DE148014C - - Google Patents

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DE148014C
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pointer
gear
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clockwork
spring
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DE1902148014D
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/02Devices characterised by the use of mechanical means
    • G01P3/10Devices characterised by the use of mechanical means by actuating an indicating element, e.g. pointer, for a fixed time

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind Geschwindigkeitsmesser bekannt geworden, welche mit einer durch Uhrwerk in gleichen Zeitabschnitten abwechselnd ein- und ausgerückten Kupplung zwischen der Antriebwelle und einem in die Nullstellung zurückspringenden Zeiger versehen sind. Während aber bei diesen Vorrichtungen nur ein einziger Zeiger vorhanden ist, der abwechselnd gedreht wird und dann wieder in die NuIl-Stellung zurückfällt, werden bei dem vorliegenden Erfindungsgegenstande mehrere solche, und zwar um einen gemeinschaftlichen Drehpunkt schwingende Zeiger verwendet, deren Kupplung mit der Antriebwelle derartig erfolgt, daß im Augenblicke der Entkupplung eines Zeigers ein anderer Zeiger gekuppelt, und demzufolge gedreht wird.
Eine derartige Verwendung mehrerer um einen gemeinschaftlichen Drehpunkt schwingender Zeiger gestattet selbst bei hohen Geschwindigkeiten , wie dieselben beispielsweise für Schnellzüge in Frage kommen, eine sofortige und sichere Bestimmung der jeweilig vorhandenen Geschwindigkeit, was bei Ver-Wendung nur eines Zeigers nicht möglich ist. In der Zeichnung ist als Beispiel eine Ausführungsform eines insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge bestimmten Geschwindigkeitsmessers dargestellt.
Fig. ι ist ein wagerechter Schnitt des Apparates durch den Drehpunkt der Zeiger.
Fig. 2 ist ein entsprechender senkrechter Schnitt.
Fig. 3 stellt ein in dem Apparat verwendetes Getriebe für sich dar.
Ein Kettenrad 1, welches auf der Antriebwelle 2 aufgekeilt ist, wird von einer Achse bezw. einem Rade des Fahrzeuges aus derartig angetrieben, daß beispielsweise eine Umdrehung des Rades 1 vollendet ist, wenn das Fahrzeug einen Weg von 4 m zurückgelegt hat. Die Welle 2 überträgt ihre Drehung auf ein Trieb 3, welches mit einem auf der Welle 4 befestigten Zahnrad 5 kämmt. Auf dieser Achse sitzt ferner eine von einem Vorreiber 6 begrenzte Muffe 7, über welche eine starke Spiralfeder 8 gelegt ist. Diese drückt gegen einen auf der Welle 4 drehbaren doppelarmigen Hebel 9, welcher an seinem einen Ende ein Zahnrad IO und entgegengesetzt ein Zahnradpaar 11, 12 trägt. Diese drei Zahnräder besitzen eine gleiche Anzahl von Zähnen und sind je um einen im Hebel 9 befestigten Zapfen drehbar. Die Verbindung zwischen dem Rade 10 und den Rädern 11, 12 stellt ein auf der Welle 4 aufgekeiltes Zahnrad 13 her, welches die gleiche Anzahl von Zähnen wie die Räder 10, 11 und 12 besitzt. Wird die Welle 2 gedreht, so dreht sich auch die Welle 4, und zwar in entgegengesetztem Sinne, zugleich aber wird der Hebel 9 durch Einwirkung der Feder 8 etwas mitgedreht, so daß, je nachdem diese Drehung in dem einen oder anderen Sinne erfolgt, entweder das Zahnrad 10 oder das Zahnrad 12 mit dem auf
einer feststehenden Achse 14 drehbaren Zahnrade 15 kämmt. Die Drehung dieses Rades aber erfolgt — wie leicht ersichtlich ist — wegen der Einrichtung des Getriebes 10, 11, 12 und 13 stets in demselben Sinne, welche Drehung auch immer die Welle 2 erhält, oder mit anderen Worten, in welcher Richtung, ob vorwärt ob rückwärts das Fahrzeug sich bewegt. Auf der Nabe des Zahnrades 15 ist nun eine Wippe 16 drehbar gelagert, welche zwei Klauen 17 und 18 besitzt. Die Klaue 17 kann mit einer gezahnten Scheibe 19 und die Klaue 18 mit einer ebenfalls gezahnten Scheibe 20 in Eingriff gebracht werden, so daß diese mit hülsenförmigen Naben 21 bezw. 22 versehenen, auf der festen Achse 14 drehbaren Scheiben mit dem Rade 15 und dementsprechend auch mit der Antriebwelle 2 gekuppelt werden können. Da die Wippe 16 aber immer nur mit einer der beiden Scheiben 19, 20 in Eingriff stehen kann, so wird auch jeweilig immer nur eine dieser Scheiben gedreht. Auf der Nabe 21 der Scheibe 19 ist der Zeiger 23 und die Spiralfeder1 24 befestigt, welche bestrebt ist, diesen Zeiger in die Nullstellung zu drehen. Das Gleiche geschieht mit dem auf der Nabe 22 sitzenden Zeiger 25f-durch eine Spiralfeder 26.
Die Zeiger sollen nun, während die Welle 2 gedreht wird, nacheinander von der Nullstellung ansteigen. Dieses Ansteigen dauert stets gleich lange, also beispielsweise 2 Sekunden, dann fällt der Zeiger in die Nullstellung zurück und der zweite Zeiger steigt während^ zweier Sekunden an, um darauf auch seinerseits zurückzufallen. Dieser Vorgang wiederholt sich fortwährend und der höchste Stand eines Zeigers vor dem Zurückfallen desselben kann an einer Skala abgelesen werden. Die Einteilung dieser Skala und das ganze Getriebe von dem Kettenrade ι an bis zu dem Zahnrade 15 sind so eingerichtet, daß an der Skala unmittelbar die Kilometerzahl abgelesen werden kann, welche erreicht würde, wenn das Fahrzeug sich mit der im Augenblicke des Ablesens vorhandenen Geschwindigkeit eine Stunde gleichförmig weiterbewegen würde.
Um die abwechselnde Bewegung der beiden Zeiger aber zu erreichen, ist noch eine Umsteuerung erforderlich, welche beispielsweise alle 2 Sekunden die Wippe 16 umlegt. Diese Umsteuerung besteht aus einer Welle 28, welche in Zeitabschnitten von genau 2 Sekünden mit dem auf ihr befestigten Trieb 29 eine volle Umdrehung macht. Jede dieser Umdrehungen dreht das Zahnrad 30 um l8o°, wobei abwechselnd der an demselben
. ■ befestigte Stift 31 die Sternräder 32,33 um einen- Zahn weiterdreht. Wird das Sternrad 32 gedreht, dann drückt dasselbe die Blattfeder 34 bei Seite, wodurch eine Muffe 35 derartig verschoben wird, daß die Wippe 16 aus der. in Fig. 1 dargestellten Stellung in die entgegengesetzte Stellung gedreht wird. Wird dagegen nach Ablauf von 2 Sekunden das Sternrad 33 gedreht, dann wird dadurch eine Blattfeder 36 und mit derselben eine Muffe 37 verschoben, die die Wippe wieder in die Stellung gemäß Fig. 1 bringt. Die Federn 34 und 36 sind bestrebt, die Muffen 35 bezw. 37 von der Wippe fortzuziehen, was unmittelbar darauf geschieht, nachdem der betreffende Zahn des Sternrades 32 bezw. 33 die Feder bezw. eine mit desrelben verbundene Anschlagleiste 38 passiert hat.
Um das Trieb 29 in gleichen Zeitabschnitten, also beispielsweise alle 2 Sekunden einmal, zu drehen, kann die nachstehend beschriebene Vorrichtung benutzt werden. Der Zylinder 39 ist auf der feststehenden Achse 40 drehbar gelagert; gegen ihn legt sich ein Daumen 41, welcher durch Einwirkung einer Uhrfeder bestrebt ist, sich zu drehen. Die Drehung dieses Daumens kann erst dann erfolgen, wenn der Zylinder so weit gedreht ist, daß der Daumen 41 in eine im Zylinder befindliche Nut 42 eintreten kann. Um nun diese Drehung des Zylinders immer in 2 Sekunden herbeizuführen, dient eine Abreißfeder 43, welche an einem an dem Zylinder 39 befestigten Stiel 44 angreift. Auf diesem Stiel ist ein Kegelrad 45 drehbar gelagert, welches mit einem Kegelrade 46 kämmt. Mit diesem letzteren ist ein Zahnrad 47 verbunden, welches mit einem Ankergang 48 bekannter Konstruktion in Eingriff steht. Andrerseits kämmt das Kegelrad 45 mit einem Kegelrade 49, welches auf der Achse 40 drehbar gelagert ist und in fester Verbindung mit einem Zahnrade 50 steht. Dieses Zahnrad greift in ein Trieb 51, welches auf der Welle 26 befestigt ist. Auf dieser sitzt ferner ein Zahnrad 52, welches mit dem Windfang 53 in Verbindung steht.
Auf der Welle 40 ist noch ein Trieb 54 befestigt, welches vermittels Zahnrad 55 mit dem Federhaus 56 kämmt. Die in diesem Hause liegende Uhrfeder ist nicht in der üblichen Weise befestigt, . vielmehr 'schleift das äußere Ende derselben an der inneren Wandung der Federhaustrommel. Es wird dadurch erreicht, daß die Feder niemals zu stark angespannt werden kann. Das Aufziehen derselben erfolgt selbsttätig von der Welle 2 aus, indem mit dieser ein Exzenter verbunden ist, welches eine geeignete Aufzugsvorrichtung treibt, die — gleichgültig in welchem Sinne sich die Welle dreht — stets dafür sorgt, daß in der Feder eine genügende Spannung erzeugt wird.
Die beschriebene Auslösevorrichtung wirkt
nun so, daß die Feder 43 infolge Einwirkung des Ankerganges 48 eine gleichförmige Drehung des Stieles 44, also auch des Zylinders 39 herbeiführt. Diese Drehung ist nach 2 Sekunden beendet, indem dann die Nut 42 derartig liegt, daß der Daumen 41 eine ganze Umdrehung machen kann; sie wird durch die im Federhause 56 liegende Feder herbeigeführt; zugleich wird dabei der Zylinder 39 bei gleichzeitiger Spannung der Abreiß feder 43 zurückgedreht, so daß der Daumen 41 eine zweite Umdrehung erst wieder ausführen kann, wenn nach Ablauf von 2 Sekunden die Nut 42 wieder in die geeignete Lage gekommen ist.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Ein Geschwindigkeitsmesser mit einer durch ein Uhrwerk in gleichen Zeitabschnitten abwechselnd ein- und ausgerückten Kupplung zwischen der Antriebwelle und einem in die Nullstellung zurückspringenden Zeiger, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere solche, und zwar um einen gemeinschaftlichen Drehpunkt schwingende Zeiger verwendet werden und die Kupplung eines Zeigers erfolgt, wenn ein anderer Zeiger von der Antriebwelle entkuppelt wird.
  2. 2. Geschwindigkeitsmesser nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Uhrwerk in gleichen Zeitabschnitten abwechselnd zwei in die Ruhelage federnd zurückkehrende Muffen (35,37) verschoben werden, die eine Mitnehmerwippe (16) umlegen und durch dieselbe abwechselnd die mit den beiden Zeigern verbundenen gezahnten Scheiben (19,20) mit der Antriebwelle (2) kuppeln.
  3. 3. Geschwindigkeitsmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Muffen (35, 37) durch ein vom Uhrwerk in gleichen Zeitabschnitten um i8o° gedrehtes Zahnrad (30) bewirkt wird, welches mittels eines Stiftes (31) abwechselnd die Sternräder (32, 33) um einen Zahn dreht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1902148014D 1902-03-29 1902-03-29 Expired - Lifetime DE148014C (de)

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AT17690D AT17690B (de) 1902-03-29 1904-02-05 Geschwindigkeitsmesser mit einer durch ein Uhrwerk ein- und ausgerückten Kupplung zwischen der Antriebswelle und einem in die Nullstellung zurückspringenden Zeiger.

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