DE1645189C3 - Verfahren zum Herstellen von Epoxid-Polyaddukten - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Epoxid-Polyaddukten

Info

Publication number
DE1645189C3
DE1645189C3 DE19651645189 DE1645189A DE1645189C3 DE 1645189 C3 DE1645189 C3 DE 1645189C3 DE 19651645189 DE19651645189 DE 19651645189 DE 1645189 A DE1645189 A DE 1645189A DE 1645189 C3 DE1645189 C3 DE 1645189C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyadducts
polyadduct
acid
tris
epichlorohydrin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19651645189
Other languages
English (en)
Other versions
DE1645189A1 (de
DE1645189B2 (de
Inventor
Karl Dr. 5868 Letmathe Jellinek
Udo Dr. 4034 Angermund Post
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rain Carbon Germany GmbH
Original Assignee
Ruetgerswerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruetgerswerke AG filed Critical Ruetgerswerke AG
Publication of DE1645189A1 publication Critical patent/DE1645189A1/de
Publication of DE1645189B2 publication Critical patent/DE1645189B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1645189C3 publication Critical patent/DE1645189C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/18Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
    • C08G59/20Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the epoxy compounds used
    • C08G59/32Epoxy compounds containing three or more epoxy groups
    • C08G59/3236Heterocylic compounds
    • C08G59/3245Heterocylic compounds containing only nitrogen as a heteroatom

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Epoxy Resins (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst. Grund seiner hohen Kriechstrom- und Lichtbogen-
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum 45 festigkeit empfiehlt sich vor allem der Einsatz in der Herstellen von Polyaddukten unter Formgebung Freiluftisolation,
durch Umsetzen von Glycidylderivaten der Isocyanursäure mit bekannten Polyadduktbildnern für Beispiel 1
Epoxidverbindungen, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man als Isocy&nursäurederivate Tris-glyci- 50 129 g Cyanursäure werden in Aceton suspendiert dyloxyalkylenisocyanurate oder Tris-glycidylpolyoxy- und diesem Gemisch bei Siedetemperatur des Löalkylen-isocyanurate verwendet. sungsmittels langsam 232 g Propylenoxid zugeführt.
Die Herstellung der im erfindungsgemäßen Ver- Nach 4 Stunden ist die Hydroxyalkylierung der Cyafahren verwendeten Isocyanursäurederivate erfolgt nursäure abgeschlossen und das Lösungsmittel wird derart, daß Cyanursäure zunächst mit Alkylenoxiden 55 durch Destillation entfernt. In den hinterbleibenden in die entsprechenden Triglykolester der Isocyanur- zähflüssigen, harzigen Rückstand werden sodann säure übergeführt wird, die dann mit Epichlorhydrin 2 g 6O°/oiges Bortrifluoridätherat gemischt und bei und Friedel-Crafts-Katalysatoren in die entsprechen- 80 bis 100° C langsam 280 g Epichlorhydrin eingeden Tris-chlorhydrin-derivate und durch anschlie- tropft, wobei eine stark exotherme Reaktion auftritt, ßende Behandlung mit basischen, chlorwasserstoffab- 60 Nach Beendigung der Umsetzung wird in 300 cms spaltenden Mitteln in die Triglycidyläther übergeführt Perchloräthylen gelöst und nach Zusatz von 1220 g werden. Als Alkylenoxide werden z.B. Äthylen-. 10 %>iger Natronlauge bei 35° C 5 Stunden heftig ge-Propylen-, Butylen-, Amylenoxid, Epichlorhydrin, rührt. Anschließend wird die überschüssige Natron-Styroloxid, Butylglycidyläther, Phenylglycidyläther lauge mit Schwefelsäure neutralisiert und nach und viele andere verwendet. 65 Schichtentrennung die untere organische Schicht ab-
Selbstverständlich kann die Anlagerung von Al- gezogen. Nach Abdestillieren des Perchloräthylens kylenoxiden auch wiederholt an die bereits gebildeten hinterbleiben 480 g einer mittelviskosen, schwach Glykolester erfolgen, wobei Polyglykolester der Iso- gelblichen Epoxidverbindung — in der Hauptsache
Tris-glycidylpropylen-isocyanurat — mit einem Epoxidäquivalent von 249.
Zu 100 Gewichtsteilen dieser Epoxidverbindung werden 55 GewichtsteUe Hexahydrophthalsäureanhydrid und 1 Gewichtsteil Benzyldimethylamin gegeben und die Mischung in Normstabfonnen (10 -15-120 mm) eingegossen. Die Härtung wird nach folgendem Plan durchgeführt
2 Stunden bei 100° C,
4 Stunden bei 120° C,
1 Stunde bei 150° C.
Es werden Gießlinge mit ausgezeichneten mechanischen Werten, vor allem mit einem hohen Schlagzähigkeitswert erhalten. Die Wänneformbeständigkeit liegt bei 110° C.
Beispiel 2
100 Gewichtsteile der Epoxidvefbindung gemäß Beispiel 1 (Epoxidäquivalent 249) werden mit 16 Gewichtsteilen eines eutektischen Gemisches aus 60 Gewichtsteilen m-Phenylendiainin und 40 Gewichtsteilen 4.4'-Diaminodiphenylmethan bei 35° C vermischt und 3 Stunden bei 150° C gehärtet. Es entsteht ein dunkelgefärbtes Epoxypolyaddukt mit hervorragenden physikalischen Eigenschaften.
Beispiel 3
Zu 100 Gewichtsteilen der Epoxidverbindung gemäß Beispiel 1 (Epoxidäquivalent 249) werden 2 Gewichtsteile 2-Äthyl-4-methylimidazol zugesetzt und das Gemisch zunächst 2 Stunden bei 100° C und anschließend 4 Stunden bei 160° C gehärtet. Man erhält einen Fonnstoff mit einer Wärmeformbeständigkeit nach Martens von 150° C und ausgezeichneten sonstigen physikalischen Eigenschaften.
Beispiel 4
129 g Cyanursäure und 2 g Natriumphenolat werden in Aceton suspendiert und dieser Mischung unter Sieden des Lösungsmittels langsam 288 g Butylenoxid zugesetzt. Anschließend wird das Natriumphenolat mit Schwefelsäure neutralgestellt und nach Zufügen von 1 g 60%igem Bortrifluoridätherat werden weitere 288 g Butylenoxid zugesetzt Nach neuerlicher Zugabe von 1 g Bortrifluoridätheratlösung werden 280 g Epichlorhydrin zugetropft, wobei eine starke exotherme Reaktion eintritt Nach Beendigung der Umsetzung wird in 300 cm3 Perchloräthylen aufgenommen und mit 1220 g lOVoiger Natronlauge bei 35 bis 400C in heftiger Durchmischiung gehalten. Überschüssiges Alkali wird sodann neutralisiert und die untere organische Schicht vom Salzwasser abgetrennt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels hinterbleiben 790 g einer mittelviskosen, schwach gelblichen Epoxidverbindung — in der Hauptsache Trisglycidylbis-(oxybutylen)-isocyanurat — mit einem Epoxidäquivalent von 430.
as Zu 100 Gewichtsteilen dieser Epoxidverbindung werden 40 Gewichtsteile Methylendomethylentetrahydrophthalsäureanhydrid und 2 Gewichtsteile Trisdimethylaminomethyl-phenol gegeben und die Mischung in Nonnstabformen eingegossen. Die Härtung
wird nach folgendem Plan durchgeführt:
2 Stunden bei 100° C,
5 Stunden bei 150° C.
Es werden hochflexible Gießlinge mit sehr guten physikalischen Eigenschaften erhalten.

Claims (1)

  1. cyanursäure gebüdet werden, die ebenfalls der UmPatentanspruch: - setzung mit Epichlorhydrin im Zweistufenverfanren
    über die Tris-cblorhydrin-stufe zugänglich sind. Die
    Verfahren zum Herstellen von Polyaddukten Umsetzung der Cyanursäure mit Alkylenoxid kann unter Formgebung durch Umsetzen von Glycidyl- 5 sowohl direkt als auch in Losung erfolgen. Hierbei derivaten der Isocyanursäure mit bekannten kann sowohl ohne als auch mit basischen Katalysa-Polyadduktbildnern für Epoxidverbindungen, da- toren wie Natriumphenolat, tertiären Ammen oder durchgekennzeichnet, daß man als Iso- Ionenaustauschern gearbeitet werden,
    cyanursäurederivate Tris-glycidyloxyalkyleniso- Die Umsetzung der gebildeten Glykolester der Isocyanurate oder Tris-glycidylpolyoxyalkylen-iso- io cyanursäure mit Epichlorhydrin erfolgt m bekannter cyanurate verwendet Weise im Beisein von Friedel-Crafts-Katalysatoren
    wie Bortrifluoridätherat, Zinntetrachlorid, Aluminiumchlorid u. a-Die so erhaltenen Tris-halogenhydrin-
    verbindungen werden sodann mit chlorwasserstoff-
    15 abspaltenden Mitteln, wie Alkali- oder Erdalkalihydroxiden bzw. -carbonaten, Alk Jialuminaten, Al-
    Es ist bekannt, Cyanursäure mit Epichlorhydrin kalisilikaten usw. in die gewünschten Triglycidylnach verschiedenen Verfahren in das Triglycidyliso- äther überführt.
    cyanurat zu überfahren (vgl. britische Patentschrift Als Pc lyadduktbildner für Epoxidverbindungen
    888 945, deutsche Patentschriften 1045 099 und 20 werden in an sich bekannter Weise aliphatisch^, 1180 373). cycloaliphatische oder aromatische Polyamine, PoIy-
    Polyaddukte, die aus Mischungen des Triglycidyl- aminoamide, Polycarbonsäureanhydride, mit oder isocyanurates mit Carbonsäureanhydriden in der ohne zusätzliche Beschleuniger, tertiäre Amine, Wärme erhalten werden, zeigen eine verhältnismäßig anorganische Basen sowie Friedel-Crafts-Katalysatogroße Sprödigkeit, die sich z. B. in relativ niedrigen 25 ren verwendet. Eine umfassende Beschreibung diesei Werten für Schlag- und Kerbschlagfestigkeit aus- Polyadduktbildner — dort »Härter« genannt — ist drückt (vgl. hierzu Kunststoffe, Bd. 55, 1965, Heft 8, z. B. in den Monographien »Epoxydyerbindungen S. 641 bis 647). Aus diesem Grunde erweist es sich und Epoxydharze« von A. M. Paquin (Springerais sehr schwierig, größere Gießlinge aus den ge- Verlag Berlin/Göttingen/Heidelberg, 1958) und »Εμ nannten Mischungen herzustellen, da der unvermeid- 30 oxy resin« von H. Lee und K. Neville (Mc Grawlich auftretende Härtungs- und Abkühlungsschwund Hill Book Comp. Inc., New York/Toronto/London, sehr leicht zu Rißbildungen führt. Verstärkt tritt diese 1957) enthalten.
    unangenehme Erscheinung auf, wenn Metalle oder Besonders günstige Ergebnisse lassen sich erzielen,
    andere Fremdwerkstoffe in die Gießmasse eingebettet wenn 2-Äthyl-4-methylimidazol als Polyadduktbildwerden sollen. 35 ner verwendet wird.
    Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zu- Die neuen Polyaddukte können mit oder ohne an-
    grunde, Polyaddukte auf der Basis von Glycidylderi- organischen oder organischen Füllstoffen Verwenvaten der Isocyanursäure unter Verwendung bekann- dung finden zum Gießen, Laminieren, Imprägnieren, ter Polyadduktbildner für Epoxidverbindungen her- Kleben, zur Herstellung von Oberflächenschutzzustellen, die keine Sprödigkeit und daher keine Riß- 40 schichten, Preßmassen, Wirbelsinterpulver und glasbildung nach der Aushärtung zeigen, die aber z. B. faserverstärkten Kunststoffen. Ein besonders bevordie guten elektrischen Eigenschaften dieser Poly- zugtes Einsatzgebiet ist auf Grund der hervorragenaddukte beibehalten. den elektrischen Werte die elektrische Isolation. Auf
DE19651645189 1965-12-22 1965-12-22 Verfahren zum Herstellen von Epoxid-Polyaddukten Expired DE1645189C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER0042277 1965-12-22

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1645189A1 DE1645189A1 (de) 1970-07-23
DE1645189B2 DE1645189B2 (de) 1973-02-15
DE1645189C3 true DE1645189C3 (de) 1973-09-20

Family

ID=7406599

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19651645189 Expired DE1645189C3 (de) 1965-12-22 1965-12-22 Verfahren zum Herstellen von Epoxid-Polyaddukten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1645189C3 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE1645189A1 (de) 1970-07-23
DE1645189B2 (de) 1973-02-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1937715C3 (de) Heißhärtbare, durch Polyesterzusatz modifizierte Epoxidharzmischungen
DE1569172C3 (de) Verfahren zur Herstellung von härtbaren Polyester-Epoxidmassen
DE1082403B (de) Verfahren zum Haerten eines Glycidylpolyaethers
DE1041689B (de) Verfahren zum Haerten von harzartigen Glycidylpolyaethern
DE3882494T2 (de) Ein Polypoxyd enthaltende wärmehärtbare flüssige Zusammensetzung.
CH504491A (de) Verfahren zur Herstellung von Formköpern, Überzügen und Verklebungen
DE1645189C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Epoxid-Polyaddukten
DE1942653C3 (de) Verfahren zur Herstellung von epoxidgruppenhaltigen Addukten aus Polyglycidylverbindungen und sauren Polyestern alphatisch-cycloaliphatischer Dicarbonsäuren und ihre Anwendung
DE1770032C3 (de) Verfahren zur Herstellung von epoxydgruppenhaltigen Addukten und ihre Verwendung
EP0135477A1 (de) Polyglycidyläther
DE1930108C3 (de) Verfahren zur Herstellung von epoxydgruppenhaltigen Addukten
DE2249701B2 (de) Harzhaltige Härter für Polyepoxydverbindungen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1643796A1 (de) Neue,langkettige Polyepoxyde,ihre Herstellung und ihre Anwendung
DE1937709C3 (de) 13-Diglycidyl-2,4-dioxo-53dialkyl-hexahydropyrimidine, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Anwendung
DE1816095A1 (de) Neue heterocyclische N,N'-Diglycidylverbindungen,Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Anwendung
DE1670490B2 (de) N,N'-Diglycidyl-bis-hydantoinylverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung ihre Verwendung
DE2126478A1 (de) Neue härtbare Epoxidharzmischungen
DE3327712A1 (de) Verfahren zur herstellung von epoxidharzformstoffen
DE1768187A1 (de) Diglycidyl-o-phthalat mit hohem Epoxydgehalt und Anwendung in haertbaren Gemischen
DE1643789A1 (de) Neue Polyglycidylester,Verfahren zu ihrer Herstellung und Anwendung
CH505447A (de) Verwendung von Polyadditionsprodukten aus Polyepoxiden und Dicarbonsäureanhydriden zur Herstellung von elektrischen Freiluft-Isolatoren
DE1645202A1 (de) Heisshaertbare Formmasse auf der Grundlage von aromatischen Diglycidylaethern
AT233837B (de) Heiß härtbare Gemische aus Diepoxydverbindungen und Dicarbonsäureanhydriden
DE2033625A1 (de) Neue, epoxidgruppenhaltige Addukte aus Polyepoxidverbindungen und sauren, linearen Polycsterdicarbonsauren, Vcr fahren zu ihrer Herstellung und Anwendung
DE1495793B2 (de) Verfahren zum herstellen von epoxidpolyaddukten

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee