DE154657C - - Google Patents

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DE154657C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/013Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens
    • C07C17/02Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens to unsaturated hydrocarbons

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, daß durch Einwirkung von Acetylen auf Antimonpentachlorid heftig zersetzliche Verbindungen entstehen, aus welchen durch Erhitzen Acetylenchlorverbindungen abspaltbar sind (Acetylendi- und -tetrachlorid, Berthelot und Jungfleisch — Ann. d. Chem. u. Pharm. VII. Suppl. [1870] S. 252 u. ff.). Eine zweite Darstellungsmethode für Acetylentetrachlorid beruht auf der Einwir-
lö kung von Chlor auf Acetylen mit Hilfe von in Acetylenchlorid oder Kohlenstofftetrachlorid gelöstem Aluminiumchlorid (Mouneyrat), bei welchem Verfahren die Fernhaltung auch der geringsten Luftmengen zur Vermeidung von Explosionen Bedingung ist. Es sind ferner häufig Versuche gemacht worden, ohne oder mit Hilfe einer billigen oder intakt bleibenden Zwischensubstanz Acetylen und Chlor auf gefahrlose Weise zur Vereinigung zu bringen,
ao doch haben diese Versuche zu einem technisch verwertbaren Resultate nicht geführt.
Dagegen gestattet folgendes Verfahren eine gefahrlose, billige und bequeme Darstellung des Acetylentetrachlorides mit nur geringem Verlust von Zwischensubstanz.
Man leitet Acetylen in eventuell mit einem geeigneten Mittel, am besten Acetylentetrachlorid, verdünntes, vorteilhhaft kein freies Chlor enthaltendes Antimonpentachlorid. Dabei wird das Acetylen absorbiert. Es bildet sich zunächst die von Berthelot und Jungfleisch beschriebene Verbindung, welche bei etwa 500 schmilzt. Diese nimmt übrigens, wie Erfinderin im Gegensatze zu Berthelot's Angabe feststellte, bei weiterer Behandlung mit Acetylen noch ein zweites Molekül des Gases auf. Während Berthelot und Jungfleisch zur Darstellung von Acetylentetrachlorid die Doppelverbindung von Acetylendichlorid und Antimonpentachlorid mit überschüssigem Antimonpentachlorid erhitzen (1. c. S. 255 oben), leitet die Erfinderin in das aus Antimonpentachlorid und Acetylen erhaltene Produkt Chlor ein, von welchem auf jedes vorhandene Molekül Acetylen bis zu 4 Atome gebunden werden unter Bildung von Acetylentetrachlorid und Rückbildung von Antimon-,'pentachlorid. Dann wird in dieselbe Flüssigkeit wiederum Acetylen, darauf Chlor eingeleitet usw.; schließlich erhält man so bei genügender Chlorzufuhr ein Gemisch aus Antimonpentachlorid, Acetylentetrachlorid nebst geringer Menge von Substitutionsprodukten des letzteren Körpers. Auch bei sehr weitgehender Verdünnung des Antimonpentachlorides durch das entstandene Acetylentetrachlorid gehen die Reaktionen mit brauchbarer Geschwindigkeit vor sich.
Zur Isolierung des Acetylentetrachlorides kann man das Antimonpentachlorid zersetzen, z. B. durch Salzsäure. Zweckmäßiger unterwirft man aber das Reaktionsgemisch einer langsamen fraktionierten Destillation, wobei das Antimonpentachlorid größtenteils das Chlor
teils als entweichendes Gas, teils unter gleichzeitiger Chlorierung des Acetylentetrachlorides zu Penta- bezw. Hexachloräthan abspaltet und in Antimontrichlorid übergeht, welches infolge seines hohen Siedepunktes (2200) leicht von dem bei 1460 /siedenden Acetylentetrachlorid zu trennen ist.
Nachfolgend ist eine Versuchsreihe wiedergegeben : .
297Og (= ίο Mol.) SbCi1 nahmen nacheinander auf: 466 g (= 18 Mol.)
4 g (
darauf 450 g (= 17,3
- 37Og (= 14,2
- 280 g (= 10,8
320g (= 12,3
und 2500 g (= 71 At.) Cl;
- ) C2A2 - 2310 g (=65,5 - ) Cl;
- ) C2H2 - 1890 g (=53,5 - ) Cl;
- ) C2ZZ2 - 1760 g (= 49,8 - ) Cl;
- ) C2H2 - 2100 g (= 59,5 - ) Cl.
Etwa die Hälfte der so erhaltenen Flüssigkeit (7650 g) wurde fraktioniert destilliert, wobei zunächst Chlor und Chlorwasserstoff entwich. Oberhalb 215 ° gingen 860 g Antimonchlorür = 76 Prozent der theoretischen Menge über. Aus dem bis 1480 übergehenden Anteil wurden 5900 g Roh - Acetylentetrachlorid abgeschieden. Das Antimontrichlorid konnte nach Überführung in Pentachlorid zu einer neuen Operation verwendet werden.
Das Einleiten von Chlor und Acetylen kann auch gleichzeitig vorgenommen werden, wird dann aber vorteilhaft an verschiedenen Stellen des Apparates stattfinden. Man muß in diesem Falle durch geeignete Konstruktion des Apparates dafür sorgen, daß erstens die beiden Gase nicht miteinander in Berührung treten können, um Explosionen zu verhüten, und zweitens, daß die Absorptionsflüssigkeit zirkuliert, damit die mit Acetylen behandelte vor der Übersättigung mit der mit Chlor behandelten in Berührung' kommt, und umgekehrt.
Man kann z. B. den in beiliegender Zeichnungschematisch dargestellten Apparat verwenden.
In die Glocke G1 strömt durch das Rohr I1 Glocke G2 strömt durch das
Chlor, in die
Rohr t2 Acetylen. Die Flüssigkeit wird durch Rührer R1 und R2 mit den Gasen in innige Berührung gebracht. Die Reaktionswärme wird durch Kühlschlangen K1 und K2 abgeführt. Durch die beiden Löcher / der Zwischenwand Z kann die Flüssigkeit zirkulieren. Das Acetylentetrachlorid eignet sich wegen seiner Billigkeit z. B. zur Fettextraktion, zum Lösen von Harzen, Ölen usw.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: ,
1. Verfahren zur Darstellung von Acetylentetrachlorid, dadurch gekennzeichnet, daß man das in bekannter Weise aus Acetylen und Antimonpentachlorid gebildete Reaktionsprodukt abwechselnd mit Chlor und Acetylen behandelt und aus dem Reaktionsprodukt das entstandene Acetylentetrachlorid abscheidet.
2. Ausführungsform des durch Anspruch ι geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man in die zirkulierende Flüssigkeit an verschiedenen Stellen gleichzeitig Chlor und Acetylen in der Weise einleitet, daß die beiden Gase sich nicht mischen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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