DE14495C - Verfahren zur Darstellung von Aluminium durch Reduktion von Schwefelaluminium durch Eisen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Aluminium durch Reduktion von Schwefelaluminium durch Eisen

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DE14495C
DE14495C DENDAT14495D DE14495DA DE14495C DE 14495 C DE14495 C DE 14495C DE NDAT14495 D DENDAT14495 D DE NDAT14495D DE 14495D A DE14495D A DE 14495DA DE 14495 C DE14495 C DE 14495C
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reducing
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F. LAUTERBORN in Langenbrücken (Baden) Apotheke
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B21/00Obtaining aluminium
    • C22B21/0038Obtaining aluminium by other processes
    • C22B21/0053Obtaining aluminium by other processes from other aluminium compounds
    • C22B21/0061Obtaining aluminium by other processes from other aluminium compounds using metals, e.g. Hg or Mn

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1880 ab.
Kryolith, bestellend aus Fluoraluminium und Fluornatrium, wird höchst fein gepulvert oder gemahlen, dann in einem nicht metallischen Gefäfs unter Umrühren mit der acht- bis zehnfachen ' Menge Wasser gekocht.
Nach längerem Kochen wird dem Wallen der kochenden Flüssigkeit, entweder durch Entfernen des Gefäfses vom Feuer oder durch Dämpfung des Feuers, Einhalt gethan und die heifse Flüssigkeit, nachdem sie einige Minuten der Ruhe zum Absetzen überlassen, entweder vorsichtig abgegossen oder mittelst eines Hebers von dem Rückstand entfernt. Die Flüssigkeit enthält neben Verunreinigungen hauptsächlich Fluornatrium.
. Der Rückstand wird mehrere mal auf dieselbe Weise mit Wasser gekocht und behandelt, bis bei dem Abfüllen der Flüssigkeit diese kein Fluornatrium mehr gelöst enthält, was der Fall ist, wenn die Flüssigkeit auf Zusatz einer Lösung von Chlorcalcium oder Chlorbarium klar bleibt.
Der Rückstand wird hierauf gesammelt und gut getrocknet, er besteht aus Fluoralüminium.
Zur weiteren Ausführung des Verfahrens ist Schwefelcalcium erforderlich; einfache, bekannte und billige Darstellungen sind folgende:
Schwefelsaurer Kalk (gebrannter Gyps) wird mit pulverisirter Kohle gemischt und in einem Tiegel geglüht; oder:
ι Theil Kalkhydrat,
ι - Schwefelblüthe,
Y5 - Kohlenpulver (um die Bildung von
schwefelsaurem Kalk zu verhüten),
werden in einem sehr gut bedeckten Tiegel geglüht. .
Dieses Schwefelcalcium, ein schwarzgraues Pulver, wird mit dem gleichen Gewichtstheil des vorhin erhaltenen, gut getrockneten Fluoraluminium gemischt in einen Tiegel gethan, dieser bedeckt und einer starken Rothglut ausgesetzt.
Nach halbstündigem Glühen ist der Inhalt des Tiegels in eine Masse von Schwefelalummium und Fluorcalcium (Flufsspath) zersetzt.
Diese glühende Masse wird entweder in einen anderen Tiegel, in welchem Eisen (Stäbe, Nägel) glühend gemacht, gegossen und mit dem Eisen noch eine kurze Zeit geglüht, oder man läfst die Masse erkalten, zerkleinert sie und setzt dieselbe nach Zuthat von Eisen (Stäbe, Nägel) von neuem der Rothglut aus; in beiden Fällen findet man nach dem Erkalten das Aluminium metallisch abgeschieden.
Zu diesem Verfahren genügen im Kleinen. Schmelztiegel (hessische Tiegel), im Grofsen würden die bei der Reduction anderer Metalle (Antimon, Blei) angewendeten Schmelzöfen Benutzung finden.
Darstellung des künstlichen Fluoralüminium.
Reine Thonerde, Thonerdehydrat werden mit Chlorwasserstoffsäure Übergossen und unter Umrühren gelöst, jedoch ist nur so viel Säure anzuwenden, dafs ein nicht gelöster Rückstand von Thonerde bleibt, das Lösungsverhältnifs hängt von der Stärke der Säure ab.
Diese concentrate Chloraluminiumlösung wird von dem nicht gelösten Rückstand der Thonerde entfernt und in einem Glasgefäfs bis zum
Kochen erhitzt. Der heifsen, kochenden Lösung wird eine heifse Lösung Von Fluorcalcium hinzugesetzt, die man auf folgende Weise bereitet: Fluorcalcmm, fein gepulvert, wird mit der 30 fachen Menge Wasser gekocht und unter Umrühren gelöst; von dieser heifsen Lösung wird so viel in die heifse Chloraluminiumlösung allmälig hinzugesetzt, bis kein Fluoraluminium mehr gefällt wird.
Dieser Niederschlag wird von der Flüssigkeit getrennt, ausgewaschen, getrocknet und kann nach obigem Verfahren zur Darstellung von Aluminium benutzt werden.
Bei der Glühung des Fluoraluminium mit Schwefelcalcium kommen auf 100 Theile Fluoraluminium 140 Theile des mit Kohle gemengten Schwefelcalcium in Anwendung.
Zur Reduction des Schwefelaluminium kommen auf 100 Theile des Glühresultates, welche 60 Theile Fluorcalcium und 40 Theile Schwefelaluminium enthalten, 46,5 Theile Eisen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das oben beschriebene Verfahren zur Reduction von Schwefelaluminium durch metallisches Eisen.
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