DE138935C - - Google Patents

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DE138935C
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kieseiguhr
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/18Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing mixtures of the silica-lime type

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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Kieseiguhr.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von die Wärme schlecht leitenden Kalksandsteinen unter Verwendung von Kieseiguhr, welches den bisherigen Verfahren gegenüber, bei welchen Kieseiguhr Anwendung fand, den Vortheil zeigt, dafs nur ein Theil des Kieselguhrs bei der bekannten Dampfbehandlung an den Kalk gebunden wird, so dafs er seine werthvollen physikalischen Eigenschaften in dem gehärteten Stein unverändert beibehält und dadurch dem ganzen Stein diese Eigenschaften verleiht.
Man hat bereits Kieseiguhr wegen seiner leichten Verbindungsfähigkeit mit dem Kalk bei der Herstellung von Kalksandsteinen der Rohmasse zugesetzt, um eine vollständige und möglichst rasche Umwandlung des Kalkes in kieselsauren Kalk herbeizuführen. Dabei wurde der Kieseiguhr vollständig abgebunden, und deshalb ging seine Isolirfähigkeit vollständig verloren. Der nach bekanntem Verfahren fertig gehärtete Stein verhält sich demnach bezüglich seiner physikalischen Eigenschaften nicht wesentlich anders als wie ein aus Sand und Kalk allein hergestellter.
Auch ist es bereits bekannt (vergl. die amerikanische Patentschrift 539190), bei der Herstellung von Kalksandsteinen den Sand vollständig durch Kieseiguhr zu ersetzen, so dafs also die Formlinge aus einem Gemenge von Kalk und Kieseiguhr bestehen. Solche Steine besitzen jedoch keine hohe Druckfestigkeit.
Bei dem Verfahren nach vorliegender Erfindung wird dagegen eine neue Wirkung dadurch erreicht, dafs einem Gemenge von Sand und Kalk wesentlich mehr Kieseiguhr zugesetzt wird, als zur Bildung von Kalksilicat aus Kalk und Kieseiguhr erforderlich ist. Der fertig gehärtete Stein besteht demnach aus einer innigen Verbindung von Sand, unverändertem Kieseiguhr und kieselsaurem Kalk, wobei der Sand als Füllmaterial dient und durch seine Anwesenheit zugleich die Druckfestigkeit des Steines erhöht, der kieselsaure Kalk das Steinbindemittel ergiebt, während der unveränderte Kieseiguhr die ihm innewohnende Isolirfähigkeit auf das ganze Erzeugnifs überträgt.
Die Masse wird dann nach den üblichen Methoden der Kalksandsteinfabrikation mit Wasserdampf behandelt, wobei die Isolirfähigkeit des Kieselguhrs nicht verloren geht. Selbstverständlich kann man den Kieseiguhr nicht durch andere kieselsäurehaltige Materialien ersetzen, weil diesen eine Isolirfähigkeit nicht zukommt. Es lassen sich demgemäfs auch die für die Herstellung von hydraulischen Steinen bezw. Cementen durch Erhärten bei gewöhnlicher Temperatur vorgeschlagenen, bindefähige Kieselsäure enthaltenden zeolitähnlichen Materialien, wie Trafs. Tuffstein, Santorin und . Schlacke, selbst wenn sie in gröfserem Ueber-
schufs als zur Abbindung des Kalkes erforderlich ist, zugesetzt werden, bei vorliegender Erfindung nicht an Stelle des beim Erhitzen abgebundenen und im Ueberschufs seine Isolirfähigkeit beibehaltenden Kieselguhrs verwenden.
Die nach diesem Verfahren hergestellten, eine bedeutende Festigkeit aufweisenden Steine lassen sich wegen ihres Isolirvermögens zu Mauerwerk jeglicher Art verwenden und sind wegen ihres leichten Gewichtes für Auswölbungen und Deckenconstructionen besonders geeignet.
Man kann dem Gemenge der Rohmasse aus Sand, Kalk und Kieseiguhr auch noch Thon in gebranntem oder ungebranntem Zustande, wie er in der Kalksandsteinfabrikation als Zusatzmittel bereits Anwendung findet, zusetzen, beispielsweise um durch Verwendung von ungebranntem Thon die Bildsamkeit der Masse beim Verformen zu erhöhen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Kalksandsteinen aus einem Gemenge von Kalk, Sand und Kieseiguhr, gegebenenfalls unter Zusatz von Thon, dadurch gekennzeichnet, dafs wesentlich mehr Kieselguhr zugesetzt wird, als zur Bildung von Kalksilicat aus Kalk und Kieselguhr erforderlich ist.
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