DE1546C - Verbesserungen in der Fabrikation sammet- oder tuchartiger Papiere oder Stoffe zu Tapeten - Google Patents
Verbesserungen in der Fabrikation sammet- oder tuchartiger Papiere oder Stoffe zu TapetenInfo
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Description
1877.
S' Klasse 8.
F. P. FOLLOT in PARIS.
Verbesserungen in der Fabrikation sammet- oder tuchartiger Papiere oder Stoffe zu Tapeten.
Verbesserungen in der Fabrikation sammet- oder tuchartiger Papiere oder Stoffe zu Tapeten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1877 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen in der Fabrikation der sammet- oder
tuchartigen Papiere oder Stoffe für Verzierungen, Tapeten und Möbel.
Dieselbe besteht zunächst in der Verwendung der Kameel- und Ziegenhaare auf die zu obigen
Zwecken bestimmten Papiere und Stoffe anstatt der allgemein angewendeten Scheerwolle:
Dieses Haar, neu oder von Abfällen herrührend, wird gemahlen und gefärbt, worauf
es auf das Papier oder den Stoff geklebt wird, und zwar auf eine der bei Flockteppichen gebräuchlichen
Arten, oder auch auf eine andere passende Weise.
Ich behalte mir das Recht vor,-mit Kam eel oder
Ziegenhaar nicht nur eine der Flächen oder Seiten irgend welchen Papiers tuch- und
sammetartig zu bedecken, um Tapetenpapier herzustellen, das darauf warm oder kalt geprefst
oder gaufrirt werden kann, um es zu vergolden, bronciren u. s.w., oder das darauf durch irgend
welches Mittel verziert oder zubereitet werden kann, sondern auch mit denselben Erzeugnissen
die beiden Seiten irgend eines Papiers, Stoffes oder Gewebes tuch- oder sammetartig zu beschlagen,
um daraus doppelseitige tuch- oder sammetartige Papiere oder Stoffe zu bilden, die
in der Möbelirung und Verzierung der Gemächer angewendet werden können.
Ich behalte mir ferner das Recht vor, Ziegenhaar, entweder rein oder mit Scheerwolle oder
anderen Erzeugnissen vermischt, zu benutzen.
Der Vortheil, den ich aus dieser neuen Anwendung der Ziegenhaare ziehe, ist, dem Papiere,
den Stoffen oder Geweben ein neues Aussehen, eine entschiedenere, glänzendere und
dichtere Sammet- oder Tuchartigkeit zu geben, als mit der Scheerwolle, und folglich mittelst
Pressens und Walzens weit hervorragendere Reliefs zu erhalten.
Dem so hergestellten neuen oder verbesserten Erzeugnisse gebe ich den Namen »Cheviott-Sammet«.
Meine Erfindung bezieht sich ferner auf jene Klasse Papiertapeten, welche Sammet nachahmen
und Utrechter oder Amiens - Sammet genannt werden.
Bis jetzt wurden die Sammet nachahmenden und Utrechter oder Amiens-Sammet genannten
Papiertapeten gewöhnlich auf folgende Weise fabricirt.
Auf einer der Seiten des Papiers breitet man einen gewöhnlichen Leim oder eine Mischung aus,
über welche man eine gleichmäfsige Schicht zu Pulver gemahlene und gefärbte Scheerwolle. hinstreut,
worauf man mittelst eines Prägestockes oder einer Presse, welcher mit Matrizen oder ausgestochenen
Platten versehen ist (mit oder ohne Gegenstück), den Wollstaub oder -Pulver zerstampft
oder nach gewissen Stellen der Oberfläche zurücktreibt, und zwar nach durch diese
Matrizen bestimmten Umrissen oder Zeichnungen, was den Grund des Sammets bildet.
Oder es werden auch mehrere Schichten zu Pulver gemahlene Wolle aufeinander gelegt, um
das die Zeichnung bildende Relief zu erzeugen.
Die aus einer solchen Fabrikation entstehenden Uebelstände sind folgende: Das Wollpulver
oder der Staub giebt den oben erwähnten Papieren kein besonders entschiedenes sammetartiges
Aussehen; die Presse bildet, indem sie dieses Pulver stampft oder glättet, nur einen
matten Grund; endlich kann dieser mattsammtene Grund die Wirkung der Feuchtigkeit des Leims,
der zum Befestigen des Papiers dient, nicht aushalten.
Die neue Fabrikationsmethode beruht:
1. Auf der Anwendung einer Scheerwolle in Strähnen, welche »lange Schur« genannt und
durch das Schneiden nach dem Färben der Wolle erlangt wird;
2. Dem Gebrauche einer Mischung, welche von der Feuchtigkeit nicht beeinflufst wird, beispielsweise
einer Zusammensetzung aus halbgekochtem OeIe und zerstampftem Harze;
3. Dem Gebrauche eines Werkzeuges zum Gaufriren, das demjenigen, welches in der Fabrikation
des wirklichen Utrechter Sammets gebraucht wird, ganz ähnlich ist, mit anderen Worten
der Anwendung des erwähnten Werkzeuges auf die Gaufrirung vermittelst Walzens mit zwei Cylindern,
von denen der eine gestochen und geheizt und der andere glatt ist, welches Werkzeug in
der Fabrikation des Tapetenpapiers bis jetzt nicht gebraucht wird.
Diese neue Fabrikation bietet folgende Vortheile:
Das erwähnte besondere Scheerhaar giebt dem Papiere den Anschein wirklichen Sammets;
das Gaufriren vermittelst Walzens mit einem Werkzeuge, das jenem beim Utrechter Sammet
angewendeten ähnlich, legt die Wollhaare nieder, um den Grund zu bilden, anstatt sie zu zerstampfen,
und verleiht auf diese Weise diesem Grunde den glänzenden oder geprefsten Schein
des wirklichen gaufrirten Sammets, endlich die besondere, den Einflufs der Feuchtigkeit
nicht erleidende Mischung hält diese Haare nieder und erhält den glänzenden Schein des
Grundes.
Durch sämmtliche oben angeführten Mittel, welche eine neue Fabrikation ausmachen, wird
ein neues oder verbessertes Product erhalten, das Tapetenpapier, eine Nachahmung des
Utrechter oder Amiens-Sammets, das täuschend den Anschein des wirklichen Sammets hat, und
das der Erfinder »Pariser Sammetpapier« nennt.
Applications Claiming Priority (1)
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