DE15116C - Neuerungen an Vorrichtungen zur Gewinnung zinkhaltiger Niederschläge aus Zinkdestillirofengasen unter Anwendung von Wasser - Google Patents

Neuerungen an Vorrichtungen zur Gewinnung zinkhaltiger Niederschläge aus Zinkdestillirofengasen unter Anwendung von Wasser

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DE15116C
DE15116C DENDAT15116D DE15116DA DE15116C DE 15116 C DE15116 C DE 15116C DE NDAT15116 D DENDAT15116 D DE NDAT15116D DE 15116D A DE15116D A DE 15116DA DE 15116 C DE15116 C DE 15116C
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gases
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muffles
water
openings
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DENDAT15116D
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C. PALM in Schwientochlowitz
Publication of DE15116C publication Critical patent/DE15116C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/04Obtaining zinc by distilling
    • C22B19/16Distilling vessels
    • C22B19/18Condensers, Receiving vessels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Neuerungen bezwecken:
1. eine Vereinfachung der Vorrichtungen;
2. die Vermeidung des Austritts der Gase aus dem Sammelkasten B in den Arbeitsraum.
Die Vereinfachung besteht hauptsächlich darin, dafs die Gase von zwei oder mehr Muffeln innerhalb des Ofens in einem Räume vereinigt werden und aus diesem entweder durch ein vor dem Ofen stehendes verticales, stabiles Verbindungsrohr A, Fig. 1, oder unmittelbar durch Oeffhungen a, Fig. 16 und 17, im Vorgewölbe G in den Kasten B gelangen.
Man gewinnt dadurch mehr Platz vor dem Ofen, verringert die mit Lehm zu verschmierenden undichten Stellen und ermöglicht die Anbringung von Absperrventilen F für jede nach dem Kasten B führende Gasleitung wegen der geringeren Zahl dieser Gasleitungen.
Die Herstellung dieses Gassammelraumes innerhalb des Ofens wird auf folgende Weise erreicht;
1. Die beiden in je einem Vorgewölbe liegenden Vorlagen V ruhen auf einer Platte P, Fig. 3, welche den unteren zur Entleerung der Muffeln nöthigen Raum U abgrenzt. Der Raum über der Platte P wird alsdann durch die Scheidewand E in zwei Theile getheilt, wovon der vordere S' als Gassammeiraum benutzt wird, in welche die Gase aus den beiden Vorlagen durch die Oeffnungen JJ gelangen. Die Räume e e1 zwischen den Vorlagen werden überdeckt, wie in Fig. 9 ersichtlich gemacht ist.
2. Die Gase von je zwei neben einander liegenden Muffeln gelangen direct ohne Vorlagen in den durch die Platte P abgegrenzten Sammelraum S, Fig. 8. Es ist aber in beiden Fällen darauf zu sehen, dafs die Wände, welche das Vorgewölbe nach vorn und hinten abschliefsen, dicht gemacht werden. Ebenso ist die Platte P an ihren Rändern zum dichten Abschlufs nach unten und die Wand E gut zu verschmieren.
Aus 5 oder S' gelangen die Gase durch eine vorn angebrachte Oeffhung Q, Fig. ioa, vermittelst eines Knierohres Ji durch eins der bei-' den Seitenstutzen in das Rohr A, Fig, 1, während letzteres durch den anderen Seitenstutzen die Gase eines angrenzenden Gassammelraumes -5 oder S1 erhält.
In A stofsen die Gase, durch das Rohr D, Fig. 5, geleitet, auf Wasser, setzen dort feste Bestandtheile ab und gelangen in der Richtung der Pfeile in den darüber liegenden Waschkasten B. Hier stofsen sie auf ein über jedem Rohr A hängendes Absperrventil F, werden durch dasselbe wieder auf die Wasserfläche gedrückt, setzen dort wieder feste Bestandtheile ab und gehen dann in den am Ende jeder Leitung stehenden Waschkessel C, aus welchem sie durch die Rohrleitung Z, welche gleichzeitig die beiden Kessel C verbindet und die Ventilkasten N JV je nach Bedarf zur Verbrennung in den Ofen O oder den angrenzenden Ofen O' gelangen.
Die Räume 5 oder S' können auch durch die Oeffnungen b, Fig. 16, in den Scheidewänden X der Fig. 10 gruppenweise verbunden sein, so dafs A die Gase von zwei Raum-
gruppen empfängt. Die Disposition kann auch. so getroffen werden, dafs A nur einen Gasstrom aufnimmt. In diesem Falle braucht A auch nur einen Stutzen.
Wird Rohr A nicht angewendet, so gelangen die Gase aus 5 oder S' durch die Oeffnung a im Gewölbe G durch ein am Boden des Kastens B angebrachtes, mit Ventilverschlufs versehenes Rohr c in den Kasten B, wobei sie den in Fig. 17 durch die Pfeile vorgezeichneten Weg durchlaufen.
Ebenso wie im ersten Falle können auch hier die Räume S bezw. S1 durch die Oeffnungen b gruppenweise mit einander verbunden sein, in welchem Falle die Gase in der Richtung der Pfeile auf Fig. 16 nach B gelangen. Die Zunge d in Fig. 16 und 17 kann auf Stutzen ruhen, welche auf der Platte P stehen, und hat den Zweck, die Gase, um mehr regulirisches Zink zu. gewinnen, langer in S zu halten.
Die Gase der durch die Oeffnungen b verbundenen Räume S oder S' können aber auch durch die Seitenwand von .S oder S' an den Enden des Ofens oder in der Mitte desselben durch einen in Fig. 1 und 5 ersichtlich gemachten Kanal g abgeleitet werden, aus welchem sie entweder durch Schlot h oder durch Rohr A in der Richtung der punktirten Pfeile in den Kasten B gelangen.
Der Anschlufs von h an B würde wie in Fig. 16 und 17, der Anschlufs von A an B wie in Fig. 3 und 5 zu bewerkstelligen sein.
Die Reinigung von g erfolgt durch die verschliefsbare Oeffnung i und durch das an A anschliefsende Knie JZ.
Der Schlot /2 kann durch eine bei k angebrachte Oeffnung in der Vorderwand des Ofens zugänglich gemacht werden.
Wird der Sammelkasten B nicht angewendet, so wird das Rohr A, wie in Fig. 7 gezeichnet, verlängert und oben geschlossen. Aus diesem gelangen die Gase entweder durch eine Oeffnung im Hauptgewölbe oder in der Richtung der Linie t-t, Fig. 3, vermittelst des Rohres ί in den Ofen, wobei sie noch vorher besondere Behälter zum Ablagern der Niederschläge passiren können. Wird in A kein Wasser angewendet, so ist die Eingufsöffnung T, Fig. 4, nicht nöthig, ebenso kann dann auch das Rohr D weggelassen werden.
Die Platte P hat vier Rippen, durch welche für jede Muffel eine Führung für das Gezähe bis in die Muffel gebildet wird.
Die Rinnen u in der Mitte und an den Seiten der Platte werden mit Lehm ausgefüllt, wie in Fig. 10 und 10 a ersichtlich gemacht ist. Zum Füllen der Muffeln ist vorn in der Wand für jede Muffel eine durch einen Vorsetzer verschliefsbare Oeffnung herzustellen, wie in Fig. 8 und 10 zu' ersehen. Der Vorsetzer erhält unten ein Stichloch und in der Mitte oder oben eine Spuröffhung, welche beide nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden. Zum Abschlufs der Vorlagen V dient ein eben solcher Vorsetzer.
Die Platte P ruht vorn und hinten auf Pfeilern, kann aber auch hinten, wie gezeichnet, in einem Einschnitt der Muffel ruhen.
Zur Herstellung des Raumes S' kann der · Theil der Platte P hinter der Scheidewand E weggelassen werden.
Zur Beobachtung der Flamme im Ofen dient das vorn durch einen Stöpsel verschliefsbare Rohr r und zur Regulirung der Temperatur des Raumes 5 bezw. S' der Kanal M, Fig. 10 und ioa. Ist .S abzukühlen, so ist M hinten zu und vorn offen, Fig. ioa, oder hinten und vorn offen; ist S zu erwärmen, so ist M hinten offen und vorn zuzumachen.
In S können auch zwei und mehr Kanäle M benutzt werden.
Die Verbindung der Knieröhren R mit A erfolgt dadurch, dafs das eine Knieende in die Oeffnung Q und das andere auf den an A befindlichen und für dieses Knie bestimmten Stutzen geschoben wird, und die undichten Stellen mit Lehm verschmiert werden. Zur Reinigung der Knieröhren, der Vorlagen und Muffelöffnungen dienen die Spuröffnungen a' und a", Fig. 13, die beliebig verschliefsbar gemacht werden können, am zweckmäfsigsten durch Pfropfen, welche in die Stutzen b' und b", Fig. 14 und 15, gesteckt werden.
Die Ventile F tauchen, herabgelassen, ins Wasser und können von aiifsen vermittelst Spindelkette und Rollen bewegt werden.
Der dichte Ventilabschlufs wird aber auch ohne Wasser erreicht.
- Die Röhren A werden durch T mit Wasser gefüllt und durch K gereinigt.
Rohr A, Fig. 7, erhält zur Reinigung von s gegenüber von s eine verschliefsbare Reinigungsöffnung.
Ansätze an den inneren Wandungen von A fallen durch Klopfen am Rohre A nieder. , In dem Wasserkessel L kann eine Wasserbrause eingeführt werden.
Zur Verbrennung der aus L in den Ofen O bezw. O' gelangenden Gase sind im Mauerwerk in der Nähe des Gasrohres Luftzutrittsöffhungen herzustellen.
Die Oeffnungen im Kasten B, durch welche die Ventilspindeln gehen, sind durch Stopfbüchsen zu dichten oder jedesmal mit Lehm zu verschmieren.
Die überdeckten Kanäle e e' zwischen den Vorlagen und zwischen Vorlage und Scheidewand H; welche in Fig. 9, Schnitt d-d, c-c und/;/ ersichtlich gemacht sind, werden, je nachdem es die Temperatur in V erfordert, vorn geschlossen oder geöffnet. Rohrleitung L und die Ableitungsrohre nach dem Ofen werden
durch passend angebrachte Oeffnungen an der Seite des Rohres gereinigt, welche durch Verschlufsdeckel, Klappen etc. verschliefsbar sind.
Die Oeffnungen Q dienen aufser zur Gasableitung auch zur Reinigung der Oeffnungen a und b, Fig. 16, und der Muffelöffnungen. Es ist daher in jeder das Vorgewölbe nach vorn abgrenzenden Wand eine Oeffnung Q herzustellen.
Diejenigen Oeffnungen Q, welche nicht zur Gasableitung gebraucht werden, erhalten einen abnehmbaren Vorsetzer, welcher noch eine verschliefsbare Spuröffhung haben kann.
Beim Entleeren der Muffeln einer Gruppe wird das zugehörige Absperrventil F geschlossen und erst dann wieder geöffnet, wenn sämmtliche Muffeln dieser Gruppe wieder aufs neue gefüllt und unten geschlossen sind. Die Gase der noch nicht geleerten und der bereits wieder aufs neue gefüllten Muffeln gelangen mithin beim Muffelräumen durch die leeren Muffeln hindurch durch deren Raumöffnungen in den Raum U und können von dort aus durch besondere Vorrichtungen abgeleitet werden.
Beim Reinigen von R Q Vg etc. kann ebenfalls F herabgelassen werden.
Der eine Stutzen an A kann mit einem Pfropfen geschlossen sein, während durch den anderen Gas durchgeht.
Rohr A kann man direct an g, Fig. 5, anschliefsen, indem man den an A befindlichen Stutzen in die Oeffnung bei i oder k, Fig. i, hineinsteckt. Der andere Stutzen, der enger sein kann, würde dann zur Reinigung von g oder der Oeffnung bei k dienen. Die Reinigung wäre dann durch ein durch D hindurchgeführtes Rohr oder unter D hindurch zu bewerkstelligen.
Verbrannte Gase können durch einen Exhaustor durch den Gaswaschkasten W, Fig. 11 und 12, gesaugt oder gedrückt werden. Die Gase gehen in dem Kasten W in der Richtung der Pfeile, werden durch die Scheidewände Y Y Y auf Wasser geleitet, setzen dort feste Bestandtheile ab, und können noch durch die Brausen ZZZ zum Zweck einer gröfseren Gewinnung von zinkhaltigen Niederschlägen gewaschen werden. Je kräftiger der Exhaustor, desto tiefer können die Scheidewände YYY gestellt werden.

Claims (9)

Patent-AnSprüche:
1. Die Leitung der Gase von immer je zwei oder mehr neben einander liegenden Vorlagen in einen darüber liegenden begrenzten gemeinschaftlichen Raum durch Oeffnungen am oberen Theile der Vorlagen.
2. Die Benutzung des Vorgewölberaumes ,S oder eines Theiles desselben als Sammelraum für die Gase von zwei oder mehr Muffeln.
3. Die Platte P.
4. Die Abgrenzung des zur Entleerung der Muffeln nöthigen Raumes U von dem oberen Theile des Vorgewölbes.
5. Das stabile verticale Rohr oder Ballon A zur Aufnahme der Zinkdämpfe.
6. Das Verfahren, die Gase von vier und mehr Muffeln in einem Rohre oder Ballon zu vereinigen.
7. Die beiden Knieröhren R.
8. Die Anwendung des Gaswaschkastens W zur Gewinnung von Zinkoxyd aus bereits verbrannten Zinkdestillirofengasen.
9. Die Oeffnung h in der Scheidewand X oberhalb der Platte P.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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