DE155C - Isolatoren mit isolirender Flüssigkeit für oberirdische Telegraphenleitungen - Google Patents
Isolatoren mit isolirender Flüssigkeit für oberirdische TelegraphenleitungenInfo
- Publication number
- DE155C DE155C DE000000000155DA DE155DA DE155C DE 155 C DE155 C DE 155C DE 000000000155D A DE000000000155D A DE 000000000155DA DE 155D A DE155D A DE 155DA DE 155 C DE155 C DE 155C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- ground
- insulators
- insulating liquid
- liquid
- telegraph
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Landscapes
- Insulators (AREA)
Description
1877.
Klasse 21.
C. PIEPER in BERLIN. Isolatoren mit isolirender Flüssigkeit für oberirdische Telegraphen-Leitungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. Juli 1877 ab.
Die jetzt gebräuchlichen Telegraphendrähte besitzen den Uebelstand, dafs ihr Isolirvermögen
bei Nebel oder Regenwetter, beim Wehen staub- oder rufshaltiger Luft u. dergl., mehr oder
minder gestört wird. Dieser Nachtheil wird durch nachstehend beschriebene Einrichtung,
deren eigentliches Wesen sich durch »Einschaltung eines flüssigen Nichtleiters zwischen Draht
und Erde« kennzeichnen läfst, beseitigt.
Der neue Isolator kann vorwiegend in drei Formen ausgeführt werden und zwar in den durch
die Fig. 1, 2 u. 3 der beiliegenden Zeichnungen veranschaulichten. .
Fig. ι zeigt einen gewöhnlichen, becherförmig gestalteten Isolator A aus Porzellan, Glas oder
ähnlichem, nichtleiten den Material, in hängender Lage. Auf dem rohrförmigen Theile desselben
ruht ein Deckel, der frei um die Telegraphenstange P zu rotiren vermag, so zwar, dafs
ein genügender Abstand zwischen dem Rande des Porzellanhütchens und - dem des Deckels
verbleibt. Der vom Isolator A. gebildete Becher ist mit einer isolirenden Flüssigkeit S, am
zweckmäfsigsten mit flüssigem Kohlenwasserstoff, gefüllt, deren Aufgabe sich als dahingehend bezeichnen
läfst, irgend welche sich bilden wollende Leitung zwischen dem äufseren Rande i? des
Bechers und der Telegraphenstange P, also auch der Erde, am Entstehen zu hindern. . Beim
NichtVorhandensein dieser isolirenden Flüssigkeit S würde unter eintretenden, ungünstigen
Verhältnissen, also bei Regen, Nebel, in der Nähe Rufs erzeugender und Staub verbreitender
Etablissements und dergl. eine Leitung zwischen Stange und Draht dadurch herbeigeführt werden,
dafs sich aus den genannten schädlichen Körperchen eine leitende Schicht auf der Porzellanoberfläche
bildet, welche demnach die theilweise Ableitung des Stromes in den Erdboden
bewirkt.
Die isolirende Flüssigkeit 'ist demgegenüber als ein Mittel anzusehen, welches unter allen
Umständen das Isolirungsvermögen des Porzellanhütchens unterhält. Dies erklärt sich
daraus, wie vielfache Experimente des Erfinders nachwiesen, dafs jene schädlichen Körper (also
Staub, Feuchtigkeit u. s. w.) das Isolirvermögen der Flüssigkeit keineswegs zu schwächen im
Stande sind. Staubtheilchen sinken eben zu ■Boden und Feuchtigkeit vermag sich nicht in
einer leitenden Schicht auf der Oberfläche der Isolirflüssigkeit abzulagern. Auch etwa angesetzte
Spinngewebe, welche ebenfalls häufig als störende Ursachen bei Telegraphenleitungen
auftreten, zu entfernen, mindestens zu zerreifsen, ist die Aufgabe des Deckels C. Durch
Drehung bei bewegter Luft infolge Einwirkung der letzteren auf an ihm angebrachte Luftflügel
F sucht er diesen Zweck zu erreichen.
Fig. 2 zeigt ein Isolirhütchen an gewöhnlicher aufrecht stehender Stange. Indem man hier
die untere Kante desselben nach aufwärts gebogen herstellt, ist ohne weiteres ein zur Aufnahme
der in Rede stehenden Isolirflüssigkeit S geeigneter Raum geschaffen. Die von dem
Spiegel derselben gebildete ringförmige Fläche unterbricht gleichsam die innere Oberfläche des
Hütchens und schaltet in sie eine unter allen Umständen nichtleitende Fläche ein — die
Spiegelfläche nämlich der Flüssigkeit —; so dafs ■ also der vom Draht durch eine auf der äufseren
Fläche des Hütchens sich etwa auflegende Schicht der genannten Art nach der Erde zu
abgeleitete Strom hier aufgehalten wird. Ein Ueberspringen des letzteren vom inneren, nach
oben gebogenen Rand des Hütchens nach der Stange P steht nicht zu befürchten.
Das Reinigen resp. Wiederanfüllen des Behälters mit der Flüssigkeit, —· welches anscheinend
mit Schwierigkeiten verknüpft ist, — erfolgt einfach durch Handspritzen mit entsprechend
gestalteter Spitze.
Fig. 3. Die dritte Ausführungsform, in dieser Figur erläutert, besitzt in A das den Draht
isolirende Telegraphenstangenhütchen, welches auf die bekannte Weise an der Stange befestigt
ist. Mit seinem unteren Rande taucht dasselbe in ein aus beliebigem Material gefertigtes
und die Isolirungsflüssigkeit enthaltendes Gefäfs B, so weit, dafs der obere Rand D des
letzteren um ein Geringes in den unteren Hohlraum des Hütchens A hineinragt. Beachtet
man, dafs im allgemeinen nur die Oberflächen durch Ueberziehen mit einer Schicht jener
fremdartigen schädlichen Körperchen leitend werden, dafs die Isolirflüssigkeit dagegen durch
die letzteren keinesfalls in ihrem Isolirvermögen geschädigt wird, so erkennt man ohne weiteres
und an Fig. 3 besonders deutlich, die Wirkungs-
weise der Isolirung resp. die Zweckmäfsigkeit der Erfindung.
Bemerkenswerth ist an dieser Form 3 die hier sehr leicht ausführbare Reinigung und Wiederanfüllung
des Behälters mit der Isolirflüssigkeit.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche :i. Die Construction von zwischen Telegraphendraht und Erde eingeschalteten Isolatoren mit IsoHrflüssigkeit. h^Fig. ι und.3;-·sowie
Fig· 2. ■.·■■·· - 2. Die Verbindung roti
in der Beschreibung zM
Zwecke mit dem Isolator/ 3fte ^t? i wähnter Figur dargestellt word^iri'istJJombjnatteiie^j nach (fen Mggl|fii^#ii%}i nachoben erHierzu ι Blatt ZeichnuBgen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE155T | 1877-07-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE155C true DE155C (de) |
Family
ID=70917877
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000000155DA Expired - Lifetime DE155C (de) | 1877-07-09 | 1877-07-09 | Isolatoren mit isolirender Flüssigkeit für oberirdische Telegraphenleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE155C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0012260A1 (de) * | 1978-12-09 | 1980-06-25 | Bayer Ag | Neue sulfierungsprodukte des Naphthalins, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung |
-
1877
- 1877-07-09 DE DE000000000155DA patent/DE155C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0012260A1 (de) * | 1978-12-09 | 1980-06-25 | Bayer Ag | Neue sulfierungsprodukte des Naphthalins, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0060436A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von lötbaren und temperfähigen edelmetallfreien Dünnschichtleiterbahnen | |
| DE155C (de) | Isolatoren mit isolirender Flüssigkeit für oberirdische Telegraphenleitungen | |
| DE4326143A1 (de) | Stirrer- und Plungergeräte für geschmolzenes Glas | |
| DE655953C (de) | Nockenscheibenwelle | |
| DE2436443C3 (de) | Explosionssicherer elektrischer Kondensator | |
| DE2106511C3 (de) | Gasentladungs-Überspannungsableiter | |
| DE670494C (de) | Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators mit einem keramischen Dielektrikum hoher Dielektrizitaetskonstante und im Randgebiet angeordneten zusaetzlichen dielektrischen Schichten, insbesondere fuer Hochspannung | |
| DE812379C (de) | Verfahren zur Herstellung duenner zusammenhaengender Oberflaechen-schichten aus Edelmetall, insbesondere aus Silber und Gold | |
| DE689609C (de) | Entladungsgefaess | |
| DE950331C (de) | Vorrichtung zur UEberwachung eines Fluessigkeitsstands | |
| DE538545C (de) | Elektrische Gasreinigungsanlage, deren Niederschlagselektroden mit Fluessigkeit berieselt werden | |
| DE589343C (de) | Durchfuehrungsisolator fuer oelgefuellte elektrische Apparate | |
| DE2512145C3 (de) | Isolierflüssigkeits-Aufbereitungseinrichtung für Lastumschalter | |
| AT55990B (de) | Nicht wieder füllbare Flasche. | |
| DE745632C (de) | Anordnung zur Abstuetzung des Elektrodensystems einer Elektronenroehre | |
| DE956433C (de) | Als Dielektrikum fuer Kondensatoren, insbesondere in der Hochfrequenztechnik, verwendetes Glas | |
| DE77187C (de) | Unterirdische Stromzuführung für elektrische Bahnen | |
| DE741051C (de) | Ionenventil mit Metallgefaess | |
| DE2148440A1 (de) | Vakuumschaltgefaess mit einem kondensationsschirm | |
| DE521666C (de) | Draenleitung | |
| DE738953C (de) | Kraftfahrzeug-Elektrofilter | |
| DE8704221U1 (de) | Vorrichtung zum Neutralisieren elektrischer Ladungen im Innern von Behältern | |
| DE552278C (de) | Erdschalter, insbesondere fuer Rundfunkanlagen, Telefonanlagen u. dgl. | |
| DE1515080B2 (de) | Plattenfoermiges elektrisches heizelement fuer heiz und kochgeraete sowie flaechenheizungen | |
| DE373584C (de) | Einrichtung zur Stromabnahme fuer elektrische Bahnen mit mehreren Stromabnehmern verschiedener Breite |