DE150176C - - Google Patents

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DE150176C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor

Landscapes

  • Holding Or Fastening Of Disk On Rotational Shaft (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufzeichnen und Wiedererzeugen von Lauten und Tönen, bei welcher ein parallel zur Tonscheibe schwingender hohler Schallarm vorhanden ist, und besteht im wesentlichen darin, daß die Schalldose an dem hohlen Schallarm mittels einer Führung in der Richtung senkrecht zur Tonplatte beweglich angeordnet ist. Außerdem ist es
ίο wesentlich, daß der Schallarm und die Schalldose durch Schallöffnungen miteinander verbunden sind, die sich in ebenflächigen, senkrecht zur Tonplatte angeordneten Scheiben oder Wandungen befinden, wobei diese Scheiben oder Wandungen dicht nebeneinander gleiten können. Von Bedeutung ist es ferner, daß die Lagerung der Schalldose an einem am hohlen Schallarm drehbaren Träger vorgenommen ist, wobei in bekannter Weise Ge-
ao wichte zur Belastung bezw. Ausbalancierung angewendet werden können, und daß Vorrichtungen zur Begrenzung des Ausschlages, sowie Befestigungsvorrichtungen zum richtigen Einstellen der Schalldose an dem hohlen Schallarm vorgesehen sind.
Durch die neue Vorrichtung werden in mehrfacher Beziehung für das Aufzeichnen und Wiedererzeugen der Töne wichtige Erfolge erzielt.
Da die Schalldose von dem Schallarm getrennt und die Lagerung des letzteren vollständig unabhängig von der Tragvorrichtung der Schalldose ist, so werden die in senkrechter Richtung auftretenden Schwingungen der Schallplatte nicht auf den hohlen Schallarm übertragen, so daß unliebsame Nebengeräusche nicht verursacht werden. Ferner kann die Schalldose mit stets gleichbleibendem und geregeltem Druck in den Wellen der Tonplatte laufen. Dies sind bedeutende Vorteile gegenüber solchen Konstruktionen, bei denen der Schallstift gegen die Walze durch Vermittlung des ganzen Schallarmes federnd angepreßt wird.
Da eine federnde Lagerung bei der neuen Vorrichtung nicht erforderlich ist, so läßt sich das Lager in Anbetracht dessen, daß auf die leichte Beweglichkeit des Schallarmes nur in wagerechter Richtung Rücksicht genommen werdet! braucht, sehr leicht ausbilden.
Weitere Vorzüge bestehen darin, daß bei Anordnung eines die Schalldose tragenden drehbaren Armes, einstellbare Gewichte in an sich bekannter Weise angewendet werden können, um den Druck des Schallstiftes gegen die Schallplatte zu regeln.
Bei der Handhabung des Grammophons ist es angenehm, daß die Schalldose infolge der neuen Anordnung bequem auf- und zurückgeklappt werden kann.
Hierdurch wird nicht nur die Auswechslung des Schallstiftes erleichtert, sondern auch die Schalldose aus dem Bereich der Schallplatte gebracht. Dies ist ein bedeutender Vorteil, weil während der Nichtbenutzung
des Grammophons durch unbeabsichtigte Bewegungen des Schallarmes Verletzungen der Platte mittels des Stiftes nicht mehr auftreten können.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht Fig. ι die neue Vorrichtung in Seitenansicht; Fig. 2 zeigt die Vorrichtung gleichfalls in Seitenansicht, aber mit emporgedrehter Schalldose und durchschnittener Lagerung; Fig. 3 zeigt den hohlen Schallarm mit der Schalldose in der Arbeitsstellung in Oberansicht; Fig. 4 ist eine Einzeldarstellung zur Veranschaulichung der Anordnung eines Gegengewichtes für die Schalldose an dem Tragrahmen oder Traghebel derselben.
Wie Fig. ι zeigt, ist bei der als Ausführungsbeispiel dargestellten Vorrichtung zum Erzeugen und Wiedergeben von Lauten und Tönen, welche ^im nachstehenden kurz als Grammophon bezeichnet sei, die Drehscheibe 2, welche die Tonplatte 3 trägt, in bekannter Weise derart über dem das Uhrwerk enthaltenden Gehäuse angeordnet, daß sie sich um eine senkrechte Achse dreht. An der einen Seite des letzteren befindet sich der gebogene Tragarm 4, der an seinem oberen Ende einen Lagerring 5 trägt, und in senkrechter Richtung, axial unterhalb desselben, einen senkrechten, durch eine Feder nach oben gedrückten Stift oder Zapfen 6 trägt.
In dem Ring 5 ist ein kurzes Rohrstück 7 befestigt, das nach unten ein wenig über den Ring vorsteht und etwa einen Rand am oberen Ende des hohlen Verbindungstückes 8 umschließt. Jener Teil des Rohrstückes 7, der nach oben über den Ring 5 vorsteht, dient zum Aufsetzen des Schalltrichters 20. Infolge dieser einfachen, muffenartigen Verbindung kann der Schalltrichter in wage-
rechter Bahn ffei und unabhängig vom Schallraum 9 schwingen. Mit dem hohlen Verbindungsstück 8 ist der hohle Schallarm 9 verbunden. An dem frei schwingenden Ende des letzteren befindet sich seitlich ein kreisrunder Teil 10 mit der nach dem Inneren des Schallarmes führenden Öffnung 11. Diese Scheibe 10 trägt an der einen Seite eine Verlängerung 11', welche zu einem Anschlag 12 umgebogen ist. Auf der anderen Seite ist die Scheibe 10 mit einer Verlängerung 13 versehen, welche an der Seite des Schallarmes entlang führt und an diesem in gewissem Abstande von der Mündung 11 befestigt ist.
Der Rahmen oder Träger 14 ist an dem einen Ende der Verlängerung 13 mittels einer Schraube 15 drehbar gelagert und trägt an seinem anderen 'freien Ende einen scheibenförmigen Teil 14'. An dem letzteren ist die Schalldose 16 befestigt, welche in bekannter Weise ausgeführt sein kann.
Die Öffnung 17 in der Schalldose ist so angeordnet, daß sie mit der Öffnung 11 zusammentrifft, wenn die Schalldose in der Stellung zum Aufzeichnen oder Wiedererzeugen der Töne sich befindet. Eine entsprechende Öffnung ist in dem scheibenartigen Teil 14' vorhanden. Ein Stift oder Anschlag 18 an der Röhre 9 dient dazu/die Schalldose und ihren Träger in der gehobenen Stellung zu halten. Bei dieser Lage erfolgt das Herausnehmen oder Einsetzen des Griffels.
Der Rahmen oder Träger 14 ist weiter mit einem Anschlage 21 versehen, der seine Abwärtsbewegung begrenzt und die Schalldose in ihrer richtigen Lage hält.
Wird die Membrane 19 der Schalldose durch Eingriff des Griffels in die Vertiefungen der Tonplatte zum Schwingen gebracht, so wird der Ton durch die Öffnung 17 der Schalldose, durch die Öffnung 11 und den hohlen Arm 9 nach dem VerbindungSr stück 8 fortgeleitet. Hierauf pflanzt sich der Ton senkrecht durch das Rohrstück und durch den Schalltrichter fort. Infolge des dichten Aufeinandergleitens der runden Fläche IO und des -Rahmens oder Trägers 14 wird eine praktische, Ton abschließende Verbindung erreicht, wobei die Luft, welche zwischen den Oberflächen dieser Scheiben enthalten ist, wie eine Abdichtung wirkt.
Wie Fig. 4 zeigt, kann eine Verlängerung 22 an dem inneren Ende des Trägers 14 angebracht sein und ein Gegengewicht 23 aufnehmen, welches etwa mit Hilfe einer Schraube 24 oder anderer geeigneter. Mittel eingestellt werden kann.
Dieses Gegengewicht soll das Ge\vicht der Schalldose ausgleichen, im Falle diese Schalldose schwerer ist, als es für die genaue Wiedergabe der Töne während ihrer Berührung mit der Tonplatte erforderlich ist. Die Schalldose darf nur mit einem bestimmten Gewicht niedergedrückt werden, sonst legt sich die Nadel mit zu großer Kraft gegen die Tonplatte und verursacht knirschende Geräusche, nutzt die Vertiefungen der Tonplatte zu sehr ab und stört die reine Wiedergabe des Tones.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Aufzeichnen und Wiedererzeugen von Lauten und Tönen mit parallel zur Tonscheibe schwingendem hohlem Schallarm, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldose an dem hohlen Schallarm mittels einer Führung in der Richtung senkrecht zur Tonplatte beweglich angeordnet ist.
2. Vorrichtung zum Aufzeichnen und Wiedererzeugen von Lauten und Tönen mit parallel zur Tonscheibe schwingendem
hohlem Schallarm gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldose und Schallarm miteinander verbindenden 'Schallöffnungen in der Schalldose (16) in ebenflächigen, aufeinander gleitenden, senkrecht zur Tonplatte angeordneten Scheiben oder Wandungen (io, 14') sich befinden.
3. Vorrichtung zum Aufzeichnen und Wiedererzeugen von Lauten und Tönen mit parallel zur Tonscheibe schwingendem hohlem Schallarm gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldose von einem drehbaren Träger (14) getragen wird, der an dem hohlen Schallarm (9) um einen Zapfen (15) schwingend gelagert ist, wobei der Träger (14) in bekannter Weise durch ein Gegengewicht ausbalanciert werden kann.
4. Vorrichtung zum Aufzeichnen und Wiedererzeugen von Lauten und Tönen mit parallel zur Tonscheibe schwingendem hohlem Schallarm gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Schalldosenträger (14) mit dem freien Ende an einem Führungsteil (12) des hohlen Armes (19) geführt ist.
5. Vorrichtung zum Aufzeichnen und Wiedererzeugen von Lauten und Tönen mit parallel zur Tonscheibe schwingendem hohlem Schallarm gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Anschlag (18) an dem hohlen Schallarm zur Begrenzung der Drehung des Schalldosenträgers (14) nach aufwärts und als Auflage für den letzteren in der hochgeklappten Stellung bei Nichtbenutzung der Vorrichtung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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