DE1535656C - Am Geweberand angeordnete, der Ein tragung eines Schußfadens dienende Blas vorrichtung fur Webmaschinen mit pneuma tischer Schußeintragung - Google Patents
Am Geweberand angeordnete, der Ein tragung eines Schußfadens dienende Blas vorrichtung fur Webmaschinen mit pneuma tischer SchußeintragungInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine am Geweberand an- vorteilhafterweise als Lichtschranke ausgebildet, die
geordnete, der Eintragung eines Schußfadens die- am Rohr angebracht ist und in Abhängigkeit von der
nende Blasvorrichtung für Webmaschinen mit pneu- Schußfadenankunft an der Schranke das Schließen
matischer Schußeintragung und einer zwischen der der Bremse veranlaßt.
Blasvorrichtung und der ortsfesten Schußfaden- 5 Der von dem Rohr umschlossene Ringraum wird
Vorratsspule vorgesehenen Fadenbremse. . günstigerweise durch zwei Scheiben nach Art eines
Bei einer (französische Patentschrift 1 242 687) be- Kanals abgedeckt, von welchen jede an einem Rand
kannten Vorrichtung dieser Art ist vor einer als Düse des Längsschlitzes anschließt. Ferner empfiehlt es
ausgebildeten Blasvorrichtung eine Kammer vor- sich, an dem schlaufenförmigen Rohr wenigstens eine
gesehen, die dem zeitweiligen Speichern des Schuß- ίο zusätzliche Blasluftzuführung vorzusehen, über
fadens dient. Der Schußfaden befindet sich hier zu welche zumindest im Augenblick der Schußfaden-Beginn
des Eintragens in das Webfach in Ruhe, und eintragung in das Webfach ein zusätzlicher Blasluftdie
Fadenbremse wird geschlossen, wenn das Ein- impuls gegeben werden kann.
tragen in das Webfach beginnen soll. Erst jetzt be- Sobald der Schußfaden in das Webfach einschleunigt
die Düse den Schußfaden, der sich bis 15 getragen worden ist, wird eine Schere betätigt, die
dahin in Ruhe befunden hat, wodurch eine Ver- das eingetragene Schußfadenstück randseitig von dem
zögerung der Schußfadeneintragung bewirkt wird. übrigen Schußfaden abtrennt. Zweckmäßig ist es so-Weiterhin
wird der Schußfaden in die Kammer der- dann, wenn innerhalb des Kanals ein Fadenrückart
hineingesaugt, daß die Saugwirkung der Beschleu- holer vorgesehen ist, der den Anfang eines Schußnigung
des Schußfadens durch die Düse entgegen- 20 fadenstückes, das unmittelbar von der Eintrittsstelle
wirkt, was eine weitere Verzögerung der Eintragung des Rohres zu dessen Austrittsstelle verläuft, aus dem
des Schußfadens mit sich bringt. Austrittsrohrstück nach dem eintrittsseitigen Rohr-Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine stück bringt. Wenn hierauf die Bremse wieder ge-Blasvorrichtung
der eingangs genannten Art zu öffnet wird, wird erneut ein Schußfadenstück festschaffen,
bei der die Schußfadeneintragung schneller 25 gelegter Länge von der Vorratsspule abgezogen und
als bisher abläuft, indem der Schußfaden sich be- innerhalb des Rohres ausgelegt,
reits im Flug befindet, wenn die Eintragung in das Der Fadenrückholer kann als schwenkbeweglicher
Webfach beginnt. Hebel ausgebildet sein, dessen freies Ende unter Er-Die Erfindung sieht hierzu vor, daß die Blas- greifen des im Austrittsrohrstück befindlichen Schußvorrichtung
aus einem vom Schußfaden durchlaufe- 30 fadenstückes in dessen Lauf stellbar und anschließend
nen, schlaufenförmig gebogenen Rohr mit einem zurückstellbar ist. Beim Herausschwenken aus der
Längsschlitz nach dem von der Rohrschlaufe um- Bahn des Schußfadens wird das ergriffene Schußschlossenen
Raum hin besteht und eine Steuereinrich- fadenanfangsstück nach dem eintrittsseitigen Rohrtung
vorgesehen ist, die das Schließen der Faden- stück mitgenommen.
bremse bewirkt, sobald der Schußfaden in einer fest- 35 In vielen Fällen empfiehlt es sich, die Blasvorrichzulegenden
Länge innerhalb des Rohres ausgelegt ist. tung zugleich als Meßvorrichtung zu verwenden. In
Durch die Erfindung wird ermöglicht, daß der . diesem Fall wird die bisher benötigte zusätzliche
Schußfaden bereits im Anfangsmoment der Ein- Meßvorrichtung entbehrlich und zugleich wird der
tragung in das Webfach seine volle Fluggeschwindig- Vorteil genutzt, daß der Schußfaden beim Eintragen
keit oder doch zumindest einen beachtlichen Teil der- 40 in das Webfach bereits fliegend ankommt,
selben besitzt. Der Schußfaden befindet sich bereits In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erim
Flug, wenn der Impuls zur Eintragung in das findung an Hand eines Ausführungsbeispieles erWebfach
gegeben wird. Infolgedessen braucht er in läutert. Es zeigt
diesem Zeitpunkt nicht erst aus dem Zustand der F i g. 1 eine Blasvorrichtung, schematisch,
Ruhe heraus beschleunigt zu werden. Dies wiederum 45 F i g. 2 eine Darstellung, aus der der zeitliche Aberbringt
den Vorteil, daß der Eintragungsvorgang lauf des Abziehens und Eintragens mittels der Vorwesentlich
rascher abläuft als bisher. richtung nach F i g. 1 hervorgeht,
Die in dem schlaufenförmig gebogenen Rohr F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in
kontinuierlich fließende Blasluft erfaßt den Schuß- F i g. 1 und
faden an der Eintrittsstelle und bläst ihn durch das 50 F i g. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in
Rohr hindurch, wobei er einerseits von der Vorrats- Fig. 1.
spule abgezogen wird und andererseits zur Rohr- Bei dein Ausführungsbeispiel wird die Blasvorrichaustrittsstelle
gelangt. Es wird nun dafür gesorgt, daß tung im wesentlichen von einem schlaufenförmig gedie
Eintragung des Schußfadens in das Webfach in bogenen Rohr 1 gebildet, dem eine Fadenbremse 2
dem Augenblick beginnen kann, in welchem das freie 55 zugeordnet ist. Das Rohr 1 ist an eine Blasluft-Schußfadenende
sich an der Austrittsstelle des Rohres zuleitung 3 angeschlossen, in welche die Luft kontibefindet.
Außerdem wird über die Steuereinrichtung nuierlich in Richtung des Pfeiles A strömt. Zwischen
dafür gesorgt, daß die Fadenbremse geschlossen wird, der Blasluftzuleitung 3 und dem gebogenen Rohr 1
sobald sich das freie Schußfadenende an der Aus- ist ein Ventil 4 eingebaut. Das Austrittsrohrstück 1'
trittsstelle des Rohres befindet. Die im Rohr noch 60 kreuzt bei B das eintrittsseitige Rohrstück 1"
immer strömende Blasluft bewirkt nun,, daß der im (vgl. F i g. 1).
Flug befindliche Schußfaden die Rohraustrittsstelle Ein Schußfaden F durchläuft, von einer Vorrats-
durchfliegt, wobei die Schlaufe, die der Schußfaden spule 5 kommend, die Fadenbremse 2 und tritt bei 6
innerhalb des schlaufenförmig gebogenen Rohres in das gebogene Rohr 1 ein. Der zunächst nur in das .
bildet, aufgezogen wird. Das Aufziehen der Schlaufe 65 Rohr 1 einragende Schußfadenanfang wird von der
wird dadurch möglich, daß das Rohr auf seiner ge- kontinuierlich strömenden Luft erfaßt und innerhalb
samten Länge geschlitzt ist. des Rohres bis zu dessen Austrittsstelle C ausgelegt.
Die Steuereinrichtung für die Fadenbremse ist Das Rohr 1 ist auf die Länge seiner Windung nach
einem von ihm umschlossenen Ringraum D hin geschlitzt. Der Längsschlitz ist mit 7 bezeichnet. Der
Ringraum D ist durch Scheiben 8 und 9 abgedeckt. Diese Scheiben schließen unmittelbar am Rand 10
bzw. 11 an. Somit entsteht ein Kanal 12.
Wird die Fadenbremse! geschlossen, sobald die Schußfadenspitze die Austrittsstelle C erreicht hat,
dann fliegt der Schußfaden in Richtung des Pfeiles E weiter, wobei die Schlaufe, die er innerhalb des
Rohres 1 gebildet hat, aufgezogen wird, indem er durch den Längsschlitz 7 und den Kanal 12 hindurchtritt.
Wenn die Schlaufe aufgezogen worden ist, dann verläuft der Schußfaden F unmittelbar vom eintrittsseitigen
Rohrstück 1" zum Austrittsrohrstück 1'.
Als die Fadenbremse 2 steuernde Einrichtung 13 ist beim Ausführungsbeispiel eine Lichtschranke am
Rohr 1 angebracht. Die Lichtschranke 13 wird von jedem auszulegenden Schußfadenstück passiert. Die
Steuerung erfolgt nun so, daß die Lichtschranke 13 in dem Augenblick, in welchem der Schußfaden ankommt,
den Befehl zum Schließen der Fadenbremse 2 gibt. Innerhalb derjenigen Zeitspanne, die vom
Steuerbefehl bis zum Schließen der Fadenbremse 2 vergeht, legt der Schußfaden den Weg von der Lichtschranke
13 bis zur Austrittsstelle C zurück.
Die Lichtschranke 13 kann in Richtung und Gegenrichtung des Pfeiles P verstellt werden, wodurch es
möglich wird, die Länge des Schußfadenstückes, das jeweils in das Gewebe eingetragen werden soll, genau
festzulegen. Demzufolge kann die Blasvorrichtung zugleich als Meßvorrichtung verwendet werden.
Nachdem ein Schußfaden in ein Webfach eingetragen worden ist, wird das eingetragene Fadenstück
mittels einer Schere 14 vom übrigen Schußfaden abgetrennt. Darauf wird das im Austrittsrohrstück
1' befindliche Schußfadenstück in das Rohr 1 gezogen, was mittels eines Fadenrückholers 16 er-•olgt,
der bei dem Ausführungsbeispiel als bei 15 schwenkbeweglich gelagerter Hebel ausgebildet ist.
Sein freies Ende 17 ergreift beim Verstellen aus der in Fig. 1 ausgezogen dargestellten Lage in die gestrichelte
Lage das Schußfadenstück und zieht es in das Rohr 1.
An der Blas- bzw. Meßvorrichtung können noch weitere Luftzuleitungsrohre angeschlossen werden,
über welche vornehmlich im Augenblick des Eintragens ein Luftimpuls gegeben wird. Solche zusätzlichen
Luftzuleitungen sind mit 18, 19 und 20 bezeichnet. Sie können an die gleiche Blasluftquelle angeschlossen
sein, an welche die Blasluftzuleitung 3 angeschlossen ist. Dann wird im Augenblick des Eintragens
der Druck innerhalb der Blasvorrichtung das Verschließen des Ventils 4 bewirken, so daß der gesamte
zur Verfügung stehende Luftdruck dann allein zum Eintragen des Schußfadens in das Webfach genutzt
wird.
In F i g. 2 bezeichnet 21 eine Kurbelwelle, von der aus über einen Zapfen 22 die Lade verstellt wird.
Es sei angenommen, daß die Kurbelwelle in Richtung des Pfeiles G umläuft. Sobald der Kurbelzapfen an
die Stelle α gelangt, wird die Fadenbremse 2 geöffnet. Infolgedessen wird der Schußfaden F von der
Vorratsspule 5 abgezogen und innerhalb des Rohres 1 ausgelegt. Wenn der Zapfen nach b gelangt, wird
die Fadenbremse 2 geschlossen; der Schußfaden F hat inzwischen die Austrittsstelle C erreicht und wird
in das dort schon vorhandene Webfach eingetragen, während der Zapfen nach c gelangt. Während der
Zapfen 22 von c nach d sich bewegt, wird der eingetragene Schußfaden angeschlagen und abgeschnitten.
Sobald der Zapfen 22 in d ankommt, beginnt der Fadenrückholer 16 den Restfaden aus dem Austrittsrohrstück
1' zurückzuziehen. Der Rückholvorgang ist beendet, sobald der Zapfen 22 nach α gelangt.
Die abdeckenden Scheiben 8, 9 können gegebenenfalls in Fortfall kommen. Dann könnte selbstverständlich
zusätzliche Luft nur noch über die Luftzuleitung
ίο 19 zugeführt werden.
Das Rohr 1 muß nicht unbedingt ringförmig gebogen sein, es könnte vielmehr jede beliebige
Biegungsform aufweisen. Wesentlich ist nur, daß die Biegung nach Art einer Schlaufe verläuft.
Der Fadenrückholer könnte ebenfalls in Abweichung vom Ausführungsbeispiel eine andere Ausbildung
erhalten, beispielsweise könnte er rotierend vorgesehen werden. Ebenso könnte das Rückholen
des Fadenendes aus dem Austrittsrohrstück 1' auch
ao pneumatisch durch Umlenken des Luftstromes aus dem eintrittsseitigen Rohrstück 1" erfolgen.
Wenn auch in der Beschreibung des Ausführungsbeispiels dessen Funktion als fadenbeschleunigende
Blasvorrichtung in den Vordergrund gestellt wurde, so ist die Blasvorrichtung auch zur Verwendung als
Meßvorrichtung bestimmt. Um eine gewünschte Schußfadenlänge wählen und festlegen zu können,
ist ein Begrenzer 24 vorgesehen, durch welchen die Länge des Längsschlitzes 7 zumindest an einem Ende
verändert werden kann. Der Begrenzer 24 ist beispielsweise verschieblich angeordnet und überdeckt
an der Stelle, auf die er verschoben worden ist, den Längsschlitz 7. Somit kann die Gesamtlänge des
freien Schlitzes sogar während des Betriebes verändert
und fein einreguliert werden. Durch die Verstellbarkeit der Lichtschranke 13 soll lediglich gewährleistet
werden, deren Entfernung von der Austrittsstelle C so einstellen zu können, daß innerhalb
der Zeitspanne, die vom Impuls durch die Lichtschranke 13 bis zum Einfallen der Fadenbremse 2
vergeht, der Schußfadenanfang gerade an der Austrittsstelle C ankommt.
Claims (8)
1. Am Geweberand angeordnete, der Eintragung eines Schußfadens dienende Blasvorrichtung
für Webmaschinen mit pneumatischer Schußeintragung und einer zwischen der Blasvorrichtung
und der ortsfesten Schußfaden-Vorratsspule vorgesehenen Fadenbremse, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasvorrichtung
aus einem vom Schußfaden (F) durchlaufenen, schlaufenförmig gebogenen Rohr (1) mit
einem Längsschlitz (7) nach dem von der Rohrschlaufe umschlossenen Raum (D) hin besteht
und eine Steuereinrichtung (13) vorgesehen ist, die das Schließen der Fadenbremse (2) bewirkt,
sobald der Schußfaden (F) in einer festzulegenden Länge innerhalb des Rohres (1) ausgelegt ist.
2. Blasvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei den Ringraum (D) nach Art
eines Kanals (12) abdeckende Scheiben (8, 9), von welchen jede an einem Rand des Längsschlitzes
(7) anschließt.
3. Blasvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Kanals (12)
ein Fadenrückholer (16) vorgesehen ist, der den Anfang eines Schußfadenstückes, das unmittelbar
von der Eintrittsstelle (6) des Rohres (1) zu dessen
Austrittsstelle (C) verläuft, aus dem Austrittsrohrstück (1') nach dem eintrittsseitigen Rohrstück
(1") bringt.
4. Blasvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenrückholer (16) als
schwenkbeweglicher Hebel ausgebildet ist, dessen , freies Ende (17) unter Ergreifen des im Austrittsrohrstück
(1') befindlichen Schußfadenstückes in dessen Lauf stellbar und anschließend zurückstellbar
ist, wobei das freie Hebelende (17) aus der Bahn des Schußfadens stellbar und das mitgenommene
Schußfadenanfangsstück nach dem eintrittsseitigen Rohrstück (1") bringbar ist.
5. Blasvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das eintrittsseitige Rohrstück (1") in an sich bekannter Weise an eine
kontinuierlich von Blasluft durchströmte Blasluftzuleitung (3) angeschlossen ist.
6. Blasvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fadenbremse (2)
steuernde Einrichtung (13) als Lichtschranke ausgebildet ist.
7. Blasvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtschranke (13) am
Rohr (1) verstellbar vorgesehen ist.
8. Blasvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsschlitz (7) zumindest
an einem Ende durch einen Begrenzer (24) in seiner Länge verstellbar vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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