DE15686C - Verfahren zur Keinigung des Rohspiritus - Google Patents

Verfahren zur Keinigung des Rohspiritus

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DE15686C
DE15686C DE188015686D DE15686DA DE15686C DE 15686 C DE15686 C DE 15686C DE 188015686 D DE188015686 D DE 188015686D DE 15686D A DE15686D A DE 15686DA DE 15686 C DE15686 C DE 15686C
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DE188015686D
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R. EISENMANN in Berlin O., Alexanderstrafse 23
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D5/00Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
    • B01D5/0033Other features
    • B01D5/0051Regulation processes; Control systems, e.g. valves

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  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. December 1880 ab.
Bei dem gebräuchlichen Reinigungsverfahren des Rohspiritus, der sogen. Raffination, wird dem auf 50 Volumen-Procent verdünnten Rohspiritus zunächst das Fuselöl auf mechanischem Wege entzogen, der entfuselte Rohspiritus alsdann zur Entfernung der noch vorhandenen Verunreinigungen (Aldehyd, Aether etc.) der Destillation unterworfen und zwar in Apparaten, welche mit Colonne und Dephlegmator versehen sind. Die Reinigung ist jedoch nur eine unvollständige. Meine Erfindung bezweckt, dieselbe zu vollenden und ein reines geruchloses Product zu gewinnen. In der folgenden Beschreibung ist nur- auf Anwendung ozonisirter Luft Rücksicht genommen, da bei Verwendung anderer Gase an Apparaten und Verfahren eine wesentliche Aenderung nicht' eintritt.
In beiliegender Zeichnung ist A1 Au Am A1]/ Ay der gebräuchliche Destillationsapparat nach Savalle, und zwar:
A1 die Blase,
An die Colonne,
Am der Dephlegmator,
AIV der Kühler und
Ay der Regulator.
Die Speisung der Blase geschieht durch das Speiserohr <Z/ aus einem höher liegenden Reservoir B. Dieses enthält 50 procentigen entfuselten Spiritus (Branntwein) und hier erfolgt auch die der Destillation vorhergehende Remigung durch Einblasen von ozonisirter Luft. Zu diesem Zweck wird der Inhalt des Reservoirs durch das Dampfrohr an auf eine dem Siedepunkte des Spiritus naheliegende Temperatur erwärmt. Zur Controlirung der Temperatur dient das elektrische Signalthermometer b, welches in bekannter Weise im Destillationsraume ein Ueberschreiten der gewünschten Temperatur nach unten oder oben hin durch Glockensignale anzeigt. Durch das Rohr ijt. welches innerhalb des Reservoirs B mit vielen kleinen Oeffnungen versehen ist, wird nun durch den erwärmten Branntwein vermittelst eines Dampfstrahlgebläses bn oder einer Luftpumpe ein stetiger Strom ozonisirter Luft hindurchgeblasen. Die eingeblasene Luft entweicht, nachdem sie den Spiritus in vielen kleinen Bläschen durchdrungen hat, durch bm und gelangt in den Condensator JBIy in welchem die mitgerissenen Spiritusdämpfe wieder condensirt und in das Reservoir zurückgeführt werden, während die flüchtigeren Antheile erst in dem Kühler Bu sich verdichten und durch bjy nach einem besonderen Sammelreservoir abfliefsen. Das Dampfrohr aIU setzt das Dampfstrahlgebläse i/j in Thätigkeit. Dieses saugt die durch den erwärmten Branntwein zu blasende Luft erst durch die Ozonisationsröhre by hindurch, woselbst der Sauerstoff derselben durch langsame elektrische Entladung in den activen Zustand übergeführt, d. h. ozonisirt wird. Zur Ozonisirung der Luft kann natürlich jedes bekannte Verfahren gleich gut benutzt werden, jedoch ist die Verwendung einer Ozonisationsröhre mit Funkengeber und etwa vier Bunsen-Elementen am zweckmäfsigsten. Bei gröfserem Betriebe würde sich bei vorhandener Dampfkraft an Stelle der letzteren eine magneto-elektrische Maschine empfehlen.
Der active Sauerstoff wirkt vorzugsweise auf die nach Filtration durch Kohle noch vorhandenen Verunreinigungen ein und verbrennt dieselben theilweise zu. sehr flüchtigen Producten,
die durch den kräftigen Luftstrom mechanisch entfernt werden, theilweise aber zu hochsiedenden und geruchlosen Körpern, welche alsdann bei der folgenden Destillation in den Nachlauf gehen. Auf Rohspiritus angewendet, liefert mein Verfahren ebenfalls günstige Resultate, auch ohne vorhergehende Filtration durch Kohle.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Hinzufügung eines mit elektrischem Signalthermometer, Heizrohr, Lufteinführungsrohr, Dampfstrahlgebläse armirten und mit einem besonderen Dephlegmator und Kühler verbundenen Reservoirs zu dem bekannten Destillationsapparate.
    Die Umbildung weiterer Nebenproducte der geistigen Gährung in bereits entfuseltem Spiritus mittelst Ozon oder ozonisirter Luft in leichtflüchtige Körper, und unmittelbar in Verbindung hiermit die FortschaiFung dieser leichtflüchtigen Körper mittelst eines kräftigen Luftstromes.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188015686D 1880-12-23 1880-12-23 Verfahren zur Keinigung des Rohspiritus Expired DE15686C (de)

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