DE136349C - - Google Patents

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DE136349C
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light shaft
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B27/00Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
    • G02B27/02Viewing or reading apparatus
    • G02B27/08Kaleidoscopes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Praxis der Färberei spielt das Abmustern, d. h. die Prüfung gefärbter Stoffe auf die Uebereinstimmung der Farben eine grofse Rolle, und es ist um so schwieriger auszuführen , je verschiedenartiger das Licht zusammengesetzt ist, welches hierbei die zu vergleichenden Stoffe trifft. Man wird dagegen das Abmustern dann mit dem besten Erfolge bewirken können, wenn man stets dasselbe Licht benutzt, und zwar ein solches, das nicht durch Reflexionen von verschiedenfarbigen Körpern beeinüufst ist.
Mit der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Einrichtung kann man die Muster stets unter reinem einfarbigen Lichte betrachten, was dadurch möglich wird, dafs man sie auf dem Boden eines Rohres oder Lichtschachtes befestigt und von der Seite her beschaut.
Hierbei wird die obere Oeffhung des Rohres nach dem nördlichen Theil des Himmels gekehrt, und zwar so, dafs weder von der Sonne directe, noch von benachbarten Gebäuden, Schornsteinen, Räumen u. s. w. reflectirte Lichtstrahlen auf die am Boden des Rohres angebrachten Muster fallen können.
Will man bei irgend einem künstlichen Lichte abmustern, so kann man im oberen Theile des Lichtschachtes, der dann oben vollständig geschlossen wird, eine Lichtquelle (Petroleum-, Gas-, elektrisches Glüh- oder Bogenlicht u. s. f.) je nach Bedarf einsetzen. Dieses Abmustern bei künstlichem Lichte kann nothwendig oder erwünscht sein bei Stoffen, die nur einem ganz bestimmten Zweck dienen, z. B. Ballkleiderstoffen.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. ι und 2 Längsschnitt und Oberansicht der Vorrichtung für den Handgebrauch,
Fig. 3 die Benutzung des Apparates,
Fig. 4 die Vorrichtung in Anwendung auf ein feststehendes Häuschen.
Ein Rohr α (der Lichtschacht) mit dem Boden b besitzt einen seitlichen Stutzen c, durch welchen man den Boden b und die auf ihn gelegten Muster betrachten kann. Zur leichteren Aufbringung der Muster ist der Boden lösbar, er kann ebensowohl als Klappe (wie in der Zeichnung dargestellt) oder als Schieber u. s. w. ausgebildet sein. Doch kann der Boden b auch fest mit dem Rohr α verbunden und dafür der seitliche Stutzen c abnehmbar eingerichtet sein, so dafs in diesem Falle die zu untersuchenden Muster durch die so entstehende seitliche Oeffnung auf dem Boden b ausgebreitet werden können.
Die inneren Wände des Rohres α wie auch des Stutzens c sind mit einer stumpfen schwarzen Farbe bedeckt.
Zum Gebrauch des Apparates kann man sich, wie Fig. 3 zeigt, eines Licht nicht durchlassenden Tuches d bedienen, oder man kann ihn an der Decke eines im Innern stumpfschwarzen Häuschens mit drehbarem Dach befestigen, wie es die Fig. 4 zeigt. Hier ist auf einer runden, vortheilhaft aus Wellblech hergestellten Wand e mit Eingangsthür f ein kegelförmiges Dach g vorgesehen, welches auf
einem Kranze h mit Rollen läuft. Um das Licht besser von dem Innern des Häuschens abzuhalten, kann sich am Dach ein Blechkranz j befinden, der bis zu einer gewissen Tiefe in das Häuschen vom oberen Rande aus hineinreicht. An dem Dach des Häuschens ist der Lichtschacht α mit dem Stutzen c angeordnet. Ein Zeiger i an dem Dache spielt über eine Scala k an der Wand -des Häuschens, um die Stellung des Rohres zum jeweiligen Stande der Sonne mit Hülfe der Uhr bestimmen zu können, so dafs niemals Sonnenstrahlen in das Innere des Rohres α während der Beobachtung von Mustern hineinfallen.
Die obere Mündung des Lichtschachtes bleibt in der Regel beim Abmustern offen; doch empfiehlt es sich, eine Glasscheibe aus vollkommen farblosem Glase vorzusehen, um sie, wenn erforderlich, bei regnerischem Wetter vorzulegen, falls nicht durch die hierbei veränderte Beleuchtung des Himmels ein Abmustern überhaupt ausgeschlossen ist. Beim Nichtgebrauch des Apparates wird die obere Oeffnung durch einen festen Deckel verschlossen. Bei dem Apparat für den Handgebrauch ist sowohl die Glasscheibe als auch der Verschlufsdeckel entbehrlich.
Die Wandung des Häuschens kann eine Oeffnung η mit einem herunterklappbaren Laden ο haben, um im Anschlufs an die Untersuchung im Lichtschacht »über den Schein« abmustern zu können. Während nämlich in dem Lichtschacht das Abmustern »in der Aufsicht« erfolgt, soll der Laden zum Abmustern »in der Uebersicht« oder, wie erwähnt, »über den Schein« dienen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Vorrichtung zum Abmustern von gefärbten Stoffen, gekennzeichnet durch einen innen stumpf geschwärzten Lichtschacht (α), durch welchen die auf seinem Boden befindlichen Stoffmuster zum Zwecke ihrer Prüfung auf Farbencongruenz derart beleuchtet werden, dafs das sie treffende Licht frei ist von Reflexstrahlen, die von aufserhalb der Vorrichtung, und zwar seitlich der Richtung des Schachtes befindlichen gefärbten Gegenständen ausgehen und von den stumpf geschwärzten Seitenwänden des Schachtes aufgefangen werden.
    Vorrichtung zum Abmustern von gefärbten Stoffen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs der Lichtschacht (α) einen seitlichen Beobachtungsstutzen (c) erhält, durch welchen die auf den Boden (b) des Schachtes gebrachten Muster beobachtet werden können.
    Vorrichtung zum Abmustern von farbigen Stoffen nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, dafs der das zu vergleichende Muster aufnehmende Lichtschacht (a) an dem drehbaren Dache (g) eines allseitig geschlossenen runden Häuschens (e) angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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