DE140331C - - Google Patents

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DE140331C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J3/00Weavers' tools, e.g. knot-tying tools
    • D03J3/04Shuttle-threading tools

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zum Heraussaugen des Schußfadens aus dem Webschützen an mechanischen Webstühlen, und zwar eine solche, bei der an das Schützenauge ein Zylinder mit Kolben angeschlossen wird, bei dessen von Hand oder in anderer Weise erfolgender Bewegung die Luft in dem Zylinder und Saugrohr verdünnt wird, so daß das Schußfadenende angesaugt wird.
Bei der Vorrichtung nach vorliegender Erfindung wird gegenüber bekannten Vorrichtungen der genannten Art bezweckt, das Ansaugen des Schußfadens gegen ein Versagen dadurch zu sichern, daß ein plötzliches und stoßweises Ansaugen erfolgt, was im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen dadurch erreicht wird, daß nicht wie bei diesen die leitende Verbindung zwischen Schützenauge und Saugzylinder von Anfang an besteht, sondern erst in dem Augenblick erfolgt, wenn in dem Saugzylinder bereits eine erhebliche Luftverdünnung hergestellt wurde, so daß in diesem Augenblick eine plötzliche und kräftige Saugwirkung und damit ein schnelles und sicheres Mitreißen des Schußfadenendes mit der plötzlich und nicht allmählich steigend eintretenden Bewegung der vorher ruhenden Luftsäule erfolgt.
In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen erläutert:
Fig. ι ist der Längsschnitt durch eine tragbare Handvorrichtung;
Fig. 2 ist der Längsschnitt durch eine am Webstuhl dauernd angeordnete, der verschiedenen Schützenlage entsprechend drehbar einzustellende Vorrichtung.
In Fig. ι wird in das Schützenauge α mittels Gummirohrstückes g luftdicht das Rohr s des Kolbens k eingesetzt, der sich luftdicht in dem oben offenen Saugzylinder c bewegt. In diesen ist oben ein Drahtsteg b eingesetzt, der zu einer Grifföse geformt ist. Eine Druckfeder t preßt den Kolben k nach unten. Der Zylinder c greift mit einem Halsrohr h eine Strecke über das Kolbenrohr s, welches im bestimmten Ab stand von dem Boden des Zylinders c eine Öffnung e zeigt. Das Ansaugen geschieht durch Niederdrücken des Zylinders c von Hand in die punktierte Stellung c1.
In Fig. 2 ist an dem Schützenlager / der unten offene Zylinder c drehbar befestigt und mittels Zwischenplatte ist eine Führung f angeordnet, in der sich die U-förmig gebogene Stange d des Kolbens k führt, die in der Regel durch eine sich gegen den Stangenknopf legende Feder nach oben gedrückt wird. Der Zylinder c trägt in bestimmtem Abstand von seinem oberen Boden eine Seitenöffnung e mit Anschlußstutzen für das gebogene Rohr s, das mittels Gummirohrstückes g (der drehbaren Zylinderanordnung wegen in verschiedenen Stellungen des Schützens) in das Schützenauge α eingesetzt werden kann. Das Ansaugen geschieht durch Niederdrücken des Kolbens k in die punktierte Lage.
In beiden Fällen ist die kennzeichnende Wirkungsweise folgende:
Im Anfang der Niederbewegung bleibt zunächst das Schußfadenende unbeeinflußt, da
eine leitende Verbindung zwischen Schützenauge und Saugzylinder fehlt, dagegen wird die Luft in diesem verdünnt, so daß in dem Augenblick, wo durch die Öffnung e diese Verbindung hergestellt ist, die vorher ruhende Luftsäule in dem Rohr s infolge der vorhergehenden Luftverdünnung plötzlich in das Zylinderinnere stürzt und so die Außenluft mit dem Schußfaden kräftig mitreißt. Der Abstand zwi-
sehen der Öffnung e und dem Zylinderboden ist bei der dargestellten Ausführungsform Fig. ι deshalb ein größerer als bei der Ausführungsform Fig. 2, weil im ersteren Falle der Kolben nicht unmittelbar auf dem Boden aufsitzt, es sich also um die Verdünnung einer geringen Luftmenge handelt, die zwischen Kolben und Zylinderboden vorhanden ist, während in Fig. 2, wenn der Kolben so, wie dargestellt, genau anliegt, bei vollständig dicht eingeschliffenem Kolben ein absolutes Vakuum herzustellen ist. Sollte in diesem Falle der Kolben zu schwer niederzuschlagen sein, so kann derselbe an dem Gewinde ν etwas tiefer eingestellt werden. Je nach der Dichte des Kolbenanschlusses läßt sich demnach bei dieser Ausführungsform die Luftmenge zwischen Kolbenfläche und Zylinderboden regeln.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Vorrichtung zum Einfädeln des Schuß-. fadens in das Webschützenauge vermittels Kolben und Saugzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß die leitende Verbindung zwischen Schützenauge und Saugzylinder erst erfolgt, wenn in letzterem bereits eine Luftverdünnung stattgefunden hat, zum Zweck, die ruhende Luftsäule im Saugrohr plötzlich und energisch in Bewegung zu setzen und hierdurch das Mitreißen des Schußfadens zu sichern.
  2. 2. Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher der Saugzylinder (c) mit einem Halsrohr (h) über das Saugrohr fs) des Kolbens (k) greift, welches eine Öffnung (e) trägt, die in bestimmtem Abstand vom Zylinderboden angeordnet ist (Fig. 1).
  3. 3. Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher die Öffnung (e) des Zylinders fc), an deren Stutzen das Saugrohr fs) anschließt, in bestimmtem Abstand von dem Zylinderboden angeordnet ist, wobei sich der Kolben (k) bezüglich seines Abstandes von diesem Zylinderboden regelnd einstellen läßt (Fig. 2).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746568C (de) * 1940-05-10 1945-01-18 Dr Jur Paul Terrahe Vorrichtung zum Einfaedeln des Schussfadens in die Webschuetzenoese mittels eines Saugluftstromes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746568C (de) * 1940-05-10 1945-01-18 Dr Jur Paul Terrahe Vorrichtung zum Einfaedeln des Schussfadens in die Webschuetzenoese mittels eines Saugluftstromes

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