DE15852C - Neuerungen an der unter Nr. 6252 patentirten Rauchverbrennungsvorrichtung - Google Patents

Neuerungen an der unter Nr. 6252 patentirten Rauchverbrennungsvorrichtung

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DE15852C
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combustion device
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L. JUILLIARD in Paris
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23LSUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
    • F23L7/00Supplying non-combustible liquids or gases, other than air, to the fire, e.g. oxygen, steam
    • F23L7/002Supplying water
    • F23L7/005Evaporated water; Steam

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. December 1880 ab.
Die gegenwärtige Erfindung bezieht sich auf einen Apparat zur Erzielung von Brennmaterialersparnifs und Rauchverbrennung, welcher sich für jede industrielle Feuerungsanlage und alle Arten Brennmaterial anwenden läfst und durch trockenen, überhitzten Dampf wirkt, der zum Hineinreifsen von Luft in den Feuerraum dient.
Es wird nämlich möglichst trockener Dampf in eine besondere Trocken- oder Ueberhitzungsvorrichtung aus besonders widerstandsfähigem Material geleitet und darin der Einwirkung grofser Hitze ausgesetzt. Ist derselbe auf solche Weise überhitzt worden, so gelangt er durch aufserhalb des Feuerraumes angeordnete Röhren in eine Blasvorrichtung aus ebenfalls besonders widerstandsfähigem Material, welche ihn in den Feuerraum ausströmen läfst. Diese Vorrichtung kann nach Belieben für etwa nothwendig werdende Reinigung und Reparatur jederzeit abgenommen werden, ohne dafs es nöthig wäre, die übrigen Theile der Anordnung zu derangiren. Es sind somit der Ueberhitzer und das Blasrohr zwei vollständig für sich bestehende Vorrichtungen, wenngleich sie zusammen functioniren.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise in seiner Anwendung bei einem stationären Dampfkessel und einem Locomotivkessel veranschaulicht. Es liegt auf der Hand, dafs die dargestellten Formen und Anordnungen nach Bedürfhifs beliebig geändert werden können, zumal die Erfindung sich wesentlich mit auf die Auswechselbarkeit bezw. Lösbarkeit der angewendeten Organe und auf die Vorrichtungen bezieht, welche gestatten, diese Organe von einander unabhängig zu machen und mit Leichtigkeit zu montiren und demontiren.
Den Apparat für stationäre Kessel zeigen die Fig. ι bis 4. Wie ersichtlich, wird der aus dem Dampfdom entnommene Dampf nach einem Behälter E geleitet, wo er stark überhitzt wird, und gelangt sodann durch eine aufserhalb des Feuerraumes befindliche Rohrleitung nach der Blasvorrichtung M, welche ihn in den Feuerraum strömen läfst. Diese Vorrichtung M ist mit einer Hülse zur Verhütung des Mitreifsens von etwaigem Wasser versehen und durch einen Flantsch P in der Vorderherdwand befestigt, so dafs sie nöthigenfalls leicht losgelöst werden kann (s. Fig. 1 und 4).
Wenn der Apparat für Locomotivkessel angewendet werden soll, Fig. 5 und 6, so wird in das Rohr, durch welches der Dampf aus dem Kessel kommt, vortheilhaft eine Reinigungszwecken dienende Vorrichtung D eingeschaltet, welche Drahtgewebe zum Abscheiden mitgeführten Wassers enthält. Aus dieser Abscheidungsvorrichtung gelangt dann der Dampf in den Ueberhitzer /, von wo er durch eine aufsen befindliche Rohrleitung L nach dem mit Hülse versehenen Blasrohr G in dem hohlen Einsatzstücke J und aus diesem in die Feuerbüchse strömt (s. Fig. 5 und 6). Auch diese Anordnung gestattet, einzelne Theile des Apparates mit Leichtigkeit zu demontiren und revidiren.
Die folgende Zusammenstellung giebt eine hinreichende Erläuterung der zur rationellen Anwendung des neuen Apparates erforderlichen Armaturstücke, wie sie auf der Zeichnung zur Darstellung gelangt sind.
Es bezeichnet:
ι. bei der Anwendung für stationäre Kessel:
A das Rohr für die Dampfentnahme,
B den Dampfabsperrhahn,
C C die Verbindung des Rohres A mit dem Ueberhitzer,
D einen Reinigungs- (Ausblase-) Hahn,
E den Ueberhitzer,
F Flantsch der Rohrleitung für den überhitzten Dampf,
G ein perforirtes Rohr, welches den Dampf in den Ueberhitzer führt,
H das Abzugsrohr für den überhitzten Dampf,
J einen Hahn, durch dessen Oeffhen das Blasrohr in Function tritt,
K ein Rohr, welches den Hahn J mit dem Blasrohr verbindet,
L eine Platte, welche das Blasrohr gegen die Hitze schützt,
M das mit abnehmbarer Hülse versehene Blasrohr,
N den vorderen Rostträger,
O den Rost,
q q q Dampfstrahlen,
5 den Kessel;
2. bei der Anordnung für Locomotiven:
A einen Siebaufsatz zum Schutz gegen Unreinigkeiten,
B einen Flantsch des Dampfrohres,
C den Dampfabsperrhahn,
D eine in das Dampfzuleitungsrohr eingeschaltete Vorrichtung zum Auffangen etwaigen Wassers; dieselbe ist mit einem Ablafshahn versehen,
E das Dampfzuleitungsrohr,
F die mit durchlöchertem Rohr versehene Hülse des Blasrohres,
G das Blasrohr,
H einen aufsen befindlichen Flantsch, welcher das Revidiren und Demontiren des Blasrohres gestattet,
/ den Ueberhitzer,
J ein hohles Einsatzstück, welches die Kesselwand durchbricht und den Zugang zum Blasrohr gewährt,
KKK Dampfstrahlen,
L ein Rohr, welches den überhitzten Dampf nach dem Blasrohr führt,
M einen Hahn, durch welchen das Blasrohr in und aufser Function gesetzt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einem Apparat zur Erzielung von Brennmaterialersparnifs und Rauchverbrennung, welcher durch trockenen, überhitzten Dampf wirkt, die Combination des Ueberhitzers E oder / mit den die Reinigung des Dampfes von mitgeführten Wassertheilchen und Unreinigkeiten bewirkenden Röhren und dem Behälter D, sowie mit einer Blasvorrichtung für die Injection von Dampf und event. Luft in der Weise, dafs sowohl der Ueberhitzer als auch die Blasvorrichtung je für sich, auch während des Betriebes der Anlage, ohne eine Derangirung der übrigen Theile zu erfordern, demontirt, gereinigt und wieder montirt werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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