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Die Erfindung betrifft ein Programmschaltwerk In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
für automatische Waschmaschinen od. dgl., das Erfindung dargestellt:
außer mit einem Antrieb für höhere Geschwindig- F i g. 1 zeigt die Anordnung eines erfindungsge-
keiten auch mit einem konstanten, langsameren mäßen Programmschaltwerks mit Hilfskontakt-Antrieb
eines Hilfskontaktsystems verbunden ist. 5 system und
Ein derartiges Programmschaltwerk ist durch die F i g. 2 zeigt das Zwischenrad einer Überholkuppdeutsche
Auslegeschrift 1 059 875 bekannt. Dort lung.
besteht jedoch eine direkte Abhängigkeit zwischen In der F i g. 1 sind die Schaltnocken 1 des Proder
Schaltfrequenz des Reversierschalters (Hilfskon- grammschaltwerkes dargestellt. Die entsprechenden
taktsystem) und dem Antrieb des Programmschalt- io Programmkontakte sind aus Gründen der Übersichtwerkes,
lichkeit weggelassen. Der Motor 2 dient dem lang-
Aus der französischen Patentschrift 1 161238 ist samen, der Motor 3 dem schnellen Antrieb,
ein Programmschaltwerk bekannt, das mit verschie- Entsprechend der gewünschten Antriebsart sind
denen Geschwindigkeiten angetrieben werden kann, Zwischenräder 4, 5 vorhanden, welche schließlich
wobei nur ein Antriebsmotor benutzt wird. Der Re- 15 das auf der Nockenwelle 10 sitzende Hauptantriebs-
versierschalter läuft stets mit der derselben Drehzahl rad 6 antreiben. Ist der Motor 2 eingeschaltet, so
um. Wird die Reversiergeschwindigkeit geändert, so läuft das Zahnrad 5 um und eine mit der Welle 7
wirkt sich das zwangläufig auch auf die Schalt- verbundene Hilfsnockenscheibe 8 wird angetrieben,
geschwindigkeit des Programmschaltwerks aus. Ein welche ihrerseits das Zusatzprogramm steuert. Das
unabhängiger Antrieb eines Hilfskontaktsystems ist 20 Hilfskontaktsystem, welches das Zusatzprogramm
daher mit einer solchen Anordnung nicht möglich. schaltet, ist ebenfalls zwecks Vereinfachung der
Ausgehend von einem Programmschaltwerk der Darstellung weggelassen. Über ein Zwischenrad 9
eingangs angegebenen Art liegt der Erfindung die mit der Welle 13 wird gleichzeitig durch das Haupt-Aufgabe
zugrunde, ein solches Programmschaltwerk antriebsrad 6 die Nockenwelle 10 angetrieben,
so weiterzubilden, daß keine Abhängigkeit zwischen 25 Das Zwischenrad 9 ist in F i g. 2 in Draufsicht
dem Antrieb des Programmschalters und dem An- dargestellt. Es trägt einen Mitnehmer 11, welcher
trieb des Hilfskontaktsystems besteht. sich auf Zacken 12 abstützt. Ist der Motor 3 mit der
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch höheren Drehgeschwindigkeit eingeschaltet, so wird
gelöst, daß das Programmschaltwerk über eine Über- die Welle 13 selbst bei eingeschaltetem Motor 2 unholkupplung
mit dem Hilfskontaktsystem in getrieb- 30 gehindert mit höherer Geschwindigkeit angetrieben,
licher Verbindung steht und daß für das Programm- da die Zacken 12 den Mitnehmer 11 in der Drehschaltwerk
und das Hilfskontaktsystem getrennte bewegung überholen. Somit kann die Welle 7
Antriebe vorgesehen sind. Die beiden Antriebe be- ungehindert in der bisherigen Geschwindigkeit
eiiiflussen sich wegen der Überholkupplung nicht weiterlaufen, während die Welle 10 und somit auch
gegenseitig. Trotzdem ist das Einschalten der höheren 35 die Schaltnocken 1 des Programmschaltwerks mit
Geschwindigkeit für das Programmschaltwerk, bei- höherer Geschwindigkeit angetrieben werden,
spielsweise einer Waschmaschine, jederzeit möglich, Selbstverständlich ist außer einem Direktantrieb
und auch beim Übergang von der höheren Dreh- der Welle 10 auch ein mittelbarer Antrieb über ein
geschwindigkeit des Programmschaltwerkes auf die Schrittschaltwerk möglich, welches mit zwei Genormale
Geschwindigkeit entsteht keine zeitliche 40 schwindigkeiten wahlweise angetrieben werden kann
Lücke. Von besonderer Bedeutung ist es, daß der . und Schritte in verschieden rascher Folge ausführt,
langsam laufende Antrieb, welcher das Hilfskon- Der Erfindungsgedanke ist von der Art des Antriebes
taktsystem antreibt, ohne weiteres auch weiterhin unabhängig. Es ist auch möglich, daß an Stelle eines
eingeschaltet bleiben kann, wenn die höhere Ge- Zweimotorenantriebes andere Antriebsarten, z. B.
schwindigkeit eingeschaltet ist. Auch ist die andere 45 Motoren mit verschiebbaren Ankern, für die verMöglichkeit
gegeben, den langsamen Antrieb bei schiedenen Umlaufgeschwindigkeiten vorgesehen
Umschaltung auf höhere Geschwindigkeit abzu- sind. Auch die Ausführung des Kontaktsystems, ob
schalten. Es ist ferner möglich, daß mit dem lang- es sich nun um einen Nockenschalter, einen Walzensamen
Antrieb sowohl ein Zusatzprogramm geschal- schalter oder, ein anderes beliebiges Kontaktsystem
tet wird, welches z. B. durch eine Hilfsriockehscheibe 50 handelt, ist für die Gestaltung des Erfindungsgedargestellt
wird, wie auch das Hauptprogramm, wel- dankens unerheblich.
ches durch die Schaltnocken des Programmschalters Als Anwendungsgebiet kommen Programmsteue-
festgelegt ist. rangen in Frage, insbesondere für Waschmaschinen
Eine bevorzugte Ausgestaltung des Gegenstandes od. dgl., welche neben einem ablaufenden Programm
der Erfindung besteht darin, daß die Nockenwelle 55 eine weitere mehrmals wiederkehrende Schaltfolge
des Programmschaltwerkes ein Antriebsrad trägt, zu schalten haben. :
das einerseits über ein Zwischenrad mit einem ...
schnellen Antrieb und andererseits über die Überholkupplung mit dem langsamen Antrieb verbunden Patentansprüche:
ist. Hierdurch ist ein einfaches und betriebssicheres 60
Programmschaltwerk für zwei Drehgeschwindig- 1. Programmschaltwerk für automatische
keiten gegeben. Es sind keinerlei Kurvenbahnen Waschmaschinen od. dgl., das außer mit einem
oder komplizierte Teile erforderlich, um eine gegen- Antrieb für höhere Geschwindigkeiten auch mit
seitige Abhängigkeit der beiden Antriebe zu errei- einem konstanten, langsameren Antrieb eines
chen. Somit ist es möglich, zu jeder gewünschten 65 Hilfskontaktsystems verbunden ist, dadurch
Zeit eine vorgegebene Differenzgeschwindigkeit zwi- gekennzeichnet, daß das Programmschalt-
schen dem Haupt- und dem Zusatzprogramm einzu- werk (1) über eine Uberholkupplung (9,11,12)
stellen. mit dem Hilfskontaktsystem (7, 8) in getrieblicher
Verbindung steht und daß für das Programmschaltwerk und das Hilfskontaktsystem getrennte
Antriebe (2, 3) vorgesehen sind.