DE1536743C - Reiter aus durchsichtigem Kunststoff fur Schriftgutbehalter - Google Patents
Reiter aus durchsichtigem Kunststoff fur SchriftgutbehalterInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf einen Reiter aus festen Sitz auf dem zugeordneten Rand des Registrierdurchsichtigem
Kunststoff für Schriftgutbehälter, bei- gegenstandes, da sie allein nur kraftschlüssig gehalten
spielsweise Hängehefter oder -taschen, bestehend aus werden. Die Werkstoffdicke der Klemmschenkel ist
einem zur zugeordneten Behälterwand nahezu senk- außerdem in allen Querschnitten praktisch gleich
rechten sowie gegen deren obere Kante sich ab- 5 groß, so daß von vornherein die Klemmkraft begrenzt
stützenden, die Sichtfläche bildenden Steg und aus ist. Bei Verwendung dieser Klemmreiter als Griffzwei
die Behälterwand zwischen sich aufnehmenden reiter können sie nicht nur ohne weiteres quer zum
Klemmschenkeln mit ungleicher Schenkellänge, von Aufsetzrand abgezogen, sondern auch in ihrer Lage
denen der längere Klemmschehkel an der freien bzw. Stellung verschoben werden, so daß die Über-Längskante
zur Behälterwand abgewinkelte und in io sichtlichkeit über die Registratur verlorengeht.
Schlitze der letzteren einrastbare Zungen aufweist Schließlich sind nach dem Gebrauchsmuster
Schlitze der letzteren einrastbare Zungen aufweist Schließlich sind nach dem Gebrauchsmuster
und zum Steg nahezu senkrecht steht, wogegen der 1 951137 auch Klemmreiter bekanntgeworden, die
kürzere Klemmschenkel mit dem Steg einen spitzen jeweils durch einen einzigen Stanzschnitt aus einem
Winkel einschließt, Stück Blech hergestellt werden. Der kürzere Schenkel
Bei diesen bekannten, infolge der verschiedenen 15 ist aus dem längeren Schenkel herausgestanzt und hat
Länge der Klemmschenkel leicht aufsetzbaren Rei- eine schwalbenschwanzförmige Umrißform. An seitern
nach der deutschen Auslegeschrift 1143 181 hat ner Fußkante sind zwei in entsprechende Schlitze des
sich herausgestellt, daß sein Sitz am Kopfrand eines Randes der Schriftgutbehälterwand einrastbare Zun-Schriftgutbehälters,
z. B. am Hängerand eines Hänge- gen vorgesehen. Wenn auch bei diesem Reiter eine
hefters, einer Hängetasche od. dgl., jedoch nicht zu- zo formschlüssige Verbindung mit dem Rand der zuverlässig
ist. Derartige Reiter dienen nämlich ins- geordneten Behälterwand erzielbar ist und damit ein
besondere beim Einhängen und Aushängen der Abziehen des Reiters quer zu diesem Rand nicht
Schriftgutbehälter gleichzeitig als Griff. Sie werden ohne weiteres möglich erscheint, so ist dieses jedoch
dabei hin- und hergebogen und der Schriftgutbehäl- nur dann der Fall, wenn das Gewicht des Schriftgutter
an dem zugeordneten Reiter hochgehoben. Bei 25 behälters nicht groß ist und beim Hantieren der Reigroßem
Gewicht der Schriftgutbehälter werden hier- ter nicht hin- und hergebogen wird. Da aber solche
bei die Zungen des längeren Klemmschenkels auf- Reiter immer als Handhabe benutzt werden und dagebogen
und dieser selbst nach außen durchgebogen, her wechselnden Beanspruchungen unterworfen sind,
so daß der Reiter ohne weiteres quer zum Kopfrand können sie infolge ihrer leichten Bauweise ohne wei-
bzw. Hängerand des Schilftgutbehälters abgezogen 3° teres aufgebogen und von der Behälterwand abgewerden
kann. Außerdem erfordert das Ablesen der zogen werden. Auch diese bekannten Klemmreiter
sich unter dem Steg befindlichen Beschriftungs- bzw. können daher kein Vorbild dafür sein, wie der Reiter
Kennzeichnungsstreifen eine gewisse Sorgfalt, weil nach der deutschen Auslegeschrift 1143 181 bzw. ein
der Steg verhältnismäßig schmal und damit die Be- Reiter der eingangs im ersten Absatz erläuterten
schriftung klein ist. 35 Gattung ausgebildet werden muß, damit er selbst bei
Schmale Sichtflächen an Schriftgutbehältern oder Benutzung als Griffreiter auch bei großem Gewicht
an sonstigen Registriergegenständen werden daher des Schriftgutbehälters nicht quer zum Rand der ihn
häufig mit Leselupen versehen, vgl. z. B. die britische aufnehmenden Behälterwand abgezogen, aber trotz-Patentschrift
710 522. Solche Leselupen bestehen dem verhältnismäßig leicht ohne Ausschieben eines
vorwiegend aus glasklarem Kunststoff und haben 40 unter seinem Steg befindlichen Beschriftungsstreifens
einen plankonvexen Querschnitt, um eine Vergröße- aufgesetzt werden kann.
rung der Buchstaben des unterhalb ihrer Planseite Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch geliegenden
Beschriftungsstreifens zu gewährleisten. Die löst, daß der längere Klemmschenkel etwa in Höhe
bekannten Leselupen sind vorzugsweise an den bei- der freien Längskante des kürzeren Klemmschenkels
den Längsrändern im Querschnitt etwa U-förmig ge- 45 gegen diesen abgewinkelt ist und daß der Steg gegenstaltet und haben je einen kurzen, frei· auslaufenden über den Klemmschenkeln verdickt ist, wobei die
Schenkel, der den Träger der Sichtfläche klemmend Verdickung einen plankonvexen bzw. halbkreisförmiuntergreift.
Eine solche Ausbildung der Leselupe ist gen Querschnitt aufweist.
durch die starke Profilierung ihres Querschnittes ver- <
Im einzelnen kann hierbei die Ausbildung so hältnismäßig starr sowie jn der Herstellung aufwen- 5° durchgeführt werden, daß der kürzere Klemmschendig
und darüber hinaus in der Flandhabung auch kel symmetrisch zur Mitte zu einer in seine Ebene
umständlich. Sie kann nur von einer Stirnseite der verlaufenden Abhebelasche verbreitert ist, deren
Sichtfläche her aufgeschoben werden, wobei jedoch freies Ende in Richtung zu den Zungen abgebogen
die Gefahr besteht, daß der zuvor aufgelegte Be- und zu diesen etwa parallel ist. Hierbei weist der
schriftungsstreifen mitverschoben oder zerknittert 55 längere Klemmschenkel zum Eingriff der Abhebewird.
' lasche eine gegenüber dieser vergrößerte Ausspa-
Es ist allerdings bekanntgeworden, Abhebelascheh rung auf. ■·.■-.■ :-m: :
an Klemmschcnkeln von Klemmreitern vorzusehen, . Diese Maßnahmen gewährleisten eine stabile Ausum
das Aufsetzen der Reiter auf den Rand eines führungsform und einen festen Sitz des Reiters auf
Registriergegenstandes zu erleichtern, vgl. die USA.- e° dem Rand einer jeweils zugeordneten Behälterwand,
Patentschrift 1023 219. Die Klemmschenkel dieser weil zuni Aufschieben des Reiters der abgewinkelte
bekannten Klemmreiter sind ebenfalls ungleich lang längere Klemmschenkel selbstverständlich ohne Überausgebildet.
Jeder kürzere Kleinrnschenkel ist an sei- schreiten der Elastizitätsgrenzen nahezu wieder genem
frei auslaufenden Ende lippenartig aufgebogen, radegebogen werden muß, bevor seine Zungen bei
wobei diese lippennrtige Aufbicgung als Abhebe- 65 aufliegendem Steg in die Schlitze der Behälterwand
lasche dient und zugleich das Aufstecken des Klemm- einrasten können. Beim Loslassen ist der längere
rciters auf dun Rand eines Registriergegenstandes Klemmschenkcl dann bestrebt, seine ursprüngliche
erleichtert. Derartige Klemmieiter haben keinen abgewinkelte Form wieder einzunehmen, wodurch
ten Ausführungsform. Der längere Klemmschenkel Ib' dieses Reiters 1' hat im Bereich der Abhebelasche
3' eine gegenüber dieser vergrößerte Aussparung, vorzugsweise eine Durchbrechung 4. In
diese Durchbrechung 4 wird der zugeordnete Rand der Behälterwand nach dem Aufschieben des Reiters
1' durch die Abhebelasche hineingedrückt, so daß sich die KlemmschenkelIb' und 1 c' wiederum
bis zum kraftschlüssigen Anliegen an der Behälter-
dieser Schenkel auf die freie Kante der den Reiter aufnehmenden Behälterwand fest aufgepreßt und
zwischen dieser freien Kante und den die Zungen aufnehmenden Schlitzen kräftig, aber elastisch verspannt
wird. Durch die zugleich als Leselupe geformte Verdickung des Steges ist dabei eine solche
Versteifung des Reiters eingetreten, daß die Klemmschenkel gegenüber dem Steg beim Aufsetzen und
Hantieren des Reiters nicht ohne weiteres bzw. nur
mit einem größeren Kraftaufwand aufgebogen wer- io wand nähern können,
den können. Durch die Abhebelasche wird hierbei Wie aus der F i g. 2 deutlich hervorgeht, greift die
den können. Durch die Abhebelasche wird hierbei Wie aus der F i g. 2 deutlich hervorgeht, greift die
der zum Aufspreizen der Klemmschenkel notwendige Abhebelasche 3' mit dem Bugbereich 3 b' des abge-Kraftaufwand
erheblich verkleinert und dadurch ins- bogenen und parallel zu den Zungen 1 d verlaufenbesondere
beim Aufstecken des Reiters verhindert, den Laschenendes 3 a' wesentlich in die Durchbredaß
der Beschriftungsstreifen aus dem Reiterinnern 15 chung 4 ein. Dadurch wird beim Aufschieben des
ausgeschoben werden kann. Durch die Aussparung Reiters 1' auf den Behälter durch die Abhebelasche 3'
im längeren Klemmschenkel kann der kürzere eine größere Abhebekraft auf den kürzeren Klemm-Klemmschenkel
eine größere Vorspannung erhalten, schenkel Ic' ausgeübt, so daß beide Klemmschenkel
da die in Ruhe befindliche Abhebelasche mit dem Ib' und Ic' trotz der durch den verstärkten Steg la'
abgekrümmten Teil in die vergrößerte Aussparung 20 verringerten Elastizität des Reiterwerkstoffes weit
des längeren Klemmschenkels eingreifen kann. Da- genug auseinandergespreizt werden können,
durch wird der Sitz des Reiters auf dem zugeordne- Zum Verrasten von längs verschiebbaren Schiebe-
durch wird der Sitz des Reiters auf dem zugeordne- Zum Verrasten von längs verschiebbaren Schiebe-
ten Rand der Behälterwand nochmals verbessert, weil reitern 5 auf der Sichtfläche des Steges 1 a' sind am
beim aufgeschobenen Reiter der betreffende Teil des Reiter 1' Rastnocken 6 vorgesehen, die außen an
Randes der Behälterwand durch die Abhebelasche in 25 dem die Aussparung 4 für die Abhebelasche 3' aufdie
Aussparung des längeren Klemmschenkels ein- weisenden längeren Klemmschenkel Ib' angeordnet
gedrückt bzw. hineingewölbt wird. sind. Infolge der spitzwinkligen Anordnung des kür-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des zeren Klemmschenkels Ic' zur planen Unterseite des
Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Steges ist der Schiebereiter 5 am kürzeren Klemm-
Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines teilweise 30 schenkel Ic' auch dann kraftschlüssig verankert,
dargestellten Schriftgutbehälters mit einem aufge- wenn der letztere eine geringfügige elastische Verformung
beim Aufschieben auf den Schriftgutbehältei erfährt. Eine Lösung der Verrastung des Schiebereiters
5 mit den Rastnocken 6 ist nicht möglich, da 35 diese auf dem längeren Klemmschenkel Ib' angeordnet
sind, der beim Aufschieben auf den Behälter lediglich in seinem abgebogenen Teil nahezu geradegebogen
wird.
Der längere Klemmschenkel 1 b' des Reiters 1' gespielsweise
einer Hängetasche oder eines Hängehef- 40 maß F i g. 2 ist im Bereich des die Sichtfläche bildenters
2, aufgeschoben. Der Reiter 1 besteht aus einem den Steges la zu diesem etwa rechtwinklig angeordzur
zugeordneten Behälterwand nahezu senkrechten net und in Höhe der freien Längskante des kürzeren
sowie gegen deren obere Kante 2 α sich abstützenden Klemmschenkels 1 c' gegen diesen abgewinkelt. Da-
und eine Sichtfiäche bildenden Steg la. Dieser Steg durch wird die Behälterwand beim Aufschieben des
ist verdickt, und die Verdickung ist bei der dargestell- 45 Reiters 1' elastisch verformt und zusätzlich gegen die
ten Ausführungsform zugleich als eine Leselupe mit Abhebelasche 3' angepreßt, so daß ein besonders
plankonvexem bzw. halbkreisförmigem Querschnitt fester Sitz des Reiters 1' gewährleistet ist. Es ist mögausgebildet.
Der Reiter weist außerdem zwei die Hch, die Stirnenden 7 des längeren Klemmschenkels
Behälterwand zwischen sich aufnehmende Klemm- Ιό' im Bereich der freien Längskante abzuschrägen,
schenkel Ib und Ic ungleicher Schenkellänge auf, 50 wie dies in Fig. 2 in gestrichelten Linien angedeutet
von denen der längere Klemmschenkel Ib an der ist. Durch derartige abgeschrägte Ecken des langen
freien Längskante zur Behälterwand abgewinkelte
und in Schlitze 2 b der letzteren einrastbare Zun- ■
gen Id aufweist und zum Steg nahezu senkrecht
steht. Der kürzere Klemmschenkel Ic schließt mit 55
der planen Unterseite des als Leselupe ausgebildeten
und in Schlitze 2 b der letzteren einrastbare Zun- ■
gen Id aufweist und zum Steg nahezu senkrecht
steht. Der kürzere Klemmschenkel Ic schließt mit 55
der planen Unterseite des als Leselupe ausgebildeten
schobenen Reiter und
Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform des Reiters im vergrößerten
Maßstab.
Jeder Reiter 1 wird vorwiegend durch Spritzgießen oder Spritzpressen aus durchsichtigem bzw. glasklarem
Kunststoff hergestellt. Vorzugsweise wird der Reiter auf einem Rand eines Schriftgutbehälters, bei-
Klemmschenkels wird das Aufschieben des Reiters 1' auf den Rand einer Schriftgutbehälterwand noch zusätzlich
vereinfacht.
Steges la einen spitzen Winkel ein.
Der freie Längsrand des kürzeren Klemmschenkels Ic ist symmetrisch zur Mitte in Richtung der Zungen
Id zu einer in seiner Ebene verlaufenden Abhebelasche
3 verbreitert, deren freies Ende 3 α abgebogen und von der Wand des Behälters 2 weggekrümmt ist.
Durch das abgebogene Laschenende 3 α der Abhebelasche 3 ist der kürzere Klemmschenkel Ic beim
Aufschieben des Reiters 1 auf die Behälterwand zumindest um die Dicke der letzteren von dem längeren
Klemmschenkel 1 b abhebbar.
Die F i g. 2 zeigt einen Reiter 1' in einer bevorzug-
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Reiter aus durchsichtigem Kunststoff für Schriftgutbehälter, beispielsweise Hängehefter oder -taschen, bestehend aus einem zur angeordneten Behälterwand nahezu senkrechten sowie gegen deren obere Kante sich abstützenden, die Sichtfläche bildenden Steg und aus zwei die Behälterwand zwischen sich aufnehmenden Klemmschenkeln mit ungleicher Schenkellänge,. von denen der längere Klemmschenkel an der freien Längskante zur Behälterwand abgewinkelte und in Schlitze der letzteren einrastbare Zungen aufweist und zum Steg nahezu senkrecht steht,wogegen der kürzere Klemmschenkel mit dem Steg einen spitzen Winkel einschließt, dadurch gekennzeichnet, daß der längere Klemmschenkel (1 b bzw. 1 b') etwa in Höhe der freien Längskante des kürzeren Klemmschenkels (Ic bzw. Ic') gegen diesen abgewinkelt ist und daß der Steg gegenüber den Klemmschenkeln verdickt ist, wobei die Verdickung einen plankonvexen bzw. halbkreisförmigen Querschnitt aufweist.
2. Reiter nach Anspruch 1, dadurch gekenn-zeichnet, daß der kürzere Klemmschenkel (1 c bzw. 1 c') symmetrisch zur Mitte zu einer in seiner Ebene verlaufenden Abhebelasche (3 bzw. 3') verbreitert ist, deren freies Ende in Richtung zu den Zungen (Id) abgebogen und zu diesen etwa parallel ist.3. Reiter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der längere Klemmschenkel (16') zum Eingriff der Abhebelasche (3') eine gegenüber dieser vergrößerte Aussparung (4) aufweist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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