DE1470525B - Katalytisches Hydroraffimeren von Paraffinen und Wachsen - Google Patents

Katalytisches Hydroraffimeren von Paraffinen und Wachsen

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DE1470525B
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paraffins
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Inventor
Jacques Le Havre Grawitz (Frank reich)
Original Assignee
Compagnie Francaise de Raffinage, S A, Paris

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur hydrieren- druck auf eine Temperatur zwischen 250 und 375 0C den Raffinierung von Paraffinen und Wachsen bei und Hinüberleiten von Wasserstoff sowie Gas- oder hoher Temperatur und unter dem starken Druck von Leuchtöl, das einen Gehalt an gebundenem Schwefel Wasserstoff oder eines wasserstoffhaltigen Gases in zwischen 0,5 und 2 Gewichtsprozent aufweist, mit Gegenwart eines Katalysators, der auf einer gegebenen- 5 einem Durchsatz entsprechend einer Volumengefalls auf einem Träger aufgebrachten Verbindung des schwindigkeit des Öls zwischen 0,5 und 3 V/V/h (beMolybdäns und mindestens eines der Metalle der zogen auf den flüssigen Zustand) so lange, bis kein VIII. Gruppe des Periodensystems der Elemente beruht. Schwefel mehr vom Katalysator aufgenommen wird,
Unter Paraffinen und Wachsen sind die festen Ver- aktiviert worden ist. Vorzugsweise wurde die Hydro-
bindungen zu verstehen, welche aus den schweren io desulfurierung zur Aktivierung des Katalysators bei
Fraktionen des Petroleums, beispielsweise den Destil- einem Druck zwischen 10 und 50 bar durchgeführt,
laten mit hohem Siedepunkt oder den Destillations- Die katalytisch^, hydrierende Raffinierung der Paraf-
rückständen des Rohpetroleums, erhalten werden. fine und Wachse wird vorteilhafterweise bei einem
Die Paraffine und die Wachse müssen zum Zwecke Druck zwischen 10 und 200 bar, vorzugsweise zwi-
der gewerblichen Verwertung gute Eigenschaften hin- 15 sehen 60 und 150 bar, und bei einer Temperatur zwi-
sichtlich der Farbe (z~ B. müssen sie vollkommen weiß sehen 200 und 3500C, vorzugsweise zwischen 250
oder genügend farblos ;sein), hinsichtlich des Geruches und 325° C, durchgeführt.
und der Beständigkeit gegenüber Oxydation und vor Bei einem bekannten Verfahren zur katalytischen, allem gegenüber Licht aufweisen. Die zur Chlorierung hydrierenden Raffinierung von Paraffin wird der zu bestimmten petrochemischen Paraffine müssen ins- 20 behandelnde Ausgangsstoff mit einem Wolframsulfidbesondere von "polyaromatischen Verunreinigungen Nickelsulfid-Katalysator in Berührung gebracht, der und Verbindungen frei sein, welche unter den Chlorie- durch Beaufschlagung eines Gemisches aus metallirungsbedingungen instabil sind. Bei den für die Nah- schem Nickel und Wolfram oder aus Nickeloxyd und rungsmittelindustrie bestimmten Erzeugnissen müssen Wolframoxyd oder aus irgendeiner anderen Wolframdie di- und polyaromatischen Derivate, insbesondere 25 und Nickelverbindung mit einem schwefelhaltigen die sehr reaktionsfreudigen und instabilen Anthracene, Paraffin unter denselben oder annähernd den gleichen eliminiert sein. Bedingungen hergestellt ist, wie sie bei der mit diesem
Es ist bekannt, die Paraffine und die Wachse zu Katalysator durchzuführenden, hydrierenden Raffinieraffinieren, indem man sie in Anwesenheit von Kataly- rung vorliegen. Der Katalysator kann Eisen enthalten satoren und bei geeigneten Bedingungen in der Wärme 30 und auf einem Träger, vorzugsweise aus Aluminiummit Wasserstoff behandelt, um ihnen gewisse Eigen- oxyd, abgelagert sein. Es ist kein Molybdän und auch schäften zu geben, -wobei aber die unerwünschten kein Kobalt beim bekannten Katalysator vorhanden, Krack- und Isomerisationsnebenreaktionen vermieden im übrigen wird der Katalysator nicht durch Hydrowerden. Es ist z. B. bekannt, die Paraffine der Einwir- desulfurierung eines schwefelhaltigen Erdöldestillats kung von Katalysatoren des Typus Nickelsulfid und 35 aktiviert, sondern durch Hydroraffinierung eines schwe-Wolframsulfid in Anwesenheit von Wasserstoff unter felhaltigen Paraffins.
einem Druck von 50 bis 100 bar und bei einer Tem- Derartige Katalysatoren für die Hydroraffinierung peratur zwischen 275 und 350° C zu unterwerfen. Man von Paraffinen, welche durch eine gleichartige Vorhat auch schon andere Katalysatoren, allgemein Hy- behandlung aktiviert worden sind, müssen bekanntlich drofiningkatalysatoren, zu diesem Zweck verwendet, 40 periodisch regeneriert, d. h. durch Behandlung in Geinsbesondere die Katalysatoren auf Molybdatbasis, genwart einer schwefelhaltigen Verbindung reaktiviert vorzugsweise jene auf Kobalt- und/oder Nickelmolyb- . werden. Dies ist bei Katalysatoren für die Paraffindatbasis. Doch wird in der Literatur darauf hinge- raffinierung insofern nicht überraschend, als die Parafwiesen, daß die Kobalt-Molybdän-Katalysatoren den fine bekanntermaßen keinen Schwefel enthalten und Nachteil aufweisen, nur sehr, schwach hydrierend zu 45 es daher normal erscheint, daß der Katalysator sich wirken, so daß die unerwünschten aromatischen, poly- während der Paraffinraffinierung nicht selbst regenezyklischen Verbindungen nicht oder kaum eliminiert riert, d. h. unverändert bleibt,
werden. Es wird besonders davon abgeraten, diese Im Gegensatz zu dem, was man somit erfahrungs-Katalysatoren zur Hydroraffinierung der aus Schmier- gemäß hätte erwarten können, kann der erfindungsöldestillaten extrahierten Paraffine zu verwenden. 50 gemäße Katalysator bei der Raffinierung von Paraffi-
Ferner ist es bekannt, als Katalysatoren für die nen unbegrenzt lange eingesetzt werden, ohne daß
hydrierende Raffinierung von Rohparaffinen Kontakt- eine Reaktivierung erforderlich würde. Diese in ihren
massen zu-verwenden, -welche mindestens. eines der vorteilhaften Auswirkungen kaum zu überschätzende
Elemente der III., IV. oder VI. Gruppe des Perioden- Eigenschaft des erfindungsgemäßenKatalysators konnte
systems der Elemente enthalten, insbesondere eine 55 nicht vorhergesehen werden.
Masse aus Molybdänsäureanhydrid, Nickeloxyd und Auch ist es bekannt, bei der Behandlung von
Aluminiumoxyd einzusetzen, wobei eine Aktivierungs- Schmierölen zur Erzielung einer befriedigenden Farbe
behandlung dieser Massen vor ihrer Verwendung bei und eines guten Aussehens sowie einer geeigneten
der Paraffinraffinierung nicht vorgesehen ist. Hitze- und Lagerstabilität, welches Raffinierungsver-
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Ver- 60 fahren unter dem Namen »Ferrofining« bekannt ist, f ahrens zur katalytischen Hydroraffinierung von Wach- mit einem Katalysator zu arbeiten, der neben Tonerde sen und Paraffinen, bei dem der Katalysator äußerst als Träger aus Eisenoxyd, Molybdänoxyd und geaktiv ist und beinahe unendlich lange diese Aktivität gebenenfalls Kobaltoxyd besteht, wobei vor der Verbehält, wendung bei der Raffinierung der Katalysator einer
Dies ist mit einem Verfahren der eingangs angege- 65 Aktivierungsbehandlung unterworfen wird, die in dem
benen Art erreicht, welches erfindungsgemäß dadurch Gefäß vorgenommen werden kann, in dem auch die
gekennzeichnet ist, daß ein Katalysator verwendet Raffinierung stattfinden soll. Die Aktivierungsbehand-
wird, der zuvor durch Erwärmung unter Wasserstoff- lung besteht darin, daß über den Katalysator wenig-
3 4
stens 24 Stunden lang bei einer Temperatur oberhalb auf den Träger gemildert und eine gleichförmige Trän-
300° C und unter Wasserstoff druck ein schwefelhaltiges kung erzielt werden.
Mineralöl, vorzugsweise ein unraffiniertes Schmieröl, Diese bekannten Katalysatoren sollen in zweierlei
hinübergeleitet wird. Hinsicht verwendet werden können, nämlich einmal
Dieses bekannte Verfahren dient zur Raffinierung 5 zur Entfernung von schwefel-, Stickstoff- und sauer-
von Schmierölen, nicht jedoch von Paraffinen und stoff haltigen Verunreinigungen (beispielsweise Mer-
Wachsen. Weiterhin sind — im Gegensatz zum erfin- kaptanen, Alkylaminen oder heterocyclischen Stick-
dungsgemäßen Verfahren — die zur Aktivierung des Stoffverbindungen) aus Kohlenwasserstofffraktionen,
einzusetzenden Katalysators verwendeten Stoffe von zum anderen zur Reformierung von Kohlenwasser-
derselben Art wie die mit dem behandelten Kataly- io stoffen, d. h. zur Paraffinhydrokrackung und -zyklisie-
sator zu raffinierenden Erzeugnisse, nämlich Schmier- rung und Naphthendehydrierung. Vorzugsweise soll
öle. Diese Schmieröle enthalten merkliche Mengen an hierzu ein Katalysator benutzt werden, der eine Masse
Schwefel, so daß sie eine ständige Reaktivierung des aus Aluminiumoxid, Kobaltoxid und Molybdänoxid
Katalysators ermöglichen, was bei dem erfindungs- umfaßt.
gemäßen Verfahren nicht möglich ist, da die danach 15 Bei den bekannten Katalysatoren können die in dem zu raffinierenden Stoffe praktisch schwefelfrei sind. Träger durch Tränkung und Umwandlung in Oxidin diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, form infolge Kalzinierung eingeführten Metalle (Molybdaß die durch katalytische Raffinierung zu beseitigen- dän, Kobalt, Nickel, Eisen) anschließend in die Sulfidr den Verunreinigungen völlig verschieden sind bei form umgewandelt werden. Dabei soll die Sulfidierung Paraffinen einerseits und Schmierölen andererseits, ao der Oxidkatalysatoren in jeder geeigneten Weise vor-Weiterhin sind"die Raffihierungsbedingungen und die zunehmen sein, beispielsweise durch Hindurchleiten gewünschten Eigenschaften bei diesen beiden unter- von Schwefelwasserstoff oder anderen schwef elhaltischiedlichen Substanzen verschieden. Zusammen- gen Verbindungen durch die Masse bei einer Temfassend läßt sich feststellen, daß zwischen diesen bei- peratur von etwa 260 bis etwa 538° C, oder durch Verden Stoffarten grundlegende Unterschiede in folgen- 25 wendung des Katalysators zur Behandlung von Kohder Hinsicht bestehen: - lenwasserstoffen oder anderen organischen Verbina) physikalische Eigenschaften und chemische Eigen- düngen, die Schwefelverunreinigungen enthalten und
art; . ■ die Sulfidierung in situ hervorrufen.
- b) begleitende Stoffe; während die Paraffine prak- Es ist bei diesem Vorschlag kein Unterschied ge-
tisch schwefelfrei sind, enthalten beispielsweise 30 macht zwischen der Verwendung von Schwefelwasser-
die öle merkliche Mengen an Schwefel; stoff und Kohlenwasserstoffen oder anderen organi-
c) Verunreinigungen, welche bei den Ölen einerseits sehen Verbindungen, welche Schwefelverunreinigun- und bei den Paraffinen andererseits eine Verände- gen enthalten, zur Katalysatorbehandlung. Erfindungsrung während der Benutzung, d. h. unter Benut- gemäß ist gerade der Einsatz besonderer schwefelzungsbedingungen, bewirken und verschiedene 35 haltiger Stoffe zu diesem Zweck von ausschlaggeben-Behandlungen erforderlich machen, weswegen der Bedeutung, nämlich von Gas- oder Leuchtöl. Nur auch die klassischen Verfahren zur Endbehand- dies führt zu einem schwefelhaltigen Katalysator, lung der öle und der Paraffine tatsächlich ver- welcher selbst bei der Verwendung zur hydrierenden schieden voneinander sind; , Raffinierung von schwefelfreien Produkten nicht
d) Bestimmung und Verwendung.der Endprodukte; 40 schwefelregeneriert werden muß, sondern vielmehr es sind nicht nur die Verwendungszwecke der seine Aktivität dauernd behält. Diess Eigenschaft wird Enderzeugnisse, die Bedingungen, denen sie bei bei einer Aktivierung mit Schwefelwasserstoff eben ihrer Benutzung ausgesetzt sind, vollkommen ver- nicht erzielt. Diese Zusammenhänge und die -besonschieden, sondern es muß auch die Endbehand- deren Auswirkungen einer Katalysatoraktivierung mit lung sehr spezielle Anforderungen erfüllen, bei- 45 Gas-oder Leuchtöl sind bei dem bekannten Vorschlag spielsweise müssen für die Verwendung in Nah- nicht erkannt.
rungsmitteln bestimmte Paraffine vollständig frei Im übrigen ist der bekannte Vorschlag auch bezüg-
von jedem Geruch, jedem Geschmack und von lieh derjenigen Stoffe sehr allgemein gehalten und
kanzerogenen Kohlenwasserstoffen gemacht wer- sogar irreführend, bei deren Behandlung die bekannden, d. h., es müssen Forderungen erfüllt werden, 50 ten Katalysatoren eingesetzt werden sollen. Es sollen für die es auf der Seite der Schmieröle keine ent- , allgemein Kohlenwasserstoffe behandelt werden, versprechenden Bestimmungen gibt. schiedenartigste Produkte mit den unterschiedlichsten Schließlich ist noch ein Verfahren zur Herstellung Eigenschaften, welche bei der hydrierenden Behandeines für die Behandlung von Kohlenwasserstoffen in . lung keineswegs alle denselben Verfahrensbedingun-Gegenwart von Wässerstoff geeigneten Katalysators 55 gen unterworfen werden. Konkret ist der bekannte bekannt, das sich aus fünf Schritten zusammensetzt; Vorschlag daher auch nur auf die Behandlung eines nämlich einer Kalzinierung eines anorganischen Oxid- gekrackten, kalifornischen Schwerbenzins abgestellt, trägers, vorzugsweise Tonerde, einer anschließenden nicht aber von Paraffinen und Wachsen. Gerade zu Hydratisierung des Trägers auf einen bestimmten deren hydrierender Raffinierung ist die erfindungs-Feuchtigkeitsgehalt zwischen etwa 1 und etwa 10 Ge- 60 gemäße sulfurierende Vorbehandlung der zum Einsatz wichtsprozent, und zwar durch Berührung mit feuch-- gelangenden Katalysatoren erforderlich,
ter Luft über mehrere Stunden oder Bedampfung, - Die erfindungsgemäß vorzunehmende Desulfurieeiner folgenden Tränkung des kalzinierten und hydrati- . rung erfolgt, mit Vorteil derart, daß der in das Reaksierten Trägers mit einer sauren Lösung einer Molyb- . tionsgefäß gegebene und entlüftete Katalysator mit dänverbindung und gegebenenfalls einer Verbindung 65 dem angegebenen Wasserstoff druck beaufschlagt und des Eisens, Kobalts oder Nickels, einer anschließenden auf die erwähnte Temperatur erhitzt wird, worauf das Trocknung des getränkten Trägers und einem Glühen. schwef elhaltige. Material mit dem angegebenen Durch-Damit soll eine starke Einwirkung der sauren Lösung satz zugeführt und der Wasserstoffdurchsatz auf 90
bis 360 m3 Wasserstoff pro Kubikmeter schwefelhaltiges Material eingestellt wird. Das Material wird so entschwefelt, wobei der größte Teil des Schwefels am Anfang durch die Katalysatormasse zurückgehalten wird. Man setzt den Vorgang bis zur Sättigung des Katalysators mit Schwefel fort. Je nach den Bedingungen der Behandlung kann dies 12 bis 48 Stunden dauern.
Bei der erfindungsgemäßen katalytischem hydrierenden Raffinierung von Paraffinen und Wachsen mit dem so behandelten Katalysator wird der Wasserstoffdruck und die Temperatur vorzugsweise auf die oben angegebenen Werte eingestellt, wobei eine Wasserstoffmenge zwischen 18 und 900, vorzugsweise zwischen 90 und 360 m3 Wasserstoff pro Kubikmeter Paraffin und/oder Wachs und letzteres mit einem Volumendurchsatz zwischen 0,1 und 3, vorzugsweise zwischen 0,3 und 2,0 V/V/h zugeführt wird.
Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung. -
B e i s ρ i e 1 1
Ein Paraffin 52/54 für petrochemische Verwendung wird mit einem nicht aktivierten bzw. mit einem erfindüngsgemäß vorbehandelten Katalysator der folgenden Gewichtszusammensetzung: CoO = 2,5 °/0; MoO3 = 14%; Rest AI2O3, hydroraffiniert, der in Form von Tabletten mit einer Durchmesser von 3 mm vorliegt. Zur erfindungsgemäßen Vorbehandlung wird der eine Katalysator bzw. ein Teil des angegebenen Katalysators 24 Stunden lang zur Desulf urierung von Gasöl verwendet, welches 1 % gebundenen Schwefel enthält, wobei die Temperatur 300° C beträgt, der Druck-30 bar, die Flüssigkeitsmenge 1 Volumen pro Volumen Katalysator pro Stunde und die Wasserstoffmenge 90m3/m3 Charge.
Die Hydroraffinierung des Paraffins wird in beiden Fällen unter gleichen Bedingungen durchgeführt, und zwar bei einer Temperatur von 2500C, einem Druck von 50 bar, einer Flüssigkeitsmenge von 0,5 V/V/h und einer Wasserstoffmenge von 90 ms/m3 Charge. Die folgende Tabelle I gibt die Farben der in den beiden Fällen erhaltenen Erzeugnisse an, und zwar nach 24, 48, 72, 96 Stunden Anwendungsdauer des jeweiligen Katalysators. Die Farbe ist in Vernegraden angegeben und mittels eines Photocolorimeters unter Verwendung einer Küvette von 40 mm Dicke bestimmt worden.
Tabelle I
Kobaltmolybdatkatalysator Nicht vor
behandelt
Vor
behandelt
Farbe nach 24 Stunden
Verwendungsdauer
des Katalysators 8 2
Farbe nach 48 Stunden
Verwendungsdauer
des Katalysators 8,5 2
Farbe nach 72 Stunden
Verwendungsdauer
des Katalysators ...... 9 . 2 '..:'
Farbe nach 96 Stunden
Verwendungsdauer
des Katalysators 10 1,5
Schwefelgehalt des Kataly
sators nach der Verwen
dung (Gewichtsprozent) 0,3 3,2
Aus Tabelle I geht hervor, daß die Farbe des mit dem vorbehandelten Katalysator hergestellten Erzeugnisses schwach ist und über die Zeit konstant bleibt, während die Farbe des anderen Erzeugnisses stärker ist und die Tendenz hat, mit der Anwendungsdauer des Katalysators stärker zu werden.
B e i s ρ i e 1 2
Ein mikrokristallines Restparaffin wird mit Wasserstoff raffiniert, und zwar unter den angegebenen Bedingungen.
Die folgende Tabelle II zeigt die Farbe in Vernegraden der mit einem unbehandelten Katalysator bzw. mit einem vorbehandelten Katalysator hergestellten Erzeugnisse (Küvette von 10 mm).
Tabelle II Vor
behandelt ■
Kobaltmolybdatkatalysator Nicht vor
behandelt
Farbe nach 24 Stunden
Verwendungsdauer
des Katalysators ...... 120
Farbe nach 48 Stunden
Verwendungsdauer 92
des Katalysators ...... 127
Farbe nach 72 Stunden
Verwendungsdauer 87
des Katalysators 132
Farbe nach 96 Stunden
Verwendungsdauer 87
des Katalysators 136
Schwefelgehalt des Kataly
sators nach der Anwen 2,25
dung (Gewichtsprozent) 0,2
Wie im Beispiel 1 ist das mit dem vorbehandelten Katalysator hergestellte Erzeugnis klarer als das andere Erzeugnis. Die Wirkung des nicht vorbehandelten Katalysators wird gleichfalls allmählich mit der Dauer seiner Anwendung schwächer.
Beispiel 3
Die Eigenschaften eines ■ Rohparaffins, eines auf klassische Art und Weise mit Säure und Erde behandelten Paraffins und zweier jeweils bei einer anderen Temperatur einer hydroraffinierenden Behandlung mit einem entsprechend Beispiel 1 behandelten Katalysator unterworfener Paraffine werden untersucht. Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle III aufgeführt.
Tabelle III
Rohparaffin
Paraffin nach Säure
und Erdebehandlung
Hydroraffiniertes
Paraffin1) I Paraffin2)
Schmelzpunkt ..
Farbe3)
Gelb .....;:......-...,.:
Ölgehalt (Gewichtsprozent)
Einkernige Aromaten 'W/i·...
Zweikernige Aromaten■>■-',...
Zweikernige Aromaten
Aromaten, insgesamt
51,4
0,5
0,1
stark
!. 0,22
; 0,124
0,023
0,022
0,169
51,7
ο,ι .·■
t
ohne
o,22;;
0,109
Aöii
0,008
0,128
52
0,4
sehr
schwach
0,31
0,108
0,002
0,003
0,113
51,4
0,1
ohne
0,067
0,0007
0,0014
0,0691
1) Hydroraffiniert bei 100 bar, mit einem Durchsatz von 0,5 V/V/h und einer Wasserstoffmenge von 90 m3/m3 und bei einer Temperatur von 250° C.
2) Hydroraffiniert unter den Bedingungen zu *), jedoch bei einer Temperatur von 275° C.
3) Nach Lovibond und der normalisierten Methode »Institute of Petroleum« 17/52 mit einer Zelle von 5,08 cm gemessen.
Beispiel 4
Ein Paraffin (»Schuppe H«) wird mit einem Katalysator der ursprünglichen Zusammensetzung: MoO3 = 12 Gewichtsprozent; NiO = 5°/0; Rest Al2O3, hydroraffiniert. Der Katalysator wird in Form von kleinen, extrudierten 1,5-mm-Würsten nach vorheriger erfindungsgemäßer Aktivierung verwendet. Die Aktivierung erfolgt wie angegeben, indem mit dem Katalysator die Desulfurierung eines Gasöls mit 1% Schwefel über einer Dauer von 24 Stunden bei einer Temperatur von 30O0C und mit einem Durchsatz von 1 V/V/h bei einem Druck von 30 bar und mit einer Wasserstoffmenge von 90 m3/m3 durchgeführt wird.
Anschließend wird das Paraffin bei einer Temperatur von 25O0C, einem Druck von 60 bar, einem Durchsatz von 0,5 V/V/h und einer Wasserstoffmenge von 90 m3/m3 Charge raffiniert.
Die Eigenschaften des Rohparaffins, des klassisch mit Säure und Erde behandelten Paraffins und des gemäß der Erfindung raffinierten Paraffins gehen aus der folgenden Tabelle IV hervor.
Beispiel5
Ein Restparaffin wird mit Wasserstoff über einem vorbehandelten Kobalt-Molybdän-Katalysator bei einer Temperatur von 275 0C, unter einem Druck von 100 bar und mit einem Durchsatz von 0,5 V/V/h und einer Wasserstoffmenge von 90 m3/m3 flüssiger Charge raffiniert.
Die Vorbehandlung des Katalysators besteht darin,
daß er zur Desulfurierung von Gasöl unter den im Beispiel 1 angegebsnen Bedingungen verwendet wird.
Die Eigenschaften des Rohproduktes und des behandelten Produktes sind aus der folgenden Tabelle V ersichtlich.
Tabelle V
45
Tabelle IV Erfindungs
gemäß hydro
raffiniertes
Paraffin
Roh
paraffin
Säure- und
erde
behandeltes
Paraffin
59,3
0,3
Schmelzpunkt
(0C)
59,4
29
merklich
59,2
0,8
0,1
sehr
kein
Farbe1)
Gelb
schwach
Rot
Geruch
Schmelzpunkt (0C)
Viskosität bei 98,9° C (cSt)
Farbe1)
Gelb
Rot
6o
Polycyclische Aromaten
(7o)
Rohes Restparaffin
66 bis 68
19,15
27,9
4,7
Hydroraffiniertes
Restparaffin
66 bis 68
18,16
26,3
15
0,7
2,3
*) Nach Lovibond und der normalisierten Methode »Institute of Petroleum« 17/52 mit einer Zelle von 5,08 cm gemessen.
) Gemessen wie bei Tabellen III und IV angegeben.
Beispiel 6
Es wird dasselbe Rohparaffin wie im Beispiel 3 behandelt, wobei ein Katalysator mit der ursprünglichen Gewichtszusammensetzung: MoO3 = 12°/0; CoO = 2,5%; Fe3O3 = 2,5 °/0; ReStAl2O3, verwendet wird, welcher durch Desulfurierung eines Gasöls unter
109 508/312
den im Beispiel 4 angegebenen Bedingungen aktiviert ist. Das Paraffin wird bei einem Druck von 100 bar, einer Temperatur von 275°C, einem Durchsatz von V/V/h und mit einer Wasserstoffmenge von 90 m3/m3 behandelt.
Das erhaltene Erzeugnis weist einen Schmelzpunkt von 51,5° C, eine nach L ο ν i b ο η d mit einer Zelle von 5,08 cm ermittelte Gelbfarbe von 0,2, keinen Geruch und 0,066 Gewichtsprozent Aromaten auf.
IO

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur hydrierenden Raffinierung von Paraffinen und Wachsen bei hoher Temperatur und unter dem starken Druck von Wasserstoff oder eines wasserstoff haltigen Gases in Gegenwart eines Katalysators, der auf einer gegebenenfalls auf einem Träger aufgebrachten Verbindung des Molybdäns und mindestens eines der Metalle der VIII. Gruppe des Periodensystems der Elemente beruht, dadurch gekennzeichnet, daß ein Katalysatqr verwendet wird, der zuvor durch Erwärmung unter Wasserstoffdruck auf eine Temperatur zwischen 250 und 375 0C und Hinüberleiten von Wasserstoff sowie Gas- oder Leuchtöl, das einen Gehalt an gebundenem Schwefel zwischen 0,5 und 2 Gewichtsprozent aufweist, mit einem Durchsatz entsprechend einer Volumengeschwindigkeit des Öls zwischen 0,5 und 3 V/V/h (bezogen auf den flüssigen Zustand) so lange, bis kein Schwefel mehr vom Katalysator aufgenommen wird, aktiviert worden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrodesulfurierung zur Aktivierung des Katalysators bei einem Druck zwischen 10 und 50 bar durchgeführt worden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die katalytische, hydrierende Raffinierung der Paraffine und Wachse bei einem Druck zwischen 10 und 200 bar, vorzugsweise zwischen 60 und 150 bar, und bei einer Temperatur zwischen-200 und 3500C, vorzugsweise zwischen 250 und 325 0C, durchgeführt wird.

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