DE154235C - - Google Patents

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DE154235C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B15/00Obtaining copper
    • C22B15/0063Hydrometallurgy
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- JVl 154235 KLASSE 40«.
Es ist bekannt, daß schweflige Säure mit Kupferoxyd sich leicht zersetzendes schwefligsaures Kupfer bildet, das sich nach und nach in ein Gemenge von schwefligsaurem Kupfer-5 oxydul und -oxyd und schwefelsaurem Kupferoxyd umwandelt, und zwar nach folgenden Formeln:
i) 3 CmO +3 SO2 = 3 CmSO8
2) 3 Cu SO3 + CuO =
Cu2 S O3 + Cu SO3 + Cu S O4.
Schwefligsaures Kupfer ist bekanntlich in Wasser schwer, dagegen in Lösungen von schwefliger Säure oder schwefelsaurem Kupferoxyd leicht löslich.
Diese Beobachtungen wurden bereits früher zu einem Verfahren. zur Behandlung von Kupfererzen mit schwefliger Säure benutzt, das ebenfalls die oben erwähnten Lösungen ergab.
Gemäß vorliegender Erfindung ist man nun imstande, aus diesen Lösungen das Kupfer teils in metallischem Zustande, teils in Form von schwefelsaurem Kupferoxyd zu gewinnen.
Geitner will bekanntlich beobachtet haben,
daß beim Erhitzen einer wässerigen Lösung von schwefligsaurem Kupfer bis zu 2000 ein Niederschlag von Kupfer entsteht, während schwefelsaures Kupferoxyd, Schwefelsäure und schweflige Säure in der Lösung zurückbleiben. Die von ihm aufgestellte Formel lautet:
. 4 (Cu S O8 + Cu., S OJ =
11 Cu +Cu S O4 + 6 S O3 + S O2.
Neuerdings angestellte Versuche des Erfinders ergaben aber, daß sich die Reaktion keineswegs gemäß der von Geitner gemachten Angabe vollzieht. Es wurde vielmehr beobachtet, daß eine auf i8o° C. erwärmte Lösung von schwefligsaurem Kupfer die schweflige Säure freigibt, während sich schwefelsaures Kupferoxyd und metallisches Kupfer bildet.
Die richtige Formel lautet also:
3) Cm2 SO3+ Cu SO3 =
2 Cu+ CuSO1+ S O2.
Gruppiert man die Gleichungen 1 bis 3, so ergibt sich folgende Gesamtreaktion:
4 Cu O + 2 S O2 = 2 Cu + 2 Cu S O4.
Die eine Hälfte des Kupfers wird also in metallischem Zustande und die andere Hälfte als schwefelsaures Kupferoxyd gewonnen.
Wird geröstetes Kupfererz mit einer Lösung von schwefliger Säure ausgelaugt, so erhält man eine gesättigte Lösung von schwefligsaurem Kupferoxydul und schwefligsaurem Kupferoxyd, sowie eine gewisse Menge schwefligsaures und schwefelsaures Eisenoxydul.
Das schwefligsaure Eisenoxyd wandelt sich bei einem Überschuß von schwefliger Säure nach folgenden Gleichungen um:
Fe2 O3SO2
SO^ =
Fe S O3.
Die gesättigte Lösung der Kupfer- und Eisensalze wird vermittels einer Pumpe in einen geschlossenen Kessel gedrückt, wo sie

Claims (1)

  1. auf eine Temperatur von i8o°C. erhitzt wird (was einem Drucke von ungefähr io kg entspricht).
    Bei dieser Temperatur ist das schwefligsaure und schwefelsaure Eisenoxydul vollkommen unlöslich und schlägt sich nieder. Das schwefligsaure Kupfer wird gespalten und scheidet zwei Drittel seines Kupfers in metallischem Zustande aus, während sich gleichzeitig schwefelsaures Kupferoxyd bildet.
    Die rückständige trübe Flüssigkeit wird
    unter ihrem eigenen Drucke in eine mit zwischen den Platten zirkulierendem Dampf geheizte Filterpresse gedrückt, die aber auch durch irgend eine andere Vorrichtung ersetzt werden kann, welche die Filtrierung bei hoher Temperatur gestattet.
    Man erhält so eine Lösung von Kupfersulfat, welche zementiert oder auf kristallisiertes schwefelsaures Salz hin behandelt werden kann, und einen Niederschlag von metallischem Kupfer, schwefligsaurem und schwefelsaurem Eisenoxydul. Man wäscht diesen Niederschlag mit reinem Wasser, das sich mit schwefelsaurem Eisenoxydul anreichert, das man durch Kristallisation gewinnen kann. Das zurückbleibende schwefligsaure Salz wird alsdann an feuchter Luft oxydiert und gibt schwefelsaures Eisenoxydul, welches man von neuem durch Waschen entfernt, und es bleibt schließlich sehr reines metallisches Kupfer übrig, welches geschmolzen und in Formen gegossen wird.
    Ρλϊεντ-Anspruch :
    Verfahren zur Gewinnung von Kupfer aus den bei der Behandlung" von oxydierten Kupfererzen mit einer Lösung von schwefliger Säure entstandenen Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösungen unter Druck bis auf i8o° C. erhitzt und bei gleicher Temperatur filtriert werden, um den das metallische Kupfer und Eisensalze enthaltenden Niederschlag von dem in Lösung verbliebenen schwefelsauren Kupfer zu trennen, worauf die Eisensalzc durch einfaches Waschen entfernt werden.
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