DE135690C - - Google Patents
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- DE135690C DE135690C DENDAT135690D DE135690DA DE135690C DE 135690 C DE135690 C DE 135690C DE NDAT135690 D DENDAT135690 D DE NDAT135690D DE 135690D A DE135690D A DE 135690DA DE 135690 C DE135690 C DE 135690C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21F—WORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
- B21F35/00—Making springs from wire
- B21F35/04—Making flat springs, e.g. sinus springs
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21F—WORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
- B21F43/00—Making bands, e.g. bracelets, from wire
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Wire Processing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nach älteren Verfahrungsweisen hergestellten Drahtflachfedern, so namentlich diejenigen,
wo die schraubenförmig gewundenen Drähte einzeln, Draht um Draht, oder gruppenweise
seitlich in einander geschoben und dann flachgeprefst werden, haben zwar als Korsett-
und Kleidereinlagen wegen ihrer grofsen Schmiegsamkeit und der Fähigkeit, allen Körperbewegungen
nachzugeben und zu folgen, immer mehr Anklang und Verbreitung gefunden und
sind dieselben von ungemein günstigem Einflufs in gesundheitlicher Beziehung.
Es giebt aber Frauen, die gewöhnt sind, dem Oberkörper durch das Korsett eine besonders
starke Stütze zu geben, und denen deshalb der Uebergang zu den genannten, überaus schmiegsamen Federn zu schwer wird,
so dafs sie sich noch immer mit den früher allgemein gebräuchlichen, nahezu unbeweglichen
und darum so gesundheitsschädlichen Einlagen aus Stahl und Fischbein behelfen.
Um nun auch den Wünschen dieser Frauen Rechnung zu tragen und sie allmählich an die
Nachgiebigkeit des Korsettes zu gewöhnen, stellen wir jetzt noch eine neue Drahtflachfeder
nach besonderem, von uns erfundenem Verfahren her, wonach eine Feder erhalten wird,
die trotz gröfserer Leichtigkeit steifer und kräftiger ist als die zuvor erwähnte, aber bedeutend
biegsamer und schmiegsamer ist als die genannten Stahl- und Fischbeinstäbe.
An Hand der beiliegenden Zeichnung soll das neue Verfahren zur Herstellung dieser
neuen Drahtflachfeder, das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet, des Näheren
beschrieben werden.
Durch Wicklung eines, zweier oder auch mehrerer Stahldrähte um einen Dorn, dessen
Dicke der Breite der herzustellenden Feder entsprechend gewählt wird, werden in bekannter
Weise zuerst Schraubendrähte gebildet und darauf diese nach dem Abschieben von dem Dorn in einem Walz- oder Prefswerk
flach geprefst zu dem in Fig. 1, obere Hälfte, und Fig. 5, untere Hälfte, je in dem linken
und rechten Theil der Figuren dargestellten, bekannten Gebilde.
Zwei derselben von gleicher oder von entgegengesetzter Wickelung α und b werden alsdann
mit den Seiten, wo die offenen Augen c sich befinden, d. h. die keine geschlossene,
fortlaufende Kante bilden, derart an einander gelegt, dafs die Augen c der einen Drahtschraube in die Lücken zwischen je zwei der
anderen fallen bezw. dafs die die Kanten bildenden stark gebogenen Schleifen c sich nahezu
oder völlig berühren, die Drähte also gegen einander stehen, aber nicht in einander geschoben
sind. Darauf wird die Verbindung beider durch Hineinschrauben einer runden Drahtspirale d aus beliebig profilirtem Draht
und von zulässig kleinstem Durchmesser der Wickelung in die Augen c hergestellt, wie
dieses in Fig. 1 (untere Hälfte), Fig. 2 und 5 (obere Hälfte) veranschaulicht ist.
Um dieses ausführen zu können, mufs die Steigung der Schraube d selbstverständlich gleich
dem Abstande der Augen c der Schrauben a und b sein, von Mitte zu Mitte Auge gemessen.
Anstatt durch Hineinschrauben der runden Feder d könnten die Flachfedern α und b
Claims (1)
- durch einen beliebig profilirten Draht verbunden werden, der durch ihre Augen oder Maschen c nach Art eines Schnürriemens von einem Auge zum anderen hindurchgezogen wird, d. h. also z. B. nach Fig. i: der Bindedraht d wird von rechts nach links von unten her durch die erste Schleife der linken Feder a gezogen, dann von links nach rechts über den Draht dieser Schleife und den der ersten Schleife der rechten Feder b, dann unter diesen Draht wieder nach links unter der zweiten Schleife der Feder α her nach oben durch und nun wieder nach rechts auch in die zweite Schleife von b hinein u. s. w.In beiden Fällen entsteht dasselbe Product, aus dem die fertige Drahtflachfeder (Fig. 3 und 4) dadurch hergestellt wird, dafs man das Ganze jetzt durch ein Walz- oder Prefswerk führt und darin die Windungen des Verbindungsdrahtes flach prefst und damit zugleich eine solche feste Verbindung beider Flachfedern α und b erzielt, dafs ein nach dieser Richtung einheitliches, starres Gebilde entsteht.Diese so hergestellte neue Feder hat bei ungemein grofser Federkraft und Elasticität grofse Widerstandsfähigkeit, da ihre Aufsenkanten durch die Rücken der hier dicht liegenden Federn α und b versteift sind, namentlich aber weil durch Einlegen des engen schraubenförmigen Drahtes d die Mitte ganz erheblich gegen Durchbiegung verstärkt ist, sie sozusagen Rückgrat erhalten hat. Sie hat ein glattes Aeufseres nicht nur auf den Flächen, sondern auch an den Kanten, so dafs eine Zerstörung der Kleidungsstücke durch dieselbe ausgeschlossen ist.Ganz besonders eignet sich das neue Product wegen der gröfseren Steifigkeit zur Herstellung von Korsettschliefsen und ist hier wegen der sich von selbst ergebenden mittleren Verstärkung eine Versteifung durch Einlegen eines Stahlstabes nicht erforderlich.Die Befestigung der Schliefsorgane kann durch Umklammerung oder auch durch Nieten geschehen oder auch bewirkt werden, indem man um die Feder nochmals einen dünnen Draht herumwickelt und hierbei zugleich seitliche Lappen der Schliefsorgane mit einwickelt. In diesem Falle bleibt die Rückseite der Schliefse vollkommen glatt.Paten τ-An Spruch:
Ein Verfahren zur Herstellung von Drahtflachfedern für Kleider- und Korsetteinlagen, Korsettschliefsen und andere Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dafs zwei aus beliebig vielen Drähten bestehende, vorher flach geprefste Drahtschrauben (Drahtflachfedern) (a und b) von gleicher oder entgegengesetzter Wickelung mit ihren offenen Augen oder Maschen (c) so neben einander gelegt werden, dafs die offenen Schleifen sich ganz oder nahezu berühren, nicht aber in einander greifen und dafs dann durch Hineinschrauben eines runden schraubenförmigen Drahtes (d) von thunlichst kleinem Durchmesser und von geeigneter Steigung in die Maschen (c) beider Drahtflachfedern (a und b) diese fest mit einander verbunden werden, worauf das Ganze durch ein Walz- oder Prefswerk geführt wird, um den Bindedraht (d) flach zu pressen und so die ganze Verbindung noch dichter zu gestalten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE135690C true DE135690C (de) |
Family
ID=403714
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT135690D Active DE135690C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE135690C (de) |
-
0
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