DE139679C - - Google Patents

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DE139679C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/10Sulfur dyes from diphenylamines, indamines, or indophenols, e.g. p-aminophenols or leucoindophenols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift 139099 ist ein Verfahren zur Darstellung eines schwefelhaltigen graugrünen Farbstoffes beschrieben, welches darin besteht, daß der Thioharnstoff aus p-Nitro-oamido-p'-oxydiphenylamin mit Schwefel und Schwefelalkalien verschmolzen wird. Im weiteren Verfolge dieser Erfindung wurde nun gefunden, daß auch die aus der Dinitrophenyl-, aminsalicylsäure und der Dinitrooxydiphenylaminsulfosäure folgender Konstitution:
JVO
SO3B
durch partielle Reduktion erhaltenen orthoamidierten Diphenylamine bei der Behandlung mit Schwefelkohlenstoff in Thioharnstoffe übergehen. Die Nitroamidophenylaminsalicylsäure stellt ein in Alkohol leicht, in Wasser aber unlösliches gelbes kristallinisches Pulver dar. Die Alkalisalze sind in Wasser äußerst leicht löslich, aus konzentrierten Lösungen kristallisiert das Natriumsalz in glänzenden rotbraunen Nädelchen, aus der wässerigen Lösung fällen Säuren die freie Karbonsäure. Noch leichter als die Alkalisalze der Karbonsäure sind die der Sulfosäure in Wasser löslich, doch werden sie durch Kochsalz ausgefällt; Mineralsäuren fällen die freie Sulfosäure, die in Wasser unlöslich, aber in Alkohol leicht löslich ist. Verschmilzt man nun die aus diesen Nitroamidoderivaten durch Schwefelkohlenstoff erhaltenen Thioharnstoffe mit Schwefel und Schwefelnatrium, so erhält man schwefelhaltige Farbstoffe, die ungeheizte Baumwolle in blauen Nuancen anfärben, die aber grüner sind, als die des Farbstoffes des Haupt-Patentes. Von diesen unterscheiden sich die vorliegenden Farbstoffe ferner auch dadurch, daß sie ohne wesentliche Einbuße an der Reinheit der Nuance auf der Faser mit Bichromat nachbehandelt werden können. Die Darstellung eines der Farbstoffe wird an folgendem Beispiele beschrieben:
32 kg des nitroamidophenylaminsalicylsauren Natriums werden in 300 1 verdünnten Alkohols (50 Prozent) gelöst und mit 15 kg Schwefelkohlenstoff so lange am Rückflußkühler gekocht, bis die Entwickelung von Schwefelwasserstoff aufgehört hat. Aus der so erhaltenen Lösung wird durch Ansäuern die Ausfällung des Thioharnstoffes der Nitroamidooxydiphenylaminkarbonsäure vervollständigt. Das Alkalisalz dieser Verbindung ist in warmem Wasser leicht, in kaltem etwas schwieriger löslieh, ebenso in Alkohol. Mineralsäuren fällen den freien Thioharnstoff als gelben krystallinischen Niederschlag, der selbst in heißem Wasser unlöslich, in Alkohol aber leicht löslich ist.
5 kg dieses Thioharnstoffes trägt man nun in das vorher geschmolzene Gemisch von 40 kg Schwefelnatrium und 24 kg Schwefel bei etwa 110 bis 1150 ein. Man steigert alsdann die
60
Temperatur auf etwa 1500 und hält hierbei so lange — etwa 10 Stunden —, bis die Schmelze trocken geworden ist. Die zerkleinerte Schmelze kann direkt zum Färben verwendet werden, sie erzeugt auf Baumwolle grüngraue Nuancen. Vorteilhaft ist es, den Farbstoff in der Weise zu reinigen, daß man ihn in Wasser löst und durch Einleiten von Luft und Aussalzen ausfällt. In der so gereinigten Form erzeugt er auf Baumwolle graublaue Nuancen, die durch eine Nachbehandlung mit Wasserstoffsuperoxyd und Zinntetrachlorid in ein reines Blau übergehen und wesentlich echter werden. Aber auch die durch eine Nachbehandlung mit Bichromat erzielte Nuance zeigt einen reinen grünblauen Ton von hervorragender Echtheit.
In ähnlicher Weise kann die oben gekennzeichnete Nitroamidooxydiphenylaminsulfosäure verarbeitet werden; man erhält alsdann einen Farbstoff von wesentlich grünerer Nuance. Der Thioharnstoff der Nitroamidooxydiphenylaminsulfosäure unterscheidet sich von dem der Karbonsäure dadurch, daß die freie Säure in Wasser leicht löslich ist.
Die neuen Farbstoffe stellen in gereinigtem Zustande schwarzgrüne in Wasser unlösliche Pulver vor; auf Zusatz von Schwefelnatrium zur wässerigen Suspension tritt blaue Färbung aber nur zum geringsten Teile Lösung ein; erwärmt man nun, so werden beide Farbstoffe außerordentlich leicht reduziert und man erhält eine schwach gelbgrün gefärbte Lösung, aus welcher sich bei Luftzutritt der Farbstoff in blaugrünen Flocken abscheidet. Durch die große Neigung zur Bildung der Leukokörper unterscheiden sich diese Farbstoffe von dem des Haupt-Patentes.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    In dem Verfahren des Patentes 139099 der Ersatz des p-Nitro-o-amido-p]-oxydiphenylamins durch die p-Nitro-o-amidophenylaminsalicylsäure oder die p-Nitro-o-amidp-p^oxydiphenylaminsulfosäure.
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