) werden 2 Gewichtsteile
2-Äthyl-4-methylimidazol zugesetzt und das Gemisch zunächst 2 Stunden bei 100° C und anschließend
4 Stunden bei 160° C gehärtet. Man erhält einen Fonnstoff mit einer Wärmeformbeständigkeit
nach Martens von 150° C und ausgezeichneten sonstigen physikalischen Eigenschaften.
129 g Cyanursäure und 2 g Natriumphenolat werden in Aceton suspendiert und dieser Mischung unter
Sieden des Lösungsmittels langsam 288 g Butylenoxid zugesetzt. Anschließend wird das Natriumphenolat
mit Schwefelsäure neutralgestellt und nach Zufügen von 1 g 60%igem Bortrifluoridätherat werden
weitere 288 g Butylenoxid zugesetzt Nach neuerlicher Zugabe von 1 g Bortrifluoridätheratlösung
werden 280 g Epichlorhydrin zugetropft, wobei eine starke exotherme Reaktion eintritt Nach Beendigung
der Umsetzung wird in 300 cm3 Perchloräthylen aufgenommen und mit 1220 g lOVoiger Natronlauge bei
35 bis 400C in heftiger Durchmischiung gehalten.
Überschüssiges Alkali wird sodann neutralisiert und die untere organische Schicht vom Salzwasser abgetrennt.
Nach Abdestillieren des Lösungsmittels hinterbleiben 790 g einer mittelviskosen, schwach gelblichen
Epoxidverbindung — in der Hauptsache Trisglycidylbis-(oxybutylen)-isocyanurat
— mit einem Epoxidäquivalent von 430.
as Zu 100 Gewichtsteilen dieser Epoxidverbindung
werden 40 Gewichtsteile Methylendomethylentetrahydrophthalsäureanhydrid und 2 Gewichtsteile Trisdimethylaminomethyl-phenol
gegeben und die Mischung in Nonnstabformen eingegossen. Die Härtung
wird nach folgendem Plan durchgeführt:
2 Stunden bei 100° C,
5 Stunden bei 150° C.
5 Stunden bei 150° C.
Es werden hochflexible Gießlinge mit sehr guten physikalischen Eigenschaften erhalten.
Claims (1)
- cyanursäure gebüdet werden, die ebenfalls der UmPatentanspruch: - setzung mit Epichlorhydrin im Zweistufenverfanrenüber die Tris-cblorhydrin-stufe zugänglich sind. DieVerfahren zum Herstellen von Polyaddukten Umsetzung der Cyanursäure mit Alkylenoxid kann unter Formgebung durch Umsetzen von Glycidyl- 5 sowohl direkt als auch in Losung erfolgen. Hierbei derivaten der Isocyanursäure mit bekannten kann sowohl ohne als auch mit basischen Katalysa-Polyadduktbildnern für Epoxidverbindungen, da- toren wie Natriumphenolat, tertiären Ammen oder durchgekennzeichnet, daß man als Iso- Ionenaustauschern gearbeitet werden,
cyanursäurederivate Tris-glycidyloxyalkyleniso- Die Umsetzung der gebildeten Glykolester der Isocyanurate oder Tris-glycidylpolyoxyalkylen-iso- io cyanursäure mit Epichlorhydrin erfolgt m bekannter cyanurate verwendet Weise im Beisein von Friedel-Crafts-Katalysatorenwie Bortrifluoridätherat, Zinntetrachlorid, Aluminiumchlorid u. a-Die so erhaltenen Tris-halogenhydrin-verbindungen werden sodann mit chlorwasserstoff-15 abspaltenden Mitteln, wie Alkali- oder Erdalkalihydroxiden bzw. -carbonaten, Alk Jialuminaten, Al-Es ist bekannt, Cyanursäure mit Epichlorhydrin kalisilikaten usw. in die gewünschten Triglycidylnach verschiedenen Verfahren in das Triglycidyliso- äther überführt.cyanurat zu überfahren (vgl. britische Patentschrift Als Pc lyadduktbildner für Epoxidverbindungen888 945, deutsche Patentschriften 1045 099 und 20 werden in an sich bekannter Weise aliphatisch^, 1180 373). cycloaliphatische oder aromatische Polyamine, PoIy-Polyaddukte, die aus Mischungen des Triglycidyl- aminoamide, Polycarbonsäureanhydride, mit oder isocyanurates mit Carbonsäureanhydriden in der ohne zusätzliche Beschleuniger, tertiäre Amine, Wärme erhalten werden, zeigen eine verhältnismäßig anorganische Basen sowie Friedel-Crafts-Katalysatogroße Sprödigkeit, die sich z. B. in relativ niedrigen 25 ren verwendet. Eine umfassende Beschreibung diesei Werten für Schlag- und Kerbschlagfestigkeit aus- Polyadduktbildner — dort »Härter« genannt — ist drückt (vgl. hierzu Kunststoffe, Bd. 55, 1965, Heft 8, z. B. in den Monographien »Epoxydyerbindungen S. 641 bis 647). Aus diesem Grunde erweist es sich und Epoxydharze« von A. M. Paquin (Springerais sehr schwierig, größere Gießlinge aus den ge- Verlag Berlin/Göttingen/Heidelberg, 1958) und »Εμ nannten Mischungen herzustellen, da der unvermeid- 30 oxy resin« von H. Lee und K. Neville (Mc Grawlich auftretende Härtungs- und Abkühlungsschwund Hill Book Comp. Inc., New York/Toronto/London, sehr leicht zu Rißbildungen führt. Verstärkt tritt diese 1957) enthalten.unangenehme Erscheinung auf, wenn Metalle oder Besonders günstige Ergebnisse lassen sich erzielen,andere Fremdwerkstoffe in die Gießmasse eingebettet wenn 2-Äthyl-4-methylimidazol als Polyadduktbildwerden sollen. 35 ner verwendet wird.Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zu- Die neuen Polyaddukte können mit oder ohne an-grunde, Polyaddukte auf der Basis von Glycidylderi- organischen oder organischen Füllstoffen Verwenvaten der Isocyanursäure unter Verwendung bekann- dung finden zum Gießen, Laminieren, Imprägnieren, ter Polyadduktbildner für Epoxidverbindungen her- Kleben, zur Herstellung von Oberflächenschutzzustellen, die keine Sprödigkeit und daher keine Riß- 40 schichten, Preßmassen, Wirbelsinterpulver und glasbildung nach der Aushärtung zeigen, die aber z. B. faserverstärkten Kunststoffen. Ein besonders bevordie guten elektrischen Eigenschaften dieser Poly- zugtes Einsatzgebiet ist auf Grund der hervorragenaddukte beibehalten. den elektrischen Werte die elektrische Isolation. Auf
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER0042277 | 1965-12-22 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1645189A1 DE1645189A1 (de) | 1970-07-23 |
| DE1645189B2 DE1645189B2 (de) | 1973-02-15 |
| DE1645189C3 true DE1645189C3 (de) | 1973-09-20 |
Family
ID=7406599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651645189 Expired DE1645189C3 (de) | 1965-12-22 | 1965-12-22 | Verfahren zum Herstellen von Epoxid-Polyaddukten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1645189C3 (de) |
-
1965
- 1965-12-22 DE DE19651645189 patent/DE1645189C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1645189A1 (de) | 1970-07-23 |
| DE1645189B2 (de) | 1973-02-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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