DE150893C - - Google Patents

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DE150893C
DE150893C DENDAT150893D DE150893DA DE150893C DE 150893 C DE150893 C DE 150893C DE NDAT150893 D DENDAT150893 D DE NDAT150893D DE 150893D A DE150893D A DE 150893DA DE 150893 C DE150893 C DE 150893C
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Germany
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rubber
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B3/00Footwear characterised by the shape or the use

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

^iW c2£a\l'ctfi
KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 150893 KLASSE 71 α. ϊ
*" Vorliegende Erfindung betrifft einen Gummischuh oder -Stiefel, der nach Art des in der amerikanischen Patentschrift 547373 beschriebenen Schuhes einen aus einem Stück bestehenden, den Fuß umschließenden Oberteil besitzt, dessen Verbindungsstelle auf der Mittellinie der Sohle sich befindet, auf welche noch eine äußere Sohle aufgebracht ist. Gegenüber diesem bekannten Schuhwerk unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß die Bindesohle aus einem unnachgiebigen, mit Gummi überzogenen Stoffe besteht, deren Fäden in Längs- und Querrichtung des Schuhes verlaufen, und daß der Rand dieser Sohle mit dem Schuhoberteil durch einen Binde- und Schutzstreifen aus Gummi und von dreieckiger Querschnittform verbunden ist, der - den zwischen den Rändern der Bindesohle und des Oberteils liegenden Raum genau ausfüllt. Durch diese Anordnung wird der Oberteil gestützt und einer Formveränderung des Schuhes wirksam vorgebeugt.
Fig. ι ist die obere Ansicht des Musters und ein Querschnitt nach Linie X-X.
Fig. 2 ist die Seitenansicht der Schablone 1 oder des Formers.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Formers mit aufgebrachtem Bindestreifen.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Musters und ein Schnitt nach Linie W-W, das über den Former gefaltete Muster zeigend.
Fig. 5 ist eine schaubildliche Ansicht des auf den Leisten geschlagenen Musters.
Fig. 6 zeigt die Bindesohle.
Fig. 7 zeigt den Schuh nach Fig. 5 mit aufgebrachter Bindesohle.
Fig. 8 ist eine schaubildliche Ansicht des Schuhes mit am Oberteil, den Fersenteilen und der Bindesohle befestigtem Zierstreifen.
Fig. 9 zeig't die äußere Sohle in schaltbildlicher Ansicht.
Fig. 10 ist die schaubildliche Ansicht des auf den Leisten befindlichen, zur Vulkanisierung fertigen Schuhes und
Fig. 11 eine gleiche Ansicht des fertigen Schuhes.
Fig. 12 ist ein in größerem Maßstabe gehaltener Querschnitt durch das auf den Leisten geschlagene Muster, bestehend aus Oberteil, Fersenteilen, Bindesohle, Zierstreifen und äußerer Sohle, wobei die Teile in ihren bezüglichen Lagen, in welchen sie nacheinander befestigt werden, dargestellt sind.
Fig. 13 ist ein Querschnitt durch den vollständigen Schuh in der Gegend des Ballens.
Das Muster α (Fig. 1) besteht aus Textilstoff, welcher auf einer Seite mit einem vulkanisierbaren Material überzogen ist. Da dieses Muster sich der Form eines Leistens anpassen muß, so besteht der Textilstoff aus gestrickter oder in anderer Weise hergestellter Ware, welche dehnbarer ist als Gewebe mit rechtwinklig sich kreuzendem Schuß und Kette. Zweckmäßig wird gestrickter Stoff benutzt. Auf einer Seite desselben befindet sich eine Schicht aus vulkanisierbarem
? 3
Material, wie Gummikomposition, die in üblicher Weise durch Mangeln aufgebracht ist. Die Form des Musters α ist eine solche, daß, wenn die Kanten al al, a2 a~ und a3 a3 zusammen befestigt sind, das Muster über den Fuß paßt und den Oberteil, die Fersenteile und den Sohlenteil des neuen Schuhes bildet. Die äußere Randlinie des Musters muß so beschaffen sein, daß, wenn das Muster auf
ίο den Leisten gebracht ist, die unregelmäßige Randlinie des Musters einen geraden Saum bildet, welcher sich vom vorderen Ende des Sohlenteils bis zum hinteren Ende des Absatzes ' und dann aufwärts zur Bildung der geraden Verbindung der Fersenteile erstreckt.
Um einen übermäßigen Zug auf den Stoff
des Musters und einen festen Sitz auf dem Leisten zu vermeiden, müssen die Formen der zu bedeckenden Flächen berücksichtigt
werden und die Formen nach Fig. 1, 2, 3 und 4 der Zeichnung gewählt werden. Die Absatzteile d2 a~ des Musters haben eine konvexe Randlinie, um den verschiedenen Weiten des Absatzteils des Leistens Rechnung zu tragen und eine gerade Verbindungslinie der Fersenteile zu erhalten. Die Kante, welche die Öffnung α4 des Schuhes bildet, ist zweckmäßig durch einen Streifen ar° verstärkt.
Der Former b ist ein flaches Metallblech von der Form der Hälfte des Musters a; am Zehenende desselben befindet sich eine Nut b1 (Fig. 2). Der Bindestreifen b'2 aus Textilstoff, zweckmäßig gestrickter Ware, ist imprägniert mit einem vulkanisierbaren Kitt.
Der Bindestreifen ist mit einem Ende in der NutZ»1 befestigt, dann über die Kanten α3 λ2 und α1 gefaltet. Der Kitt im Bindestreifen bewirkt ein Haften des Streifens auf der Metallfläche des Formers.
Das Muster α wird nun mit der Gummiseite nach innen auf den Former gebracht, so daß die Randlinien des Musters in der Mitte des Bindestreifens zusammentreffen und die Kanten des Musters an dem Bindestreifen haften, wie aus der Schnittansicht der Fig. 4 zu ersehen. Das Muster haftet an dem Bindestreifen fester als letzterer an dem Former. Wenn das hintere Ende des verbundenen Musters Halt bekommen hat, kann das Muster beim Abziehen von dem Former gewendet werden und auf einen Leisten (Fig. 5) gebracht werden. Der Bindestreifen b2 befindet sich' nun auf der äußeren Seite und haftet auf der äußeren, mit Gummi bedeckten Fläche des Musters, welches jetzt einen vollständigen Socken mit den Fersenteilen c, dem Oberteil cl und den Sohlenteilen c'2c'2, sämtlich aus einem Stück,
. bildet. '
Da das Gewicht des Menschen bestrebt ist, den Schuh beim Gebrauch auszubreiten, sind die Sohlenteile c2 c2 durch Aufkitten einer unelastischen Bindesohle d aus gewebtem Stoff und mit Gummi imprägniert versteift. Die Fäden der Bindesohle d laufen in Längs- und Querrichtungen. Wenn der Schuh vulkanisiert ist, befinden sich die Fäden in dem Material eingebettet, und gegen Dehnungen des Sohlenteils ist der Schuh gesichert.
An der äußeren Kante der Bindesohle d wird der Zierstreifen e festgekittet. Derselbe besteht aus einer Gummikomposition. Der mittlere Teil desselben kann beliebige Dicke haben, während die äußeren Kanten schneidenartig gestaltet sind. Der Zierstreifen wird an der Bindesohle, dem Oberteil und den Fersenteilen festgekittet.
Die äußere Sohle/ wird nun auf der Bindesohle d festgekittet. Erstere erstreckt sich über die Kanten des Zierstreifens. Der so hergestellte Schuh wird nun dein Vulkanisierprozeß unterworfen. Dies kann in irgend einem geeigneten Ofen oder in einer erhitzten Form geschehen.
Es sind Schuhe bekannt, bei welchen sich die Verbindungsstelle zwischen der Sohle, dem Oberleder und den Fersenteilen an der Umfangskante der Sohle befindet. Diese Verbindungsstelle ist dabei der schwächste Teil des Schuhes und auch derjenige Teil, welcher dem größten Zug unterworfen ist, und es hat sich daher die Notwendigkeit herausgestellt, diese Stelle durch einen Zierstreifen zu verstärken. In dem vorbeschriebenen neuen" Schuh ist dagegen die Sohle auf der ganzen Breite des Schuhes befestigt und bildet gewissermaßen ein Ganzes mit dem Oberteil und den Fersenteilen. Es befindet sich keine Verbindungsstelle entlang der Umfangskante der Sohle, und der beim Gehen ausgeübte Zug wird auf das ein Ganzes bildende Material des Oberteils und der Fersenteile ausgeübt. Der Zierstreifen dient als Kissen, durch welches das Material des Schuhes oder Stiefels in der Nähe der Sohle gegen Abnutzung geschützt ist.
Wenn der Stiefel oder Schuh vulkanisiert worden ist, bilden alle Teile desselben ein gleichförmiges Ganze.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Stiefel oder Schuh, dessen den Fuß umschließender Oberteil aus einem Stück besteht und seine Verbindungsstelle auf der Mittellinie der Sohle hat, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindesohle (d) aus einem linelastischen, mit Gummi überzogenen Stoffe besteht, deren Fäden in Längs- und Querrichtung des Schuhes
    /f Sog f 3
    verlaufen, und daß der Rand dieser Sohle mit dem Schuhoberteil durch einen Binde- und Schutzstreifen (e) vereinigt ist, der aus massivem Gummi von dreieckiger Querschnittsform besteht und den zwischen den Rändern der Bindesohle und des
    Oberteils liegenden Raum genau ausfüllt, zu dem Zwecke, den Oberteil zu stützen und sowohl eine Formveränderung des Schuhes in der Längs- und Querrichtung als auch eine solche des Oberteils zu vermeiden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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