DE1586152C - Vorrichtung zum Vereinzeln von in einem Magazin aufeinander gestapelten Verpackungsteilen mit napfartigen Vertiefungen - Google Patents
Vorrichtung zum Vereinzeln von in einem Magazin aufeinander gestapelten Verpackungsteilen mit napfartigen VertiefungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von in einem Magazin aufeinandergestapelten;
etwa rechteckigen, flächigen Verpackungsteilen mit napfartigen Vertiefungen, mit Stützgliedern zum Abstützen
von Flanschteilen des jeweils untersten Einsatzes im Magazin sowie mit einem dem Magazin zugeordneten,
gesteuerten, zangenartigen Greifer, der von unten angreifend den untersten Einsätz in einem
nicht abgestützten Bereich erfaßt, vom Stapel abzieht und einem Packband oder einer Verpackungsmaschine ίο
zuführt. ■ , - ..... ,
Eine Maschine dieser Bauart ist bekannt (deutsche
Patentschrift 1 244 049). Sie . dient zum Vereinzeln von Eier-Packschachteln, die mit nach oben weisenden
Einlegeöffnungen aufeinandergestapelt sind. Zwisehen den einzelnen Schachteln sind Lücken vorhanden,
in die konisch ausgebildete Trennfinger nach einem vorgegebenen Arbeitsrhythmus hineingeschoben
werden können, um die jeweils unterste Schachtel gegenüber, dem restlichen Stapel zu lockern. Der
Arbeitsrhythmus der Trennfinger ist auf den Arbeitsrhythmus von beweglichen Stützgliedern abgestimmt,
die die unterste Schachtel freigeben, sobald diese von dem Greifer erfaßt worden ist.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit der auch
Verpackungsteile vereinzelt werden können, die sehr kompakt ineinandergestapelt sind, und die eine glatte
Oberfläche haben.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß die mit ihren Öffnungen nach unten
gestapelten Verpackungsteile durch die Stützglieder an zwei parallelen Seitenkanten teilweise abgestützt
sind; wobei die Abstützungen wenigstens eine Napfbreite kürzer als die Seitenlangen der Verpackungs-
teile sind, und daß die eine Greifklaue des Greifers mit einem Reibbelag versehen und bei geöffnetem
Greifer in eine der seitlich nicht abgestützten napfartigen Vertiefungen einführbar, gegen deren senkrecht
zu den abgestützten Seitenkanten der Verpakkungsteile verlaufende Wand andrückbar und nach
unten führbar ist, und daß die Spitze der Gegenklaue des zangenartigen Greifers nach dem Einleiten der
Abziehbewegung durch die mit dem Reibbelag versehene Klaue über den der erfaßten Wand zugeordneten
Außenrand hinweg, von außen gegen die am Reibbelag anliegende Wand andrückbar ist.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kommt mit nur einem beweglichen ,Arbeitselement, nämlich dem
Greifer selbst, aus und gestattet daher die Anwendung sehr hoher Arbeitsfrequenzen. Sie ist vor allem
zum Vereinzeln von Verpackungsteilen aus elastischen Kunststoffolien geeignet, die eine glatte Oberfläche
haben und ohne Zwischenräume oder Lücken zu bilden gestapelt sind. : ! '
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
F i g. 1 zeigt schematisch das zu entleerende Magazin mit dem zugeordneten Greifer und einem Packband,
wobei die Greifersteuerung zur besseren Übersieht teilweise perspektivisch dargestellt ist;
Fig. 2 und 3 zeigen zwei verschiedene Arbeitsstellungen
des Greifers nach Fig. 1.
Im oberen Teil der Fig. 1 ist das Magazin 1 zu
sehen, bestehend aus zwei seitlichen Führungswangen 2 und 3 und zwei unteren, senkrecht zu den Wangen
2 und 3 verlaufenden, als Stützglieder dienende Randleisten 4. In dem Magazin 1 sind die zu einem
Stapel 5 zusammengeschalteten Verpackungsteile 6 so eingelegt, daß derehiSapfartige Vertiefungen 7 nach
oben weisen. Die befderi Randleisten 4, die über zwei
Seitenkanten des untersten Verpackungsteils 6 das Gewicht des Stapels aufnehmen, enden etwa eine
Napfbreite vor der Wange 2, so daß ein stützfreier Bereich 8 entsteht, unter dem der Greifer 9 angeordnet
ist. Das untere Ende der Wange 2 ist gegenüber den Leisten 4 etwas hochgezogen.
Der Greifer 9 weist eine Schubstange auf, deren oberes Ende gleichzeitig als Greifklaue 10 dient und
mit'einem elastischen Reibbelag 11 versehen ist. Die Gegenklaue 12 ist an der Stange 9 angelenkt und wird
von einer Feder 13 in Schließstellung gedrückt.
Die Steuerung des Greifers geschieht folgendermaßen:
Eine Antriebswelle 14 treibt über eine Kurbel 15 und ein Pleuel 16 die Schubstange 9 an. Diese
Schubstange 9 ist .in einem Lager 17, das um einen Fixpunkt 18 schwenkbar angeordnet ist, entlang ihrer
Längsachse verschieblich. Während der Aufwärtsbewegung der Schubstange 9 wird die Gegenklaue 12
von einem Steuerhebel 19 in Offenstellung gehalten, da dieser an einem Fixpunkt 20 angelenkte Hebel an
seinem unteren Ende von einem auf der Welle 14 angebrachten Steuernocken 21 so ausgelenkt wird,
daß er mit seinem oberen Ende auf einer Rolle 22 an der Gegenklaue 12 der Feder 13 entgegenwirkt. In
der oberen Endstellung taucht das Stangenende 10 frei in eine Vertiefung 7 des untersten Verpackungsteiles
6 ein (F i g. 2) und wird durch Verschwenken des Lagers 17 um den Fixpunkt 18 gegen die eine
Seitenwand 23 der Vertiefung 7 gedrückt. Diese Schwenkbewegung wird von einem ebenfalls auf der
Welle 14 befestigten Nocken 24 gesteuert, der das untere Ende eines um den Fixpunkt 26 drehbaren
Steuerhebels 25 auslenkt, so daß über ein Koppelglied 27 diese Auslenkung in eine entsprechende
Schwenkbewegung des Lagers 17 überführt wird. Während der Abwärtsbewegung zieht die Greifklaue
10 über den an ihr befestigten Reibbelag 11 das unterste Verpackungsteil 6" aus dem Stapel heraus.
Nachdem die Greifklaue 10 den Einsatz in dem stützfreien Bereich 8 etwa 5 bis 10 mm nach unten gebogen
hat, gibt der Nocken 21 den Hebel 19 frei, so daß die Gegenklaue 12 über den Außenrand des Verpackungsteiles
hinweg durch die Feder 13 in Schließstellung gedrückt wird und damit zwischen ihrer
Spitze und dem Reibbelag 11 die Seitenwand 23 festhält (Fig. 3). ;Bei ,der weiteren Abwärtsbewegung
wird das Verpackungsteil von den Randleisten 4 abgezogen und ganz aus dem übrigen Stapel abgelöst.
In Höhe des als Rutsche ausgebildeten Packbandes 28 wird die Gegenklaue 12 geöffnet und das Verpackungsteil
für den Weitertransport freigegeben. Da die Rutsche zwischen Magazin und Greifvorrichtung
angeordnet ist, weist sie 'im Arbeitsbereich des Greifers 10 und dei 'Hebels 19 einen Schlitz 29 auf.
In der unteren Endstellung unterhalb der Rutsche 28 wird die Schubstange 9 wieder um den Drehpunkt
18 in ihre Ausgangslage zurückgeschwenkt, so daß ein neuer Arbeitstakt beginnen kann.
In dem dargestellten Beispiel ist lediglich ein Greifer vorgesehen. Anstatt dessen ist es selbstverständlich
auch möglich, im Bedarfsfalle mehrere Greifer parallel zu schalten. Es würden dann alle
Greifer gleichzeitig die in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnete Steuerkurve 30 beschreiben. Durch Verstellen
der Kurbel 15 gegen einen oder beide Nocken
bzw. 24 läßt sich die Steuerkurve sehr einfach in
gewünschter Weise beeinflussen.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Vereinzeln von in einem Magazin aufeinandergestapelten, etwa rechteckigen,
flächigen Verpackungsteilen mit napfartigen Vertiefungen, mit Stützgliedern zum Abstützen
von Flanschteilen des jeweils untersten Einsatzes im Magazin sowie mit einem dem w
Magazin zugeordneten, gesteuerten, zangenartigen Greifer, der von unten angreifend, den untersten
Einsatz in einem nicht abgestützten Bereich erfaßt, vom Stapel abzieht und einem Packband
oder einer Verpackungsmaschine zuführt, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit ihren öffnungen nach unten gestapelten Verpackungsteile
durch die Stützglieder (4) an zwei parallelen Seitenkanten teilweise abgestützt sind, wobei die
Abstützungen wenigstens eine Napfbreite kürzer als die Seitenlängen der Verpackungsteile sind,
und daß die eine Greifklaue (10) des Greifers (9) mit einem Reibbelag (11) versehen und bei geöffnetem
Greifer (9) in eine der seitlich nicht abgestützten napfartigen Vertiefungen einführbar,
gegen deren senkrecht zu den abgestützten Seitenkanten der Verpackungsteile verlaufende Wand
andrückbar und nach unten führbar ist, und daß die Spitze der Gegenklaue (12) des zangenartigen
Greifers (9) nach dem Einleiten der Abziehbewegung durch die mit dem Reibbelag versehene
Klaue (10) über den der erfaßten Wand zugeordneten Außenrand hinweg, von außen gegen die
am Reibbelag (11) anliegende Wand andrückbar ist.
2. Einrichtung zur Steuerung des Greifers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
des Magazins (1) eine Antriebswelle (14) mit einem Kurbeltriebwerk (15, 16) vorgesehen ist,
das den Greifer (9) entlang seiner Längsachse verschiebt, wobei der Greifer in einem Lager (17)
geführt ist, das um einen Festpunkt (18) verschwenkbar ist, und daß auf der Antriebswelle
(14) Steuernocken (21 und 24) befestigt sind, die über an Festpunkten (20 bzw. 26) angelenkte
Hebel (19 bzw. 25) und mechanische Koppelglieder (12 bzw. 27) die Schwenkbewegung des
Lagers (17) und die Greifbewegung der Greifklauen des Greifers (9) in Abhängigkeit von der
Winkelstellung der Kurbel (15) bewirken.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rutsche (28) zur
Aufnahme der vereinzelten Verpackungsteile zwischen Magazin (1) und Greiferantrieb vorgesehen
ist und daß die Rutsche im Arbeitsbereich des Greifers einen Schlitz (29) aufweist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuernocken (21, 24) und
die Kurbel (15) gegenüber der Antriebswelle (14) verstellbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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