DE142185C - - Google Patents

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DE142185C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/43Heat treatment, e.g. precalcining, burning, melting; Cooling
    • C04B7/44Burning; Melting
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung besteht darin, daß zu der rohen Portlandzementmasse, welche nach dem gewöhnlichen Verfahren in Form von Ziegeln oder Stücken in den Schachtofen eingesetzt wird, ein aus derselben ausgetrockneten Portlandzementmasse oder ausgetrockneten Rohmaterialien gewonnenes Pulver im Innern des Ofens zugegeben wird.
Bei passender Anordnung der zur Zufuhr des Pulvers nach dem Ofeninnern sowie zur Verteilung desselben in Staubform dienenden Vorrichtungen kann dieses Verfahren bei Cementbrennöfen verschiedener Systeme angewendet werden. In der Zeichnung ist als Beispiel die Anwendung dieses Verfahrens bei den am meisten gebräuchlichen Knieschachtöfen gezeigt.
In Fig. ι ist ein derartiger mit Vorrichtung zur Zufuhr und Verteilung des rohen Zementpulvers versehener Ofen im senkrechten Durchschnitt gezeigt.
Fig. 2 stellt die Zuführungsvorrichtung im vergrößerten Maßstabe dar.
Wie bekannt, werden die Ziegel oder Stücke der rohen Zementmasse durch die Eingabe-Öffnung α in den sogen. Vorwärmer b eingeführt. Der Brennstoff wird dagegen durch eine Seitenöffnung c eingeführt, welche durch eine passende Tür verschlossen wird. Nachdem die unteren Ziegelschichten durch die aus der Heizkammer d ausströmenden Heizgase bis zum gewünschten Grade vorgewärmt sind, werden sie in die am Ende des Knieschachtes gelegene Kammer gebracht, wobei sie bereits bis zur Weißglut erhitzt sind. An dieser Stelle des Ofens, also durch den Kanal e in der oberen Wand des Knieschachtes, welcher mit Schamotte ausgekleidet ist und von außen mit einer eisernen Haube f verschlossen wird, wird das rohe Zementpulver durch ein Rohr eingeführt und durch einen Luftstrom (welcher mit entsprechender Kraft durch einen in der Figur nicht abgebildeten Ventilator durch die Düse g eingeblasen wird) im Innern des Ofens in Staubform verteilt; die Innenfläche der Haube und der eisernen Teile wird an der dem Heizraum zugewendeten Seite mit einer isolierenden Asbestschicht bekleidet. Die Temperatur unter dem Kniegewölbe genügt völlig, um die feinen Pulverteilchen auf eine sehr hohe Temperatur zu bringen; das auf diese Weise vorgewärmte Pulver fällt auf die — wie bereits bemerkt — in die Heizkammer gehenden Briketts nieder und bleibt an denselben haften; kommt es dabei vor, daß Zementpulver zum Teil auch auf den Brennstoff niederfällt, so kann das auf die Gesamtmenge des ausgebrannten Zements natürlich keinen Einfluß haben.
In dem durch die Zeichnung dargestellten Beispiel ist der trichterförmige Behälter für das rohe Zementpulver in einer bestimmten Höhe oberhalb der Ofenbiegung angebracht. Durch eine geneigte Wand / im Innern des Behälters wird das Pulver nach dem linken Ende (Fig. 2) einer archimedischen Spirale geleitet, welche dasselbe gleichmäßig einer geneigten Röhre k zuführt. Längs dieser Röhre, welche durch die oben erwähnte Haube f im Innern des Kanals e hindurchgeht, fällt das Pulver unter Einwirkung seines Eigengewichtes mit einer der Neigung der Röhre entsprechenden Geschwindigkeit herunter und fällt hierbei auf
einen konvexen (ausgebauchten) Schild Z, auf welchen die Öffnung (die Mündung) der Düse g gerichtet ist. Durch die durch die Düse eingeblasene Luft wird dann das Zementpulver im Innern des Ofens unter dem Kniegewölbe nach allen Richtungen in Staubform verteilt.
Die Scheidewand i ist auf Scharnieren m drehbar. Ist der Behälter h mit Zementpulver gefüllt, so nimmt diese Wand ihre normale,
ίο auf der Zeichnung dargestellte Lage ein, indem sie durch die Schwere des Pulvers nach unten, entgegen der Wirkung einer Feder n, gedrückt wird. Hat sich nun infolge der stetigen Abnahme der Pulvermenge das Niveau desselben unter den oberen Rand der Wand i gesenkt, so hebt sich die letztere unter der Einwirkung der Feder in die Höhe bis zu der punktiert eingezeichneten Lage (zwecks vollständiger Entfernung des Pulvers). Gleichzeitig ändert sich die Lage eines Handgriffs 0, welcher mit dem oberen Rande der Wand i verbunden ist und dessen Ende durch einen Spalt im Deckel des Behälters hervorsteht, so daß aus der Lage dieses Handgriffs erkannt werden kann, ob sich der Behälter bereits geleert hat. Der Haken ρ dient zur Befestigung des Griffes 0, um die Scheidewand während des Einfüllens einer neuen Pulvermenge in normaler Lage halten zu können.
Durch die Zufuhr von pulverförmigem rohen Zement in den Zementbrennofen soll die Leistungsfähigkeit des letzteren erhöht werden.
Durch den mittels der Düse g eingeblasenen Luftstrom wird der Zug vergrößert und dadurch der zerkleinerte und im Innern des Ofens in Staubform verteilte Rohzement bedeutend leichter als in Stücken ausgebrannt.

Claims (2)

  1. Patent-An Spruch ε:
    ι. Verfahren zum Brennen von Portlandzement in Brennöfen, in denen roher Zement in Stücken, Briketts usw. gebrannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in das Innere des Ofens, oberhalb der Brennzone, roher Zement in Pulverform eingeführt und mit Hülfe eines geeignet gerichteten Luftstromes in Staubform verteilt wird.
  2. 2. Ein zur Ausführung des im Anspruch ι gekennzeichneten Verfahrens geeigneter Zementbrennofen mit Knieschacht, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem oberhalb der Schachtbiegung (Knie) befestigten Behälter (h) das rohe Zementpulver mittels Vorrichtungen bekannter Art gleichmäßig dem Ofeninnern zugeführt wird, wobei es auf einen durch eine passend gerichtete Düse (g) eingeblasenen Luftstrom trifft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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