DE145366C - - Google Patents
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- DE145366C DE145366C DENDAT145366D DE145366DA DE145366C DE 145366 C DE145366 C DE 145366C DE NDAT145366 D DENDAT145366 D DE NDAT145366D DE 145366D A DE145366D A DE 145366DA DE 145366 C DE145366 C DE 145366C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D31/00—Other methods for working sheet metal, metal tubes, metal profiles
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Adornments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dekorieren von Gegenständen
aus Metallblech, durch welches denselben das Aussehen von durch Tauschierarbeit oder
durch Intarsiaarbeit dekorierten Gegenständen gegeben werden soll. Bei der Täuschierarbeit
wird nur die Oberfläche des Metalls an einzelnen Stellen durch Einhämmern oder Eindrücken von Metall dekoriert, oder es
ίο wird bei Intarsiaarbeit auf die zu dekorierende
Stelle eine dünne Metallplatte aufgelegt, welche an den Rändern in einen untergravierten
Falz eingesprengt wird. Die so hergestellten Gegenstände besitzen im Verhältnis zu dieser mühsamen und kostspieligen
Handarbeit eine nur geringe Haltbarkeit.
Es ist auch bereits ein Verfahren zur Herstellung von Einlegearbeit für aus verschiedenen
Metallen herzustellende Gegenstände bekannt geworden, bei welchem aus Blech ausgestanzte Ornamente in die Ausschnittsöffnungen andersfarbiger Blechwerkstücke eingepreßt
werden. Die Neuerung besteht nun darin, daß zugleich mit dem Einpressen Schattierungslinien in das eingelegte Blechstück
eingeprägt werden, so daß durch das Ausweichen des Materials nach den Seiten ein Vernieten des eingelegten Stückes stattfindet.
Dabei wird die Einlegearbeit bei ebenem Zustande des Werkstückes bewirkt und dasselbe erst danach in seine endgültige
Form gebracht.
Die beiliegende Zeichnung dient zur Erläuterung des Verfahrens. Dasselbe besteht
in folgendem:
An den zu dekorierenden Gegenständen werden aus der flachen Blechplatte, bevor das
Arbeitsstück in seine Form gebracht wird, die Konturen der anzubringenden Ornamente
durch Stanzen herausgeschnitten. Auf denselben Schnittstanzen werden aus einem andersfarbigen
Metallblech derselben Stärke dieselben Ornamente gleichfalls ausgestanzt und
das so gewonnene Metallstück in die durch das Stanzen entstandenen Durchbrüche des
Werkstückes hineingepreßt.
Bekanntlich erfahren die auf einer Schnittstanze gewonnenen Ausschnitte eine Streckung,
so daß sie in die Öffnung, aus der sie ausgeschnitten wurden, nicht leicht wieder hineinpassen,
sondern hineingepreßt werden müssen.
Bei Verwendung von etwas stärkeren Blechen, etwa in der Stärke von 2 mm,
wird ein in die Ausschnittsöffnung hineingepreßtes Metallstück schon dadurch ziemlich
fest haften, daß die Schnittflächen des Ausschnittes sowie der Ausschnittsöffnung durch
das Hineinpressen gegeneinander fest angedrückt werden.
Um einen sicheren Halt zu erzielen, gibt man dem Stempel der Schnittstanze eine
etwas gewölbte Form, welche sich dem ausgeschnittenen Ornamente mitteilt. Beim Hin-,
einpressen wird dieses letztere wieder flachgedrückt, wodurch es sich verbreitert und
noch fester an die Wandungen des Durchbruches angepreßt wird. Um aber eine vollständige
Sicherheit gegen das Herausfallen des eingelegten Ornamentstückes zu erzielen,
muß dasselbe in die Blechplatte des Werkstückes förmlich eingenietet werden. Zu
diesem Behufe werden die Kanten der Schnitt-Öffnung vor dem Einpressen des Ornamentes
auf beiden Seiten vermittels besonders geformter Preßstempel abgeschrägt, ähnlich wie
dies bei flachen Kopfschrauben und Nieten durch das sogenannte »Versenken« geschieht
(vergl. Fig. 2 der beiliegenden Zeichnung).
Das Einnieten des Ornamentes wird durch eine Manipulation bewerkstelligt, die einen
doppelten Zweck verfolgt: Zur Erzielung einer künstlerischen Wirkung genügt es nicht,
wenn auf einem zu dekorierenden Metallgegenstande lediglich verschiedenfarbige Flächen
sichtbar sind; flache Ornamente erhalten in der Regel eine Schattierung, um eine plastische
Wirkung zu erzielen.
Während diese Schattierung gewöhnlich durch Gravieren oder Ziselieren hergestellt
wird, geschieht dies im vorliegenden Falle durch Stanzen bezw. Prägen mittels hierzu
eigens eingerichteter Stanzen. Hierbei fallen vom Werkstücke keine Metallspäne ab, wie
z. B. beim Gravieren oder Meißeln, die Vertiefungen \verden vielmehr in das Metall hineingeschlagen,
wodurch eine weitere Streckung und somit Befestigung des in das Werkstück eingepreßten Metallornamentes erfolgt.
Die in das Ornament einzupressenden Schattierungslinien erscheinen auf dem Schattierungsstempel
als erhabene, scharfe Kanten, welche sich in das Metall des Ornamentes einpressen und dort vertiefte Schattierungslinien
bilden. Die durch das Einpressen verdrängte Metallsubstanz hat keinen anderen Ausweg, als sich seitwärts über die schrägen
Kanten der Ausschnittsöffnung' zu schieben und bildet somit einen Nietenkopf, der die
Umrisse des Ornamentes aufweist (vergl.
Fig- 3)·
Bei Gegenständen, welche einer besonderen Inanspruchnahme ausgesetzt sind, kann diese
Art der Befestigung durch Lötung vervollständigt werden, doch ist dies in der Regel
nicht nötig, da schon die in der angegebenen Weise vorgenommene Vernietung eine genügende
Dauerhaftigkeit verbürgt.
Durch das gegenseitige Abwechseln verschiedenfarbiger Metallplatten mit andersfarbigen
Metalleinlagen wird die gewünschte Variation der Farben erzielt, ein Abfall entsteht
nicht, da immer der Ausschnitt der einen Metallsorte zur Dekorierung der anderen
wechselseitig benutzt werden kann.
Fig. ι der Zeichnung zeigt ein in der beschriebenen
Weise dekoriertes Metallblech.
Claims (2)
1. Ein Verfahren zur Herstellung von Einlegearbeit für aus verschiedenen Metallen
herzustellende Gegenstände, bei welchem durch Stanzen aus Blech hergestellte
Ornamente in die Ausschnittsöffnungen andersfarbiger Blechwerkstücke
eingepreßt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zugleich mit dem Einpressen Schattierungslinien
in das eingelegte Blechstück eingeprägt werden, so daß durch das Ausweichen des Materials nach den Seiten
ein Vernieten des eingelegten Stückes stattfindet.
2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlegearbeit
bei ebenem Zustande des Werkstückes bewirkt und dasselbe erst danach in seine endgültige Form gebracht wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE145366C true DE145366C (de) |
Family
ID=412718
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT145366D Active DE145366C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE145366C (de) |
-
0
- DE DENDAT145366D patent/DE145366C/de active Active
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