DE1618373C - Verfahren zur Herstellung von Acylaminoalkyl-benzolsulfonylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acylaminoalkyl-benzolsulfonylharnstoffen

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DE1618373C
DE1618373C DE19671618373 DE1618373A DE1618373C DE 1618373 C DE1618373 C DE 1618373C DE 19671618373 DE19671618373 DE 19671618373 DE 1618373 A DE1618373 A DE 1618373A DE 1618373 C DE1618373 C DE 1618373C
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och
alkoxy
acylaminoalkyl
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DE19671618373
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Walter Dr. 6233 Kelkheim; Weber Helmut Dr. 6000 Frankfurt-Schwanheim; Weyer Rudi Dr. 6230 Frankfurt; Muth Karl Dr. 6233 Kelkheim; Heerdt Ruth Dr. 6800 Mannheim Aumüller
Original Assignee
Farbwerke Hoechst AG, vormals Meister Lucius & Brüning, 6000 Frankfurt
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Description

X-CO-NH-
SO2-NH-CO-NH-R1
herstellt, in welcher bedeutet
X (a) einen Phenylrest, der mit einem Fluor, Chlor, Brom, niedermolekularen Alkyl, Alkoxy, Alkenoxy, Alkoxy-alkoxy, Phenalkoxypder Phenoxy, niedermolekularen Acyl; Benzoyl, Trifluoromethyl, niedermolekularen Acyloxy,—CN oder—NO2 substituiert sein kann und gegebenenfalls darüber hinaus als einen weiteren Substituenten Fluor, Chlor, Brom, niedermolekulares Alkyl, Alkoxy oder Alkoxy-alkoxy -*0 tragen kann,
(b) einen Naphthylrest, der gegebenenfalls ein- oder zweifach durch Chlor, Brom, niedermolekulares Alkyl oder Alkoxy substituiert sein kann,
(c) einen Tetrahydronaphthyl- oder Indanylrest,
(d) einen Thienylrest, der gegebenenfalls ein- oder zweifach durch niedermolekulares Alkyl, Alkoxy, Alkoxy-alkoxy, Allyloxy, Benzyloxy, Chlor oder Brom substituiert sein kann,
(e) einen 3,4-Tetramethylenrest,
Y eine Kohlenwasserstoffkette mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise die Gruppierung
2
R1 "(a) Alkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen,
(b) Cycloalkyl mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen,
(c) Cyclohexenyl,
(d) mit ein bis zwei Methylgruppen substituiertes Cyclohexyl, wobei die Methylgruppen vorzugsweise in 4-Stellung am Cyclohexylrest stehen,
(e) Cyclohexylmethyl, Cyclohexenylmethyl,
(f) Endomethylen - cyclohexyl, Endomethylen - cyclohexenyl, Endomethylen - cyclohexylmethyl, Endomethylen - cyclohexenylmethyl,
(g) Nortricyclyl.
Das Verfahren zur Herstellung von Acylaminoalkylbenzolsulfonylharnstoffen ist dadurch gekennzeichnet, daß man Benzolsulfinsäuren oder deren Alkalisalze in Gegenwart von Thionylchlorid mit Hydroxyharnstoffen umsetzt oder daß man Acylaminoalkyl-benzolsulfinsäurehalogenide mit Hydroxyharnstoffen umsetzt. ■ . I
Die Reaktionen werden zweckmäßig in einem indifferenten Lösungsmittel oder Suspensionsmittel bei erhöhter Temperatur durchgeführt. ,
Als Verdünnungsmittel sind beispielsweise geeignet: aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, Petroläther, Cyclohexan, Dekahydronaphthalin, Benzol, Toluol, Xylol, chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Trichloräthylen, Tetrachloräthan, Chlorbenzol oder Dichlorbenzol oder organische Äther, wie Dioxan.
Oftmals.empfiehlt es sich, während der Reaktion stark zu rühren.
Zur Aufarbeitung kann das Reaktionsgemisch nach beendigter Reaktion mit stark verdünntem wäßrigem Ammoniak behandelt werden, wobei die entstandenen Benzolsulfonylharnstoffe in die wäßrige Lösung gehen und nach Abtrennung vom organischen Lösungsmittel durch Ansäuern ausgefällt werden können.
Die als Ausgangsstoffe benutzten Benzolsulfinsäuren lassen sich durch Reduktion entsprechender Benzol- j sulfochloride nach an sich bekannten Methoden erhalten, beispielsweise durch Reduktion mit Natriumsulfit. Sie sind in Wasser schwer löslich, lassen sich aber relativ leicht, beispielsweise durch Behandeln mit Thionylchloriden, in die entsprechenden Sulfinsäurechloride überführen.
. Insbesondere eignet sich das Verfahren für die Herstellung von solchen Acylaminoalkyl-benzolsulfonylharnstoffen, die durch die allgemeine Formel I charakterisiert sind
X-CO-NH-
35 SO2-NH-CO-NH-R1 (I)
und die sich demgemäß aus Benzolsulfinsäuren der allgemeinen Formel
X — CO — NH
SO2H (II)
oder deren Alkalisalzen oder Benzolsulfinsäurehalogeniden der allgemeinen Formel ΙΪΙ
X —CO —NH-Y
SOHaI (III)
und Hydroxyharnstoffen der allgemeinen Formel IV HO
N —CO —NH-R1
(IV)
herstellen lassen.
In den allgemeinen Formeln bedeutet
X (a) einen Phenylrest, der mit einem Fluor, Chlor, Brom, niedermolalularen Alkyl, Alkoxy, Alkenoxy, Alkoxy-alkoxy, Phenalkoxy oder Phenoxy, niedermolekularem Acyl, Benzoyl, Trifluoromethyl, niedermolekularen Acyloxy, —CN oder —NO2 substituiert sein kann und gegebenenfalls darüber hinaus als einen weiteren Substituenten Fluor, Chlor, Brom,
20
niedermolekulares Alkyl, Alkoxy oder Alkoxy-alkoxy tragen kann,
(b) einen Naphthylrest, der gegebenenfalls ein- oder zweifach durch Chlor, Brom, niedermolekulares Alkyl oder Alkoxy substituiert sein kann,
(c) einen Tetrahydronaphthyl- oder Indanylrest,
(d) einen Thienylrest, der gegebenenfalls ein- oder zweifach durch niedermolekulares Alkyl, Alkoxy, Alkoxy-alkoxy, Allyloxy, Benzyloxy, Chlor oder Brom substituiert sein kann,
(e) einen 3,4-Tetramethylen-thenylrest.
15
Die unter (a) genannte Bedeutung von X ist bevorzugt. Von den für X stehenden disubstituierten Phenylresten sind solche bevorzugt, die die Substituenten in 2- und 5-Stellung zur Carbonamidgruppe tragen.
In den allgemeinen Formeln bedeutet weiter
Y eine Kohlenwasserstoffkette mit 2 bis 3 Kohlenstoff-Atomen, vorzugsweise die Gruppierung —CH2 CH2 ,
R1 (a) Alkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen,
(b) Cycloalkyl mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen,
(c) Cyclohexenyl,
(d) mit ein bis zwei Methylgruppen substituiertes Cyclohexyl, wobei die Methylgruppen vorzugsweise in 4-Stellung am Cyclohexylrest stehen,
(e) Cyclohexylmethyl, Cyclohexenylmethyl,
(f) Endomethylen - cyclohexyl, Endomethylencyclohexenyl, Endomethylen - cyclohexylmethyl, Endomethylen - cyclohexenylmethyl,
(g) Nortricyclyl.
In den vorstehenden und nachfolgenden Definitionen steht niedermolekulares Alkyl stets für ein solches mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in gerader oder verzweigter Kette. Niedermolekulares Äcyl bedeutet einen Acylrest (organischen Säurerest) mit bis zu Kohlenstoffatomen, vorzugsweise einen geradkettigen oder verzweigten Alkanoylrest entsprechender Kettenlänge.
Als Beispiele für das Brückenglied Y seien genannt
30
35
-CH(CH3J-CH2- -CH2-CH(CH3)-wobei
-CH2-CH2-
bevorzugt ist.
Als Glied X in der obigen Formel in Frage kommende Ringsysteme sind beispielsweise folgende
C2H5
OCH2CH(CHj)2
OCH2CH = CH2 OCH2OCH3
OCH2CH2OCH3 OCH2CH2OC2H5
OCH3
OC2H5
OC3H7(Ii)
Cl
OCH3
Cl
OCHXH2OCH3 OCH3
F Br
OC2H5
OCH3
H3C OCH3
CH
OCH,
CH
OCH3 OC2H5
CH3 CH3
OCHXH=CH,'
OCH
20
40
55
60
OCH
OCH2CH2OCH3 OCOCH3
NO
OCH3
CH3CO
OCH3
OCH,
OCH2CH2OCH3 OCH3
OCH3
OC3H7(n)
OC2H5
OCH2CH = CH2 Eine Darstellungsmethode Tür Hydroxyharnstoffe der Formel IV ist in der deutschen Patentschrift 1 131 655 beschrieben.
Für die Umsetzung gemäß der Erfindung können beispielsweise folgende Hydroxyharnstoffe Verwendung finden:
HN-CO-NH-C4H9
OH
HN-CO —NH
OH
H,C
OC2H3
OCH2CH2OCH3 HN-CO —NH-CH2-< ρΗ2/
OH
kommenden Sulfinsäuren seien folgende genannt: Für die Herstellung der Verfahrensprodukte sind bereits andere Verfahren bekanntgeworden. Die Kondensation von Acylaminoalkylbenzolsulfinsäuren mit
αϊ η ·· ι ι-· j· ία * «· · c „„ Hydroxyharnstoffen wurde jedoch nicht beschrieben
Als Beispiele fur die als Ausgangsstoffe in Frage ' vorgeschlagen
.mmon^n <!nlfincä.irpn m»n fnl<>»nrlp afflannt' 35 Oder VOrgeSCniagen.
Versuche, entsprechend substituierte Benzolsulfonsäuren mit Harnstoffen zu Acylaminoalkyl-benzolsulfonylharnstoffen zu kondensieren, sind bisher fehlgeschlagen. Es war daher überraschend, daß die analöge Reaktion von Benzolsulfonsäuren mit Hydroxyharnstoffen die gewünschten Produkte in guter Ausbeute liefert. Insbesondere war nicht zu erwarten, daß das sehr empfindliche Molekül der Acylaminoalkylbenzolsulfinsäure der Umsetzung zugänglich ist, ohne daß dabei die Acylaminogruppe in Mitleidenschaft gezogen wird.
Die Verfahrensprodukte finden Anwendung als Pharmaka zur Senkung des Blutzuckerspiegels.
CO-NH-CH7-CH
CO-NH-CH2
CO-NH-CH7-CH
CO-NH-CH2-CH2
OCH3
CO-NH-CH2-CH2-
CO-NH-CH2-CH2-
OCH3
SO7H
SO7H
SO2H
SO2H
-SO7H
-SO7H
Z)^-CO-NH-CH2-CH2-
Beispiel 1
7,lg4-(/?-<2- Methoxy - 5 - chlorberizamido > äthyl)-benzolsulfinsäure, hergestellt durch Reduktion des entsprechenden Sulfochlorids mit Na2SO3 (F. 106 bis 108° C) und 3,5 g N - (4 - Methylcyclohexyl)-N'-hydroxy-harnstoff werden in 60 ml Dioxan suspendiert. Eine Lösung von 2 ml Thionylchlorid (rf =1,64) in 20 ml Dioxan wird langsam zugetropft.
Die entstandene klare Lösung wird 2 Stunden auf 600C erhitzt. Beim Versetzen mit Wasser fällt ein Niederschlag aus, der mit 0,5%igem Ammoniak ausgezogen wird. Nach Ansäuern der ammoniakalischen Lösung und Umkristallisieren aus Methanol erhält man den N - [4 - (ß - < 2 - Methoxy - 5 - chlorbenzamido > äthyl) - benzolsulfonyl] - N' - (4 - methylcyclohexyl)-harnstoff vom Schmelzpunkt 189 bis 1900C (Ausbeute: 1,4 g).
209 536/582
9 10
Beispiel 2 hitzt. Nach dem Abkühlen wird der Petroläther ab-10,6 g4-[/9-<2- Methoxy - 5 - chlor - benzamido > - gegossen und der Rückstand mit 0,5% igem Ammoniak äthyl] - benzolsulfinsäure und 5,3 g N- Butyl- ausgezogen. Nach dem Ansäuern der ammoniakali-N' - hydroxyharnstoff werden in 80 ml Petroläther sehen Lösung und Umkristallisieren aus Methanol suspendiert. Im Laufe von 15 Minuten wird eine Lö- 5 erhält man N-[4-(^'- < 2 - Methoxy - 5 - chlorbenzsung von 4,7 g Thionylchlorid in 30 ml Petroläther zu- amido > - äthyl) - benzolsulfonyl] - N' - butyl - harngetropft und anschließend 2 Stunden zum Sieden er- stoff vom F. 148 bis 149° C (Ausbeute 2,7 g).

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Acylaminoalkyl-benzolsulfonylharnstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Acylaminoalkylbenzolsulfmsäuren oder deren Alkalisalze in Gegenwart von Thionylchlorid mit Hydroxyharnstoffen umsetzt oder daß man Acylaminoalkyl-benzolsulfinsäure - halogenide mit Hydroxyharnstoffen umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man unter Verwendung entsprechend substituierter Ausgangsstoffe Acylaminobenzolsulfonylharnstoffe der allgemeinen Formel I
DE19671618373 1967-03-01 1967-03-01 Verfahren zur Herstellung von Acylaminoalkyl-benzolsulfonylharnstoffen Expired DE1618373C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0051671 1967-03-01
DEF0051671 1967-03-01

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1618373A1 DE1618373A1 (de) 1970-11-05
DE1618373C true DE1618373C (de) 1973-03-29

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