DE15302C - Schraflirapparat für Stahl- und Kupferstecher, Lithographen, Holzschneider und Zeichner - Google Patents

Schraflirapparat für Stahl- und Kupferstecher, Lithographen, Holzschneider und Zeichner

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Publication number
DE15302C
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DE
Germany
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lithographers
draftsmen
engravers
copper
steel
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Active
Application number
DENDAT15302D
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English (en)
Original Assignee
F. MARTINI & COMP, in Frauenfeld (Schweiz)
Publication of DE15302C publication Critical patent/DE15302C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/24Devices for generating stepwise movements of drawing equipment, e.g. for hatching

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1881 ab.
Dieser Apparat hat den Zweck, dafs bei Anwendung desselben mit gröfserer Genauigkeit und schneller als bisher Gerade oder leichte Wellenlinien und Parallellinien in gleicher oder steigender Entfernung auf Metallplatten, Papier oder anderem Material eingravirt oder gezogen werden können.
Fig. ι ist ein Grundrifs,
Fig. 2 eine Seitenansicht, und
Fig. 3 eine Endansicht des Apparates.
Fig. 4 zeigt den Griffel in Arbeitsstellung,
Fig. s die Stellung des Griffels beim Zurückgehen.
Fig. 6 bis 12 sind Einzelansichten des Schaltwerkes, und zwar:
Fig. 6 Grundplan unter Hinweglassung des Handhebels, des Zeigers und der Deckelplatte, Fig. 7 Endansicht der Deckelplatte, des Zeigers und der Stellschraube,
Fig. 8 Horizontalschnitt durch die Axe 4,
Fig. 9 Querschnitt nach A-B, Fig. 6,
Fig. 10 Querschnitt nach C- D, Fig. 6, : Fig. 11 Querschnitt nach E-F, Fig. 6,
Fig. 12 Querschnitt nach G-H, Fig. 6,
Fig. 13 Längenschnitt des Griffelhalters.
Fig. 14 giebt zwei Ansichten des Handhebels wieder.
Der Rahmen 1, Fig. 1, 2 und 3, dient als Grundlage für die übrigen Bestandteile und kommt mit seiner unteren Seite, die mit Kautschuktuch überzogen ist, auf die zu bearbeitende Fläche zu liegen.
Der Führungsarm 2, Fig. 1 bis 14, dient als Führung für den Schlitten 16 und als Lager für die kleine Parallelführungsaxe 5. Er gleitet mit dem rechten Ende auf der abgerichteten Fläche m des Rahmens 1, und links auf der Spindel 4, die ebenfalls im Rahmen gelagert ist und somit als Führung für den Arm 2 dient, welcher daselbst das Schaltwerk enthält.
Lagerdeckel 3, Fig. 3, 9, 10, 11 und 12, welcher durch die beiden Schrauben 13 mit Arm 2 verbunden ist, sichert die Führung des Armes. Das Schaltwerk ist folgendermafsen eingerichtet :
Das Spannstück 6, Fig. 6, 8, 9, 10, 11 und 12, wird durch den excentrisch angefeilten Zapfen 9, Fig. 6, 8, 10 und 12, der beim Drehen auf den Keil 7 drückt, und welcher wiederum seinen Gegenhalt in der Stellschraube 8 findet, fest an die grofse Führungsspindel 4 angeprefst, so dafs es in dieser Stellung mit dieser Spindel so zu sagen ein Stück bildet.
Am Zapfen 9 ist nämlich in der Höhe des Keiles 7 eine Fläche angefeilt, vermöge welcher diese beiden Stücke 7 und 9 sich in ihrer Ruhestellung nicht berühren, während beim Drehen des Zapfens 9 die Mantelfläche desselben in jeder anderen Stellung den Keil 7 an die Spindel 4 festdrückt.
10 ist ein kleiner Schalthebel, der auf den Zapfen 9 fest aufgeschraubt ist, und durch welchen oben angeführte drehende Bewegung des Zapfens 9 ausgeführt wird.
Der Deckel 12 nimmt in einem Ausschnitt die auf dem Zapfen 9 festsitzende Nase oder Knaggen α auf, welch letztere durch Umdrucken an den Deckel das Vorwärtsschalten zu bewerkstelligen hat. Der Deckel 12 ist mit vier Schrauben 14 fest mit Führungsarm 2 verbunden.
Der Hebel 21 mit Anschlageexcenter / und mit Zeiger z, Fig. 1 und 7, kann durch die Stellschraube 15 in jeder Position festgestellt werden, und diese Stellung des Anschlageexcenters / bedingt dann das gröfsere oder kleinere Vorwärtsschreiten des Griffels bezw. engere oder weitere Schraffirung, indem der Schalthebel 10 bei jeder Schaltung so weit nach links gedreht wird, bis seine Nase g am Excenter/ anschlägt. Beim Zurückdrehen des Schalthebels 10 in seine Anfangsstellung hat die Spiralfeder 11, Fig. i, 8 und 10, das nun wieder frei gewordene Spannstück 6 um den durch die Schaltung entstandenen Zwischenraum wieder. vorwärts zu schieben.
Mit dem Schlitten 16, Fig. 1, 3, 4 und 5, wird die zum Ziehen von Linien nöthige hin- und hergehende Bewegung dadurch ausgeführt, dafs man den Zapfen b des Mitnehmerhebels 20, Fig. 14, in das Loch c, Fig. 1, 4 und 5, des Schlittens steckt und dann mit diesem Hebel 20 hin und her fährt.
Der Griffelträger 17 mit Griffelträgerhülse 18 und den beiden Gelenkschräubchen 19, Fig. 1, hat die Bestimmung, den sogenannten Griffel, sei es Bleistift, Reifsfeder oder Diamant, aufzunehmen und nach Bedürfnifs verstellbar zu machen.
Im Griffelträger 17 ist, wie aus Fig. 1, 4 und 5 ersichtlich, ein abgekröpftes Drahtstück e eingeschraubt. An das freie Ende von e können Gewichte h aufgesteckt werden, welche dazu dienen, den Griffel mit einem gewissen regulirbaren, jedoch constanten Druck auf die Zeichnungsfläche zu pressen (s. Fig. 4).
Zum Ziehen von parallelen Linien mit steigender Entfernung dient das verstellbare Gleitlineal 22 mit Stellschraube 23, Fig. 1 und 2. Zu diesem Zweck wird die Stellschraube 15 des Excenters / losgemacht, so dafs das Excenter sich frei drehen kann, und es wird das Ende des Hebels 21 in Berührung mit der Kante des Lineals 22 gebracht, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Es wird somit beim jedesmaligen Vorwärtsschalten des Führungsarmes 2 gleichzeitig eine Verdrehung des Excenters/ bewerkstelligt, wodurch die Gröfse der Schaltung des Armes 2 verändert wird.
Will man Schraffirungen mit gleichen Entfernungen ausführen, so wird das Lineal 22 entfernt und das Excenter / durch die Stellschraube 15 in gewünschter Stellung festgeschraubt.
Das Arbeiten mit obigem Apparat geht in folgender Weise vor sich:
Angenommen, es sollen auf einer Metallplatte parallele Linien mit unter sich gleichen Entfernungen gezogen werden, so wird der Apparat so auf die betreffende Platte gelegt, dafs der Führungsarm 2 in seiner oberen Stellung ist und der Griffel genau die Richtung der ersten zu ziehenden Linie befolgt. Der Zeiger am Excenter sei z. B. für sehr enge Linien auf ο der Scala gestellt, die Stellschraube 15 angezogen und so die erste Linie gezogen, indem man mit der rechten Hand dem Mitnehmerhebel 20 die Stellung giebt, die er in Fig. 4 einnimmt, und den Schlitten 16 von links nach rechts zieht. Beim Rückgange des Schlittens in seine Anfangsstellung drückt man den Hebel 20 hinunter, ungefähr wie in Fig. 5 angegeben ist. In dieser Stellung wird nämlich durch die Nase d am Hebel das den Griffel belastende Gewicht h und der Griffel selbst in die Höhe gehoben, so dafs letzterer beim Zurückgehen die Platte nicht berühren kann.
Während dieses Zurückgehens wird mit der linken Hand die Drehung des Schalthebels 10 gegen das Excenter / ausgeführt, wobei durch Drehen des Zapfens 9 zuerst der Keil 7 (s. Fig. 8) gegen die grofse Führungsaxe 4 geprefst wird, wodurch Spannstück 6 und Axe 4 fest mit einander verbunden werden. Ist dieses geschehen, so kommt die Nase α am Zapfen 9 zur Wirkung. Beim Weiterdrehen des Schalthebels 10 kommt die Nase α mit Deckel 12 in Contact und stöfst denselben und mit ihm den Führungsarm vorwärts, und dies umsomehr, je gröfser man den Ausschlag des Schalthebels macht, und umgekehrt.
Drückt man dann den Schalthebel wieder in seine Anfangsstellung zurück, so läfst der Zapfen 9 den Keil 7 wieder los und die Spiralfeder 11 wird den Schaltapparat wieder in die Anfangsstellung für die nächste Schaltung zurückbringen.
Man wird nun, um die zweite Linie zu ziehen, wieder den Schlitten 16 von links nach rechts bewegen und während dessen Rückgang in beschriebener Weise die Schaltung für die dritte Linie ausführen u. s. w.
Sind Wellenlinien zu ziehen, zu welchem Zweck auf der polirten Fläche k drei verschiedene entsprechende Linien eingravirt sind, Fig. ι und 13, so wird die Spitze einer der Schrauben / im Schlitten, Fig. 1 und 13, in eine der verschiedenen eingravirten Linien eingestellt, wodurch der leichtgeführte Schlitten und mit ihm der Griffel die nämliche Wellenlinie beschreiben wird.
Zur bequemen Handhabung und Stellung des ganzen Apparates sind im Rahmen 1 zwei Griffknöpfe KK angebracht.
Der Apparat kann auch leicht zum Ziehen convergenter oder perspectivischer Linien eingerichtet werden; man hat in diesem Fall blos
den Arm 2 mittelst eines Scharnieres mit dem Schaltwerk verbunden zu construiren und das andere Ende desselben auf entsprechende Weise arretirbar zu machen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum Schraffiren, bestehend aus: Rahmen 1 mit Spindel 4, Führungsfläche m, Führungsarm 2 und Griffknöpfen KK mit Parallelführungsaxe 5; Schlitten 16 mit Theilen 17, 18, 19, 20, b, c, d, e, h, k, I; Schaltwerk aus Theilen 3, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 2i,a,f,g,z, und der Scala zum Schraffiren bei constanter Entfernung der Linien von einander, und mit den Theilen 22 und 23 und der Scala zum Ziehen parallel laufender Linien mit veränderlicher Entfernung von einander.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT15302D Schraflirapparat für Stahl- und Kupferstecher, Lithographen, Holzschneider und Zeichner Active DE15302C (de)

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