DE160100C - - Google Patents

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DE160100C
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DE
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46DMANUFACTURE OF BRUSHES
    • A46D3/00Preparing, i.e. Manufacturing brush bodies
    • A46D3/06Machines for both drilling bodies and inserting bristles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 160100 KLASSE
Lm Bürstenhölzer mit gewölbter oder gerader Oberfläche zu bohren und in die vorgebohrten Löcher die Borstenbündel stopfen zu können, bedient man sich bekanntlich eines Blockhalters, der um zwei sich recht-. winklig kreuzende Achsen schwingbar gelagert ist, so daß das auf ihm eingespannte Bürstenholz Bewegungen gegen den nur in einer Richtung auf- und niederbewegbaren
ίο Bohrer bezw. gegen das Stopfwerkzeug aus-. führen kann, die das Eindringen des Werkzeuges in die Bürstenholzoberfläche bis zu einer bestimmten Tiefe und in einer für jedes Bohrloch verschiedenen Richtung ermöglichen.
Die bisher bekannt gewordenen Einrichtungen haben das öftere Auswechseln von Schablonen oder anderer Führungsmittel zur Voraussetzung, falls sie geeignet sein sollen, Bürstenhölzer von verschiedener Krümmung zu bearbeiten.
Die in beiliegender Zeichnung dargestellte Einrichtung gestattet aber, innerhalb sehr weitreichender, jedenfalls praktisch auskömmlicher Grenzen verschieden gekrümmte Bürstenhölzer bohren und stopfen zu können, ohne auch nur einen einzigen Teil aus der Maschine herausnehmen und durch einen anderen ersetzen zu müssen. Das zur Lösung der gestellten Aufgabe gewählte Mittel besteht in der Verlegbarkeit der sich kreuzenden Schwingungsachsen des Blockhalters und in der damit zusammenhängenden Längenveränderlichkeit der Schwingungsarme oder Stelzen, auf denen ■ der Blockhalter gelenkig ruht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gewählt, bei welchem zwei nebeneinander angeordnete Blockhalter so miteinander verbunden sind, daß sie beide gegen ihr Werkzeug stets genau dieselben Bewegungen ausführen, d. h. stets zum Werkzeuge die nämliche Lage einnehmen, wobei das eine Werkzeug ein Bohrer, das andere ein Stopfer sein kann, um jedesmal zwei Bürstenhölzer gleichzeitig bearbeiten zu können, wenn man das auf dem einen Blockhalter fertig gebohrte Werkstück auf den anderen Blockhalter behufs Stopfens umwechselt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht mit teilweisem Längsschnitt durch die Mitte, Fig. 2 ein Grundriß dazu und Fig. 3 die Seitenansicht.
Fig. 4 deutet zunächst die Bewegbarkeit des Blockhalters . an, wobei zu beachten ist, daß die Oberfläche des Bürstenholzes α α in allen Lagen, beispielsweise auch in a' und a" einen festen Punkt im Räume berühren soll, nämlich den in Fig. 4 mit einer Pfeilspitze angedeuteten Angriffspunkt der Bohrers bezw. des Stopfers. Wie aus der nachfolgenden Erklärung hervorgeht, gilt die Fig. 4 sowohl für die Vorderansicht der Fig. 1 als auch für die Seitenansicht in Fig. 3, und aus der Zusammenstellung der Bewegungskomponenten resultiert eine sphärische Bewegung, deren Krümmungen nach zwei sich rechtwinklig kreuzenden Ebenen beliebig verstellbar sind, so daß sich nicht allein Kugelkalotten, sondern auch tonnenähnliche und andere gekrümmte und ebene Oberflächen bearbeiten lassen. 7p
(2. Auflage, ausgegeben am 30. September
In dem feststehenden Maschinengerüst sind die Winkelstücke b befestigt, in denen die Zapfen c in veränderlicher Höhe einstellbar sind, wobei zur genauesten Regelung je ein Schräubchen d dient.
Auf den Zapfen c sind schwingbar gelagert die beiden Stelzen e, in deren oberen Enden je ein Zapfen / eingesetzt ist, der dem Rahmen g zur Aufnehmung dient. Sind in
ίο Fig. 4 mit dem zwischen den beiden Punkten c und f gezogenen geraden Linien die Stelzen e gemeint, so kann der mit a-a bezeichnete Körper den Rahmen g veranschaulichen.
In diesem Rahmen g sind nun aber zwei ebensolche Aufhängungs- oder Bewegungsvorrichtungen gelagert wie die eben beschriebenen. Die Hinweisungszeichen c1 f1 e1 bezeichnen Teile, welche den schon erklärten c f e durchaus gleichen und ähnliche Bewegungen vermitteln, wenn schon sie aus konstruktiven Gründen im allgemeinen größere Abmessungen aufweisen als jene. Während aber die Teile c f e dem Rahmen g Stützung und Führung gewähren, so ruhen auf den Teilen c1 f1 e1 die eigentlichen Blockhalter, auf denen die Bürstenhölzer in bekannter Weise eingespannt werden. Die Blockhalter h i führen somit gegen den Rahmen g Bewegungen aus, welche ähnlich sind denjenigen, die der Rahmen g. gegen die feststehenden Winkelstücke b ausführt. Die Schwingungsachsen dieser beiden Systeme kreuzen sich in der Mittelstellung des Ganzen rechtwinklig im Räume, und aus den beiden Bewegungen der Teile g und h i setzen sich die räumlichen Bewegungen der Blockhalter zusammen.
Der Antrieb beider S)rsteme geschieht durch Zugstangen k bezw. I1 welche an Hebeln m bezw. η gelenkig angeschlossen sind, während letztere mit einer der Stelzen e bezw. e1 auf gemeinsamer Achse starr befestigt sind bezw. mit der Stelze ein starres Ganze bilden. Die Zugstangen k I werden von geeigneten Antriebsvorrichtungen der Maschine, die, weil bekannt, nicht in der Zeichnung dargestellt sind, durch Vermittlung von Hebeln und Zugstange, z. B. der auf der Welle 0 starr befestigten Hebel p und der Zugstange q, bewegt.
Zur Veränderbarkeit der vorstehend erklärten Bewegungen dienen riun folgende Stelleinrichtungen. Zunächst sind die Bolzen c und c1 auf- und niederverschiebbar in Schlitzen r, welche sich in den feststehenden Winkelstücken b bezw. im Rahmen g befinden. Aus naheliegenden geometrischen Gründen sind diese Schlitze r nicht senkrecht parallel, sondern aufwärts zusammenlaufend angeordnet, so daß die Bolzen c c1 in der oberen Stellung dichter aneinander rücken, weshalb sie nicht unmittelbar in den Schlitzen r, sondern durch Vermittlung von Steinen s darin gleiten, welche gleichzeitig auch in den wagerechten Schlitzen eines senkrecht auf- und niederbewegbaren Schiebers t gleiten können. Der Schieber t findet längs gehobelter Leisten u gerade Führung, welche im Rahmen g angeordnet sind. Ähnlich ist auch die senkrechte Führung des Schiebers t im Winkelstücke b, welche wegen des kleinen Maßstabes der Zeichnung nicht im einzelnen dargestellt ist. Das gleichzeitige Auf- und Niederstellen der Schieber t für die Blockhalter h i geschieht mittels einer Stellschraube v, durch deren Drehung zwei Hebel w gedreht werden können, in deren Enden die Schieber t gelenkig ruhen.
Die beiden Gelenkbolzen / bezw. f1 sind ebenfalls verstellbar, und zwar mittels der rechts- und linksgängigen Schraubenspindel x, durch deren Drehung man die die beiden Bolzen f1 tragenden Schlitten y verschieben kann.
Da mit der veränderlichen Höheneinstellung der Drehbolzen c c1 aber auch eine Längenveränderlichkeit der Stelzen e e1 verbunden sein muß, falls die an Fig. 4 erklärte Bedingung erfüllt werden soll, daß der durch die Pfeilspitze in Fig. 4 angedeutete Bohrer stets in einer bestimmten Höhe zum Arbeitsstück bleibt, so sind die genannten Stelzen aus zwei Teilen zusammengesetzt, die sich in ihrer Längsrichtung gegeneinander verschieben lassen und dabei mittels des Schraubenbolzens 21 fest zusammengespannt werden können. Für die Längenverän'derung der Stelzen e ist in jeder derselben ein Schlitz ζ vorgesehen, in welchem der Bolzen f festgespannt werden kann. Besonders bemerkenswert ist hierbei, daß die unteren und oberen .Stelzendrehpunkte c f bezw. c1 f1 verschieden weit voneinander abstehen. Wären nämlich die Stelzen nicht nur gleich lang, sondern auch parallel angeordnet, so würde, wie aus geometrischen Gründen sofort einleuchtet, die Oberfläche α α (Fig. 4) des Blockhalters nicht nur ebenfalls in allen Lagen parallel zu sich selbst bleiben, sondern es würde in der in Fig. 4 gezeichneten Mittellage der Bohrer am tiefsten und in den beiden strichpunktiert gezeichneten Endlagen würde der Bohrer am wenigsten tief, vielleicht gar nicht mehr in das Holz eindringen können.
Übrigens sind die Maßverhältnisse in Fig. 4 so gewählt, daß die Bürstenholzoberfläche α α eine Ebene darstellt. In diesem besonderen Falle würden die einzelnen Borstenbündel, obwohl sie überall gleich tief im Holz stecken, doch nur in der Mitte des Holzes rechtwinklig eingesetzt sein und in den beiden Enden desselben schräg stehen.
Durch eine Veränderung der Ortslage c c1, ferner durch eine Veränderung der Entfernung zwischen / und Z1, endlich durch eine Veränderung der Länge von e und e1 kann man nun allen beliebigen Krümmungen der Bürstenoberfläche entsprechen. Ja man kann sogar durch ein Auseinanderbringen der beiden Punkte c c1 und durch ein Nähern der Punkte f und f1, so daß also die Stelzen
ίο nicht nach oben auseinander-, sondern zusammenlaufen, das Bohren von Bürstenhölzern ermöglichen, die nicht erhaben, sondern vertieft gekrümmt sind, was für gewisse Spezialfälle der Bürstenfabrikation von Nutzen ist.
Derartige Verstellungsmöglichkeit der Blockhalterführung ist bei keiner der bisher bekannt gewordenen Maschinen vorhanden.

Claims (2)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    i. Blockhalterführung für Bürstenbohr- und Stopfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockhalter in zwei im Räume sich rechtwinklig kreuzenden Achsensystemen auf Stelzenpaaren (c f) schwingbar ruht, deren untere (c) und obere Drehpunkte (f) verschieden weit voneinander entfernt angeordnet sind, um den Blockhalter in seinen verschiedenen Arbeitsstellungen stets so einstellen zu können, daß das Bohr- bezw. Stopfwerkzeug in alle Teile der Bürstenholzoberfläche gleich tief eindringen muß und sowohl erhabene wie auch vertiefte Krümmungen des Bürstenholzes einstellbar sind.
  2. 2. Blockhalterführung gemäß Anspruch i, bei welcher eine Mehrzahl Blockhalter in einem gemeinsamen beweglichen Maschinenteil auf Stelzen schwingbar gelagert sind, gekennzeichnet durch eine jener Mehrzahl Blockhalter (h i) gemeinsame Höheneinstellvorrichtung (vwt).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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