DE142241C - - Google Patents

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DE142241C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B15/00Other accessories for centrifuges
    • B04B15/12Other accessories for centrifuges for drying or washing the separated solid particles

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  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher im Gebrauch befindlichen Zentrifugen zum Decken des Zuckers mittels Dampf erfolgte die Ableitung des ausgenutzten Dampfs zusammen mit den Abflüssen. Die Folge davon war, daß der Dampf in den Arbeitsraum, wo die Zentrifugen standen, eintrat und hier eine außerordentlich starke Erwärmung hervorrief, so daß der Aufenthalt für die Arbeiter in diesen Räumen in gesundheitlicher Beziehung außerordentlich schädlich war. Man versuchte diesen Übelstand dadurch zu vermeiden, daß man zunächst den Zentrifugenraum durch Ventilationsapparate lüftete, jedoch hatte dieses nur einen geringen Erfolg und außerdem wurden dadurch die Kosten durch den Betrieb der Ventilationsapparate nicht unwesentlich erhöht. Eine andere Lösung wurde darin gesucht, daß man den Dampf, nachdem er die Zuckermasse passiert hatte, durch ein besonderes Rohr absaugte und ableitete; hierdurch wurde jedoch der Dampfverbrauch wesentlich erhöht. In beiden Fällen bestand ein weiterer nicht minder großer Übelstand darin, daß die Einleitung des noch ziemlich feuchten Dampfs in der Mitte der Zentrifugentrommel erfolgen mußte, so daß der Dampf durch die Zuckermasse und durch die durchlöcherten Wände der Zentrifugentrommel hindurch in den von dem Mantel und der Zentrifugentrommel gebildeten Raum gelangte, um von hier in einer der beschriebenen Weisen abgeleitet zu werden. Die Folge davon war, daß das im Dampf enthaltene Wasser ständig auf die Zuckermasse einwirkte und auf die Zuckerkristalle einen sehr schädlichen Einfluß ausübte.
Die vorliegende Erfindung vermeidet alle diese Übelstände in einfachster Weise dadurch, daß die Ableitung der Abflüsse in der bisher üblichen Weise durch einen am unteren Teile des Zentrifugenmantels angeordneten Stutzen erfolgt, jedoch ist dieser Stutzen derart ausgebildet, daß er zwar die Abflüsse ableitet, nicht aber den Dampf hindurchlassen kann. Dadurch wird der Zutritt des Dampfs zu dem Zentrifugenraum verhindert und somit eine Erwärmung desselben unmöglich gemacht. Der Dampf wird somit so lange in der Zentrifuge aufgehalten, als er einen Einfluß in der gewünschten Weise auf die Zuckermasse ausüben kann. Es wird ferner dadurch ermöglicht, daß die Menge des in den durch den Mantel der Zentrifuge und der Zentrifugentrommel gebildeten Raum einzuleitenden Dampfs höchstens die Hälfte der bisher erforderlichen Dampfmenge beträgt. Die Einleitung des Dampfs in den durch den Mantel der Zentrifuge und die Zentrifugentrommel gebildeten Raum erfolgt so, daß die in dem Dampf enthaltenen Wasserteilchen sich in diesem Räume abscheiden und der trockene Dampf alsdann durch die Löcher der Zentrifugentrommel nach dem Inneren der Trommel gelangt, und dann mit der Zuckermasse in Berührung kommen kann. Der bisher auf die Kristalle durch das im Dampf enthaltene Wasser ausgeübte schädliche Einfluß wird daher auf diese Weise wesentlich vermindert. Der nach Verrichtung seiner Arbeit überflüssige Dampf
wird mittels eines an dem zur Abführun Ablaufes dienenden Stutzen Dampfableitungsrohres abgeleitet.
angeordneten
Eine zur Ausführung dieser Erfindung dienende Vorrichtung ist auf beiliegender Zeichnung in einem Querschnitt dargestellt.
ι ist die gelochte Zentrifugentrommel, die in bekannter Weise auf der Welle 2 angeordnet ist und mit dieser rotiert. 3 ist der Zentrifugenmantel und 4 sind Bleche, welche eine Rinne zur Ableitung der Abflüsse bilden. So weit ist die Konstruktion der Zentrifuge mit den bisher bekannten Zentrifugen übereinstimmend. An dem unteren Teil des Mantels 3 ist nun ein Rohrstutzen 5 angeordnet, der knieförmig gestaltet ist und zweckmäßig eine Scheidewand 6 besitzt, derart, daß der aus der Rinne 4 abfließende Ablauf die im Stutzen 5 durch die Wand 6 gelassene Öffnung vollkommen abschließt, so daß mithin dem Dampf keine Gelegenheit gegeben ist, zusammen mit dem Ablaufe aus dem Rohr stutzen 5 auszutreten. Der zum Decken des Zuckers erforderliche Dampf wird zweckmäßig in den Raum zwischen dem Mantel 3 und der Zentrifugentrommel 1 eingeleitet, so daß er von hier durch die Löcher der Zentrifugentrommel 1 in das Innere der letzteren gelangt und hier den gewünschten Einfluß auf den
3ü Zucker ausüben kann. Er wird also, bevor er in das Innere der Zentrifugentrommel gelangt, den weitaus größten Teil seiner Feuchtigkeit in diesem Raum verlieren, so daß die bisher eintretenden, zuvor bereits erwähnten ungünstigen Einflüsse auf die Kristalle vermieden werden. Die Ableitung des verbrauchten Dampfes kann durch ein Rohr 7 erfolgen, das oberhalb der Ausflußöffnung des Rohrstutzens 5 mit diesem verbunden ist. Wie schon erwähnt, ist das Rohr 7 von so geringem Querschnitt, daß unbeschadet dieser Abflußleitung der Dampf trotzdem in den Raum zwischen dem Mantel 3 und der Zentrifugentrommel 1 eingeleitet werden kann. In zahlreichen Fällen wird jedoch dieses Ableitungsrohr überhaupt nicht notwendig sein.
Fernere Versuche haben ergeben, daß, abgesehen von den bereits eingangs erwähnten Vorteilen zur Ausführung dieses Verfahrens ein wesentlich geringerer Dampfverbrauch, nämlieh 60 Prozent weniger notwendig ist als bisher, um das gewünschte Resultat zu erzielen, oder daß eine Vergrößerung der Ausbeute an weißem Zucker von 5 bis 7 Prozent bei Zuckerlüllmasse erlangt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verschluß für Zentrifugen zum Decken von Zucker mittels Dampfs, dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzen für die Ab1 laufe wie ein Wasserverschluß ausgebildet und mit einem Rohr (7) zur Ableitung des gebrauchten Dampfs verbunden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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