DE154367C - - Google Patents

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DE154367C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
    • F24D3/00Hot-water central heating systems
    • F24D3/02Hot-water central heating systems with forced circulation, e.g. by pumps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Steam Or Hot-Water Central Heating Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Sammelheizung, bei welcher eine größere als durch den Temperaturunterschied der Wassersäulen zu erreichende und von diesem unabhängige Umlaufgeschwindigkeit erzielt wird.
Während bisher — z. B. bei der in der Patentschrift 116582 beschriebenen Heizung — die Beschleunigung der Umlaufgeschwindigkeit dadurch erzielt wurde, daß durch eingeblasenen Dampf das Wasser mitgerissen wurde, wird bei der vorliegenden Erfindung durch Niederschlagen von Dampf in bekannter Weise Vakuum erzeugt, mittels dessen aus einer Leitung der Anlage Wasser herausgesaugt und entweder durch sein bloßes Eigengewicht oder mit Zuhilfenahme des Dampfdruckes in eine andere Leitung hineingedrückt wird, welche höher als die Entnahmestelle geführt ist. .
Es bezeichnet in Fig. χ: α den Kessel einer Warmwasserheizung, b den Steigestrang über dem Kessel, c das Ausdehnungsgefäß und d die Heizkörper. Über dem Ausdehnungsgefäß ist ein Gefäß e, das Sauggefäß, angeordnet, von dem ein mit einem Rückschlagventil / versehenes Rohr f nach dem Ausdehnungsgefäß führt und unter dem niedrigsten Wasserspiegel eintaucht. Von dem unteren Teil des Sauggefäßes e führt ferner ein ebenfalls mit Rückschlagventil g versehenes Rohr h nach der die oberen Heizkörperanschlüsse verbindenden Leitung. Ein Dampfkessel z, welcher an einer beliebigen Stelle aufgestellt sein kann, steht durch ein Dampfrohr k mit dem Sauggefäß in Verbindung. Wird durch das Rohr k das Sauggefäß mit Dampf gefüllt und nach dem Entlüften desselben die Dampf zuführung plötzlich abgesperrt, so schlägt der eingeschlossene Dampf sich nieder und das entstehende Vakuum saugt durch das Rohr f aus dem Ausdehnungsgefäß c Wasser an, während Ventil g sich schließt. Wird nach Füllung des Sauggefäßes mit Wasser die Dampfzuführung wieder geöffnet, so drückt der Dampf das W'asser aus dem Sauggefäß hinaus und durch Rohr h und Rückschlagventil g in die die oberen Heizkörperanschlüsse verbindende Leitung, von wo es durch die Heizkörper und den Kessel dem Ausdehnungsgefäß wieder zufließt. Dabei verhindert das Rückschlagventil /, daß durch das Rohr f Wasser vom Sauggefäß nach dem Ausdehnungsgefäß zurückfließt oder Dampf in dasselbe übertritt. Diese aus den Teilen e,f, g, k und I bestehende Einrieb,-tung ist im wesentlichen eine kolbenlose Dampfpumpe. Hat der in das Sauggefäß einströmende Dampf keinen Überdruck, so erfolgt der Durchfluß des Wassers nur mit dem Druck der Wassersäule x, welche sich aus dem Höhenunterschied der Wasserspiegel im Sauggefäß und im Ausdehnungsgefäß er-
gibt; andernfalls ist der Druck der Wassersäule um den Überdruck des Dampfes vermehrt.
Nach dem Hinausdrücken des Wassers ist das Sauggefäß wieder mit Dampf gefüllt, so daß sich bei abermaliger Dampfabsperrung der gleiche Vorgang wiederholt.
Das abwechselnde Öffnen und Schließen der Dampfleitung kann von Hand oder mit
ίο Hilfe einer selbsttätig wirkenden Umsteuerung nach Art der bekannten Umsteuerungen bei kolbenlosen Dampfpumpen (Pulsometern) geschehen.
Maßgebend für die Geschwindigkeit des Wasserumlaufes ist also hier im wesentlichen der Höhenunterschied der Wasserspiegel im Sauggefäß e und im Ausdehnungsgefäß c.
Ist man durch örtliche Verhältnisse gezwungen , das Sauggefäß und das Ausdehnungsgefäß so dicht übereinander zu setzen, daß durch die geringe Höhe der Wassersäule χ eine wesentliche Beschleunigung der Umlaufgeschwindigkeit, wie sie die Erfindung bezweckt, nicht möglich wäre, so kann man die in Fig. 2 dargestellte Anordnung wählen. Bei dieser ist in dem Steigestrang b unterhalb des Sauggefäßes, entsprechend der Saughöhe, ein Ausdehnungsgefäß η eingeschaltet, das durch ein über das Gefäß e hinaufreichendes Rohr ο mit der Außenluft verbunden ist. Ein zweites Ausdehnungsgefäß c ist dann in der die oberen Heizkörperanschlüsse verbindenden Leitung dicht unter dem Sauggefäß e angeordnet. Durch diese Einrichtung kann die wirksame Druckhöhe ^1 beliebig vergrößert werden, je nachdem der Dampfdruck vergrößert wird. Das im Sauggefäß e niedergeschlagene Wasser wird dem Dampfkessel i aus der Warmwasserheizung durch einen selbsttätigen Kesselspeiser ρ wieder zugeführt. Da der Wasserumlauf im wesentlichen entweder von der Höhe abhängig ist, um welche das Wasser durch die kolbcnlose Dampfpumpe gehoben wird, oder von der Höhe des Dampfdruckes, so kann der Wasserinhalt nicht nur in der in Fig. 5 dargestellten Richtung, sondern auch nach Fig. 6 in umgekehrter Richtung bewegt werden. Die kolbenlose Dampfpumpe ist in diesen beiden Figuren nicht dargestellt und muß oberhalb des oberen der dargestellten Gefäße gedacht werden.
Das eine Ausdehnungsgefäß ist alsdann (s. Fig. 6) mit dem oberen Ende der die oberen Heizkörperanschlüsse verbindenden Leitung verbunden und das Wasser wird aus diesem Ausdehnungsgefäß in eine entsprechend höher gelegene Stelle einer nach dem Rückgang des Kessels führenden Leitung gehoben.
Es durchströmt also dann das warme Wasser die Heizkörper von unten nach oben, was bei verhältnismäßig hohen Heizkörpern ein Vorteil ist. Dann würde die kolbenlose Dampfpumpe nicht das wärmste, sondern das in den Heizkörpern abgekühlte Wasser zu fördern haben.
Infolge des zwangsweisen Wasserumlaufes ist es gleichgültig, in welcher Höhe der Anlage der Warmwasserkessel aufgestellt ist und ob unterhalb desselben noch Heizkörper angeschlossen sind. Es kann sogar die Erwärmung des Wassers über dem Wasserspiegel der Anlage stattfinden.
In Fig. 3 ist eine derartige Anlage dargestellt. Dieselbe hat nur eine Feuerung in dem Dampfkessel i, während die Erwärmung des Wassers in dem über dem Wasserspiegel des Ausdehnungsgefäßes aufgestellten offenen Wasserwärmer q mittels Dampf stattfindet. Das aus dem Sauggefäß e ablaufende oder durch den Dampf herausgedrückte Wasser durchfließt den unmittelbar unter e aufgestellten Wasserwärmer ^r, von welchem es erwärmt den Heizkörpern zufließt. Aus diesen strömt es durch die Leitung b wieder nach dem Ausdehnungsgefäß c und wird von hier wieder nach e gehoben.
Die Konstruktion des Wasserwärmers ist eine beliebige. Wesentlich ist dabei jedoch, daß der Dampf in unmittelbare Berührung mit dem Wasser gelangt und daß die Wassererwärmung nicht durch den Druck einer auf dem Wärmer' lastenden Wassersäule beeinträchtigt wird. In Fig. 4 ist z. B. eine derartige Konstruktion dargestellt. Das vom Sauggefäß e kommende Wasser fließt aus dem Rohr h von der Schale s durch das Rohr u in den Behälter v, wo es, über den Rand desselben übertretend, sich in die Schale t ergießt und von dieser ablaufend die unter ihr liegenden Schalen Jf1 t.z usw. durchläuft, bis es durch das Rohr w nach den Heizkörpern abfließt.
Aus dem Dampfkessel / wird dem Wasserwärmer der Dampf durch eine Leitung k zugeführt, die so bemessen ist oder durch ein Ventil so eingestellt werden kann, daß der einströmende Dampf sich auf den Heizflächen des Wasserwärmers vollkommen niederschlägt, daß also kein Überdruck in dem Wasserwärmer entstehen kann. Sollte sich jedoch der Dampf nicht völlig niederschlagen, so kann er durch Rohr r aus dem Wärmer entweichen und, wenn das Rohr r nach dem Ausdehnungsgefäß geführt ist, in diesem sich vollends niederschlagen.
Durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Wassertemperaturregler, der eine vor dem Wasserwärmer eingeschaltete Drosselklappe be\vegt, kann ferner die Dampfzuführung der Wassertemperatur entsprechend
geregelt werden, so daß also die Wassererwärmung völlig unabhängig von dem Wasserumlauf und regelbar ist. Am Dampfkessel i kann ein Zügregler angebracht sein! Von der in der Patentschrift 121321 dargestellten Heizung unterscheidet sich vorliegender Wasserwärmer dadurch, daß die Erwärmung erst dann stattfindet, wenn das Wasser die Umlaufbewegung erhalten hat.
Daraus ergibt sich, daß die Erwärmung in einem druckfreien Gefäß stattfinden kann. Ferner kommt der Dampf, welcher das Wasser erwärmt, in unmittelbare Berührung mit dem Wasser.
Im Gegensatz zu den Heizungen, bei welchen die Umlaufbeschleunigung durch Einblasen von Dampf in das Steigerohr bewirkt wird und welche deshalb nur mit sehr hohen, nahe am Verdampfungspunkt liegenden Temperaturen arbeiten können, geschieht der Wasserumlauf bei der vorliegenden Heizung bei jeder Wassertemperatur und kann diese Wassertemperatur wie bei jeder gewöhnlichen Warmwasserheizung durch einen Wärmeregler
ag vom Kessel aus geregelt werden, so daß man bei milden Außentemperaturen ein Überheizen der Räume auch ohne Einstellung der Regelungshähne an jedem einzelnen Heizkörper vermeiden kann. Die Bewegung des Wassers geschieht geräuschlos, weil kein Dampf in das Wasser eingeblasen und kein Wasser durch den Dampfstrahl hochgeworfen wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Warmwasserheizung, bei welcher eine größere als die durch den Temperaturunterschied der Wassersäulen zu erreichende Umlaufgeschwindigkeit durch eine Wasserfördereinrichtung erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Dampf in ein über dem Wasserspiegel des Ausdehnungsgefäßes (c) aufgestelltes Sauggefäß (e) einströmt, daß alsdann die Dampfzuführung plötzlich abgeschlossen und durch das entsprechende Vakuum aus einer Leitung der Anlage Wasser in das Sauggefäß hineingesaugt wird, aus welchem es nach Wiederöffnung der Dampfzuführung durch eigenes Gewicht oder durch den Dampfdruck in eine andere Leitung der Anlage hineingedrückt wird.
2. Warmwasserheizung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erreichung einer größeren wirksamen Druckhöhe in das Sauggefäß aus einer Leitung der Anlage an einer erheblich unterhalb des Wasserspiegels liegenden Stelle Wasser herausgesaugt wird, welches alsdann in eine andere Leitung der Anlage hineingedrückt wird.
3. Warmwasserheizung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser in bekannter Weise unmittelbar durch Dampf, unabhängig von der Umlaufbewegung, erwärmt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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