DE15424C - Neuerungen an Compound-Lokomotiven - Google Patents

Neuerungen an Compound-Lokomotiven

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DE15424C
DE15424C DENDAT15424D DE15424DA DE15424C DE 15424 C DE15424 C DE 15424C DE NDAT15424 D DENDAT15424 D DE NDAT15424D DE 15424D A DE15424D A DE 15424DA DE 15424 C DE15424 C DE 15424C
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steam
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small cylinder
innovations
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DENDAT15424D
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F. SCHICHAU in Elbing
Publication of DE15424C publication Critical patent/DE15424C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L29/00Reversing-gear
    • F01L29/04Reversing-gear by links or guide rods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. December 1880 ab.
Die vorliegenden Neuerungen beziehen sich auf die Regulirung der Dampfeinströmung in den grofsen Cylinder und auf den Umsteuerungsmechanismus an Compound-Locomotiven.
Die Regulirung bezweckt, das Anfahren der Locomotive auch für den Fall zu ermöglichen, in welchem die Kurbel des kleinen Cylinders auf dem todten Punkte steht; durch den "Umsteuerungsmechanismus soll erreicht werden, dafs die Steuerung des grofsen Cylinders nahezu einen constanten mittleren Füllungsgrad veranlafst, während im kleinen Cylinder mit allen Füllungsgraden von 0,1 bis 0,75 gearbeitet werden kann.
In beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen:
Fig. ι die Disposition der Dampfrohrleitung,
Fig. 2 und 3 einen in diese Rohrleitung eingeschalteten Dampfspannungsregulator mit Absperrschieber,
Fig. 4, S und 6 den Umsteuerungsmechanismus.
Bei der Regulirung der Dampfeinströmung in den Schieberkasten des grofsen Cylinders sind im wesentlichen der in einer besonderen Kammer A des kleinen Cylinders angebrachte Wechselschieber w und der Dampfabsperrschieber B, welche vom Führerstand aus gleichzeitig und von einander abhängig bewegt werden, sowie der Dampfspannungsregulator C thätig. Der Dampf nimmt seinen Weg nach dem Schieberkasten des kleinen Cylinders durch den in üblicher Weise construirten Regulator D.
Mit diesem Regulator verbunden ist auch der Absperrschieber B mit dem Dampfspannungsregulator C, durch welche directer Kesseldampf in das Receiverrohr r und somit nach dem grofsen Cylinder geleitet werden kann.
Die Kammer A des kleinen Cylinders steht in Verbindung mit dem Dampfaustrittskanal a des kleinen Cylinders, mit dem Blasrohr durch das Exhaustrohr b" b1 und dem Receiverrohr r; der Wechselschieber w dient dazu, nach Erfordern entweder eine Communication zwischen dem Dampfaustrittskanal des kleinen Cylinders und dem Blasrohr oder dem Receiver herzustellen.
Vermittelst des von dem Führerstand erreichbaren Stellzeuges c c1 <r2 cz werden der Absperrschieber B und der Wechselschieber w gleichzeitig in Thätigkeit gesetzt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Oeffhet der Führer den Regulator D, um Dampf nach dem kleinen Cylinder zu leiten, und die Locomotive fährt. nicht an, so weifs er, dafs die Kurbel des kleinen Cylinders auf dem todten Punkte steht. Für diesen Fall wird der Handhebel c in der Richtung des Pfeiles bewegt, dadurch der Absperrschieber B geöffnet und dem directen Kesseldampf der Weg durch den Spannungsregulator C und das Receiverrohr r nach dem grofsen Cylinder frei gemacht. Da aber von der Bewegung des Absperrschiebers B durch das Stellzeug die Bewegung des Wechselschiebers w abhängig ist, so hat auch der letztere seine Lage verändert, und zwar ist derselbe in eine solche Stellung gebracht, dafs er dem im kleinen Cylinder verbrauchten Dampf den Eintritt zum Receiver versperrt und ihm den Austritt durch das Exhaustrohr b° b1 nach dem Blasrohr öffnet.
Der Dampfspannungsregulator C besteht aus dem Gehäuse g, dem hohlen Kolben/ und der Spiralfeder d, deren Spannung nach Erfordern vermittelst der Stellschraube t regulirt werden kann. Der Kesseldampf tritt durch die Oeffnungen e unter den Kolben f, welcher durch den Gegendruck der Feder in der gezeichneten Stellung so lange gehalten wird, bis die durch die Feder bestimmte Spannung unterhalb des Kolbens erreicht ist. Der Kolben f wird sich heben und die verkleinerten Oeffnungen e so lange den Dampfzutritt vermindern, bis der Dampfdruck unterhalb des Kolbens entsprechend vermindert ist. Die bekannte Wirkung dieses Dampfspannungsregulators wird hier dazu nutzbar gemacht, die Spannung des dem grofsen (Compound-) Cylinder zugeführten directen Kesseldampfes im Verhältnifs zu der gröfseren Kolbenfläche zu reduciren, damit die normale Kraftäufserung des grofsen Dampfkolbens nicht höher wird, als die des kleinen. -
Bei dem Ingangsetzen der Compound-Maschine wird also durch den Wechselschieber w das Receiverrohr r abgesperrt und der von dem Dampfspannungsregulator C beeinflufste directe Kesseldampf von geringerer Spannung nur nach dem grofsen Cylinder geleitet, damit das Triebwerk des letzteren, welches nicht stärker als dasjenige des kleinen Cylinders construirt ist, nicht übermäfsig beansprucht wird.
Der in Fig. 4 bis 6 veranschaulichte Umsteuerungsmechanismus für Compound-Maschinen unterscheidet sich von anderer Coulissensteuerung dadurch, dafs von derselben Bewegung der Steuerungsspindel J die Coulissen auf den beiden Seiten der Locomotive in verschiedenem Wegverhältnifs bewegt werden. Dieses wird dadurch erreicht, dafs die Steuerungswelle aus zwei Theilen z'1/2 hergestellt wird, von denen derjenige für die Steuerung zum kleinen Cylinder durch den Hebel h1 und die Zugstange zl direct mit der Mutter m der Steuerungsspindel verbunden ist. Die Steuerungswelle P mit dem Hebel k1 für den grofsen Cylinder ist durch die Zugstange z2, den doppelarmigen, im Steuerungsbock gelagerten Hebel k und den an Schwinge P befestigten Lenker / mit der Mutter m der Steuerungsspindel verbunden.
Die aus dem Hebel k und dem den letzteren mit der Mutter der Steuerungsspindel verbindenden Lenker / gebildeten Zwischenmechanismen veranlassen bei richtiger Wahl der Hebelübersetzungsverhältnisse und durch die Wirkung des Gegenlenkers ll, dafs der Angriffspunkt der Zugstange #2 am Hebel k einen Halbkreis beschreibt, während die Mutter m der Steuerungsspindel sich zwischen ihren Endstellungen bewegt. Diese Halbkreisbewegung des Angriffspunktes der Zugstange z2 am Hebel k bewirkt, dafs die zugehörige Coulisse q"1 sich von der Nullstellung schnell, von dem gewünschten mittleren Füllungsgrade aber nur sehr langsam entfernt.
Der vorliegende Steuerungsmechanismus ist so eingerichtet, dafs die Steuerung des grofsen Cylinders annähernd auf 0,5 Füllung beharrt, während im kleinen Cylinder alle Füllungsgrade von 0,1 bis 0,75 benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der Steuerungsmechanismus, bestehend aus dem an die Mutter m der Steuerungsspindel ί angreifenden Lenker /, der Schwinge P und dem doppelarmigen Hebel k, zur Bewegung des Stellzeuges, welches die Steuerungsorgane des Compound- Cylinders beeinflufst.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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