DE1616359B2 - Anordnung zum synthetischen pruefen der ausschaltleistung von hochspannungs-leistungsschaltern - Google Patents
Anordnung zum synthetischen pruefen der ausschaltleistung von hochspannungs-leistungsschalternInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Prüfen der Ausschaltleistüng von Hochspannungs-Leistungsschaltern,
bei der der nach dem Nullwerden des Ausschaltstromes am Prüfschalter auftretenden
Einschwingspannung im Bereich ihres Maximums aus einem Hochspannungsschwingkreis eine
zusätzliche, derartige Einschwingspannung überlagert wird, daß die resultierende Einschwingspannung der
für den Prüfschalter erforderlichen Prüfspannung angepaßt ist, wobei der Prüfschalter mit einem ebenfalls
vom Ausschaltstrom durchflossenen Hilfsschalter in Reihe liegt. Solche Überlagerungen von zwei Einschwingspannungen
sind dann zweckmäßig, wenn es sich um zu prüfende Leistungsschalter für sehr hohe
Ausschaltleistungen und sehr hohe Nennspannungen handelt.
Wollte man die gesamte Prüfspannung bei hohen Leistungen nur aus einer .Hochspannungsquelle entnehmen,
so wurden sich so hohe Aufwendungen für die Hochspannungsquelle ergeben, daß die Priifanordnung
zu unwirtschaftlich würde. Aus diesem Grunde macht eine bekannte synthetische Prüfanordnung bereits
von der Überlagerung einer von dem Hochstromkreis abgeleiteten kleineren Einschwingspannung mit
einer aus einem Hochspannungsschwingkreis abgeleiteten hohen Einschwingspannung Gebrauch, wobei
die resultierende Einschwingspannung dann der erforderlichen Prüfspannung in ihrem Verlauf und in der
Höhe angeglichen ist (Deutsche Auslegeschrift 1,064,631).
Bei dieser bekannten Prüfanordnung ergibt sich jedoch durch ihre nicht den Netzverhältnissen entsprechende
Ausbildung eine nachteilige Auswirkung auf den Stromablauf in der Nähe des Nullwerdens des
Ausschaltstromes. Da die aus dem Hochstromteil kommende Einschwingspannung über einen durch
eine Kapazität überbrückten Hilfsschalter geführt werden muß, damit sie am Prüfschalter in nahezu voller
Höhe erscheint, führt dies dazu, daß der über die Prüfschaltstrecke fließende, nur wenige Amp. betragende
Nachstrom infolge des Widerstandes der Überbrückungskapazität am Hilfsschalter geschwächt
wird, wodurch sich eine höhere elektrische Festigkeit der Prüfschaltstrecke ergeben kann, als sie in Wirklichkeit
vorhanden ist.
Mit Hilfe der Erfindung läßt sich jedoch eine wirklich netzgetreue Prüfung bei Schaltern für eine hohe
Ausschaltleistung und sehr hohe Spannungen durchführen, und zwar sowohl in einer Prüfanordnung, die
mit einem dem Ausschaltstrom kurz vor seinem NuIlwerden überlagerten Schwingstrom arbeitet (Deutsche
Patentschrift 962,731), als auch in der vorerwähnten bekannten Prüfanordnung.
Für die mit einem überlagerten Schwingstrom arbeitende Prüfanordnung ist erfindungsgemäß neben
dem vorhandenen Hochspannungsschwingkreis ein zusätzlicher Hochspannungsschwingkreis vorgesehen
und an einem mit dem Prüfschalter in Reihe liegenden zweiten Hilfsschalter angeschlossen und enthält
der in einem vorbestimmten Augenblick einschaltbare und danach einen Hilfsstrom führende zusätzliche
Hochspannungsschwingkreis ein parallel zum zweiten Hilfsschalter liegendes Einschwingglied und in Reihe
mit diesem Hilfsschalter ein die Frequenz des Hilfsstromes bestimmendes und nach Öffnen dieses Schalters
im Augenblick des Nullwerdens des Hilfsstromes durch eine Schaltvorrichtung überbrückbares RC-Glied.
Für die mit der kleineren Einschwingspannung aus dem Hoch£tromkreis arbeitende Prüfanordnung enthält
erfindungsgemäß deren Hochspannungsschwingkreis ein parallel zu ihrem Hilfsschalter liegendes Einschwingglied
und ein die Frequenz eines über den Hilfsschalter fließenden Hilfsstromes bestimmendes
ÄC-Glied, das in Reihe mit dem Hilfsschalter liegt und nach Öffnen dieses Schalters im Augenblick des
Nullwerdens des Hilfsstromes durch eine Schaltvorrichtung kurzschließbar- ist.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß in
den Kreis, in dem der Ausschaltstrom bzw. der überlagerte Schwingstrom fließt, kein zusätzliches Schaltungselement
eingefügt wird, wie z.B. eine Induktivität, Kapazität oder ein Widerstand, das den Ausichaltstrom
bzw. den Schwingstr'om, besonders im Bereich ihres Nullwerdens, beeinflussen könnte. Das
gleiche trifft auch für den Nachstrom des Prüfschal- :ers zu. Gerade die Zeit während des Nullwerdens
der Ströme stellt einen entscheidenden Augenblick für das Ausschaltvermögen des Prüfschalters dar. Ande-
-erseits sorgt der Hilfsstrom, der noch nach dem NuIl-.verden
des Ausschaltstromes bzw. des Schwingstro- -nes über den Hilfsschalter fließt und diesen dadurch
elektrisch geschlossen hält, dafür, daß der erste Teil der Einschwingspannung ungeschwächt an den Prüf- υ
ichalter gelangt, so daß eine wirklich netzgetreue Prü- :ung im Bereich des Nullwerdens des Ausschaltstromes
auftritt. Außerdem wird nach dem Nullwerden des Hilfsstromes die höhere Einschwingspannung aus
dem Hochspannungsschwingkreis zeitgerecht der nied- -igeren Einschwingspannung überlagert und damit
ier Prüfschalter ebenfalls netzgetreu auf seine Spanlungsfestigkeit geprüft.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 und 2 die Erfindung η Verbindung mit den vorerwähnten bekannten
synthetischen Prüfanordnungen.
Fig. 3 zeigt Strom- und Spannungsdiagramme.
Nach, Fig. 1 wird von einer Hochstromquelle T
über einen Hilfsschalter H.S. und den Prüfschalter P.S. ein hoher Strom geschickt. Diesem Strom wird
kurz vor seinem Nullwerden aus dem Hochspannungsschwingkreis Cs, F1, Ls und dem Hilfsschalter
HJC. ein Schwingstrom überlagert, der nach Unterbrechung des Hochstromes durch den Hilfsschalter H.S.
den letzten Teil dieses Stromes ersetzt. Nach seinem Nullwerden tritt an dem Einschwingkondensator CE
die den Prüfschalter P.S. zunächst beanspruchende Einschwingspannung auf. Da diese Spannung aus
Gründen einer wirtschaftlichen Bemessung des Kondensators C5 nicht die volle erforderliche Höhe hat,
-vird ihr eine weitere hohe Einschwingspannung aus ;inem zusätzlichen Schwingkreis überlagert. Dieser
zusätzliche Schwingkreis besteht aus Batterie CSK,
-der Induktivität LSK und der Kapazität C11, die mit
„'inem Widerstand R11 in Reihe liegt. Nach Zünden
der Funkenstrecke F2 wird über den Hilfsschalter
H.K. ein Hilfsstrom geschickt, der die gleiche Polariät wie der Schwingstrom aus dem Kondensator Cs
aufweist. Der Hilfsstrom beeinflußt den Schwing- ;trom nicht, da er nicht über den Prüfschalter fließt.
im erforderlichen Zeitpunkt der Spannungsüberlageung wird beim Nullwerden des Hilfsstromes der
i-Iilfsschalter HJC., der durch einen Zünddraht im offenen
Zustand überbrückt war, elektrisch geöffnet ind gleichzeitig die Funkenstrecke F3 eingeschaltet,
;o daß der Kondensator C11 kurzgeschlossen wird.
Dadurch erfolgt eine Aufladung des Einschwinggliedes REK, CEK, das parallel zum Hilfsschalter H.K.
liegt, aus der Batterie CSK. Diese Einschwingspannung
addiert sich dann zu der an dem Kondensator CE liegenden Einschwingspannung und die Resultierende
aus diesen beiden Spannungen beansprucht somit den Prüfschalter P.S.
Bei der Prüfanordnung nach Fig. 2 liegt der Hochspannungsschwingkreis
wieder parallel zu dem Hilfsschalter HJC., der in diesem Falle gleichzeitig Hilfsschalter
für den Hochstromkreis ist. Bei einem Nullwerden des Ausschaltstromes in dem Prüfschalter
P.S. tritt an diesem zunächst die an dem Kondensator CEG erscheinende Spannung als Einschwingspannung
auf, während über den Hilfsschalter HJC. nach Zünden der Funkenstrecke F2 kurz vor dem Nullwerden
des Ausschaltstromes am Prüfschalter P.S. noch der Hilfsstrom fließt. Beim Nullwerden dieses Stromes
durch Erlöschen des Lichtbogens am Hilfsschalter H.K. und nach Zünden der Funkenstrecke .F3
wird die Einschwingkapazität CEK aufgeladen, so daß
diese Einschwingspannung sich zu der Einschwingspannung des Kondensators CEG addiert und damit
wieder die Resultierende aus beiden Einschwingspannungen am Prüfschalter P.S. auftritt.
Nach Fig. 3a ist dem letzten Teil des Stromes JK
aus dem Hochstromkreis durch Zünden der Funkenstrecke F1 gemäß F i g. 1 der Schwingstrom is überlagert.
Durch Unterbrechung des Stromes JK am Hilfsschalter
H.S. fließt nur noch der Schwingstrom is allein
weiter. Diesem wird im Zeitpunkt Z1 durch Zünden
der Funkenstrecke F2 der Hilfsstrom iH überlagert
(Fig. 3c). Zum Zeitpunkt t2 unterbricht der Prüfschalter
den Schwingstrom i„ so daß nunmehr gemäß Fig. 3b die Schwingspannung uel an dem
Prüfschalter auftritt. Zum Zeitpunkt t3 (Fig. 3d)
wird auch der Hilfsstrom iH im Hilfsschalter HJC. unterbrochen,
so daß nunmehr an diesem die Einschwingspannung Ug1 auftritt und sich der Spannung
uel am Prüfschalter P.S. überlagert.
Fig. 3e und 3f zeigen den Verlauf des Stromes und der Spannung an dem Kondensator CH.
Ähnliche Verhältnisse ergeben sich bei der Prüfanordnung nach Fig. 2, nur daß hierbei der erste Teil
der Einschwingspannung nicht am Ende eines überlagerten Schwingstromes, sondern am Ende des Ausschaltstromes
selbst auftritt.
Die Prüfanordnung nach der Erfindung eignet sich besonders auch zur Einstellung einer Einschwingspannung,
die vom Nulldurchgang bis zum ersten Scheitel einen nach oben gerichteten Knick aufweist, wie sie
in den Entwürfen für JEC-Vorschriften 17-A-56 vom Oktober 1967 vorgeschlagen wird. Eine solche Kurvenform
läßt sich durch entsprechende Wahl der Parameter der beiden in Kaskadenschaltung betriebenen
Prüfkreise leicht erreichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Anordnung zum synthetischen Prüfen der Ausschaltleistung von Hochspannungs-Leistungsschaltern,
bei der der nach dem Nullwerden des Ausschaltstromes am Prüfschalter auftretenden
Einschwingspannung im Bereich ihres Maximums aus einem Hochspannungsschwingkreis eine zusätzliche,
derartige Einschwingspannung überlagert wird, daß die resultierende Einschwingspannung
der für den Prüfschalter erforderlichen Prüfspannung angepaßt ist, wobei der Prüfschalter mit
einem ebenfalls vom Ausschaltstrom durchflossenen Hilfsschalter in Reihe liegt, dadurch gekennzeichnet,
daß neben dem an sich bekannten Hochspannungsschwingkreis (C„ L5) ein zusätzlicher
Hochspannungsschwingkreis (Csk, Lsk, C3)
vorgesehen ist und daß der Hochspannungsschwingkreis (Cslo Lsk, Cj3) an einem mit dem
Prüfschalter (P.S.) in Reihe liegenden zweiten Hilfsschalter (H.K.) angeschlossen ist und daß der
in einem vorbestimmten Augenblick einschaltbare und danach einen Hilfsstrom (/^ führende. Hochspannungsschwingkreis
(Cslo Lsk, Cn) ein parallel
zum Hilfsschalter (H.K.) liegendes Einschwingglied (CEK, REI^) und in Reihe mit dem Hilfsschalter
, %(H.K.) ein die Frequenz des Hilfsstromes (/*) be-'stimmendes
und nach Öffnen des Hilfsschalters (H.K.) im Augenblick des Nullwerdens des Hilfsstromes
(/fc) durch eine Schaltvorrichtung (F3)
überbrückbares Glied (C11, RH) enthält.
2. Anordnung zum synthetischen Prüfen der Ausschaltleistung von Hochspannungs-Leistungsschaltern,
bei der der nach dem Nullwerden des Ausschaltstromes am Prüfschalter auftretenden
Einschwingspannung aus dem Hochstromkreis im Bereich ihres Maximums aus einem Hochspannungsschwingkreis
eine derartige Einschwingspannung überlagert wird, daß die resultierende Einschwingspannung
der für den Prüfschalter erforderlichen Prüfspannung angepaßt ist, wobei der Prüfschalter mit
einem ebenfalls vom Ausschaltstrom durchflossenen Hilfsschalter in Reihe liegt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hochspannungsschwingkreis (Csk, JLjjt) ein parallel zum Hilfsschalter (H.K.) liegendes
Einschwingglied. (CEK, Rek) und ein die
Frequenz eines über den Hilfsschalter (H.K.) fließenden Hilfsstromes (/,) bestimmendes Glied (C11,
Rn) enthält, das in Reihe mit dem Hilfsschalter (HJC.) liegt und nach Öffnen dieses Schalters im
Augenblick des Nullwerdens des Hilfsstromes (z*)
durch eine Schaltvorrichtung (F3) kurzschließbar
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1538170A CH530644A (de) | 1968-01-31 | 1970-10-19 | Anordnung zum synthetischen Prüfen der Ausschaltleistung eines Hochspannungs-Leistungsschalters |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL0058472 | 1968-01-31 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1616359A1 DE1616359A1 (de) | 1971-04-08 |
| DE1616359B2 true DE1616359B2 (de) | 1972-06-15 |
Family
ID=7279340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681616359 Pending DE1616359B2 (de) | 1968-01-31 | 1968-01-31 | Anordnung zum synthetischen pruefen der ausschaltleistung von hochspannungs-leistungsschaltern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1616359B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19860580A1 (de) * | 1998-12-29 | 2000-07-06 | Asea Brown Boveri | Prüfkreis für die Prüfung des Abschaltens von kapazitiven Strömen |
-
1968
- 1968-01-31 DE DE19681616359 patent/DE1616359B2/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19860580A1 (de) * | 1998-12-29 | 2000-07-06 | Asea Brown Boveri | Prüfkreis für die Prüfung des Abschaltens von kapazitiven Strömen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1616359A1 (de) | 1971-04-08 |
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