DE217700C - - Google Patents
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-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B3/00—Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B3/00—Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
- G11B3/02—Arrangements of heads
- G11B3/10—Arranging, supporting, or driving of heads or of transducers relatively to record carriers
- G11B3/34—Driving or guiding during transducing operation
- G11B3/36—Automatic-feed mechanisms producing progressive transducing traverse across record carriers otherwise than by grooves, e.g. by lead-screw
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- te 217700 KLASSE 42g. GRUPPE
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Ausbildung der in Grammophonplatten und
. ähnlichen Gegenständen eingeschnittenen wellenförmigen Furchen, welche zur Aufnahme und
Wiedergabe von Tönen dienen, und zwar besteht diese Ausbildung darin, daß die dort vorgesehene
Furche nicht, wie bei Grammophonplatten, Wellenlinien, die nur in der horizontalen
Ebene wellenförmige Abweichungen besitzen (sogenannte Berlinerschrift), und ebenfalls
nicht, wie bei Phonographenwalzen, wo diese Furchen nur in der Tiefe sich ändern
(sogenannte Edisonschrift), sondern daß die gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten
Furchen sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Ebene beliebige wellenförmige
Abweichungen besitzen, so daß die Spur dieser Furche eine räumliche Kurve bildet.
Auf diese Weise wird erreicht, daß insbesondere bei Grammophonplatten, bei welchen, wie allgemein
bekannt, die in die Platte eingeschnittene wellenförmige Furche in größerem Maßstabe,
z. B. durch Anwendung entsprechender Schallverstärkungsvorrichtungen eingetragen wird,
wodurch größere Abstände zwischen den benachbarten Teilen der Spirale erforderlich werden,
diese Abstände bei gleich großer Intensität des wiedergegebenen Schalles bei Platten, die
nach der vorliegenden Erfindung hergestellt werden, geringer werden, so daß auf einer derartigen
gleich großen Platte wesentlich mehr Windungen angeordnet werden können als auf einer gewöhnlichen Grammophonplatte. Mit
den Mitteln der vorliegenden Erfindung kann man auch andererseits auf einer gleich großen
Platte bei gleich großem Abstande der Windungen der Spirale eine wesentlich größere
Intensität des wiedergegebenen Schalles erreichen als bei einer gewöhnlichen Grammophonplatte, ohne daß der zwischen den Furchen
der benachbarten Windungen der Spirale bestehende Zwischenraum so gering wird, daß ein
Überspringen des Stiftes aus der einen Windung in die andere zu befürchten wäre.
Die zum Eintragen einer derartigen Furche dienende Vorrichtung besteht im wesentlichen
aus zwei senkrecht zueinander stehenden Membranen, die mittels zweier gelenkigen Stangen
auf den in einem Punkte nachgiebig unterstützten und schräg auf der Platte ruhenden
Stichel einwirken. Die Kammern der Membranen sind mittels eines Kanals miteinander
verbunden, an welchem in der Mitte ein Schalltrichter angeschlossen ist. Um ein vollständig
gleichphasiges Schwingen der Membranen zu sichern, ist der Schalltrichter verstellbar gemacht
und besitzt zu diesem Zweck einen den Verbindungskanal umschließenden und auf dem
letzteren verschiebbaren Mantel, während der Verbindungskanal mit einer länglichen Öffnung
versehen ist, die in jeder Lage des einstellbaren Trichters mit der Öffnung des letzteren in Verbindung steht.
Die gleiche Wirkung, nämlich daß gleichzeitig eine senkrechte und horizontale Bewegung
dem Stichel erteilt wird, kann auch mit Hilfe einer einzigen Membran erreicht werden, nur
erfordert eine derartige Vorrichtung eine Hebel-
Übersetzung, die im wesentlichen aus einer drehbaren Achse besteht, welche einerseits
mit der Mitte der Membran, andererseits mit dem Stichel in Verbindung steht. Die drehbare
Achse ist ferner in einem winkelförmigen Bügel gelagert, der einerseits senkrecht zu der ersten
Achse in Vorsprüngen, welche am Gehäuse der Membran angeordnet sind, drehbar gelagert
ist.
ίο Der Gegenstand der Erfindung ist in den
Zeichnungen dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι ein Stück einer nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Schallplatte,
Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie a-a der Fig. i,
Fig. 3 eine Seitenansicht der zum Eintragen der Schallfurchen dienenden Vorrichtung,
Fig. 4 eine Ansicht von oben der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung,
Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht einer Ausführungsform der Vorrichtung mit einer Membran.
In Fig. ι ist ein Teil einer Schallplatte dargestellt,
bei welcher der rechte Teil nach dem gewöhnlichen Verfahren Furchen gleicher Tiefe
(Berlinerschrift) aufweist, während der linke mit Furchen, die eine Raumkurve bilden, versehen
ist. Das im Querschnitt a-a auftretende Profil ist aus Fig. 2 ersichtlich. Beim Vergleich
der in Fig. 1 dargestellten beiden Teile bemerkt man, daß die in dem unteren Teil dargestellten
. wellenförmigen Kurven denselben Raum erfordern wie die oberen, während der Ausschlag des Stichels in dem letzteren Falle
wesentlich größer ist und mithin auch eine größere Intensität des Schalles erreicht werden
kann wie im ersteren Falle.
In den Fig. 3 bis 5 ist eine Vorrichtung dargestellt, die zur Herstellung der nach dem vorliegenden
Verfahren ausgebildeten Platten dient. Insbesondere ist 1 die Wachsplatte, welche dann
in bekannter Weise mittels des elektrolytischen Verfahrens zur Herstellung der metallenen
Matrize dient. Auf dieser Wachsplatte ruht in schräger Lage der Stichel 2, welcher zweckmäßig
in einen Halter 3 'eingesetzt ist, der bei 4 mittels eines elastischen Lagers festgehalten wird.
An dem oberen Ende des Stichelhalters greifen zwei Stangen 5 und 6 an und führen nach aufeinander
senkrecht stehenden Membranen 7 und 8, welche in den miteinander fest verbundenen
Fassungen 9 und 10 eingesetzt sind. Die Kammern 11 und 12 der beiden Membranen
sind mittels des kreisförmigen Kanals 13 miteinander verbunden, auf welchen der verstellbare
Schalltrichter 14 aufgesetzt wird. Zur Ermöglichung der Verstellung des letzteren
ist dieser mit dem den Verbindungskanal 13 umfassenden Mantel 15 versehen, während der
Kanal 13 gegenüber der Öffnung des Trichters mit einer länglichen, von dem Mantel 15 verdeckten
Öffnung versehen ist, so daß in jeder Stellung des Trichters dieser nach dem Verbindungskanal
vollständig geöffnet ist. Die Schrauben 16 dienen zum Festhalten des Schalltrichters
in der eingestellten Lage.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich. Spricht man in den
Trichter hinein, so geraten gleichzeitig die Membranen 7 und 8 in Schwingungen, und zwar
beeinflußt die Membran 7 den Stichelhalter derart, daß er in Fig. 3 um eine zur Papierebene
senkrecht stehende Achse in dem elastischen Lager . 4 schwingt. Infolgedessen wird der
Stichel bald tiefer, bald weniger tief in die Wachsscheibe eindringen. Gleichzeitig veranlaßt
die Membran 8 eine Schwingung des Stichelhalters in dem elastischen Lager 4 um eine in der Papierebene liegende Achse, so daß
der Stichelhalter Ausschläge auf der Papierebene nach vorn und nach hinten macht. Auf
diese Weise macht der Stichel sowohl in der Papierebene als auch aus der Papierebene
heraus Schwankungen, so daß bei Bewegung der Scheibe 1 in der Richtung des angegebenen
Pfeiles eine Raumkurve als Furche entsteht. Der Vollständigkeit wegen ist in den Fig. 3
und 4 die Schaltvorrichtung zur Bewegung des aus den beiden Membranen bestehenden
Mechanismus dargestellt. Diese Schaltvorrichtung besteht in bekannter Weise aus dem
Schlitten 17, der auf der Rundstange 18 geführt wird, und aus der Zugspindel 19, die zur
Verschiebung des Wagens dient.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform der Vorrichtung mit nur einer Membran dargestellt,
die z. B. zur Wiedergabe der Töne dient. Der Nadelhalter 20 sitzt auf der Achse 21, die mittels
des Hebels 22 mit der Membran 23 verbunden ist. Die Achse 21 ist ferner in dem winkelförmigen
Bügel 24 drehbar gelagert, welcher seinerseits in den an dem Membrangehäuse 25
angeordneten Vorsprüngen 26, 27 um eine zur Achse 21 senkrecht stehende Achse 29 drehbar
angeordnet ist. Diese Lagerung ermöglicht es dem Schallstift, jeder räumlichen Schallkurve
zu folgen und die Schwingungen ganz auf die Membran 23 zu übertragen.
Die in dieser Ausbildung notwendigen drehbaren Achsen sind in Spitzen gelagert. Statt
dessen eignet sich auch vorteilhaft jede elastische „ Lagerung, die einen kleinen Ausschlag erlaubt
und keine Lagerreibung besitzt.
Die Membrankammer ist mittels eines kugelartigen Scharniergelenkes mit dem Tonarm derart
verbunden, daß, wenn die Verbindung zwischen dem Tonarm und der Membrankammer sich in kleinen Grenzen verbiegt, die Durchgängsöffnung
durch das Gelenk nicht verengt wird. ,120
Wählt man für die elastische Lagerung der Achsen 21 und 29 entsprechend starke Federn,
so kann man die Schalldose unter Umständen auch zum Aufzeichnen von Schallkurven benutzen.
Setzt man nämlich den Stichel auf die rotierende Wachsplatte auf, so wird er unter dem
Einfluß der entsprechend gewählten Schwere der Schalldose in normalem Zustande, d. h.
wenn die Membran nicht durch Schallwellen beeinflußt wird, so tief in das Wachs eindringen
ίο und eines piralförmige, gleichmäßig tiefe Furche
schneiden, daß selbst bei dem größten Ausschlag des Stichels nach oben der letztere noch
eine so starke Furche hinterläßt, daß der Wiedergabestift nicht ausgleiten kann.
Stellen wir uns nämlich vor, daß unter dem Einfluß einer Schallwelle die Membran aus der
Zeichenebene herausschwingt, so dreht sich zunächst die senkrechte Achse 21 unter der
Annahme, daß die horizontale Achse frei steht und die Spannung der zur Zeichenebene parallelen
Feder steigt. In dem Sinne jedoch, wie die Spannung der letzteren immer größer wird,
wird auch die Drehung um die senkrechte Achse immer mehr erschwert, und infolgedessen wird
auch die horizontale Achse sich gleichzeitig und in demselben Grade drehen, so daß die in
den Federn auftretenden Kräfte durch die Hebel sich ausgleichen. Dadurch ist es möglich,
daß die von der Membran ausgeübte Kraft sich in zwei gleich große Kräfte zerlegt, die die
horizontale und vertikale Bewegung des Armes 20 und des in demselben eingesetzten Stichels
hervorrufen.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Aufnahme von Schallschwingungen durch Eindrücken oder Eingravieren von Schallkurven in Schreibflächen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallkurven weder in. der Schreibfläche noch in einer zu ihr senkrechten Ebene, sondern als Raumkurven erzeugt werden, so daß sie gegenüber den gewöhnlichen Schallkurven bei derselben Ausdehnung in einer Dimension durch Zuhilfenahme der zweiten Dimension wesentlich größere Amplituden erreichen und somit auch eine stärkere Lautwiedergabe ermöglichen.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aufzeichnende Schallstift (2) mit zwei aufeinander senkrechten und mit einem. gemeinsamen Aufnahmetrichter (14) verbundenen Membranen (7, 8) gelenkig so verbunden ist, daß er die Schwingungen beider Membranen gleichzeitig aufnimmt und in räumliche Schwingungen umsetzt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem Verbindungskanal (13) der beiden Schalldosen (9, 10) sitzende Schalltrichter (14) mit einem den Verbindungskanal (13) umfassenden und über einer öffnung dieses Kanals verschiebbaren Mantel (15) versehen ist, so daß er zur Einstellung der Membranen (7, 8) auf gleichphasiges Schwingen auf dem Verbindungskanal (13) justiert werden kann.
- 4. Schalldose zur Wiedergabe und auch Aufzeichnung von Schallaufzeichnungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Schallstift (28) und der Membran (23) zwei aufeinander senkrechte Schwingungsachsen (21,29) so angebracht sind, daß der Schallstift (28) räumtliche Schwingungen aufnehmen und auf die Membran (23) übertragen kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE217700C true DE217700C (de) |
Family
ID=478990
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT217700D Active DE217700C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE217700C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008012B (de) * | 1953-06-23 | 1957-05-09 | Teldec Schallplatten Ges M B H | Verfahren und Einrichtung zur Nadeltonaufzeichnung |
-
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- DE DENDAT217700D patent/DE217700C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008012B (de) * | 1953-06-23 | 1957-05-09 | Teldec Schallplatten Ges M B H | Verfahren und Einrichtung zur Nadeltonaufzeichnung |
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