DE899165C - Verfahren zum Verzieren beliebiger Unterlagen - Google Patents

Verfahren zum Verzieren beliebiger Unterlagen

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DE899165C
DE899165C DEK12021A DEK0012021A DE899165C DE 899165 C DE899165 C DE 899165C DE K12021 A DEK12021 A DE K12021A DE K0012021 A DEK0012021 A DE K0012021A DE 899165 C DE899165 C DE 899165C
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DEK12021A
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English (en)
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Carl Klingspor
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D5/00Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures
    • B05D5/06Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures to obtain multicolour or other optical effects
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verzieren beliebiger Unterlagen Die Veredelung von Materialien @a11er Art durch Polieren, Lackieren, Metallisieren, Anstreichen, Bedrucken usw. ist für viele Stoffe in unzähligen Arten bekannt und in Anwendung. Es ist auch bekannt, Platten aus vielen Stoffarten, besonders Pappe und Holz, durch eine Kunstharzauflage, auch mit Papierstoffen zu veredeln und unangreifbar gegen Nässe und chemische Einflüsse zu machen. Man hat durch Verwendung von Kunstharzen und Pflanzenfaserstoffen. besten Erfolg in der Verbesserung der Oberflächen von Platten usw. erzielt. Es ist auch bekannt, solche Oberflächen zu färben. Schließlich ist es bekannt, beliebige Unterlagen mit geeigneten Pulvern, Körnern, Fasern usw. auch unter Verwendung von Kunstharzen als Haftmittel zu verzieren. Den verschiedenartigsten Oberflächen eine Verbesserung der Auflage aus anderen Grundstoffen zu geben, ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Diese Oberflächenveredelung soll dem Grundmaterial nicht allein ein besseres Aussehen geben, sondern auch in ihrer Art eine Oberflächenverwandlung bewirken, d. h. eine Holzoberfläche soll in eine Metallfläche, eine Metallfläche soll in eine aus Kork, Asbest oder ähnlichem Material verwandelt werden. Textilien sollen eine neue Oberfläche aus Metall, Leuchtfarben, Farbstoffen oder anderen Stoffen erhalten.
  • Um eine Holzplatte, z. B. Furnierholz, zu veredeln, wird wie folgt verfahren: Es wird eine saugfähige Faserstoffbahn, z. B. aus Papier, mit einer Kunstharzlösung etwa aus Phenolformaldehydharz oder aus Harnstoffformaldehydharzen getränkt und darauf ein feines Metallpulver aufgestreut, gut deckend, so daß Korn für Korn auf dem Papier haftet. Man kann auch in an sich bekannter Weise die Kunstharzlösung mit Metallpulver, z. B. Aluminiumpulver, mischen, diese Masse aufstreichen und die Auflage dann bei 7o bis 9o° trocknen lassen. Dieses so-hergestellte Aluminiumpapier wird auf die getrocknete Furnierholzplatte gepreßt. Dazu wird die Furnierplatte auf eine geheizte Preß-,platte gelegt. Auf diese Holzplatte wird nun eine Lage des vorbereiteten Metallpapiers gelegt, die Metallseite nach unten. Dann wird eine polierte Metallplatte, die mit Stoffen wie Wachs oder geeigneten Emulsionen zum Verhinderndes Anklebens bestrichen ist, auf das Metallpapier gelegt. Je nach der Oberfläche der Holzplatte und der Papierauflage wird die Schicht mit einem Druck von, 30 bis 15o kg pro Quadratzentimeter gepreßt. Der Preßdruck hängt sehr von Härte oder Weichheit des Holzes ab und muß durch Versuche erkannt werden. Der Erfolg ist bevorzugt abhängig von der Trockenheit des Materials beim Pressen und davon, daß entsprechend dem Metallpulver oder -staub die richtige Kunstharzmenge vorhanden ist.
  • Es kann auch die zu verzierende Unterlage mit einer Kunstharzlösung bestrichen, mit Metallpulver belegt und dann eine getränkte Papierschicht darüber gepreßt werden. Damit nun das metallische Aussehen auch durch die Papierschicht leuchtet und glänzend wirkt, ist es nötig, ein wolkenloses, gebleichtes Tränkpapier zu nehmen und dieses mit bekannten Harnstoffharzen zu verarbeiten. sind dazu nicht geeignet, wenn die Papierschicht durchscheinen soll. Der Erfolg hängt von dem Harz und Papier ab, und es ist nötig, die Papiere mit dem Kunststoffharz auszuprobieren, damit der gewünschte Effekt eintritt. Die Harnstoffharze, besonders Melaminharze des Handels, soweit sie durchsichtig und streichbar sind, sind fast alle geeignet. Die gebleichten Papiere sollen vollständig wolkenlos sein. Die Qualität ist abhängig von einer guten Faser und der richtigen Vermischung.
  • Man kann so Holz mit Silber oder anderen Metallen überziehen, so daß dieses gegen mechanischen Druck und chemische Einflüsse haltbar wird und einen besonderen Spiegelglanz erhält.
  • Es lassen sich so alle saugfähigen oder saugfähig gemachten Unterlagen mit solchen Werk= stoffen veredeln, die in Form von Pulver hergestellt werden können oder die streubar sind, auch solche aus Fasern, Haaren, Schuppen, Horn, Hornmehl oder aus Kunst- und Naturprodukten in Körner-oder Staubform. Für Auflagen, die biegsam werden sollen, werden dem Kunstharz oder Papier entsprechende Weichmacher, auch Glycerin, zugefügt.
  • Die Auflagen, die weich wirken sollen, werden auch mit Polyacrylsäure- oder Polyvinylchloridprodukten in Lösung oder Emulsion unter Zusatz von Weichmachern getränkt.
  • Textilien oder ähnliche Stoffe, die aufnahmefähig sind und nach der Auflage biegsam bleiben sollen, werden auf der Unterseite oder vollständig vor der Auflage mit einer Mischung aus Glycerin und Wasser, etwa 30 bis 35 1 Glycerin auf i-oo 1 Wasser; getränkt.
  • Die Papiere können vor dem Tränken oder während des Tränkens bedruckt oder - gefärbt werden oder beim Pressen durch Matrizen Buchstaben oder Verzierungen aufgepreßt erhalten.
  • Sofern die Oberfläche besonders haltbar sein soll, wird die Faserstoffschicht mit durchsichtigem Kunstharz, z. B. Harnstoff- oder Melaminharnstoffharzen, getränkt und so eine durchsichtige Schicht erzielt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verzieren beliebiger Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung von Kunstharzen als Haftmittel mit geeigneten Stoffen, wie Metallpulvern oder Fasern, in an sich bekannter Weise verzierte Faserstoff bahnen mit der verzierten Seite zur Unterlage gerichtet in der Hitze auf diese aufgepreßt werden, so daß die Faserstoffbahn einen durchsichtigen Überzug bildet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dahin abgeändert, daß auf die unter Verwendung von Kunstharzen als Haftmittel mit geeigneten Stoffen in an sich bekannter Weise verzierte Unterlage eine lediglich mit Kunstharz getränkte Fasers,toffbahn in der Hitze aufgepreßt wird, so daß diese einen durchsichtigen Überzug bildet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch ir oder 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Faserstoffbahn mit Farben oder Mustern versehen wird. q.. Verfahren nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstoffbahn beim Aufpressen mit Prägemustern versehen wird. Angezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 182q.82; USA.-Patentschrift Nr. 2,35 1717.
DEK12021A 1951-11-14 1951-11-14 Verfahren zum Verzieren beliebiger Unterlagen Expired DE899165C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE8814347U1 (de) * 1988-11-17 1989-01-05 Dornbusch GmbH, 4150 Krefeld Prägeplatte, insbesondere zum Prägen gegerbter Lederhäute

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH182482A (de) * 1935-09-12 1936-02-15 Baechtold Hermann Verfahren zum Bemustern von nicht aus Textilstoff bestehenden Flächen bezw.Bahnen.
US2351717A (en) * 1942-06-08 1944-06-20 Le Roy D Soff Decoration or ornamentation of surfaces

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