DE1602C - Vorrichtung zur Herstellung von Stoff knöpfen und Blechbutzen - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Stoff knöpfen und BlechbutzenInfo
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Description
1878.
Klasse 44.
G. HÖVELMANN in BARMEN. Vorrichtung zur Herstellung von Stoffknöpfen und Blechbutzen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Januar 1878 ab.
Der einfache Stoffknopf, bestehend aus dem Obertheil oder der mit Stoff überzogenen Calotte
und dem Untertheil oder Butze, soll aus seinen Theilen zusammengesetzt werden. Wird nicht
eine umwickelte Butze, sondern eine sogenannte Blechbutze gebraucht, so soll auch diese mit
Hülfe des in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Apparates durch Einsetzung des
passenden Werkzeuges aus ihren Theilen hergestellt werden.
Ein flacher Herrenknopf, der beispielsweise gefertigt werden soll, besteht (Fig. 1) aus dem
Stofflappen a, der Calotte b, dem leinenen Butzenlappen d, der Blechbutze c und der
Butzeneinlage e oder ^1 aus Pappdeckel. Betrachtet
man zunächst die Butze / (Fig. 1), als Ganzes gegeben, so bleiben diejenigen Operationen
auszuführen, welche in den Fig. 2 bis 6 schematisch dargestellt sind. Fig. 2: Hier bildet
die feste Büchse A mit dem beweglichen Bolzen B den Unterstempelapparat, die bewegliche
Büchse C mit dem in ihr beweglichen Bolzen D den Oberstempelapparat; mit diesen
Werkzeugen wird gearbeitet.
Fig. 2. Der Lappen α ist in die passende Vertiefung gelegt, die Calotte b nach Augenmaafs
concentrisch darauf, bei abgehobenem Oberstempel. Wird dieser niedergedrückt, so
centrirt der der Büchse C angedrehte Konus die Calotte richtiger.
Fig. 3. Der Oberbolzen D hat Calotte und Lappen weiter niedergedrückt, bis auf den Unterbolzen
B.
Fig. 4. Der Oberstempelapparat ist gehoben gewesen und ihm die Butze / eingelegt worden;
ferner ist der Unterbolzen B um ein Maafs es gehoben, so dafs nach erfolgtem Niedergang
des Abstempelapparates der aus der Vertiefung hervorgetretene Theil des Knopflappens umgekrämpt
erscheint.
Fig. 5. Der Oberbolzen D hat die Butze / eingedrückt und den umgelegten Rand des
Lappens mitgenommen.
Fig. 6. Nachdem der Oberstempelapparat zum dritten Male gehoben und der Unterbolzen
B von neuem um ein kleines Maafs β hinaufgerückt ist, wird die konisch ausgedrehte Büchse
C mit Druck oder Schlag niedergeführt und der Rand der überzogenen Calotte an die konische
Seitenwand der Butze angeprefst. Unter- und Obertheil des Knopfes sind nun fest miteinander
verbunden.
In Fig. 7 und 8 ist der Apparat zur Ausführung der vorhin zusammengestellten Operationen
in zwei verschiedenen Lagen der bewegten Theile gezeichnet, in Fig. 9 und 10 die Disposition
der ganzen Knopfmaschine skizzirt. Die vorher gebrauchten Buchstaben finden sich
hier für gleichbedeutende Theile wieder, also des Unterstempels Büchse A und Bolzen B, des
Oberstempels Büchse C und Bolzen D; die Knopftheile sind weggelassen, weil die Formveränderungen
in diesem Maafsstabe nicht mehr darstellbar sein würden.
Der Unterstempelapparat.
Die auf dem Arbeitstisch befestigte Grundplatte E, welche dem Bolzen B mit seiner
Verlängerung F in einer Bohrung die Führung giebt, trägt eine Queraxe i. Auf dieser ist befestigt
ein Ring mit den beiden Knaggen kx
und k, deren Hubhöhe so grofs ist, als in Fig. 4 und 6 der Bolzen B gehoben werden
sollte, also α β. Wird die Axe i um eine halbe
Tour gedreht, so schiebt die eine Spirale auf dem erwähnten Ringe den auf ihr ruhenden
Ansatz von F um α β in die Höhe, dementsprechend
auch den Bolzen B. In Fig. 8 ist er um das Maafs α gehoben, bei 1J3 Umdrehung
der Axe i. Die weitere Beschreibung der Bewegung folgt nachher.
Der Oberstempelapparat.
Die Oberbüchse C ist gefafst in dem Hammer G; dieser bildet mit zwei Rippen / und I1
(Fig. 7 und 8) und einem hohlen Cylinder m ein Ganzes und ist drehbar um die Axe n
welche seitlich in zwei Lagern der Grundplatte E ruht. Im Ring C und in der Bohrung von G
führt sich der Bolzen D, welchem an der unteren Fläche die Form der Butze angedreht ist.
Die Arbeit, welche in Fig. 2, 4 und 6 gezeigt ist, wird durch den Hammer G mit dem Einsatzring
C ausgeführt, diejenige in Fig. 3 tind 5 durch den Bolzen D. Zu diesem Zweck ist
der Bolzen D mit einem Gewicht, dem hufeisenförmigen Ring H armirt, drehbar um zwei
Zapfen 0 und O1 an jeder Seite des Hammers
G, ein Bügel / ist durch die Zapfen q und ^1
mit dem Gewicht H drehbar verbunden, und mit diesem Bügel ist oben der Bolzen D verschraubt,
wie in Fig. 7 und 8 ersichtlich.
Claims (5)
- Die Bewegung des Hammers G geschieht durch Trittwerk. Unter dem Arbeitstische ist das Trittbrett r (Fig. 9 und 10) um eine Mittelaxe schwingend, an den gegenüberstehenden Seiten ist ein Riemen oder Eisenband befestigt, welches über den Cylinder m des Hammers gespannt und noch mit einem Stift (Fig. 7) befestigt ist. Der Arbeiter schwingt nun durch Fufsbewegung den Hammer G aus einer Endlage (Fig. 7) in die andere (Fig. 8). Ist zu Anfang der Arbeit der Oberstempel gehoben, so wird in die Vertiefung des Unterstempels der Lappen und darauf die Calotte gelegt, das Gewicht G niedergeklappt und so die Arbeit in Fig.
- 2 verrichtet. Sobald die untere Fläche von G an die obere Fläche von E anprallt, schlägt das Gewicht H durch, welches in die Lage Fig. 8 niederging, und läfst durch den Bolzen D die Calotte mit dem Lappen niederdrücken, wie in Fig.
- 3. Nun wird das Gewicht G zurückgelegt und beim Aufprallen auf den Rücken von E (Fig. 8) giebt das Gewicht H seine gesammelte Arbeit zum Zurückschieben des Bolzens D ab, so dafs die Butze / eingelegt werden kann. Nach Hebung des Unterbolzens B um die Höhe α und darauf erfolgtem Schlag von G wird der Lappen umgekrämpt, wie in Fig.
- 4. Unmittelbar nachher folgt der Nachschlag von H und so wird die eingelegte Butze mit der Krampe des Lappens niedergedrückt, weil mit H der Bolzen D heruntergeht; dies ist die Arbeit in Fig.
- 5. Zum Pressen des Knopfes wird das Gewicht G zum dritten Male gehoben, sofort aber wieder niedergeschlagen und die Arbeit in Fig. 6 verrichtet, wenn der Unterbolzen B vorher um die Höhe β gehoben war; der Knopf ist nun fertig.Die Hebung des Bolzens B ist bisher noch nicht vollständig erklärt. Sie wird dadurch erzielt, dafs der Klinkhebel s, durch eine Oeffnung des Treibbandes gesteckt, mit diesem auf- und niedergeht (Fig. 7, 8, 9 und 10) und das Klinkrad t jedesmal um eine Theilung = '/6 des Umfanges dreht. Dieses Klinkrad "sitzt auf der Axe i fest und dreht also auch die bereits erwähnte Knaggenscheibe, deren beide Spiralbahnen den Bolzen B in verlangter Weise zu heben haben. Wollte man das Umkrämpeln des Lappens (Fig. 4) in der Weise ausführen, dafs zuerst die Calotte mit dem Lappen um das Maafs α vollständig aus der Vertiefung gehoben würde, so könnten sich durch Freiwerden des Lappenrandes Falten bilden, die der Konus des niedergehenden Ringes C nicht ganz zusammenfafst. Deshalb wird die Büchse A beim Heben des Bolzens B durch eine schwache Feder nach oben gespannt (wie in Fig. 8) und nur nach Maafsgabe des niedergehenden Konus läfst A den Lappen allmälig vortreten und durch den Konus umlegen. Der Federdruck ist nach oben begrenzt durch den Stift h, welcher in die Nuth g eingreift.Es erübrigt noch, die Anfertigung der Blechbutzen zu erklären.In Fig. 11 und 12 ist eine ungelochte Pappdeckelscheibe e (Fig. 1) vorausgesetzt. Der Unterstempel bildet hier ein Ganzes, das sogen. Kümpchen, also wird der Mechanismus zur Bewegung des Bolzens B nicht gebraucht. Der Oberbolzen D erhält unten einen Stift und der Ring C wird mit einer Vertiefung versehen zum Einlegen der Pappdeckelscheibe.Die Arbeit ist folgende. In das Kümpchen wird zunächst das gelochte Blech (Fig. 1 c) gelegt, auf dieses der leinene Lappen d und dann der Hammer G (ohne Pappdeckeleinlage) niedergezogen. Nach dem Aufprallen auf die Platte E schlägt das Gewicht H nach und drückt vermittelst des Stiftes am Bolzen D den Lappen bis auf verlangte Tiefe durch das Loch des Bleches. Nach dem Aufgang von G und Rücktritt des Stempels D wird die Pappdeckelscheibe, wie früher die Butze, eingelegt und beim Niederschlagen fest in die Blechform geprefst, um den Lappen festzuhalten.Stehen geformte und gelochte, oder mindestens gelochte Pappdeckelscheiben (Fig. 1 «,) zur Verfügung, so wird das Werkzeug noch einfacher. Das Kümpchen bleibt, wie vorhin, und die Einlage von Blech und Lappen ebenfalls. Beim Hammer G ist jetzt aber das Gewicht H entbehrlich, auch der Rand zum Einlegen des Deckels fällt fort, nur der Stift mufs so lang sein, dafs er noch den Lappen durchdrücken kann, wenn der Deckel aufgesteckt ist.Die Butze ist fertig nach einem Schlage, wie in Fig. 12 ersichtlich.Patent-Anspruch: Eine Vorrichtung zur Herstellung von Stoffknöpfen und Blechbutzen, wie sie oben beschrieben und durch beiliegende Zeichnung erläutert ist, und insbesondere die Methode der Bewegung des Oberstempelapparates durch schwingende Massen, ohne die Stempel durch fbcirte Führungen gleiten zu lassen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1602T | 1878-01-18 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1602C true DE1602C (de) |
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ID=70861110
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|---|---|---|---|
| DE1602DA Expired - Lifetime DE1602C (de) | 1878-01-18 | 1878-01-18 | Vorrichtung zur Herstellung von Stoff knöpfen und Blechbutzen |
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1878
- 1878-01-18 DE DE1602DA patent/DE1602C/de not_active Expired - Lifetime
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