DE136166A - - Google Patents

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DE136166A
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Hervorheben einzelner Töne oder Tonreihen einer Harmonie bei solchen mechanischen Musikwerken, bei denen die Beeinflussung der einzelnen Tonkörper mittelst pneumatischer Hebel, sei es' durch Saugwind oder Druckwind, erfolgt.
Ein wesentlicher Vortheil dieser neuen Einrichtung soll darin bestehen, dafs nur Luft von gleicher Spannung nöthig ist, also keine doppelten Erzeugungsstellen und Leitungen für Luft verschiedener Spannung erfordert werden.
Die Wirkung der Einrichtung beruht lediglich auf der Querschnittsveränderung derjenigen Durchgangsöffnungen, durch welche, die Luft auf die pneumatischen Hebel wirksam werden kann.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Schnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 2 und diese einen Längsschnitt durch die Windlade der Einrichtung dar.
Die Fig. 3 bis 6 stellen im Aufrifs und Grundrifs einige Ausführungsformen der im Windkanal anzuordnenden Ventile dar, ohne dafs dieselben jedoch hierdurch erschöpfend aufgeführt sein sollen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die pneumatischen Hebel α in bekannter Weise derart neben einander angeordnet, dafs sie auf die einzelnen Tonerzeuger des Musikwerkes einwirken können.
Aus diesen pneumatischen Hebeln α wird, da bei der gezeichneten Einrichtung Saugluftbetrieb angenommen wurde, durch den Kanal b die Luft abgesaugt, wenn durch c vom Notenblattgleitblock her Luft unter die Steuerbälge d der Wechselventile: gelangt, so dafs die Ventile e geöffnet und die Ventile/geschlossen werden können (s. Fig. 2 dritter Hebel).
Nun erfolgte seither bei Luft von gleicher Spannung das Aussaugen der pneumatischen Hebel α mit gleicher Stärke, so dafs auch die durch ihre gleichma'fsige Bewegung hervorgebrachten Töne stets in gleicher Stärke erklangen.
Um einzelne Töne oder Tonreihen durch stärkeres Anschlagen besonders hervorzuheben, hat man zwar schon "versucht, dies mittelst Luft verschiedener Spannung zu erreichen. Die Einrichtung hierfür wird aber nach Ansicht des Erfinders aufser.ordentlich complicirt, und der Erfolg ist.dabei ein äufserst zweifelhafter.
Bei dem vorliegenden Erfindungsgegenstand wird der erstrebte Zweck, bei stets gleicher Windstärke, lediglich durch Querschnittsverändernng im Windkanal, sei es nun im senkrechten Theil g öder im wagerechten Theil h oder an sonst einem beliebigen Punkte desselben, hervorgebracht.
Um diese Querschnittsveränderung herbeizuführen, kann man sich jeder beliebigen Ventilconstruction bedienen, die im richtigen Augenblicke entweder pneumatisch oder mechanisch in Thätigkeit gesetzt wird.
Bei dem in den Fig. 1, 2, 5 und 6 gezeichneten Beispiele sind Klappenventile angenommen, während die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Einrichtung die Anordnung eines 'Schieberventils veranschaulicht.
Zum Durchlassen des normalen Luftstromes, welcher ein normales Anschlagen der jeweils ausgelösten Töne ermöglicht, ist das Abschlufs-

Claims (7)

  1. organ i bei dem Klappenventil der Anordnung nach Fig. ι und 2 mit einer Durchlafsöffnung k bestimmter Gröfse versehen, welche während einer bestimmten Zeitdauer nur eine bestimmte Menge Luft von gleicher Spannung hindurchläfst, so dafs das Aussaugen der durch die geöffneten Ventile e eingestellten pneumatischen Hebel α eine bestimmte Zeit in Anspruch nimmt und hierdurch das Anschlagen, des ,betreffenden Tones auch nur in einer, der Geschwindigkeit des Anhcbens entsprechenden Stärke erfolgt.
    Soll nun diese Stärke während des Spiels für einzelne Töne oder Tonreihen erhöht werden, so wird zur passenden Zeit die Ventilklappe i entweder mechanisch oder pneumatisch so weit angezogen oder angehoben, dafs ein .Durchgangsquerschnitt entsteht, der in seiner Gröfse einer- solchen Geschwindigkeit des Aussaugens der jeweils eingestellten pneumatischen -Hebel entspricht, durch weiche ein stärkeres Anschlagen des betreffenden Tones erfolgt.
    Durch mehr oder Weniger weites Oeffnen der Ventilklappe i läfst sich jede gewünschte Stärke des angeschlagenen Tones hervorbringen.
    Natürlich kann man, wie aus
    Fig. 2
    ersichtlich, in dem Windkanal auch mehrere solcher Einrichtungen zur wechselnden Aenderung der Durchgangsquerschnitte anbringen.
    Bei dem durch die Fig. 3 und 4 veranschaulichten Schieberventil entspricht die Oeffnung / im Boden in und die Oeffnung η im eigentlichen, unter der Wirkung einer- Feder ο stehenden Schieberp der gröfsten Tonstärke.
    Für normale Tonstärke jedoch ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich, der Schieber ρ durch die Feder 0 so weit zurückgezogen, dafs die Oeffnung / zum Theil verdeckt ist.
    Soll ein stärkeres Anschlagen eines oder mehrerer Töne erfolgen, so wird der Schieberp an der Stange q entweder mechanisch oder -pneumatisch unter Ueberwindung der Feder ο angezogen, so dafs die Oeffnungen / und η vollständig über einander liegen und so lange den ganzen Querschnitt freigeben, bis der Schieber ρ unter der Wirkung der Feder ο wieder zurückgeht.
    Um ein allmähliches Anschwellen und wieder Abfallen eines oder mehrerer Töne zu ermöglichen, kann man im Windkanal mehrere Ventile r, r1, r2 u. s. w. neben einander anordnen, welche sich beim Crescendo nach einander öffnen, um sich entweder alle gleichzeitig oder beim Descrescendo nach einander wieder schliefsen.
    In der Fig. 5 und 6 sind die Ventile r, r1 und r2 als Klappenventile gemäfs der aus den Fig. ι und 2 ersichtlichen Construction dargestellt.
    Natürlich kann aber auch hierbei jede andere, den gleichen Zweck erfüllende bekannte Ventilconstruction Anwendung finden.
    Paten τ-Α ν Sprüche:
    ι . Einrichtung an pneumatischen Musikwerken zum besonderen Hervorheben einzelner Töne oder Tonreihen, dadurch gekennzeichnet, dafs im Windkanal mit Hülfe pneumatisch oder mechanisch bewegter Ventile Querschnittsveränderungen bewirkt werden, durch welche bei sonst gleicher Spannung des Arbeitswindes eine verschieden starke Einwirkung desselben auf die pneumatischen Hebel (a) und damit ein verschieden starker Tonanschlag ermöglicht wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die.
  3. Querschnittsveränderungen im Windkanal durch mehrere neben einander angeordnete pneumatisch oder mechanisch bewegte, sich nach einander öffnende und sich gleichzeitig oder nach einander wieder schliefsende Ventile (Fig. 5 und 6) erzielt wird.
  4. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
  5. Ergänzungsblatt zur Patentschrift 136166, Klasse 51<?.
  6. Der Anspruch ι ist durch rechtskräftige Entscheidung des Kaiserlichen Patentamts vom
  7. 7. September 1911 für nichtig erklärt.

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